Beiträge von chilipaprika

    Wie lange ist die Schülerin denn auf Kur? Für ein paar Wochen ist es wahrscheinlich eher viel Aufwand für wenig Nutzen.

    Ich kenne es eher so, dass sie betroffenen Schüler von uns Arbeitsaufträge bekommen, die sie dann in der Kur bearbeiten.

    so ist es. Es geht um drei Wochen. Gestern hatte ich den kompletten Plan mit den Themen und Arbeitsblättern und Buchseiten, usw.. ausgefüllt.
    und die Frage kam heute.
    Ihr dürft raten, ab wann die Kur ist.

    Die SL frage ich die Tage, spontan hätte ich auch keine Zeit gehabt bisher.

    Ich fände es schade, wenn das Kind, das vom Kurort aus gerne per ViKo am Unterricht teilnehmen würde, dies nicht dürfte.

    Ich finde einiges schade auf dieser Welt, ich weiß aber gerne auch um die Rechte aller Bescheid.

    Ich hätte aktuell gar nicht mehr die technischen Mittel um Distanzunterricht abzuhalten, wie schaut es da bei dir aus? Meinen Privat-Laptop würde ich dafür nicht mehr hergeben.

    Die Schülerin hatte die Idee des iPads in der Klasse. Müsste gucken, sobald ich das Okay hätte.

    VOR der Planstelle kannst du ein Drittfach nur an einer Hochschule studieren (wir sind schließlich Akademiker*innen).
    Dass einige Bundesländer Zertifikatskurse anbieten, ist dem Mangel geschuldet, aber auch nur für Leute mit entfristetem Vertrag und wenn die Schule es braucht UND dich dafür auswählt (oder verpflichtet, je nachdem).

    Tja, manchmal muss man aus seiner Comfortzone und die Hochschule wechseln, wenn das Angebot nicht passt.

    Hallo liebe Kollegen,

    momentan studiere ich im 5 Semester Geschichte und Wirtschaft-Politik für das Sek II Lehramt. Ich weiß, dass Geschichte ein ungefragtes Fach ist, SoWi hingegen ist laut der Darstellung des Landes NRW ein unterversorgtes Fach, wobei hier der Quantitative bedarf recht klein ist. Nun zu meiner Frage: Wie sehen denn jetzt die Berufsaussichten tatsächlich aus? :sterne:

    Meine Einschätzung: mies.

    bis" Mach dir keine Sorgen, gehen eh so viele Lehrer in Rente".

    Klar, du bist der geborene Nachfolger aller Deutsch-, ENglisch- und Mathelehrer*innen, die pensioniert werden?

    (Birne und Äpfel vergleichen, es funktioniert nie)

    Ich hatte ebenfalls überlegt mir ggfs. ein Drittfach zu suchen, hier könnte ich mir Sport, Biologie und eventuell Deutsch vorstellen. :sterne:

    Sehr gute Idee und alles Fächer mit mehr Bedarf als deine zwei zusammen (außer vielleicht Bio?). In einer dreier-Kombi also sehr gut.

    Wobei mir hier von einem Prof. mit viel schulischer Berufserfahrung gesagt wurde, dass Drittfächer eher irrelevant für eine Anstellung sind.

    Cool, wie "Profs mit viel schulischer Erfahrung" keine Ahnung haben.
    Selbstverständlich.
    1) In NRW sind die drei Fächer gleichgestellt und du kannst also am Ende sogar für Sport/beliebig eingestellt werden.

    2) Die absolute Mehrheit der Stellen in NRW werden schulscharf ausgeschrieben und besetzt: Selbstverständlich guckt dann die Auswahlkommission (und die Schulleitung) darauf, warum sie jemanden wollen. Und meistens sind es nicht nur die zwei Fächer auf dem Zeugnis. Erfahrung, Sympathie, weitere Fächer, usw..
    Und Geschi/SoWi/Deutsch ist definitiv ein Feld mehr auf dem Lottoschein als Geschi/SoWi.
    Gut, du musst damit rechnen, dass du danach vielleicht 15 Stunden Deutsch, 5 SoWi, 5 Geschichte unterrichtest.

    Zudem frage ich mich, wie es nach dem Ref aussehen würde, habe ich eine realistische Chance verbeamtet zu werden, oder werde ich auf ewig als Vertretungslehrer versauern?:sterne:

    Ewig... vielleicht nicht.

    Bist du örtlich flexibel?

    Bist du schulformflexibel? (du schreibst Sek2, aber wenn du nicht aus der Vergangenheit kommst, studierst du GymGes)

    Bist du bereit, einige andere Fächer fachfremd zu unterrichten?

    Dann warten vielleicht ein paar Haupt- und Gesamtschulen auf dich. Aber nur, weil sie absolut verzweifelt sind und dich dann als Deutsch, GL, MUsik und Kunstlehrer einsetzen.

    habe ich eine realistische Chance verbeamtet zu werden,

    Wenn das das einzige Ziel ist (keine Unterstellung, ich schreibe es nur so): falsche Schulform und ganz ganz falsche Kombi.

    Okay, das Verfahren läuft vielleicht dann bei euch nicht so zentral. Würdest du sagen, die Chancen für eine Einstellung im Quereinstieg werden in deinem Bundesland so weit erhöht, dass sich eine Weiterbildung mit 350 Stunden für 1400 Euro lohnt?

    Ich bin nicht der Frosch, aber: Ja, die Schulen haben in NRW weitestgehend Autonomie, die wenigsten Stellen laufen über Liste (was eben dazu führt, dass einige Orte keine*n bekommen, weil die Leute lieber warten, als sich woanders zu bewerben).
    Wenn ICH Schulleiterin wäre und die Wahl zwischen mehreren Seiteneinsteiger*innen hätte, wäre mir jede wie auch immer geartete Art der Qualifikation in wichtigen Fächern lieb. Immerhin hat man auch in der Lehrerschwemme jedem Deutsch/Mathe/Sachunterricht-Absolventen geraten, den Trainerschein/Übungsleiterschein zu machen (dauert auch Zeit und kostet Geld) und den Englisch-C1-Schein zu machen (der quasi von Sprachschulen verkauft wurde).

    WARUM zum Kuckuck sollte man - wenn man die Wahl hat, aber auch generell - jemanden nehmen, der "nur" Kunst hat aber sonst nichts nachzuweisen hat. Wenn jemand mir zeigt, dass er seine Lücken aufarbeiten will und sich auch noch in einen Bereich einarbeitet, wo es einen krassen Mangel gibt und damit eine höhere Qualifikation hat als die 2 SWS des Lehramtsstudiums...
    Es gibt an den Unis auch viele Studis und Projekte, die sich in DaF/DaZ fortbilden. Einige tatsächlich über das Goethe-Institut, andere über Freiwilligenprojekte mit Jahresbindung inklusive kleine FoBis, andere über Uni-Angebote, die 4 Semester studienbegleitend plus 4-wöchiges Praktikum dauern, da ist das Geld eine schnellere und effektivere Investition.

    Klar, sowas lässt sich im Schuldienst nie monetarisieren (mein Mann lacht jedes Jahr über meine Fortbildungsausgaben. Darüber lacht sicher auch der Finanzbeamte), ABER: in dem konkreten Fall geht es darum, ÜBERHAUPT eine Stelle zu bekommen. Und das ist viel Geld.

    Was ist der Sinn deines Beitrags hier?

    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich möchte gerne eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema Nachschreibeklausuren austauschen.

    Dazu hast du tatsächlich einige Antworten erhalten.

    Einige meiner Schülerinnen und Schüler haben sich jedoch beschwert, dass die Aufgaben in der Nachschreibeklausur von denen in der regulären Klausur abweichen. Sie argumentieren, dass sie sich so auf einen anderen Aufgabentyp hätten vorbereiten müssen. Wie handhabt ihr das in eurem Unterricht? Seht ihr Vorteile darin, die Aufgaben in Original- und Nachschreibeklausur zu variieren? Oder ist es eurer Meinung nach fairer, ähnliche Aufgaben zu stellen?

    Wichtig ist letztlich nur, dass die Verteilung der Anforderungsbereiche vergleichbar ist und Nachschreibeklausuren weder deutlich einfacher noch deutlich schwerer als die Originalklausur ausfallen. Das betone ich vor allem deshalb, weil es ein beliebtes Spielchen einiger Kollegen zu sein scheint, mit "extra schweren Nachschreibeklausuren" zu drohen, was natürlich rechtlich völlig daneben wäre.

    Da die Schüler*innen der ersten Klausur wissen, auf welches Format sie sich vorbereiten sollen, die anderen aber nicht, ...

    Ich kann die Beschwerde der Schüler*innen nachvollziehen, da du für die Hauptklausur ganz andere Bedingungen (bekanntes Format) hast.

    Frage nach Meinungen -> Meinungen.


    WARUM hast du das Bedürfnis, dich rechtfertigen zu müssen und quasi deine ganze Unterrichtsplanung vorzulegen, als wären wir die Schulleitung in einem BL, in welchem eine zu schlecht ausgefallene Klausur genehmigt werden muss?

    Ich will das Risiko der Steigerung der Nachschreibquote nicht dadurch erhöhen, aber ich habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht, auch wenn ich nie eine komplette Klausur übernehme und sowieso die Strategie immer abwechsle, was geändert werden soll.
    Es ist bei uns soweit, dass man NIE ohne Nachschreibeklausur in der Mittelstufe auskommt, auch selten in der Oberstufe, mit 2 Nachschreibeklausuren ist es wohl keine Seltenheit.

    Ich habe einen Vokabeltest (Lückentext) drei mal nacheinander gestellt und bei JEDER Rückgabe (die jedes Mal katastrophal war) darauf hingewiesen, dass die Übung im Buch steht, ich beim Vergleichen der Ergebnisse gesagt habe "oh was für eine schöne Übung, genau sowas könnte morgen im Vokabeltest sein" und dass es schon der letzte Test 4 Tage davor war. Und jedes Mal den Test wiederholt, weil alle so schlecht sind (die Noten bleiben). Nur drei SuS haben es gecheckt und ab dem zweiten Test eine 1 geschrieben (und im ersten Test eine 2 oder 1 gehabt).
    Die Hälfte der Klasse hat drei mal eine 5 oder 6 geholt.

    Ihr dürft raten, wie die (leicht geänderte und ergänzte) Wortschatzübung in der Klassenarbeit ausfiel.

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