Beiträge von chilipaprika

    Maylin, du bist ja im berufsbildenden Bereich unterwegs. Es gibt ja ein paar akademische Felder, in denen Assistenzen recht normal und etabliert sind, sei es in der Apotheke, in Kanzleien oder in Arztpraxen. Ich fände es spannend, zu erfahren, ob es diese Assistenzen schon "immer" gab oder ob diese irgendwann eingeführt wurden - und ob dieses Modell auch grundsätzlich auf Schulen übertragbar wäre. Vielleicht wissen da die Kollegen (m/w/d) aus der Wirtschafts- oder Medizinpädagogik mehr über die historischen Anfänge ihrer zugehörigen Ausbildungsberufe.

    Ich bin nicht aus dem Bereich und habe erst recht nur wilde Hypothesen, aber:
    Ein Großteil dieser Berufe existieren in Frankreich nicht.
    Meine Hypothese seit über 20 Jahren ist also: Es sind Berufe für die Frauen, die eh nicht viel verdienen mussten (nicht, weil sie reich geheiratet haben, sondern weil es (deutsch)historisch so war: bis zum ersten Kind arbeiten und dann nur noch ein paar Stunden..).
    Dass es die Kosten eines Arztbesuchs in Deutschland im Vergleich zu Frankreich doppelt verdoppelt, lässt mich hinterfragen, was auf dem Weg der Effizienz passiert ist.

    dann habe ich deine zwei Beiträge missverstanden. Ich finde aber das reflexartige Reagieren, nur weil etwas aus anderen Kontexten kommt, schwierig.
    "IMMER" ist eh eine Kategorie, die ich bei pädagogischen / zwischenmenschlichen Kontexten, die so unterschiedlich sein können, nicht befürworte. Mir ist es ziemlich egal, wie gut die Begabtenförderung am bürgerlichen Gymnasium in Münster Mitte mit Unterstützung von 2-3 Praktikant*innen pro Kleingruppe von 5 SuS klappt. Ja, ich höre die Empfehlungen, dass wir eben auch mehr Personal für die Differenzierung brauchen, aber es MUSS auch in jedem Paper sein, dass das Projekt XY mit DEM Personalschlüssel gelaufen ist. Tut es aber nicht.

    Es ist aber wirklich müßig, zu gucken, was woanders finanziert wird. Oder ist dir die Idee zusätzlichen Personals heute das erste Mal in den Sinn gekommen?

    nein, das habe ich schon mehr als 1000 Mal im Kopf und Forum rumgewälzt, denn ich BIN in einem solchen System aufgewachsen (nicht doppelte Kraft, sondern "günstige" Kraft für Nebenaufgaben) und wundere mich JEDEN einzelnen Tag, was für Zusatzaufgaben Lehrkräfte in Deutschland haben. Und nein, ich nehme Vertretungsstunden (an meiner Schule) nicht als Möglichkeit wahr, meine SuS von einer anderen Seite kennenzulernen (ich kenne nie oder kaum die jeweiligen Klassen), sondern als Möglichkeit, 45 Minuten lang mehr Entscheidungen zu treffen, wie in jeder einzelnen anderen, vorbereiteten Doppelstunde (Name des Schülers? iPads sperren? Klassenbucheintrag für wen, wenn 5 Kids gleichzeitig was machen, der Sitzplan aber nicht mehr stimmt?...).
    Und selbst wenn es eine pädagogische Ergänzung wäre: dann sollte sie ÜBERALL so organisiert sein, dass man in einer seiner Klassen ist, es fest im Plan stehen kann, usw..

    Und ja: natürlich komme ich / kommen wir auf solche Ideen, weil unser Horizont nicht so begrenzt ist und wir schon mal was gehört / gelesen haben. Empirische Studien, die auch Sachen empfehlen, kommen nicht vom Hirn eines Träumers, sondern auch von realen Bedingungen woanders, die Effekte hatten... sei es pädagogische Effekte oder auf die Arbeitsbedingungen...)

    Wenn man aber ein solches Attest bekommt… wäre dann nicht der Antrag auf Teildienstfähigkeit lukrativer? Immerhin bekommt man die Differenz zwischen der reduzierten Stundenzahl und dem vollen Deputat zu 50% erstattet und muss keine Vertretungen mehr machen.

    Technisch schon, aber ernsthaft: Es sind doch Welten zwischen "zur Erhaltung der Dienstfähigkeit empfehle ich..." von deinem Arzt und "Kreidemeister ist nach allen vorliegenden Facharztbriefen und eigener Untersuchung nicht in der Lage, mehr als XY Stunden zu arbeiten" vom Amtsarzt.
    Also: ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen: Wenn du noch nicht auf die Idee gekommen warst, deinem bisherigen TZ-Antrag eine gesundheitliche Begründung beizulegen (mit oder ohne Attest) und noch keine entsprechenden Atteste in der Schublade hast, bist du noch weit von einer Teildienstfähigkeit entfernt. Und sei froh drum!!

    Stimmt, du hast Recht. Die Hofaufsichten und Vertretungsaufsichten sind die reine Entspannung, keine Entscheidungsdichte, kaum Belastung.

    Ich glaube, ich bin im Paralleluniversum.


    Und 1 Person hätte an meiner Schule kaum keine Freistunde, wenn sie jede Stunde vertreten würde. Ich vermute, sogar 2-3 Personen hätten genug zu tun und in den wenigen Freistunden könnten sie was kopieren, Elternbriefe versenden, Fehlzeiten entschuldigen usw… (auch etwas, wo jede Stunde 2-3 Minuten statt Unterricht draufgehen)

    Ergänzung: Und ja. Es ist in Nds. tatsächlich schwierig Lehrkräfte sinnvoll einzusetzen, die nur einen Teil des Schulhalbjahres da sind. Das passiert bei uns an der Schule selten aber auch wir hatten das schon. Dann werden sie eher in Fördermaßnahmen und AGen oder Nebenfächer gesteckt. Jemanden 3 Monate Mathematik unterrichten zu lassen mit dem Wissen, dass dann jemand anderes kommt, versuchen wir zu vermeiden.

    wie schön!

    es freut mich immer wieder zu sehen, dass es sehr wohl anders aussehen könnte.
    und das obwohl es an der Grundschule (wo alle Lehrkräfte polyvalent sind) einfacher sein sollte, als an der Sek1.

    also ich meinte es aus Erfahrung. Ich kenne mehrere KuK, die mit einem solchen Zweizeiler oder nur knapp mehr in Teilzeit sind.
    Es hängt vermutlich auch von der BR ab (und von der SL-Empfehlung!), aber meine BR-Sachbearbeiterin meinte zu mir, das Attest sei Formsache, damit sie es eben in der Akte haben.
    Es ist der wesentlich einfachere Weg (und deiner realen Situation entsprechend!), als "Gründe" zu suchen, die du viel aufwändiger nachweisen musst.

    Du bist am Gym, das dürfte kein großes Problem sein.

    Wenn ich mir schon die Mühe mache, nur einen Teil deines Beitrags zu zitieren, dann mach dir bitte die Mühe zu schauen, WORAUF ich mich beziehe und beziehe dich auch darauf oder gar nicht. Das war im anderen Thread der Fall.

    Ich habe SELBST in einem früheren Beitrag darauf hingewiesen, dass ich eine Kündigung zu dem gewünschten Zeitpunkt für unrealistisch halte, außer mit sehr viel Entgegenkommen und Zuversicht, die Stelle neu zu besetzen.
    Dass ein Auflösen zu den Sommerferien ideal für alle wäre, klar.

    Ich habe aber den Teil zitiert, wo du schreibst, dass ein Einsetzen im neuen Schuljahr schwierig sei, wenn sie zum 31.12 kündigen würde (Ihr Vertrag wird ja nicht viel länger sein, da sie von 14 Monaten Gesamtlänge spricht).
    Und ich fragte mich also, ob ihr in NDS /an deiner Schule nur Jahres-/Halbjahresvertrage habt und andere Vertretungsverträge entweder nicht habt oder als "Sondermaßnahme" einsetzt. Wir haben ständig solche Verträge, im laufen Schuljahr (Elternzeiten...) und "natürlich" gibt es Mitte November einen Lehrerwechsel, um die 14 Stunden Englisch besetzen zu können, und Anfang Januar die 10 Stunden Kunst, die ab März vielleicht 15 werden, usw..

    Wenn Du zum 31.12. sowieso gehen würdest, kann die Schule dich im neuen Schuljahr sowieso nur schwierig einsetzen.

    Warum?
    Ist NDS ein Paradies? Bei uns (Sek1/2 NRW) gilt: JETZT besetzen und wenn es in 2 Monaten anders ist, dann ist es so. Wir haben jedes Jahr 4-5 Verträge, die mitten im Halbjahr enden/anfangen, ihre Stundenzahl ändern oder erst kurz davor verlängert werden. Da wird doch nicht darauf "Rücksicht genommen".

    Ich finde, professionell ist es überhaupt nicht, dass man darüber nachdenkt, dass man nachfragen könnte. Es erzeugt Druck.
    Ich bin Mitte 40 und bis vor ein paar Jahren in Doppel-/Mehrfachzimmern in der JH privat gereist, das war mir sowas von egal und Hauptsache günstig. Aber ehrlich: bei einer*m Unbekannten (tatsächlich in früheren Jahren in Orten, wo es gemischt war) stört es mich weniger. Wir kennen uns nicht, wir werden uns nicht wieder sehen. Bei einem Kollegen muss er/sie nicht mich in Pyjama sehen, mein Kuscheltier oder meine Bettgehzeit kennen.
    Die Frage hat sich für mich erledigt, ich kann aus gesundheitlichen Gründen ganz und gar nicht in einem Doppelzimmer schlafen, die Karte würde ich jederzeit wieder ziehen, aber erstmal müsste ich wieder in der Lage sein, überhaupt fahren zu können (würde mich freuen, obwohl ich Fahrten hasse).

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