Beiträge von chilipaprika

    würde aufs Selbe hinaus laufen: Erhöhung der Lohnsteuer um 15 Prozentpunkte des Arbeitgeberbruttos erhöhen.
    Und dann könnte man, nach und nach das Angebot runterschrauben. Oder Selbstbeteiligungen einführen.
    Wie man es jetzt auch versucht.

    Tu ich ja auch 😄

    und das ist ein Punkt, den Viele, die sich so über die Kinderunfreundlichkeit des Systems aufregen, übersehen. Neben der finanziellen Unterstützung durch Kindergeld, muss man auch alle Leistungen einberechnen, die man kostenlos bekommt.

    (Trotzdem ist die Gesellschaft total kinderunfreundlich.
    Ich vermutlich gehöre auch dazu, weil ich durchaus sehr genervt sein kann, wenn Kinder um mich herum einfach so existieren und laut sind. Ich nehme mich nicht raus. Trotzdem bin ich für diese familienbezogenen Leistungen. Also kostenlose Mitversicherung, nicht Kindergeld)

    der Fehler ist, dass der Staat sich mal wieder rausnimmt, nur einen Teil des Beitrags zu zahlen.

    Aber man könnte sich genauso über die kostenlose Partner- und Kinderversicherung aufregen.

    Der PR und die Schwerbehindertenvertretung sind erste gute Ansprechpartner, wenn auch nicht unbedingt Leidensgenossen.
    Verstehe mich nicht falsch und vielleicht zur Reflexion, aber dein Aufruf könnte eher den Unterton haben "Wie schaffe ich den Weg in eine andere Verwendung, zu Not in die Dienstunfähigkeit, ohne alle anderen Schritte vorher machen zu müssen?"

    Ich weiß, ich halte diesen Job nicht mehr viel länger aus und suche auch, bisher erfolglos, nach einer Therapie. Mich wegen Psyche mal vom Hausarzt einige Wochen krankschreiben zu lassen ist für mich ein schrecklicher Gedanke, weil ich da erstens keinen langfristigen Nutzen sehe und zweitens mir die Rückkehr unangenehm wäre. Nein, wenn ich entscheide, dass es nicht mehr geht, dann will ich ganz raus sein und nicht mehr zurück. Für eine anderweitige Verwendung wäre ich offen, weiß aber, dass das selten ist.

    Und bitte nicht falsch verstehen, es ist nicht einfach so, dass ich „keinen Bock“ mehr habe, ich habe Depressionen, Angstzustände, mitunter selbstverletzendes Verhalten und Konzentrationsprobleme, was mich meine Arbeit auch immer schlechter machen lässt. Eine Verdachtsdiagnose auf Autismus habe ich auch, aber eine Diagnostik finden ist auch schwierig und bisher konnte ich mit Masking auch gut durch kommen...aber die Kraft dafür schwindet rapide.

    Also: So kann es aber nicht funktionieren, auch sicher nicht in Berlin.

    Aus gesundheitlichen Aspekten:
    - Lass dich vom Hausarzt krankschreiben (er kann aber maximal 4 Wochen am Stück krankschreiben)
    - Nutze die Zeit, um dich beraten zu lassen. Als PKV-Patient kommst du deutlich schneller an Termine, nutz die Möglichkeit des Privatarztes. Wenn der Druck auch so hoch ist, kannst du dich von einer Minute zur anderen in eine Klinik einweisen lassen. Privatkliniken nehmen auch in der Regel schnell auf, bzw. Privatpatienten bekommen auch innerhalb von ein paar Wochen Termine und Plätze in öffentlichen Kliniken, wenn es indiziert ist.

    Und genau das sollst du erstmal klären. Deine Diagnosen klingen leicht nach Selbstdiagnose (was auch okay ist, denn es ist oft der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung). Ab zum Psychiater, ein neues Mittel bekommen und eine Diagnostik machen.
    Kein Amtsarzt dieser Welt würde dich zur Ruhe setzen, wenn du "nicht mal" eine erste Krankheitsphase mit Gesundungsversuch hattest. Und es ist ja auch nicht in deinem Interesse.

    Sowas wie "wenn ich entscheide (sic!), dass es nicht mehr geht", "komme ich nicht zurück", gibt es nicht.
    In deinem Interesse ist es auch nicht.
    Abgesehen davon, dass keiner erfährt, WARUM du ausgefallen bist: Kliniken sind voll von Menschen (darunter vielen Lehrern) mit psychischen Problemen, die zum Ausfall führen. Und das soll dann einem unangenehm sein?

    Ich schließe mich k_19 ' Fazit voll umfänglich an.

    Quittengelee

    Sorry, ich hatte deinen Beitrag missverstanden, ich dachte, es geht dir nur um den Weg der Informationsbeschaffung.

    Mein Gehirn ist zur Zeit echt schlecht mit Dekodieren 💁

    Nein, keine neuen Vorgaben sondern neue (Querschnitts)Themen, neue Aufgaben (neueste Idee: wir sind für das Beibringen von Erste Hilfe zuständig. Es heißt Laienreanimation. 2 Stunden. Durch eine freiwillige Lehrkraft, die ein paar Stunden auf FoBi war) und natürlich keine Kürzungen der Lehrpläne.

    zynisch aber halb ernst gemeint:
    In meinem BL, und es wird ziemlich sicher in deinem auch sein, ist die professionelle Selbstentwicklung Teil meiner Dienstpflicht. Das heißt: ICH habe die Aufgabe, mich auf dem aktuellen Stand zu halten.
    In letzter Zeit ist auch tatsächlich das diesbezügliche (öffentliche!) Angebot des Landes zum Wissenstransfer richtig gut. Neueste Studien werden kurz zusammengefasst oder in Podcasts verarbeitet. Lieber so beim Joggen hören als eine Fobi besuchen...

    Studiencheck – Schulforschung auf den Punkt | QUA-LiS

    Podcasts

    Podcast „InklusionsImpulse“ | QUA-LiS

    Ich weiß offengestanden gar nicht, warum das so ein unüblicher Weg ist.

    Weil man sicher sein muss, ein neues Angebot zu haben.
    Weil einige Bundesländer (ich hätte gedacht, es seien alle, aber offensichtlich nicht) keine Bewerbung akzeptieren, wenn man schon in einem ungekündigten Verhältnis eines (anderen oder eigenen) Bundeslandes steht.
    Weil einige Bundesländer (zumindest gesichert: NDS) nicht neu verbeamten, wenn man vorher schon verbeamtet war und nicht über den Ländertausch kam.
    Weil alles noch unterhalb der Altersgrenze sein muss.

    Genauso ist es. Handelt es sich um beihilfefähige Leistungen, dann liegt der Beihilfebemessungssatz i.d.R. bei 60%. Ich zahle 1200€ KV-Beitrag pro Monat. Um von der Beihilfe 600€ pro Monat zu bekommen, müsste ich über das weiter oben von mir beschriebene Verfahren (KV-Liste an Leistungserbringer, KV-Liste wieder an mich, KV-Liste wieder an KV, KV-Liste wieder an mich und KV-Liste an Beihilfestelle) 1000€ beihilfeberechtigte Leistungen " sammeln". Und das jeden Monat. Oder einmal pro Jahr eine "ordentliche" OP ...

    Wie so oft in solchen Sytemen wird einem erst das Geld genommen und man muss sich seinen Anteil später irgendwie wieder zurückholen (Bsp. Bonusprogramme bei KVs). Die Versicherer gehen natürlich diese Wette auf Zeit ein, dass nur wenige Versicherumgsnehmer dies zu 100% nachverfolgen.

    Also jenseits der Unverschämtheit des Systems mit der GKV für Beamten: Sei doch froh, wenn du in einem Versicherungssystem (egal ob zu 50% oder 100% versichert) dein Geld nicht "zurückholst".
    Ich habe einen sehr hohen Beitrag (bezahle zur Zeit knapp über 500 Euro im Monat) und habe mir im Jahr 2025 Leistungen in Höhe von knapp 25000 "gegönnt". Glaub mir, ich hätte gerne darauf verzichtet. Genauso wie auf die kommenden Leistungen.
    Und ich bin sicher, chemikus08 würde liebend gerne darauf verzichten, jeden Monat so ein tolles Geschäft zu machen.

    Was brauche ich?
    Einen kostenlosen API-Key von Anthropic (console.anthropic.com) – einmalige Einrichtung in ca. 5 Minuten. Pro Generierung kostet es ca. 10–20 Cent.

    Zitat

    Ich wollte das einfach mit der Community teilen weil es mir selbst viel Zeit spart — kein kommerzielles Interesse, kein Abo, nichts zu verkaufen. Die Kosten entstehen durch den API-Key den jeder selbst bei Anthropic anlegt — ich verdiene daran nichts.


    9 Euro pro Monat für 10 (!!!) Generierungen.
    Nicht schlecht.

    ich kenne eine, die kurz vor Schulbeginn in den Sommerferien gesagt hat, sie käme nicht mehr wieder. Frist für die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis wäre eigentlich 6 Wochen oder so gewesen. Hatte die Behörde so festgelegt. Hat sie einfach nicht eingehalten. Passiert ist einfach gar nichts. Sie kam einfach nicht mehr.

    Nur damit es hier "richtig" steht: Das Land kann eine*n für bis 3 Monate einbehalten. Das Wort "bis" ist total bescheuert, weil man damit gar nicht planen kann. Wobei es natürlich mit bestimmten Daten im Schuljahr durchaus eine größere Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bei der eigenen Festlegung gibt.

    Es passiert vielleicht nichts, könnte aber Schlimmes: Bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit ergeben sich eine Menge Sachen, die beim "Festhalten" im Beamtenstatus doch ganz doof sein können.
    Aber das Land hat sicher was Anderes zu tun, als Exempel zu statuieren.
    Zum Beispiel könnten sie ihre Sachen bearbeiten, so dass es nicht so lange dauert wie aktuell (egal welche Stelle).

    Ich wollte damals aus ideologischen Gründen (und wie sich ergab: Vordiagnosen) nicht in die PKV und hatte mich bei meiner Gewerkschaft erkundigt, ob sie ein Klageverfahren unterstützen würden (also nachdem sie mich beraten hatten, wie sch… alles ist und es doch unfair sei, usw).

    Antwort: es sei zu kompliziert, und ach ja, nee, doch nicht. Wäre besser, wenn es jemand wäre, der abgelehnt wird aber da niemand abgelehnt wird, wäre es doch doof von mir und ich hätte keinen Grund zu klagen.

    So konnte man auch Leute vergraulen.

    Sissymaus  s3g4 und Finnegans Wake sind "wie auch immer man sie nennt"-"Wechsler*innen" und mit Erfahrungen aus der Wirtschaft.
    Es sind aber wesentlich mehr.
    Eine auch in RLP, auch mit Wirtschaft am Fach, sie ist selten im Forum und wenn sie da ist, sprühen ihre Beiträge nicht von reiner Begeisterung, insbesondere, was die Frage von TZ/VZ angeht. Aber Kompromisse muss man überall machen, man muss nur wissen, welche es sind.

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