Es ging ja eigentlich darum: Werden Mathematiker dringend gesucht und die hohe Scheiterquote ist deshalb eine Katastrophe.
Darum ging es eigentlich nicht, sondern eigentlich nur darum, dass man mit einem Mathematikstudium in der Wirtschaft sehr gute Verdienstmöglichkeiten hat.
Denn tatsächlich bin ich deiner Meinung, dass es für die Wirtschaft nicht noch mehr MathematikerInnen braucht. Nur etwa 35% dieser Gruppe arbeiten auch tatsächlich als Mathematiker in der Forschung, Versicherung, Banken etc. Der Rest konkuriert mit anderen Berufsgruppen und kommt dort allerdings auch gut unter. Die Arbeitslosenquote unter MathematikerInnen ist sehr gering.
Es gibt nur zu wenig Lehrkräfte mit Mathematik als Unterrichtsfach
Die Abbruchquoten finde ich aus anderen Gründen zu hoch.
Und: Mathematiker mit gutem Abschluss sind nicht teuer, in der Regel kriegt man sie für dieselben Gehälter, die man auch BWLern zahlt - und ich habe schon einige Mathematiker eingestellt.
Der Vergleich ist etwas seltsam. Wenn sich Mathematiker und BWL auf den gleichen Job in der gleichen Firma bewerben mit den notwendigen Qualifikationen, bekommen natürlich beide das gleiche Gehalt, je nach Verhandlungsgeschick. Warum sollte da auch der Mathematiker mehr bekommen? Hat keiner behauptet.
Es gibt nur noch die Möglichkeit in speziellen Mathematikerjobs zu arbeiten, die nach der Statistik dann besser bezahlt werden als der Durchschnitt. Und viele Mathematiker arbeiten in Konzernen mit mehr als 2000 MitarbeiterInnen, die ebenfalls besser bezahlen als der Durchschnitt. Das alles schlägt sich natürlich in der Statistik nieder.