Beiträge von chilipaprika

    bei anderen jobs wird es viel mehr akzeptiert, wenn man sich nicht dazu berufen fühlt. bei lehrkraften gilt das als unmoralisch. ich kann mir aber trotzdem mühe geben und gut zu den schülern sein, auch wenn ich mich nicht berufen fühle. das ist dann meine sache und mein pech.

    Ich bin voll deiner Meinung und fühle mich auch nicht "berufen". Es gibt viele Jobs, die ich ausüben könnte, viele davon sogar gerne.
    Aber egal wieviel Mühe ich mir geben würde, es gibt Jobs (und dazu gehört das Lehramt in einzelnen Schulformen), die gar nicht dazu gehören

    Puh, so extrem ist es hier - weder bei meiner Hausarztpraxis noch bei anderen hier im Stadtteil, soweit ich es von Nachbar*innen weiß - (noch) nicht. Allerdings passiert es schon immer mal, dass man, wenn man frühmorgens dort anruft, entweder gar nicht erst durchkommt, weil die Telefonleitung überlastet ist, oder erst für den nächsten Tag einen Termin bekommt (Online-Termine gibt es i. d. R. eh nur für ein paar Tage oder die Woche drauf).

    ich weiß gar nicht, ob andere Praxen in der Stadt Termine haben. (Aber in Social Media-Gruppe wird immer wieder gefragt, wer überhaupt neue Leute aufnimmt und es kommen selten Antworten...)
    Meine Praxis hat nur nachmittags Termine, diese sind aber Wooochen im Voraus vergeben. Akut ist morgens und man es vergessen, telefonisch durchzukommen. Ich laufe immer dahin und wenn ich eben nur eine AU wollte, dann gegen 11 uhr. Da würden sie mich eh nicht mehr dran nehmen (in der Regel nach 9.30/10uhr sagen sie, man solle am nächsten Tag zurückkommen).
    Rezepte bestelle ich per Mail ab.
    Ich habe das Glück, jenseits von chronischen Krankheiten selten krank zu sein, so dass ich selten akut was brauche und Blutabnahmen, EKGs und co laufen mit den Arzthelferinnen am Nachmittag, der Arzt kommt kurz rein.
    Das letzte Mal, wo ich da war, wurde ich der neuen Ärztin der Praxis zugeschoben, es hat mich sehr genervt.

    Ich bin sehr gespannt, wie es beim Durchgehen dieser Maßnahme in der Hausarztpraxis aussehen würde.
    Die Warteschlange ist eine Stunde (!!) vor Eröffnung schon bei 6-10 Menschen. Es gibt zwar gerade eine neue Person in der Praxis, der eine Praxisinhaber versucht aber seit 10 Jahren rauszugehen. Aufnahmestopp haben sie seit Jahren.
    Ob sie dann Leute aus der Kartei rauswerfen?

    jenseits der finanziellen Bedingungen kann natürlich die ideologische Ausrichtung ein Hindernis sein, oder man will grundsätzlich nicht für eine Privatschule arbeiten.
    Man sollte trotzdem genauer schauen, alle Schulen sind unterschiedlich, aber finanzielle Gründe sind für eine aktuell Tarifbeschäftigte vielleicht nicht das erste Kriterium.

    Ich hatte tatsächlich gestern eine Krankschreibung, mit Attest. Die Ärztin hatte mir direkt bis heute die Krankschreibung gegeben. Ich war heute in der Schule, habe mich "gesund gemeldet", die Sekretärin hat hat die AU vernichtet. Der Verwaltungsaufwand an der Stelle ist auch nicht zu verharmlosen.

    Aber diese Gründe gelten für Alle.
    Warum sollten wir dann ausgenommen werden? Das fände ich auch seltsam.
    Andererseits: viele Firmen werden in ihrem Tarifvertrag aufschreiben, dass es ab dem dritten Tag gilt (so bei meinem Mann. Das wird trotz neuem Gesetz definitiv nicht geändert)

    Dazu Aufwand und Kosten bei der Beihilfe…

    … und womöglich mehr BEM, weil man viel eher die 6 Wochen erreicht.

    die Tage fürs BEM zählen, ob mit oder ohne Attest. (aber womöglich beziehst du dich darauf, dass man sich eher länger krankschreiben lässt)

    Ich bin ein sehr kreativer und kritisch denkender Mensch und denke, dass ich andere mit meiner Begeisterung gut mitreißen kann.

    Dieser Satz bzw. die wiederholte (?) Erwähnung, dass du kreativ und kritisch bist, in Kombination mit der Vorstellung (!!), dass du in den Fächern Geschichte und Ethik Gestaltungsfreiheiten hast (und deswegen Interesse), macht mir Bauchschmerzen. Du hast noch ein ganzes Studium vor dir, aber ich habe das Gefühl, du gehst von möglicherweise falschen Voraussetzungen aus.

    Hm, vielleicht ist das in Süddeutschland verbreiteter als hier. Oder es ist wirklich nur in meinem persönlichen Umfeld und in meiner Gegend so. Hier wüsste hier tatsächlich von keinem Haus mit Einliegerwohnung, das nicht mind. 55 Jahre alt ist.
    Persönliche Anekdote am Rande: Die älteste Nichte meines Mannes (Mitte 30) hat sich vor einigen Jahren mit ihrem Mann ein sehr großes, sanierungsbedürftiges Haus (Baujahr 1965) in Nordseenähe mit gleich zwei kleinen Wohnungen im Obergeschoss gekauft und in Eigenleistung saniert. Unten wohnt nun sie mit Mann und Tochter, die eine der Oberwohnungen ist vermietet und die andere eine Ferienwohnung.


    Was ich übrigens noch aus den 1980ern bis 1990er kenne, ist, dass "auf dem Dorf" die Tochter oder der Sohn mit Familie auf dem großen Grundstück der Eltern ein eigenes Haus gebaut haben. Aber das ist in den letzten 30 Jahren auch sehr selten geworden.

    EDIT: Ach so, noch zu den in großen Eigentumswohnungen oder großen Häusern mit allein wohnenden Senior*innen. Da habe ich es in meiner Verwandtschaft, Bekanntschaft und hier in der Nachbarschaft in den letzten Jahren immer häufiger erlebt, dass diese von den alten Menschen (Ende 70, Anfang 80) verkauft wurden und sie in kleinere Wohnungen oder ins betreute Wohnen gezogen sind. Grund sind nicht nur die Bewirtschaftungskosten, sondern auch, dass sie nicht mehr so mobil sind und die Unterhaltung und Pflege von Wohnung bzw. Haus (und Garten) ihnen nicht mehr möglich war.

    Gar nicht so weit entfernt von deiner Gegend (aber strukturell durchaus anders, wie ich deinen Beiträgen entnehme) kommt mein Mann her und da sind so viele von solchen Konstrukten... wobei ich zugeben muss, dass seine Generation (Medianalter des Kegelclubs dürfte knapp 50 sein) vermutlich die letzte ist. wir haben gerade knapp gerechnet und vom 10-Kopf-Kegelclub leben 6 im ehemaligen (Schwieger)Elternhaus /Elterngrundstück, noch mit Eltern, falls noch lebend.
    Mein Mann ist selbst im Mehrgenerationshaus aufgewachsen, es war aber immer klar, dass kein Sohn das Haus übernimmt, die Eltern haben das Haus verkauft und sind ins Dorf gezogen (also das Haus ist in irgendeiner "Siedlung". Wie ich so schön sage "Der Nachbar ist 400 Meter entfernt" (es sind aber nur 150 Meter gewesen).
    Von allen (sehr vielen ...) Geschwistern seiner Eltern leben ca. 2/3 mit mindestens einem Kind auf dem Grundstück.

    Wir haben gerade darüber gesprochen und ich glaube, es ist 1) ein Dorfding, 2) jetzt weniger denkbar als vorher.
    Hätten wir das Haus meiner Schwiegereltern übernommen, hätten wir meinen Schwager sicher entschädigen sollen. Da fängt der Spass an. Was ist der Wert des Hauses / Grundstücks? Was ist der Wert der Eigenleistungen (je nachdem, wann sie gemacht wurden)? Was ist der Wert, dass die Eltern wohnen bleiben.
    Mein Mann ist nicht in der Lage zu sagen, was sein Papa an seine Geschwister ausgezahlt hat und vermutet, dass es "einfach so" gelaufen ist. Er hat halt viel renoviert, dann auch angebaut, usw.. die Geschwister haben vermutlich was bekommen, aber weit unter dem jetzigen Marktwert.

    Ich glaube, heutzutage und außerhalb des Dorfs undenkbar.
    Ich meine, meine Schwester und ich würden uns "streiten", wer NICHT mit meinen Eltern wohnt, trotzdem würde ich ihr nicht den kompletten Wert des Hauses einfach so hinterlassen. Auch wenn das Geld und dieser Wert mir (tatsächlich) egal sind, würde es unsere Beziehung durchaus erschweren. Umgekehrt genauso, das wissen wir. Vielleicht ausgerechnet noch mehr, weil keine darauf Bock hätte und wir in unserer Kindheit auch mitbekommen haben, wie Familienmitglieder dieses "Pflegerische" immer aufgewogen haben "ICH muss sie immer zum Frisör bringen / ihr das Essen machen / nachts aufstehen, dann steht mir mehr zu".

    Unser aktuelles Haus kann leider nicht so umgebaut werden, dass eine Einliegerwohnung möglich ist. Da haben wir beim Kauf nicht aufgepasst. Wäre zum Vermieten und zum nicht alleine sein gut. Oder um die Pflegekraft unterbringen zu können ;)

    NRW hat 10 UBs, fängt am 1. Mai an und in den ersten drei Monaten (wo es noch keinen eigenen Unterricht gibt) gibt es 1 bis 2 UBs, je nachdem. (also insgesamt)

    Humblebee: Ich hatte in NDS 35 UBs. 2-3 pro Quartal pro Fach, meine Fachleiter*innen haben es "gut gemeint". Mein allererster UB in einem Fach war in meiner ersten Schulwoche, am 1. Tag in der Klasse (aber die zweite Stunde). Sowas kann man sich aber nur leisten, wenn man soviele UBs hat. Genauso wie die "Wiederholungen" einiger Settings (ich hatte zum Beispiel zwei mal Filmanalyse in der selben Fremdsprachengruppe, 3 Wochen dazwischen. ICH fand es gut. Alltagstaugliche Umsetzung von Tipps.

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