Beiträge von raindrop

    Wenn sie eine Dyskalkulie hat, kannst du froh sein, ihr einen vernünftigen Rechenweg vermitteln zu können. Alles andere kann sie nur verstehen, wenn sie
    auch den zugrunde liegenden Aufbau unseres Dekadischen Systems verstanden hat, ein Mengen-Zahlen Verständnis hat usw.

    Wir waren vor Jahren mal mit allen 3. Klassen auf Klassenfahrt (4 Klassen). Das hat uns schon gereicht. Es war immens anstrengend. Wir machen das nie wieder.
    Mit einer ganzen Schule stelle ich mir den Aufwand für die Organisation, die Aufsicht über so viele Kinder sehr unschön vor.

    Ich würde mich im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus erkundigen, wie es mit einer Anerkennung aussieht.
    Allerdings würde ich mir da nicht viel Hoffnung machen.
    Dann geht am erfolgreichsten noch der reguläre Weg über ein Studium und Referendariat.

    Hast du die Möglichkeit die Bilder für einige Zeit im Klassenzimmer aufzuhängen? Am effektivsten für Kunstwerke ist meiner Meinung nach der Museumsgang.
    Ich setze diesen aber nur noch spärlich ein, da spätestens nach dem 10. ähnlichen Bild (wenn es denn so eine Aufgabe war)
    die Kinder die Bilder eh nicht mehr wahrnehmen und würdigen sondern unruhig werden.
    Kunstwerke stelle ich immer einige Zeit im Klassenraum aus und würdige immer mal das eine oder andere.
    Dann können diese einige Zeit auf die Kinder wirken, bevor sie durch neue ersetzt werden.

    Besonders betroffen ist das Schreiben. Dies gilt einerseits für die (fehlenden) Kenntnisse im Bereich Rechtschreibung, andererseits auch die motorischen Fähigkeiten (Handschrift). Dies ist im Übrigen kein rein subjektiver Eindruck, sondern auch empirisch erhärtet, wenn auch nicht in repräsentativen Studien.

    Die Kritik ist berechtigt, hat aber nichts mit der Unterrichtsorganisation, wie sie Frosch vorschwebt, zu tun. Sprachliche Defizite sind ein Problem der Zeit und der Methodik.

    Tatsache ist, dass ich mittlerweile davon überzeugt bin, dass nur ein Methodenmix auf Dauer die höchste Zufriedenheit auf Seiten der Schüler, Eltern und Lehrer erzielt.


    Das ist nach einigen Jahren offenen Unterrichts auch meine Erfahrung. Wenn ich eine Klasse neu im 1. Schuljahr bekomme, gucke ich mir meine Pappenheimer erstmal eine Zeit lang im eher geschlossenen Unterricht an,
    öffne zu einzelnen Themen, zu einzelnen Stunden so langsam den Unterricht und beobachte, ob die meisten der Kinder damit zurecht kommen.
    Nach meinen Erfahrungen gibt es tatsächlich immer einige Kinder, die mit der ganz großen Freiheit nicht zurecht kommen. Je nach dem wie groß dieser Anteil ist, variiere ich mit mehr offenen Einheiten, Stunden- oder Wochenplänen oder mehr Frontalunterricht. Es ist die flexible Mischung, die ich für mich sinnvoll finde.
    Aber ich denke, man muss auch der entsprechende Lehrertyp dafür sein. Eine Kollegin an einer anderen Schule arbeitet komplett "individualisert". Hat jetzt auch einen entsprechenden Fundus und Organisationsgrad, um nicht
    jeden Tag im Dreieck zu springen und ist damit sehr zufrieden und kommt meiner Meinung nach auch gut mit den Kindern und dem Lerninhalt zurecht.

    Das mit dem Lernpsychologen ist eine gute Idee. Aber letztendlich bist du die kompetente Lehrkraft, das solltest du den Eltern auch deutlich sagen und ihnen die Defizite ihres Kindes aufzeigen.
    Wenn sie das dann nacharbeiten wollen und dich unterstützen wollen, sollen sie. Vielleicht überraschen sie dich ja. Ansonsten steht bei mir immer das Kind im Fokus. Die Eltern haben sich da
    unterzuordnen.

    Wo du sehr gute Chancen haben könntest, sind bilinguale Schulen in Deutschland, die oftmals Privatschulen sind.
    Eine Freundin arbeitet in Köln an solch einer Grundschule. Dort kommen 50% der Kollegen aus dem Ausland und sind native Speaker.

    An den staatlichen Grundschulen wird es eher schwierig werden eine Stelle zu bekommen, wie die Anderen schon geschrieben haben.

    Ich sehe das so, dass eher diejenigen eine geschichtsspekulative Gegenwartsverweigerung betreiben, die die Linksextremisten verharmlosen, weil sie nicht erkennen, dass die politische Gefahr eher von ihnen ausgeht.


    Tatsächlich? Und woran erkennst du das? Werden irgendwo in Deutschland ganze Landstriche von Linken besetzt, die gewalttätig ihre undemokratische Ordnung durchsetzen, wie es die Rechtsextemen machen?

    Die Gleichmacherei an unseren Schulen (Bildungskommunismus) lässt schon einiges vorahnen.


    Leidet da jemand unter Verfolgungswahn?

    Na ja, manche Theoretiker sagen, dass es genau die diagnostische Kompetenz ist, die den Sonder- vom Regelschullehrer unterscheidet.


    Dies ist keine Frage der Theorie sondern eher abhängig vom Studienort und dem dortigen Angebot an entsprechenden Kursen, sodass es durchaus vorkommen kann, dass Grundschullehrkräfte auf einigen Gebieten doch tatsächlich mehr Ahnung haben als Sonderschullehrkräfte ;)

    Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass man vor dieser Frage den Kopf in den Sand steckt und das Problem nicht sehen will

    Ich denke, die meisten stecken ihren Kopf bezüglich dieser Frage nicht einfach in den Sand, zumindest in meinem Lehrerumfeld wird über dieser Frage heftig distkutiert.
    Der Lösungsansatz ist schlicht ein anderer als deiner. Waffen sollten einfach nicht in privater Hand sein. Auch Waffen der Sportschützen sollten unter strengerer Aufsicht. Und darum lohnt es sich zu kämpfen. Man muss nicht
    immer hinnehmen, was die Waffenlobby oder die Wirtschaft will. Darüberhinaus Prävention, aber das wurde schon an anderer Stelle genannt.

    Auch in Amerkika ist diese Diskussion in Gange. Dort würde man es natürlich aufgrund des Selbstverständnis nicht von heute auf morgen schaffen, Waffen aus privater Hand zu entfernen.
    Aber es wird momentan heftig darum gekämpft, dass zumindest halbautomatische und vollautomatische Waffen nicht mehr so einfach im Supermarkt zu kaufen sind. Ein erster Schritt.

    Natürlich wird es immer Idioten geben, die sich irgendwoher Waffen besorgen können und diese dann auch anwenden. Das Leben ist halt keine Pralinenschachtel.
    Aber die Mortalität aufgrund von Schusswaffen zu sterben ist doch um einiges geringer in einem Land wie Deutschland als in Amerika, wo jedes Kind eine Waffe besitzen kann.

    ber selbst das spielt der NRA ja in die Karten, wenn sie dann auf der ultima ratio bestehen und sagen können, besser ein guter Mensch mit einer Waffe vor Ort, als ein Polizist mit einer Waffe in 10min vor Ort.


    Klar argumentiert die NRA damit. Aber es bringt ja nichts, einem Menschen, der nicht regelmäßig mit einer Waffe übt und auch diesen psychologischen Druck aushalten kann, diesem eine in die Hand zu drücken und darauf zu hoffen, einen im schlimmsten Fall gut ausgerüsteten Amokläufer zu stoppen. Natürlich kann man dies auch zu Pflichtkursen machen. Aber auf den unsinnigen Aufwand wurde oben schon hingewiesen.

    für jede Schule einen präsenten Schutzmann zu finanzieren


    Und der soll es dann richten? Bestenfalls ist der auch hochgerüstet bis zum geht nicht mehr und bei großen Schulen wird gleich ein ganzes Kommando eingekauft.
    Wir machen aus allen Schulen Hochsicherheitsgefängnisse und behandeln alle Schüler als potentielle Mörder. Das führt bestimmt zu weniger Gewalt.

    Da wäre es doch besser und auch volkswirtschaftlich günstiger, mehr Sozialpädagogen und Psychologen in die Schulen zu schicken und präventiv zu arbeiten.
    Auch wäre es günstiger alle Großkalibrigen halb- oder vollautomatischen Waffen zu verbieten und den Waffenbesitz rigoros einzuschränken.
    Du kannst damit vielleicht nicht alles verhindern, aber doch schon gewaltig minimieren.

    Ich greife völlig regelmäßig auf die gesamte Bandbreite meines fachlichen Wissens zu

    es gibt ab und an kollegen, die glücklich verkünden "ihr fachstudium in der schule nie wieder gebraucht zu haben". mit verlaub, aber das sind dann meistens auch eher die weniger hellen leuchten des kollegiums.

    Ich denke, hier muss man etwas nach studierten Fächern differenzieren. Bei euren Fächern mag das der Fall sein.
    In Mathe ist mit den Anfängervorlesungen des 1. bis 3. Semesters (Analysis 1+2, Lineare Algebra 1+2 und Stochastik 1+2, vielleicht noch etwas DGL)
    auch wirklich alles bis weit über Abiturniveau erschlagen.
    Die Anwendung dessen, was man dort gelernt hat, wird natürlich in den weiteren Pro/- Hauptseminaren vertieft und angewendet, wird aber üblicherweise auch schon in den zur Vorlesung
    gehörenden Übungsgruppen intensiv auf viele mathematische Fragestellungen angewendet.
    Diese Vertiefungen werden aber in der Schule niemals nicht zur Sprache kommen und helfen der Lehrkraft meiner Meinung nach auch nicht bei der Vermittlung und dem Verständnis.
    Das entscheidende wäre eher eine viel bessere Vorbereitung und Vertiefung, wie dieser Mathe-Anfänger-Kram in der Schule den
    Schülern vermittelt wird, sprich Didaktik-Kurse.

    Wenn sie sicher auf dem Niveau einer Drittklässlerin rechnet, glaube ich nicht, dass sie eine dyskalkulie hat. Das klingt eher nach einem enormen mathedefizit oder sind bei ihr die typischen rechenschwäche Fehler aufgetreten?

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