Beiträge von chilipaprika

    Problematisch finde ich Aussagen wie "das Geld habe ich bereits eingeplant." Da frage ich mich, wie das die LehramtsanwärterInnen in den Jahrzehnten zuvor hinbekommen haben?

    Die KuK haben in den letzten Jahren auch weniger Geld bekommen als jetzt.
    Oder die Realschulkolleg*innen kriegen auch weniger Geld. Wie haben sie es hinbekommen?

    Ich bin auch sehr empfindlich, wenn Menschen alles verplanen (und dann mit 3 Kindern auf VZ bestehen, "weil es finanziell nicht anders geht"), aber 1200 Euro sind echt eine Hausnummer. Die NICHT zu verplanen geht nur für die wenigen, die eh vom Dorf kommen und vorhatten, sich auch dort zu bewerben. Wer sich im Zuge des Lockmittels dafür entschieden hat ("Ach, ich war nicht sooo festgelegt" oder "Mit 1200 Euro mehr leiste ich mir eine größere Wohnung und pendle zum Freund nur am Wochenende")

    ... die Genehmigung / Kostenübernahme-Zusage von der Beihilfe. Hat nur anderthalb Monate gedauert.
    Obwohl: ICH weiß es immer noch nicht offiziell, sondern meine Ärztin hat die Zusage erhalten (schon vor fast einer Woche...). Ich bin gespannt, ob ich auch mal nebenbei Post erhalte.

    Schlechte Sachen im Meckerthread werden im Meckerthread aufgelöst. "Gute Sachen" im Freude-Thread werden also auch hier zernichtet.
    Weil ich immer noch keine Post hatte/habe, habe ich bei der Beihilfe angerufen. Die Beihilfe hat KEINE Spur von meinem Antrag (er ging auch nicht digital ein).
    (Ich habe meiner Ärztin direkt eine Mail geschrieben, sie hat mir bestätigt, dass sie sich nicht geirrt hat).
    WAS IST LOS in Behörden? Kann kein Mensch mehr eine Akte führen?
    Und das ist jetzt schon das 3. Mal in 6 Monaten, dass eine Akte von mir einfach so verschwindet (am Ende war auch immer alles gut, aber ernsthaft?!)

    Es gibt bei uns durchaus pädagogische Mitarbeitende, die u.a. solchen Tätigkeiten nachgehen. Einige der Aufgaben sind aber in der Praxis derart zerstückelt, dass sich dafür separates Personal nicht rechnet. Wer kommt schon 3x am Tag, um jeweils 15-20min Aufsicht zu führen und dazwischen keine bezahlte Arbeitszeit zu haben?

    mmm... Mir fielen durchaus genug Aufgaben, die auch dazwischen zu erledigen wären.
    Wie zum Beispiel Aufsicht bei Vertretungen in einem großen Raum, Nachhalten von Verwaltungskram, Elternkommunikation vorbereiten.
    Aber bei uns würde schon Pausenaufsicht, Vertretungsaufsicht und Mensaaufsicht für eine ganztägige Beschäftigung reichen.

    Zwei der größten Mangelfächer an meiner Schule dieses Jahr: Deutsch und Englisch.
    Und nein, die Leute sind nicht mehr bereit, die Arbeitsbedingungen hinzunehmen, aber auch nicht mit Bio/Sport (was ein Witz ist, aber tja, ich darf es nicht beurteilen). Sie kehren dem Job, nicht der Fächerkombi den Rücken zu.
    Und was hilft es uns, wenn wir viele Musiker und Physiker haben, wenn es keinen Deutschunterricht mehr gibt?

    Uns fehlen noch mehr Krankenpfleger als Ärzte. Sollen wir also eine 30-Stunden-Woche für Krankenpfleger beim Arzt-Lohn einführen? Selber schuld, hätten sie doch kein Medizinstudium anhängen müssen?
    Ja, der Vergleich und die Argumentation ist Murks. Genau wie deine.

    Die korrekturintensiven Fächer (vorneweg die Sprachfächer) sind aber auch gleichzeitig die Fächer mit moderatem bis geringem Bedarf - von kurzen Schwankungen bedingt durch Wechsel von G8 auf G9 mal abgesehen. Daher trägt der erhöhte Korrekturaufwand zumindest anteilig dazu bei, die Anmeldungszahlen für Lehramtsstudiengänge mit entsprechenden Fächern nicht komplett in die Höhe schießen zu lassen. Zumindest mit der Perspektive wäre weitere Korrekturentlastung (und sei sie auch für die einzelne betroffene Lehrkraft noch so nachvollziehbar) eher kontraproduktiv. Hier im Forum melden sich ja öfter angehende Lehrkräfte mit Sprachfachkombinationen und erklären, dass ihnen der erhöhte Korrekturaufwand bewusst sei und ihnen nichts ausmache. Dann muss man das auch als Teil des "Deals" akzeptieren.

    Eher sollten weitere Anreize geschaffen werden, um die traditionellen Mangelfächer (MINT-Fächer, künstlerische Fächer, technische Fachrichtungen an den beruflichen Schulen) leichter personell besetzen zu können - auch wenn das bedeuten könnte, dass Kollegen (m/w/d) mit von Natur aus korrekturarme Fächern zusätzlich auch noch weniger Deputatsstunden für eine Vollzeitstelle leisten müssen.

    Was ist das denn für einen Murks?
    Nur weil es draußen auf der Straße genug Deutschlehrer*innen gibt, müssen sie mehr Stunden arbeiten als die Mathe-Lehrkräfte? Aushebelung des Arbeitsrechts und Arbeitsschutzes (wir tun so, als würde das für Lehrkräfte gelten), weil es Teil des "Deals" war?!

    Schreiben am WBK die Studierenden in ALLEN Fächern eine Klausur?
    Oder schreibt jeder im Deutsch- oder Mathekurs, aber nur ein Teil in Physik, Religion oder Geschichte?

    (Mir ist allerdings klar, dass eure Kurse so klein sind, dass es ein Witz ist, zwischen "voll" und "ein Teil" zu differenzieren, deswegen nur aus Neugier, ob die APO-GOSt nicht bei euch gilt (was ich dachte) )

    Eben, aber auch Menschen wie BaldPension sind zufrieden, es kann doch nicht sein, dass die PKV eine Haushaltshilfe zahlt. Dass dies sehr kurzsichtig ist, verstehen sie in ihrem Neid nicht.

    Ich kämpfe gerade um die Genehmigung einer Behandlung mit der Beihilfe. Auf der Verordnung steht dick und fett angekreuzt, dass es zur Vermeidung weiterer härterer (deutlich kostenintensiverer) Behandlungen inklusive Krankenhausaufenthalt geht.
    Nö.

    Physio vermeiden, OP bewilligen.
    etc...

    Ich empfinde "Lifestyle-Fasten" als sehr passenden Begriff für die ganzen Verzichtsaktionen, die mit richtigem Fasten eigentlich nichts zu tun haben. Selbst wenn kirchennahe Initiatoren dahinter stehen, ist es doch eher ein Versuch, einen zunehmend irrelevanten Randgruppenbrauch durch sehr weit hergeholte Adaptionen doch noch irgendwie einer breiteren Bevölkerungsgruppe zugänglich zu machen. Was nicht heißt, dass die Ansätze an sich schlecht sind, aber sie sind halt schon primär im Lifestyle verortet.

    man will die Leute "mitnehmen".
    Und das ist ja nicht sooo neu.
    Ich kann mich an eine meiner ersten "bewussten" Fastenzeiten (weil mit Reliunterricht bzw. Katechismus).
    Die "Katechismus-Mama" (die die Gruppe leitete) empfahl uns, auf das Schokocroissant vom Bäcker nach der Schule (Schulschluss in Frankreich: halb 5, da ist IMMER ein Snack geplant). Stattdessen irgendwas von zuhause (oder nichts) und das Geld für den anstehenden Bau einer Kathedrale zu spenden.
    Ich war ca. 10, wir gingen nie zum Bäcker, ich hatte kein Taschengeld und meine Oma hatte mir erklärt, dass Fasten was komplett Anderes war und ich konnte nicht verstehen, warum mein "Verzicht" etwas vom Bäcker sein sollte und warum ich keine gute Katholikin war, weil ich kein Geld spenden konnte. ("Zum Glück" gab es noch genug Aktionen, um an Geld zu kommen. Ich habe mindestens einen ganzen Stein dieser Kirche gespendet ;)

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