Dieser Thread erklärt, warum ich auf meine Antwort, was ich beruflich mache und Lehramt sage, häufig gefragt werde, ob ich an einer Grundschule wäre ... Wenn dann kommt E-Technik und Chemie am Berufskolleg kommt meist ein Oh.
Bei uns gibt es eher zu wenig Frauen, in sprachlichen Fächern sind die hingegen stärker vertreten. Es ändert sich aber langsam.
Und haben deine Kollegen da auch freudig gerufen "Ah wie toll, endlich eine Frau bei uns!", als du ins Kollegium kamst, so wie das an vielen Grundschulen der Fall ist, sobald ein Kollege (ganz egal, wie fähig, Hauptsache Mann) den Raum betritt? Oder haben sie dich halt als Kollegin aufgenommen, ohne einen großen Bohei um dein Geschlecht zu machen?
Es ist mir unklar, wie es in einer emanzipierten Gesellschaft sein kann, dass man Männer, die man noch nicht mal kennt, von denen man rein gar nichts weiß, fast schon jubelnd begrüßt und von vornherein annimmt, dass sie mit schwierigen Klassen gut klarkommen, nur weil sie männlich sind. So viele Vorschusslorbeeren, einzig und allein aufgrund des Geschlechtes.
Und da wundert man sich, dass es dann mehr männliche Konrektoren und Rektoren gibt als weibliche und fühlt sich im schlimmsten Fall wieder als Frau diskriminiert, aber sobald ein Mann kommt, wird der von vielen Frauen eben hofiert wie ein Superheld.
Da muss man sich echt mal überlegen, ob das so sinnvoll ist, oder ob es nicht schlauer wäre, einfach die Leistung als Lehrkraft zu sehen - es gibt gute und weniger gute, ganz egal ob Mann oder Frau.