Beiträge von chilipaprika

    Naja . Er erzählte dass er vieles im Büro in der Schule geschrieben hat … da fällt die Trennung schon schwer ….

    Ja, und nachmittags war er im Freibad.
    Mensch, wenn ich ein Büro in der Schule hätte, würde ich an einzelnen Tagen weit mehr als 8 Stunden im Schulgebäude verbringen.
    Und ob ich in meinen Freistunden ein Buch schreibe, ein Skript lese oder Netflix gucke: Solange ich meinen Dienst gewissenhaft ausfülle, ist es meine Sache.
    Und auch wenn (mein Lieblings-Kontra-Beispiel) der NRW Sport/Erdkunde-Lehrer höchstwahrscheinlich selten auf seine wöchentlichen 41 / 46 Stunden kommt: Tja, das ist die Ungerechtigkeit des Lebens, er hat Glück, schön für ihn.
    In dem Jahr, wo ich auf Arbeitsmaterialien des Vorjahres zurückgreifen kann und "nur" 40 Stunden arbeiten würde, tja. Dann war ich besonders effizient und leistungsstark und kann mich also für eine Beförderung bewerben :D

    Naja manche promovieren ja noch oder schreiben mal einen Beitrag für eine Zeitschrift oder einen Sammelband. Aber das kommt schon sehr selten vor; vor 100 Jahren aber war es keine Seltenheit dass Schulleiter zb auch noch nebenbei Bücher schrieben, aber auch noch vor 20 Jahren. Aber da hat sich unser Beruf schon stark gewandelt. Rainer Nickel zb , 1985 - 2005 Schulleiter des MPG Göttingen hat während seiner Dienstjahre etliche Bücher geschrieben, zb die Lateinische Fachdidaktik, „Die alten Sprachen in der Schule“, Übersetzungen und Kommentare zu etlichen antiken Schriften, zb Marc Aurels Selbstbetrachtungen, um nur wenige zu nennen.

    Ich verbiete es mir, dass mir irgendjemand unterstellen könnte, ich hätte in meiner Dienstzeit studiert. (Für die Promotion hat es noch nicht gereicht, ich sammle lieber Fächer oder Abschlüsse :( )
    "Immer im Dienst" hat Grenzen und das, was ich nach meinen täglichen 8 Stunden und 12 Minuten mache, ist meine Sache (und ja, ich annualisiere das und es sind mehr, aber es ist DEFINITIV NICHT in meiner Dienstzeit)

    naja vom arbeitsaufwand her gibts es doch schon unterschiede zwischen Germanistik und Jura z.B.

    nein.
    wenn du auf das viele Lernen abzielst: In Jura lernst du Gesetzestexte bzw. das juristische Argumentieren und dir müssen viele Rechtsnormen bekannt sein.
    Wenn du natürlich glaubst, in Germanistik reicht es aus, ein bisschen blabla zu einem literarischen Text zu machen, dann ist der Aufwand geringer (und leider bist du mit dieser Meinung nicht in der Minderheit, leider leider auch nicht unter Germanist*innen).
    Aber auch in einem Germanistik-Studium muss man viel lernen, Alt- und Mittelhochdeutsch waren nicht blabla, die verschiedenen linguistischen Bereiche gehen auch einzeln sehr weit in die Tiefe, die verschiedenen Epochen, Gattungen, Autoren, usw.. sind ein bisschen mehr als die LK-Abitur-Mindmap..

    Eine Krankschreibung ist doch in der Regel maximal 2 Wochen (im Voraus/ab dem Zeitpunkt), bei besonderen Krankheiten maximal vier Wochen.
    Für fünf Wochen liegt definitiv mehr im Argen (vielleicht aus Unaufmerksamkeit nach dem Gespräch einen Autounfall gebaut oder ein nicht offen getragener Burnout, der nach dem emotionalen Gespräch (für den Mitarbeiter) "explodiert" ist.

    Auch in BW bestimmt man nicht selbst den Tag, sondern es gibt einen Prüfungszeitraum, innerhalb dessen man eine Woche vor dem Prüfungstag die Ankündigung erhält (liegt ein Feiertag dazwischen, einen Tag früher

    (Hervorhebund durch mich)

    Vom Lesen im Forum: dieses Vorgehen ist nur in BaWü. In den anderen BL kennt man Wochen im Voraus den Prüfungstag (ohne Spekulation) und weiß also garantiert, was das Thema der Stunde sein wird. (Und kann dann sogar vorher wissen, was man für ein Examenstgema gerne hätte und dann DIESE Stjnde der Reihe auf den 17. Februar legen und davor/danach hin- & herschieben, damit es passt.

    Bestimmt man in der Grundschule das Thema eigentlich wirklich selbst? In BW am Gymnasium muss man eine Reihenplanung mit Stuindenthemen über drei Wochen angeben und erfährt erst einige Tage vorher, in welcher Stunde der Besuch stattfindet. Nur für diese Stunde muss dann der Stundenentwurf erstellen.

    So vom Lesen im Forum: BaWü ist das einzige BL, wo es so ist.
    Definitiv NICHT in NDS und NRW.

    In NRW bzw. am Seminar meiner Schule bestimmen sie die Reffis, WANN sie Examen machen (gut, 2 Vorschläge), wissen, worüber (also auch eigene Entscheidung) und legen die Reihe entsprechend.
    In NDS (vor über 10 Jahren) wurde mir mein Termin mitgeteilt (kein Einfluss, aber ich durfte darum bitten, so früh wie möglich, dran zu sein, weil ich meine Abschlussnote für ein Verfahren in NRW brauchte). Dann habe ich auch meine Reihe so gelegt, dass das von mir gewünschte Thema so liegt.

    Ich weiß immer noch nicht, woraus du ein larifari-Vorgehen abliest.
    Die 4b hat ein Recht auf eine vernünftige Ausbildung, genauso wie die 2a.
    Wenn ich mich die komplette Woche krankmelde, haben sowohl die 4b als auch die 2a (und noch weitere Klassen) keinen Unterricht.
    Wenn ich - mit ärztlicher Unterstützung - zu dem Schluss käme, und es in Deutschland zulässig wäre, dass ich diese Woche nur 3 von 6 Stunden am Tag unterrichte, damit ich meine Gesundheit schone und nicht drei Wochen vollständig ausfalle, dann hätte wenigstens die 4b Unterricht, während die 2a von einer Vertretungslehrkraft unterrichtet wird (aka mitbeaufsichtigt wird).

    und DAS wäre doch viel sinnvoller (meiner Meinung nach), als heute krankmelden, erholen, aber doch nur zur Hälfte, morgen in die Schule zurück und die volle Ladung bekommen, nach zwei Tagen meldet sich doch der Körper, usw..
    Und natürlich passt es nur für bestimmte Krankheiten, aber nur, weil es für wenig passt, heißt es nicht, dass es albern ist.

    natürlich nicht, wie es einem passt. Aber auch bei der Wiedereingliederung ist es an dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst.
    Und das ist doch das Alberne: Die Wiedereingliederung kriegt man erst, wenn alles schief gelaufen ist, obwohl eine frühere Teilkrankschreibung den kompletten Ausfall hätte vermeiden können.

    Aber klar, wenn wir schon fantasieren, wäre es nicht schlecht, von Anfang an gute Arbeitsbedingungen zu haben, die nicht krank machen und auslaugen.

    Aber wir reden jetzt nicht über das Schweizer Modell, sondern über eine Fantasiemöglichkeit.

    (Und mir ist klar, sollte jemals die Teilkrankschreibung in Deutschland kommen, wird es auch nicht "einfach so" kommen, sondern sicher für ganz besondere Fälle und Zeiträume sein.
    Und es ist auch okay, weil auf der anderen Seite gibt es auch die Gefahr, dass der Arbeitgeber umgekehrt bei Krankschreibungen nachfragt, ob es doch nicht nur Teilzeit sein könnte ..
    Keine einfache Sache ...)

    Ne, so läuft es an einer Schule dann schon nicht. Du legst fest, welche Klassen du unterrichtest und dann bist du auch da. Mal da und dann wieder nicht, ist einfach nicht drin. Wer soll denn dann mal eben spontan springen, wenn du die eine Woche dieses und die andere Woche jenes findest?

    Naja, wie ist es, wenn sich zur Zeit Menschen für ein paar Tage / täglich neu krank melden?
    Schlechter kann es nunmal nicht werden...

    Ich stricke LINKSRHEINISCH!! Helau!
    Wie schön!!

    Genau. Faden rechts.

    (Mir wurde auch gesagt, ich könnte keine Konzertistin werden, wenn ich auf einer französischen Klarinette spiele (und nicht deutschen - auch hier nebenbei sind die Deutschen und Österreicher*innen die Abweichler*innen).
    Klar, mit Ü40 und der Hausaufgabenmoral einer pubertierenden 8.-Klässlerin war das professionelle Orchester mein Ziel.
    Und jetzt muss ich auch noch auf die Strick-WM verzichten, und das obwohl ich schon rechts und links kann?!
    menno.

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