Beiträge von Lea

    Wir haben ständig, wenn Stammpersonal krankheitsbedingt ausfällt, junge Leute als Vertretungskräfte da, welche maximal das 1. Stex. haben.
    In der Regel arbeiten sie Vollzeit (bei uns in NRW in der Grundschule mit 28 Std.)
    Sie verdienen doch nicht allen Ernstes genausoviel wie jene, die sie vertreten?


    Ich war mit Schlag 2000 fertig, war also in den 90ern Studentin und LAA. Meine Herrn, was hatte ich damals für Jobs, um meine Miete etc. bezahlen zu können: Ich war Kellnerin für 7 DM die Stunde, stand sonntags bis 21.00 Uhr in einer Bäckerei am Hauptbahnhof unserer Großstadt und hatte Pizzazungen verkauft. Ich gab Nachhilfe für 20 DM (!) die Stunde, welche meinen "Nachhilfeeltern" schon zu viel waren... Ich war Babysitten, hockte an den "heiligen" Wochenenden in irgendwelchen Buden und wachte über schlafende Kinder...
    Hammerhart.... wenn ich doch damals schon die Gelegenheit gehabt hätte, in meinen zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern... und dann noch bei voller (?) Bezahlung!?
    Leute, sorry, ich dreh ab...


    Bitte um fundierte Erklärungen.

    Erster Beitrag mit Link zu Stempelanbietern.. Spamigall, ich hör dir trapsen!

    Hallo Steffen,
    ich halte grundsätzlich nichts davon, Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, über Belohnungen zu erreichen. Den Kindern muss klar gemacht werden, dass es eine Grundregel ist, Arbeitsruhe zu halten, da jedes Kind und jeder Lehrer das Recht hat, ungestört arbeiten zu können. Dieses Recht nimmt man anderen durch Unruhe.
    Ich arbeite viel mit non-verbalen Impulsen (schont auch wunderbar Stimme und Nerven!). Ich habe Piktogramme, hänge diese an die Tafel und gebe ein akustisches Signal (Triangel), deute auf das entsprechende Piktogramm (z. B. Arbeitsruhe, aufräumen...) und die Kinder reagieren entsprechend.
    Das funktioniert, vor allem, wenn es vom 1. Schuljahr an täglich wiederkehrend konsequent eingeübt wird. Zugegebenermaßen setzt dies eine konsequente und auch recht erfahrene Lehrerpersönlichkeit voraus, aber: Probiere es aus, bleibe dabei.
    Bedenke dabei, dass Erstklässler eine noch recht geringe Konzentrationsspanne haben. Lass sie 10 min still arbeiten (sukzessive immer länger), gebe dann ein akustisches Signal (z. B.: 3x Triangel schlagen = "leere Hände", sprich: den Stift aus der Hand legen, Ohren spitzen und zuhören) deute auf das entsprechende Piktogramm (zuhören). Dann hast du schnell Aufmerksamkeit und machst ein kleines Bewegungsspiel, singst mit ihnen ein Lied, machst eine kurze Toilettenpause o. ä. Danach weiter im Text - immer nach dem selben Prinzip mit den selben Ritualen.
    Zwischendurch immer mal wieder loben (xy macht es richtig, danke xyz...), am Ende des Schultages eine kleine Reflexion, was alles schon super geklappt hat und was am nächsten Tag noch besser laufen könnte.
    Erstklässler brauchen und wollen klare Ansagen und Strukturen - und sie sind stolz wie Oskar, wenn ihnen vom Lehrer (den sie wirklich schnell heiß und innig lieben) das Gefühl vermittelt wird, dass sie sich schon wie "richtige" Schulkinder verhalten.
    Probiere es aus, bleib am Ball, sei geduldig... es wird!


    Edit:
    Werbelink und viele, viele Rechtschreibfehler... hm, ich hoffe, ich habe mir hier nicht umsonst Mühe gemacht...

    Ich find beides blöd.

    Pauschal zu sagen, beides sei blöd, ist doch blöd. ;-)
    Gerade wir Grundschullehrerinnen wissen doch, wie wichtig männliche Identifikationsfiguren für die Jungs sind, gerade heutzutage!
    Es beginnt doch schon in der Kita: Männer = Mangel"ware". Viele Jungs werden von Geburt an ausschließlich durch Frauen sozialisiert, besonders Jungs alleinerziehender Mütter sind hier betroffen. Aber auch bei Vorhandensein beider Elternteile liegt der Hauptteil der Erziehung oftmals immer noch bei den Müttern (siehe diverse zeitnahe Threads, in denen dies durchgekaut wurde). Dabei wird Jungen oftmals vieles genommen, was sie bräuchten, um sich optimal zu entwickeln, siehe z. B. hier:
    http://www.morgenpost.de/print…gen-doch-Jungen-sein.html


    Meine Erfahrung mit männlichen Kollegen, aber auch männlichen Erziehern (in der Kita meines Sohnes gab es einen solchen) ist durchweg positiv: WENN sich ein Mann dazu entschließt, Erzieher bzw. Grundschullehrer zu werden, dann haben sie es drauf: Es sind dann die Typen Mann, die wirklich mit Kindern "können" und vor allem auch wollen.
    Wie oft schon hatten wir einen jungen Kollegen mit befristetem Vertrag, der sich in kürzester Zeit bei sämtlichen Kindern (Jungen UND Mädchen) so beliebt gemacht hat, dass sie (und wir als Kollegium) ihn nicht mehr missen mochten. Doch leider wurden diesen Kollegen ihre Verträge ebensowenig verlängert, wie dies bei befristet angestellten Kolleginnen der Fall war und ist. Im Verhältnis sind es natürlich die weiblichen Kollegen, welche öfters eine Stippvisite bei uns einlegen.


    Es ist einfach eine Tatsache: Kitas und Grundschulen brauchen Männer! Und wenn schon Gleichstellung, dann bitte auch für alle!

    Bis 10 Euro. Ist das so schwer zu verstehen? Es darf kein Verdacht der Bestechlichkeit aufkommen. Was ist daran im Grundsatz falsch?


    Wenn mir "meine Elternschaft" als "Dankeschön" am Jahresende etwas schenkt, das mehr wert ist als 10€ (Büchergutschein etc.), verbunden mit einer liebevollen, selbstgebastelten Karte, auf der alle unterschrieben haben?!
    Gute und meist einzige Gelegenheit für die Lehrkraft, um der 'allgegenwärtigen Gratifikationskrise' entgegen zu wirken!


    Vor allem bei uns in der Grundschule zeigen Eltern - noch - ihre Dankbarkeit, indem sie sich zum Jahresende "etwas einfallen lassen" für die gemeine Lehrkraft.
    Das "passiert" dann in der Regel inmitten der Vollversammlung der alljährlichen Weihnachtsfeier, gerne auch mit einer entsprechenden Ansprache seitens der/des Pflegschaftsvorsitzenden.


    Niemand - weder Eltern noch ich - haben dabei im Sinn, dass die Klasse doch im nächsten Jahr etwas besser bewertet werden könnte... - Denen würde ich was pfeifen! - Nein, die Eltern wollen einfach auf ihre Weise ihre Wertschätzung und Dankbarkeit ausdrücken.


    Tscha. Und nu?
    "Danke, liebe Eltern, aber um uns allen die Unannehmlichkeit einer potentiellen Anzeige zu ersparen, weise ich Ihr Präsent höflichst zurück. Danke für Ihre Mühe und Ihre Wertschätzung mir gegenüber."


    Super! :daumenrunter:


    Die einzige Möglichkeit einer Vermeidung von Unannehmlichkeiten im Vorfeld besteht darin, innerhalb eines allgemeinen, von Seiten der Schulleitung verfassten Schreibens, die Eltern im Vorfeld zu bitten, von Geschenken abzusehen. Das Ganze müsste dann rechtlich erläutert und wahlweise mit einem Fallbeispiel belegt werden.
    Mit Sicherheit werden sich viele Eltern brüskiert fühlen.


    Einfach nur schade für alle Beteiligten!

    Eine Lehrerforenstimme mehr, die sich an dieser Stelle äußert:


    Aber du (ihr) hast (habt) Recht. Ich habe hier wirklich manches geschrieben, was unterhalb der Gürtellinie war und was sich sicherlich abwertend klingt. Ich bitte um Entschuldigung und werde mich bemühen, in Zukunft jeden individuellen Menschen mit seiner individuellen sexuellen Identität und Orientierung wertzuschätzen und nicht zu verurteilen und mein Denken und Handeln in diesem Sinne zu reflektieren.


    Vertreten durch Meikes Statement ("Wenn der ganze thread diesen Sinn gehabt hätte, wäre er es vermutlich schon wert gewesen... ") bin auch ich davon ausgegangen, dass du entsprechend "geläutert" bist, Plattenspieler, wenigstens im Ansatz.
    Der sehr ausführliche Bericht Pyros hätte dann nachfolgend den längst notwendigenden Dialog zwischen deinen - nennen wir es mal Gedanken, Plattenspieler, - und jenen eines direkt involvierten Menschen - Pyros - auslösen können.
    Aber stattdessen haust du munter weiter in die deine Kerbe:

    Zitat

    Im Religionsunterricht sollte man schon auch schauen, was dazu in der Bibel steht, was damit historisch-kritisch gemeint ist und warum es darin steht. Was die Kirchenväter und -lehrer dazu geschrieben haben. In welchen theologischen Kontext sich überhaupt die Debatte einfügt, wie die katholische Kirche zur Partnerschaft und Sexualität generell steht usw.


    Du hast - mit Verlaub - überhaupt nix und gar nix verstanden! :(
    Auch dein

    Zitat

    Man kann - und sollte - auch sagen, dass es bei allen kirchlichen Lehrmeinungen und Verurteilungen nie darum geht, Menschen abzuwerten oder zu diskriminieren, und dass, wer dies macht, sich nicht in Übereinstimmung mit dem katholischen Glauben befindet


    mildert diese - deine - offen zur Schau getragene Haltung nicht ab!


    Offene Frage an dich, Plattenspieler, wenn du dein obiges Zitat ernst gemeint haben solltest:
    Wie wäre es denn mit einem direkten Statement an Pyro?

    Hallo ihr Lieben,
    Ich war im Urlaub und hatte bewusst mein Handy ausgeschaltet.
    Ich danke euch allen für eure zahlreichen Beiträge.
    Nun, es verhält sich so, dass die junge Kollegin tatsächlich hehre Ziele hat. Sie sagt von sich selbst, dass ihre Familienplanung abgeschlossen sei (=sie will niemals Kinder kriegen).
    Tut mir Leid, für mich ist das reines Karrieredenken...


    Insofern fällt es natürlich schwer, die junge Kollegin als "Chefin" zu akzeptieren....
    So wird es auch nicht ganz von Anbeginn sein; denn sie muss sich während des ersten Schulhalbjahres als Assistentin der kommissionarischen Schulleiterin behaupten.


    Auf lange Sicht wird sie den Posten aber bekommen....


    Insofern gilt es, professionell zu handeln... Ich werde eure Ratschläge beherzigen...
    Vielen Dank an euch alle!

    Unsere -zugegebenermaßen- sehr schwierige Schulleitung hat abgedankt. Nun ist die Frage, wer die Nachfolge antritt...
    Es hat sich eine junge Kollegin gemeldet, die jedoch auf noch keine Berufspraxis zurückgreifen kann, als auf ihren vierjährigen Auslandsaufenthalt und einem Jahr Fachunterricht an unserer Schule.
    Diese junge Kollegin soll nun unsere Schule leiten.


    Das Schulamt hat das OK gegeben, unter der Voraussetzung, dass die Dienstälteste, welche bislang in die Bresche gesprungen ist, der jungen Kollegin für drei Monate beratend zur Seite steht.


    Welche Tipps habt ihr für das restliche Kollegium, welches dem ganzen Procedere natürlich recht gespalten gegenübersteht?

    "Der wichtigste Schritt ist es daher, Inklusion und sonderpädagogische Förderung zu Bestandteilen der allgemeinen Lehrerausbildung zu machen." (Zitat aus o.g. Link)
    Was für eine Frechheit! Die unterstellen mir, ich wäre zu blöd bei meiner Berufswahl gewesen!


    Grüße
    Steffen


    Aber woher denn?
    Ideologie bedeutet, auch mal am eigenen Weltbild zu rütteln... Du als braver Staatsdiener hast dich gefälligst anzupassen an alles, was sich aus dem Elfenbeinturm heraus so alles "entwickelt"!
    Dass praxisferne Soziologen und Juristen (!) meinen, der allgemeinen Bevölkerung nun mit der Moralinkeule kommen zu müssen, erweist sich im genannten Artikel zumindest als Eigentor, was den Tenor der Kommentare betrifft - betrachtet man mindestens die ersten 5 Seiten der Kommentare (heute nix weiter ...) dann erfährt man, dass auch der durchschnittliche Spiegelleser mittlerweile seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen weiß.

    Ich hätte jetzt gerne mal wieder Phrasen.


    Kein Problem:
    "In der Parallelklasse sind sie aber im Mathebuch schon auf Seite xx...."
    "Die Musiknote passt aber nun überhaupt nicht zu meinem Kind - wissen Sie eigentlich, was mein Kind alles außerschulisch an musikalischen Aktivitäten macht?" (<-- ächtz - Ich kann leider nur beurteilen, was Ihr Kind in meinem Musikunterricht macht) --> "Dann müssen Sie besseren Musikunterricht machen!"

    In NRW gibt es eine feste Frist, welche eine Woche beinhaltet:
    Einladungen zu Pflegschaftssitzungen müssen also 7 Tage im Voraus bekannt gegeben werden. Auf diesem Elternabend kannst du alle geplanten Aktivitäten bekannt geben - inklusive aller schriftlichen Infos zu geplanten Veranstaltungen. Diese müssen an sich natürlich einen gewissen Vorlauf haben, damit man planen kann (Ratenzahlungen etc.).
    Am besten so frühzeitig wie möglich bekannt geben.

    Ich denke, dass es sich hier um einen "unverblümten" (richtig!) Artikel handelt, der endlich einmal aufrütteln will!
    Dass es inzwischen einige Positivbeispiele für Inklusion gibt, ist bekannt und wird in den meisten Artikeln auch betont.
    Jedoch betrifft die politische Entscheidung zukünftig sämtliche Regelschulen. Und in kaum einer Regelschule sind die Bedingungen bislang so, dass man dem "klassischen" Klientel überhaupt ausreichend gerecht werden kann. Will heißen: Im Gros der Regelschulen sieht es bislang so aus, wie im Artikel beschrieben.
    Es hat schon seinen Grund, dass die wenigen Ausnahmen mal "ausnahmsweise" keine Berücksichtigung finden.
    Denn die Bevölkerung muss endlich aufgeklärt werden, was es heißt, wenn die Förderschulen komplett abgeschafft werden. Da helfen keine wenigen Vorzeigeschulen bzw. -projekte. Es sind ALLE betroffen! Und ALLE benötigen jene Konzepte und Ressourcen, die bei euch, Jule, offenbar realisiert worden sind.

    Sorry - komplett OT -, aber wenn man diese Überschrift im Portal sieht (für mich das Entrée in die Themen), dann denkt man sofort an einen Fake bzw. Troll.
    Insofern bitte in Zukunft wenigstens die Überschriften auf Rechtschreibfehler überprüfen. Die Mods mögen mich zurückpfeifen, sollte ich hier überreagieren... ;-)

    Ich sehe es wie Elli703: Mit dem Füller wird erreicht, dass sich Kinder intensiver konzentrieren. Fehler und Schmierereien sollen vermieden werden. Dies gelingt heutzutage jedoch längst nicht mehr beim Großteil der Schülerschaft. Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten in der Feinmotorik, sodass die Radierstifte als eine Art Segen erscheinen.
    Dabei ist es nicht in erster Linie die Radierfunktion, sondern die Tatsache, dass die Radierstifte ähnlich dem Bleistift kaum schmieren.
    Insofern handhabe ich dieses je nach Kind: Ich führe zunächst den Tintenroller ein in Klasse 2. Wer damit gut und schnell zurecht kommt, steigt schnell auf den Füller um. Wer auch mit dem Tintenroller Schwierigkeiten hat, darf einen Radierstift benutzen.
    Dabei gilt aber grundsätzlich bei allen Tintenschreibgeräten: Fehler werden immer mit dem Lineal sauber durchgestrichen. Der Bleistift darf nur noch im Matheheft benutzt werden, weil sich da in der Tat das Radieren bewährt - der Übersichtlichkeit und Sauberkeit halber.

    " explizit an keiner Stelle davon die Rede ist, dass Sonderschulen (die auch Förderschulen heißen) abzuschaffen seien (zugunsten inklusiver Beschulung in einer „Schule für alle“, in die dann alle Behinderten aufzunehmen wären, wie es von den Verfechtern der Einheitsschule propagandistisch als Imperativ der Vereinten Nationen ausgegeben wird). Im Gegenteil betont die UN-Konvention, dass „besondere Maßnahmen, die zur tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung erforderlich sind, nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Übereinkommens“ angesehen werden dürfen. "


    FAZ Artikel.


    Genau!


    Genau DAS müsste überall propagiert werden! 'Aufklärung' ist das Stichwort... Aber ich bin sicher, dass demnächst noch so einiges an Aufklärung in den öffentlichen Fokus gerät.
    Die Eltern sind am Ball. Das müssen sie auch, da ja für unsereiner der große Maulkorb verhängt worden ist. :stumm:
    In NRW hat sich rund um die vielzitierte "Tina Brune" die "Elterninitiative Förderschwerpunkt Lernen NRW" gebildet:
    Elterninitiative NRW


    Diese Eltern arbeiten aktiv an Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, mit zunehmender Medienpräsenz - alles dokumentiert im o. a. Link!
    Und es darf noch mehr erwartet werden in naher Zukunft! :top:

    @ Nettmensch
    Es ist unbedingt erforderlich, dass solche Beiträge wie deiner hier, immer wieder in den Fokus rücken!
    Dein Beispiel ist ein klassischer Beweis des Sparvorhabens.
    Denn nichts anderes ist für unsere Politiker interessant! Sparen, Lehrer verheizen, Förderschüler um ihre Chancen bringen....
    Vivat Inklusion! :daumenrunter:

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