Mittlerweile weiß ich auch von ein paar Fällen im Kollegium, aber ich glaube, ich war nicht die Einzige, die weder Lust hatte, "öffentlich" (SL und BR) zuzugeben, dass sie gesundheitliche Beeinträchtigungen hat, noch einfach so locker zum Arzt geht.
Ich erlaube mir den Vergleich mit den Schwangerschaften: Wir kennen alle die Vorurteile, dass alle Schwangeren sich sofort ein Beschäftigungsverbot holen. Und trotzdem gibt es immer wieder Frauen, die (deswegen?) zögern, mit dem Arzt über unsere beruflichen Belastungen zu sprechen. Es gibt ja schließlich immer die Superfrau, die nicht nur bis zum Mutterschutz gearbeitet hat, obwohl sie Drillinge erwartet, sondern auch noch mit Kleinkind zuhause und Mann auf Dienstreise.. (ihr wisst schon...). Tja, ICH kenne genug Leute um mich herum, denen ich einen höheren Ballast unterstellt habe und deswegen meinen Ballast heruntergespielt habe und noch zusätzlich habe ich tatsächlich eine Kollegin mit MS und Schwerbehindertenausweis (das weiß ich allerdings von privat), die sehr selten wegen Infekt/Grippe ausfällt und regelmäßig über Ausfallende lästert und darüber, dass sie keine Lust mehr hat, dies aufzufangen.
Was ich sagen wollte: Es ist für mich total nachvollziehbar, dass einige diese Regel nicht kennen oder sie für viel höher halten, als sie ist. (Zugegeben, vielleicht reichte der Zweizeiler bei mir auch, weil ich schon langzeitkrankgeschrieben war, aber das glaube ich nicht. Die Mitarbeiterin der BR meinte, es sei die Formalität, damit es in der Akte ist. Wenn man nicht 50% reduziert, wird es wahrscheinlich erstmal so hingenommen. Sie können ja nicht alle sofort zum Amtsarzt schicken. Und ehrlich: Ich nehme sofort die Teil-DU, sie ist attraktiver, als alle meine TZ-Pläne... )
Liebe Lehrerin_GS_NRW_1977 Es ist okay, sich einzugestehen, dass man nicht 100% bringen kann, das wird ein Arzt auch ohne Details einfach so bescheinigen können. Zumal du nur wenig reduzieren willst.