Beiträge von chilipaprika

    Der Unterschied ist, dass ich an Tagen, wo ich um 8 Unterricht habe und bis 16 Uhr Konferenz heute unbezahlte Überstunden mache. Mir Präenzpflichr und AZ Erfassung dann ich mehr. Dann erarbeite ich mir jedes Mal einen zusätzlichen Urlaubstag.

    Drehst du in den Pausen etwa Däumchen? Oder bereitest du Unterricht vor, was du ohne die Konferenz vielleicht an einem anderen Tag gemacht hättest? Es entsteht nicht neue Arbeit, nur, weil an dem Tag eine Konferenz ist. Nur weil du vielleicht keine Lust hättest, zwei Wochen im Voraus zu planen (weil der Rest der Stunden schon stehen), kannst du nicht Stunden aufbauen, ohne zu arbeiten.

    (Ich stimme dir zu, dass du überproportionale Belastung von TZ-Kräfte dann sichtbarer und deutlicher wird.)


    [Unsere Beiträge haben sich gerade überschnitten ]

    Wenn ich 50 % Teilzeit mache und mein Arbeitgeber mich um 8 Uhr anfangen lässt und erwartet, dass ich von 14 - 16 Uhr an der Konferenz teilnehme, habe ich von 8- 16 Uhr gearbeitet abzüglich 30 Minuten Mittagspause, also 7,5 Stunden = 3,5 Überstunden.

    Endlich wird das dann mal gesehen!

    Und am nächsten Tag hast du nur 2 Unterrichtsstunden (in der 8./9. Stunde) und also die Möglichkeit, regelmäßig abzubauen, du kannst also nicht unbedingt diese Stunden weiterschieben.

    Okay, danke für die Klarstellung. Heißt wenn ich auf Tarifbasis angestellt bin an einer Sek 1 idealerweise sogar an einer Gesamtschule. Kann ich dann durch so eine Zertifikatsprüfung verbeamtet werden an der Sek 1 da meine Lehrbefähigung ja L3 bzw. Gym/Ge ist und die Fächer ja auch halbwegs in meiner Nähe gesucht werden. Das ist die entscheidende Frage die sich mir stellt? Oder wie sieht so eine „Abwärtsprüfung“ aus?

    Liest du bitte alle Antworten?
    Es wurde dir erklärt, wie du an einer Sek1 nach einem Sek2-Ref verbeamtet werden kannst.
    Einen Zertifikatskurs (bitte merk dir die Begriffe, wenn sie dir genannt werden) kannst du erst besuchen, wenn du auf einer Planstelle bist. Ob man gleichzeitig einen ZK UND den Laufbahnwechsel machen kann, kann ich mir kaum vorstellen.

    Teilweise werden doch auch Stellen mit Einstellungsvoraussetzung Bereitschaft zur Teilnahme an einem Zertifikatskurs ausgeschrieben. Gerade für Informatik Sek I ist mir das durchaus schon öfters begegnet.

    Ja, ist mir klar und bekannt.
    Aber dann nimmt doch die Schule denjenigen mit der richtigen Schulform (und wenn sie Auswahl haben, jemanden, der ein bisschen was Affines hat) und mutet nicht dem Schulformwechsler noch einen ZK parallel zu. Sondern vielleicht irgendwann.

    Für mich hat das Ganze den Beigeschmack von "ich wollte mir eine Kombi aussuchen, die man in meinem BL nicht studieren kann (aus SEHR GUTEN Gründen), versuche aber jetzt Teufel komm raus an einer Schule in 10km Umkreis von meinem Dorf zu kommen. Ich will mich aber weiterhin nicht festlegen und bleibe bei meinem Gym-Ref"

    J

    Ich hatte vielleicht an eine Zertifikatsprüfung für später gedacht ( in Kunst oder Informatik) für eine Sek 1 Befähigung. Nachdem ich mein Ref in Sport und Erdkunde an Gy-/Ge gemacht habe…

    Weil ich nicht ein vollwertiges weiteres L3 Fach machen möchte sondern wenn nur L2 oder eben später berufsbegleitend

    okay, dann sind meine Infos oben natürlich falsch. Ich dachte, du hast schon ein Drittfachstudium, auch wenn ich es in den Beiträgen nicht finden konnte.
    Ein "Zertifikatskurs", wie es in NRW heißt, geht natürlich erst, wenn du schon eine Planstelle hast, bringt also nichts fürs Ref oder die Einstellung.

    Und ja, verständlich, warum ein komplettes qualifizierendes Studium machen, wenn man eine Schmalspurausbildung haben kann. Zum Glück bekommst du damit eben nur die Lehrerlaubnis und nicht die volle Fakultas (sorry für den Unterton, er ist nicht böse , aber trotzdem genauso gemeint.)

    Ich weiß nicht, welche Wertigkeit das Zeugnis für das Drittfach hat, aber mein Drittfach wurde nicht nur ländergrenzeüberschreitend anerkannt, sondern ich habe mein Ref in dem Fach gemacht (in Fach 2 und 3).

    Deine Chancen erhöhst du nicht durch eine Ref-Ausbildung in drei Fächern (die in NRW nicht möglich ist), weil du durch das 2. Staatsexamen (egal welchen Fächern) automatisch die volle Fakultas für die Fächer bekommst, in denen du ein Staatsexamen der selben Schulform hast. (Also falls dein Drittfach ein "Sek1-Fach" wärst, weiß ich nichts Genaues)

    Der Kontostand motiviert JEDEN, IRGENDWELCHE Arbeit zu leisten.
    Man wird nicht XY für 300 Euro mehr im Monat als als ABC, aber wir arbeiten nun mal, um Geld zu verdienen (Jaja, es macht soviel Spass, man könnte trotzdem als Vermögensmillionär weiterarbeiten, blabla.. Das würden doch die Allerallerallerwenigsten in Vollzeit (!) weitermachen)

    Wir leben eben nicht bei den Schlümpfen, wo jeder nur tut, was ihm gefällt und Spass macht und am Ende werden alle Ressourcen für alle geteilt und jede*r kriegt, was er will.

    Fragen kostet nichts.
    Es ist dann keine genehmigte Nebentätigkeit, sondern eine Beurlaubung.
    Entweder kündigst du oder du wirst beurlaubt. Dein Dienstherr hat erstmal keinen Nachteil (weg bist du eh), lässt es aber offen, dass du zurückkommst.
    Klar, Machtspielchen und Zurückhalten gibt es auch.

    Und wenn ich richtig google: Du hast als Bundesbeamte*r Anspruch auf Altersgeld. Es gibt einen schlimmeren Puffer...

    Ich kenne zumindest mehrere Leute, die Landesbeamte waren (Finanzamt) und für das Lehramtsreferendariat (Lehramtsstudium nebenberuflich gemacht) beurlaubt waren, so dass sie am Ende des Refs entscheiden konnten, ob sie wechseln oder nicht.
    Ich kenne sowohl landesinterne Beurlaubungen als auch landesübergreifende.
    Das wissen aber am besten dein jetziger Dienstherr (Beurlaubung) und der nächste (Übernahme). Fragen kostet wenig und es ist durchaus unterschiedlich (Ich habe mich schon für Stellen beworben / bewerben wollen, die möglicherweise mit Verbeamtung waren (bin aber über der Altersgrenze) und dann habe ich im Vorfeld ganz klar gefragt, ob ein Wechsel / eine Übernahme direkt in die Verbeamtung möglich sei. Bei einigen Stellen war das möglich, bei anderen nicht.

    Ich kann die Gründe gut nachvollziehen

    Was mich nicht motivieren würde, wäre der Kontostand. (Wenn ich den für die Motivation bräuchte, würde ich kündigen. )

    Aber das wisst ihr ja.

    (Un nein, ich bin nicht im Burn-out.)

    Lässt sich von einem hohen A leicht sagen. Ich befürchte, sowas sagen kann man nur, wenn man nie Geldsorgen hatte (Herzlichen Glückwunsch!, ganz ohne Neid oder Sarkasmus)

    "Der Kontostand motiviert mich" heißt nicht, dass man seine Seele an den Teufel verkauft hat und nur geldgeil ist.
    Es heißt nur: Am Ende des Monats möchte ich noch essen, ein Dach über den Kopf haben und sich nicht regelmäßig fragen, ob ich heute Abend einen Nachtisch haben darf oder lieber für Nudelsoße spare.
    Es heißt: Den weiteren Familienmitgliedern ein gutes Leben gestalten können.
    Es heißt: mir das leisten zu können, weitestgehend im Einklang mit meinen Werten Essen oder Kleidung kaufen zu können.

    Und jetzt ganz konkret ein Beispiel aus meinem Alltag: Ich muss nicht zu viel nachdenken, wenn ich mir Eisentabletten oder Schmerzmittel verschreiben lasse, die keiner übernimmt. Es gibt Menschen in Deutschland (!), denen Eisentabletten (!) bei Eisenmangel das Genick im Monat brechen können.

    Sorry, aber für mich sind Sprüche wie "Ich arbeite nicht fürs Geld" all denen gegenüber arrogant/ignorant, die von ihrem Lohn nicht das Leben führen können, was wir haben.

    Gymshark:
    Ich glaube nicht, dass ich den Wohnungsmarkt in München unterschätze, wenn ich sage, dass du mit dem Vertrag einer Großkanzlei kein Problem hast, eine kleine Wohnung in München zu finden.
    Ein Freund von mir hat vor 20 Jahren nach dem Jura-Ref in einer mittelgroßen Kanzlei angefangen, er hat sich für das Angebot entschieden, das am wenigsten Geld einbrachte, weil es die Kanzlei war, die am besten zu ihm passte und wo er die Hoffnung hatte, noch eine Mini-Freizeit zu haben. Der Einstiegsgehalt war fast 7-stellig, mit in Aussicht gestellter Weihnachtsprämie drüber. Selbst ohne Inflation und ggf. Abstrichen wirst du heute bei dem Gehalt auf dem Vertrag eine kleine Wohnung finden.

    PS: Mir ist klar, dass nicht alle Juristen das verdienen und bei weitem nicht. Ich gehe aber davon aus, dass jemand, der "in Frankfurt oder München in einer Großkanzlei" arbeiten wird, nicht gaaanz unten im Lohngefüge des Berufs anfängt. Allerdings weiß ich auch von Bekannten: Eine Vollzeit ist 48 Stunden und über drüber liegenden Überstunden redet man nicht. DEN Job möchte ich für kein Geld der Welt haben.

    Ich sitze regelmäßig mit einer kleinen Gruppe Kollegen am Freitag noch nach 15 Uhr zusammen.
    Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und leben so das Gemeinschaftsgefühl und dabei reden wir natürlich auch über Schule. Manchmal Frustabbau, manchmal entstehen Ideen.

    Ja, das habe ich auch mal in der Schule und zwar früher sehr oft. Aber da wir die Arbeitszeit nicht wirklich erfassen, habe ich es nie als "Arbeitszeit" gesehen, selbst in den Jahren, wo ich versucht habe zu tracken.
    Und dabei gehört es (in einem gewissen Maße!) total dazu!

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