Beiträge von chilipaprika

    Wie immer kann das aber auch komplett anders sein bei Kindern, wenn sie etwas Anderes vorgelebt bekommen als puren Konsumwahnsinn.

    Mein beiden Neffen (4. und 6. Klasse) verwenden selbstverständlich weiterhin den Rucksack und das Mäppchen, die sie sich vor der Einschulung von ihren Großeltern wünschen durften. Die sind so verstellbar, dass sie„mitwachsen“, damit sie lange rückenfreundlich sitzen, sind so dezent gemustert (Klett- Applikationen, die inzwischen der Ältere weglässt), dass Kinder nicht so schnell vom Design her „rauswachsen“ und gefallen beiden auch weiter sehr gut.

    Ich meinte nicht die Wechseln, sondern tatsächlich diesen "mitwachsenden", zukunftsfähigen, ergonomischen Ranzen für unglaublich viel Geld.

    aus ausländischer Sicht: diesen Ranzenfetichismus beobachte ich seit über 25 Jahren und in den letzten 15 Jahren immer wieder auch mit der Perspektive von Eltern oder glücklichen Paten, die das Ganze kaufen "dürfen" und fast Alle regen sich darüber auf, aber keine*r ändert es.
    Perfektes Marketing würde ich sagen.

    Matrizen hatte ich (parallel) bis zum Abitur, sogar zweifarbig, und sie kosteten für uns Schüler nichts.

    Abi 1998, Matrizen hatte ich bis zum Schluss bei einigen Lehrkräften, die wohl eine Maschine hatten.

    Kopien waren an beiden Schulen (Mittel- und Oberstufe) so rationiert (insb. Mittelstufe, da gab es eigentlich gar keine Kopien), dass die meisten Lehrkräfte immer in Klassen fragten, wessen Eltern bei deren Arbeit Klassensätze kopieren dürfen und so an Kopien kamen.

    es hängt sicher davon ab, was man für eine Elternschaft hat. Eltern, die eben nicht so gut zu "erziehen" sind (#10), kommen sonst jede Woche mit neuen Anliegen. Mit nur 2-4 festen Slots pro Woche sichert man sich ab.
    Die Erfahrung habe ich auch mit Unistudierenden gemacht. Die Möglichkeit, jederzeit anzurufen und zu glauben, am selben Tag ein Anliegen klären zu können, führt dazu, dass viele nicht verstehen, dass Beratung nur ein Teil der Arbeit ist. Sich zumindest ein paar Tage im Voraus für den Slot einzubuchen, führt (naja) eher dazu, dass das Anliegen vorbereitet wird.
    Und ehrlicherweise: Das kann ich auch für mich selbst beobachten. Die nur einmal die Woche erreichbare Beihilfe muss halt gut abgepasst und vorbereitet werden.

    Daher finde ich weiterhin die Frage, die bislang unbeantwortet blieb, wichtig: Rücken Schüler (m/w/d) automatisch weiter oder findet doch irgendeine Art Bewertung statt, die dazu führt, dass im Einzelfall das Weiterrücken verwehrt werden könnte?

    Schüler*innen rücken so auf, Verbleib in einer Jahrgangsstufe bzw. Verlassen des Klassenverbands ist in allen mir bekannten Settings eine super duper Ausnahme und eher freiwillig. (passt auch nicht zum Konzept)

    Das gibt's übrigens bei uns nicht, ich habe mich bei der Gewerkschaft erkundigt, die hatten davon noch nie gehört. Ich kenne es nur aus dem Forum (NRW?) wo das ein gängiges Verfahren zu sein scheint.

    REVOSax Landesrecht Sachsen - SächsBG
    Paragraf 50, begrenzte Dienstfähigkeit.
    Wird vielleicht (noch) nicht so oft benutzt, aber ihr habt doch noch gar nicht so viele Beamten, oder?

    Also, z.B. 20 Stunden Unterricht und den Rest der Vollzeitstelle Digitalisierungsthemen bearbeiten, mit Kollegen Konzepte entwickeln, am Schulprogramm arbeiten.

    Also, das erscheint mir durchaus unrealistisch, aber das weißt du natürlich.

    Zitat

    Ich bekomme eine Ermäßigungsstunde als Medienbeauftragte, aber das ist ein Witz, ich habe einen Master in E-Learning, aber das wird kompett ignoriert.

    von wem? von deiner Schule? Die Schule kann trotz deiner überdurchschnittlichen Fähigkeiten keine Stunden zaubern, die sie nicht hat.

    Zitat

    Ja, ich habe mich schon vor Jahren bei STELLA beworben, aber es hat nichts geklappt, die A14-Leute vom Gymnasium haben mir die Stellen weggeschnappt.


    Jetzt wird es unsachlich. Sorry.
    1. Es gibt viele Stellen, die schulformbezogen sind (also nur für Grundschule. In meiner BR echt viele im letzten Halbjahr.)
    2. Das Lehramt spielt oft keine Rolle. Man kann auch akzeptieren, dass man nicht die beste Person war. Die wenigsten Abordnungsorte sind scharf auf eine A14-Person, wenn nicht notwendig. Viele Abordnungsstellen sind nämlich auf das Eingangsamt bezogen und nur wenige drüber.


    Zitat

    Außerdem ist Abordnung Scheiße, weil man nach zwei Jahren wieder zurück in seine Schule kommt (wenn man darf), und alle Ämter, die man vorher hatte, hat jemand anderes. Anschließend kann man wieder von vorn anfangen. Das ist doch Kacke. Ich werde mir einen Job-Coach suchen, natürlich privat finanziert.

    Die meisten Teilabordnungen (die du vielleicht gerne hättest, also ein Tag in der Behörde) sind "jährlich befristet mit dem Wunsch der mehrjährigen, langfristigen Zusammenarbeit", viele viele sind seit Jaaaaaaahren auf der jeweiligen Teilabordnung.
    Bei der Vollabordnung stimme ich dir zu, den Prozess mache ich gerade durch.

    nee eben nicht.
    Wer nicht vorher gelernt hatte zu lernen, oder keine eigene intrisische Motivation entwickelt hatte (ich will Schiffsbauer werden, will dafür studieren und an die Uni, also muss ich das Abitur schaffen), tut sich sehr schwer.
    Wer aber "trotz" lockerer Schule zuhause das Umfeld hatte, schafft den Übergang von Notenfreiheit zu Oberstufe viel besser.

    Mittlerweile weiß ich auch von ein paar Fällen im Kollegium, aber ich glaube, ich war nicht die Einzige, die weder Lust hatte, "öffentlich" (SL und BR) zuzugeben, dass sie gesundheitliche Beeinträchtigungen hat, noch einfach so locker zum Arzt geht.
    Ich erlaube mir den Vergleich mit den Schwangerschaften: Wir kennen alle die Vorurteile, dass alle Schwangeren sich sofort ein Beschäftigungsverbot holen. Und trotzdem gibt es immer wieder Frauen, die (deswegen?) zögern, mit dem Arzt über unsere beruflichen Belastungen zu sprechen. Es gibt ja schließlich immer die Superfrau, die nicht nur bis zum Mutterschutz gearbeitet hat, obwohl sie Drillinge erwartet, sondern auch noch mit Kleinkind zuhause und Mann auf Dienstreise.. (ihr wisst schon...). Tja, ICH kenne genug Leute um mich herum, denen ich einen höheren Ballast unterstellt habe und deswegen meinen Ballast heruntergespielt habe und noch zusätzlich habe ich tatsächlich eine Kollegin mit MS und Schwerbehindertenausweis (das weiß ich allerdings von privat), die sehr selten wegen Infekt/Grippe ausfällt und regelmäßig über Ausfallende lästert und darüber, dass sie keine Lust mehr hat, dies aufzufangen.

    Was ich sagen wollte: Es ist für mich total nachvollziehbar, dass einige diese Regel nicht kennen oder sie für viel höher halten, als sie ist. (Zugegeben, vielleicht reichte der Zweizeiler bei mir auch, weil ich schon langzeitkrankgeschrieben war, aber das glaube ich nicht. Die Mitarbeiterin der BR meinte, es sei die Formalität, damit es in der Akte ist. Wenn man nicht 50% reduziert, wird es wahrscheinlich erstmal so hingenommen. Sie können ja nicht alle sofort zum Amtsarzt schicken. Und ehrlich: Ich nehme sofort die Teil-DU, sie ist attraktiver, als alle meine TZ-Pläne... )

    Liebe Lehrerin_GS_NRW_1977 Es ist okay, sich einzugestehen, dass man nicht 100% bringen kann, das wird ein Arzt auch ohne Details einfach so bescheinigen können. Zumal du nur wenig reduzieren willst.

    Sind die Regelungen mit persönlichem Vertreter wie oben geschrieben oder "kandidieren" die Leute im Doppelpack?
    Bei einer Doppelpackkandidatur fände ich es demokratietheoretisch okay, bei einer reinen Einzelwahl finde ich es sehr doof. Pragmatismus der einfachen Wege ist da fehl am Platz.
    Wir haben eine Nachrückerliste (sowohl bei Lehrkräften als auch bei Eltern).
    Und bei den Lehrkräften spielt es bei einzelnen Themen sehr wohl eine Rolle, wer da ist. (Bei den Eltern kenne ich mich da zu wenig aus)

    WO werden Chantal und Merve verteidigt?

    Ich habe doch nicht gesagt, dass sie diskriminiert werden, aber wenn Strukturen so sind, dass sie nicht bewusst und direkt ausschließen ("Hier nur XY-Leute"), es aber faktisch so ist, dann nennt man es strukturelle Diskriminierung.
    Ob es bei einem Ergänzungsschulangebot zutrifft, zugegeben, vielleicht nicht ganz. Aber wie Moebius sagt: die meisten Eltern sind nicht unbedingt Waldis und Anhänger*innen, sondern es ist auch die "normale" Weiterführung des Waldkindergartens, der familiären Öko-Kita-Initiative, usw.. Oder: Das Kind hat Besonderheiten und würde in großen Klassen total untergehen, man erhofft sich vom notenfreien System mit kleinen Klassen eine bessere Umgebung.
    Und unter den Privatschulen ist Waldorf nun mal unschlagbar günstig, erst recht, wenn man selbst nicht so reich ist. Fordert natürlich sehr viel Engagement ...

    Chemikus hat schon im Zusammenhang geschrieben, dass man nach der neuen Ausbildung (z. B. Finanzamt) oder beim neuen Job direkt die neue Besolund erhält.

    Also A11 vielleicht.

    Ist weniger als A15, aber mehr als DU… darum geht es, nkcht um eine Abordnung.

    Und bis vor ein paar Jahren brauchte man eben nichts.

    Jetzt wurde erklärt, man darf nicht mehr, außer mit Gründen und wenn ich von mir auf Andere schließe: ICH hätte nie Ärzte gefragt, es war mir peinlich, ich dachte, dass man mir unterstellen würde zu simulieren und mir somit Freizeit zu ergaunern. Und ich dachte, es müsste recht ausführlich sein.

    Ich hab sogar den Antrag ohne Attest gestellt (‚Zur Erhaltung meiner Dienstfähigkeit beantrage ich aus medizinischen Gründen Teilzeit‘) und erst zwei Monate später auf Nachfrage der BR mich endlich getraut (da lag ich mitten in der Krankschreibung und der Krankenhaus-Arzt lachte über meine Skrupel).

    Das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, um ein paar Stunden reduzieren zu dürfen, ist eine höhere Hürde als alles andere.

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