Beiträge von chilipaprika

    Naja, wahrscheinlich liegt das am Begriff "Ferien" in Abgrenzung zum Urlaub. Wenn ein Schulleiter es nicht schafft, Urlaub zu nehmen, dann ist das schon sein persönliches Problem und muss nicht auch noch bewundert werden. Dass man nicht 6 Wochen Ferien macht, weder als Schulleiter noch als Lehrkraft, ist wohl jedem klar.

    es geht nicht um Bewunderung, aber es sollte doch der einfachsten Logik entsprechen, dass mindestens die erste und die letzte Woche in der Schule bzw. mit Schularbeit voll ist.

    Ok, dann mache ich es bzgl. des Themas Klassenfahrt mal konkret. Ich habe im nächsten Schuljahr in meiner Klasse einen Schüler, der unter einer attestierte Schizophrenie leidet und der in diesem Schuljahr einen Suizidversuch begangen hat, weil ihm die Stimmen dies befohlen hätten. haben

    ich habe mir erlaubt, es zu korrigieren.

    Ich habe keine Ahnung, wie ich dem Schüler auf einer Fahrt gerecht werden soll. Wäre es zulässig eine ärztlich begleitete „Seniorenreise“ zu buchen, auch wenn die für die komplette Klasse dann (unerschwinglich) teuer wird?

    Dann: informiere dich. Setze dich mit dem Schüler (und ggf. seinen Eltern) zusammen.
    Es gibt sicher Beratungsstellen, aber vergiss nicht: derjenige, der der beste Experte für sich selbst ist, ist der Schüler. Er leidet jeden Tag und kämpft jeden Tag gegen Stimmen und für sich, nimmt Medikamente ein Leben lang, um einen halbwegs geregelten Alltag haben zu dürfen.
    Dein Ableismus ist echt zum Kotzen.

    ich bin jedes Mal schockiert, wenn ich sowas lese.
    Bei mir im Ref war das ausdrücklich unmöglich, an seine alte Schule zu gehen (man musste sie angeben), auch an eine Schule, die eine Kooperation mit der jeweiligen Schule hat (weil es je nach Fach bedeutet, dass man trotzdem alte Lehrkräfte hat).

    Dass man nicht mal wenigstens eine Schule sperren kann (und für die 70 anderen zur Verfügung steht), wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte wenigstens möglich sein.

    Wer übernimmt die Einsatzkosten, wenn ein Schüler vorab schon geäußert hat, dass er den Einsatz ablehnt, ich als Lehrer trotzdem den Rettungsdienst rufe und am Ende dabei raus kommt, dass der Schüler eigentlich gesund ist?


    Es ist natürlich nur eine provokante Frage deinerseits, aber: das übernimmt trotzdem die Person bzw. seine Krankenversicherung. (Mir passiert, bzw. mir als Unfallopfer.)
    So ist das Leben. Keine Angst, dass du auf Kosten sitzen bleibst, weil du einen Schüler retten wolltest)
    Was du in deinem Alltag alles erlebst, unglaublich.

    da dort Familie zu sein scheint:
    - doppelte / US-Staatsbürgerschaft?
    - "Mit-Visum" eines Familienvisums mit Arbeitserlaubnis?
    - eigenes Arbeitsangebot mit Visum?


    Edit: Oh, Satz mit der US-Staatsbürgerschaft hatte ich komischerweise vorm Schreiben nicht gelesen

    bzw. "nur" Vertretungsstellen zu nehmen.
    Die wirst du mit deinem Lehramt sicher bekommen, bekommst dasselbe raus, wie als Angestellte mit festem Vertrag, bist aber frei zu kündigen / den Vertrag auslaufen zu lassen.

    Eine Planstelle (egal ob verbeamtet oder angestellt), kann man natürlich kündigen, aber keine*r hier kann dir sagen, ob ausgerechnet in der Zeit, in welcher du weg warst, Regeln nicht geändert werden, dass du nicht neu verbeamtet werden kannst (NDS hat zum Beispiel "von einem Tag auf den anderen" auch so eine Regelung eingeführt, dass man nach Entlassung aus dem Dienst nicht neu verbeamtet werden kann. Darauf hatten aber sicher einige gesetzt...)

    Guter Einwand - da muss ich mich definitiv erkundigen. Wenn nicht, dann "darf" ich definitiv ja auch in Bayern das Ref. machen - was für ein Bummer!

    mmm... Du darfst dein ganzes Leben in Bayern bleiben..
    Es ist nirgendwo anders vorgesehen.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Teil deiner Frustration fachbedingt ist: Psycho ist nunmal ein Lernfach, ich gehe davon aus, dass ihr in "Schulpsychologie" zwar nicht das gesamte Programm macht, aber trotzdem nichts geschenkt bekommt und das ist schon eine Menge Stoff, die man hat, Statistik und Diagnostik sind keine "Bauchgefühl"-Sachen, da muss man durch. Aber bald kommt die Anwendung!

    Ich hatte mir das Leben ganz einfach gemacht: grundsätzlich überall ein Komma, egal ob Pflicht oder freiwillig.
    Aus Leser*insicht: das fehlende (freiwillige) Komma ist sooo nervig, ich bin froh, wenn /dass ich jetzt als Korrekturleserin nicht nur sagen kann "glaub mir, es wäre schön, wenn..", sondern "es muss so".
    Danke also für die Information.

    Mach dir bitte ebenfalls klar, dass die Einschätzung der Fachleistung keineswegs von solchen Begleitumständen abhängen darf!


    So ist es.
    Pädagogische Überlegungen sind zwar wichtig, sollten am Ende nicht unfair sein.
    Der Schüler kannte wohl im Vorfeld die (vermeintlichen?) Bedingungen, die er erfüllen musste. Da muss er durch.

    Womöglich ist es andersrum und er kriegt eine Prämie, wenn er eine 3 hat?

    (Ich habe im Kopf die Geschichte einer Schülerin, die Mutter hat rumgejammert, dass sie unbedingt die 15 Punkte in Deutsch brauche, weil sie auf eine Journalistenschule gehen wolle. Erzählte mir die Deutsch-Kollegin.
    Ich hatte die Schülerin seit 7 Jahren im Unterricht, durch 3 Fächer geschleust und zu dem Zeitpunkt in 2 Fächern, ich hatte noch nie was von Journalismus gehört.
    Ich habe bei der Schülerin irgendwann - als es Thema war - nachgefragt. Nein, sie wolle sich halt alles offen halten.
    Fazit: die Mutter wollte ein Stipendium der Stiftung des Deutschen Volkes (oder einer anderen Stiftung) absichern. Was ihr auch gelungen ist.

    Ich möchte betonen, dass die Schülerin so oder so eine 1,0 hatte.
    Und sie studiert heute Soziologie und Kulturanthropologie, macht viel in der Theaterwelt und ist mehrere hundert Kilometer weit weg von Mama und sicher sehr glücklich.
    Und die Fächer passen so was von gut zu allem, was sie immer lebte (eine tolle Feder hat sie, aber Journalistin wäre nur ein Zweitstandbein)

    Ich kann mir vorstellen, dass die Frage auf so einen Fall abzieht:
    "Die 2. Fremdsprache wird abgewählt, muss ich trotzdem eine Förderempfehlung schreiben?"

    1) Da du nicht weißt, wohin das Kind geht und ob das Fach tatsächlich abgewählt wird, ja.
    2) Du kannst (meiner Meinung nach: solltest) auch einen Teil deiner Förderempfehlung so formulieren, dass es allgemein um die Lern- und Arbeitshaltung geht. Tipps zum effektiveren Lernen in deinem Fach / einem solchen Fach.

    Wenn ich also davon ausgehe, dass es nirgendwo anders SoWi oder HRSGe gibt: NRW.

    In welcher Welt lebt ein Gymnasialschulleiter, der zur Kombi von Geschichte und SoWi oder Erdkunde rät?
    Vergiss es.
    Total tolle Fächer, die Kombi davon ist aber bescheuert. Die Gründe sollten mehr als 1000 Mal im Forum dargelegt worden sein.

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