Beiträge von chilipaprika

    Der Personalausweis kostet 46,-€, dauert mehrere Wochen, muss persönlich im Einwohnermeldeamt abgeholt werden und ist bei der Wahl im Wahllokal vorzulegen.

    Wenn Schon Sachen behauptet werden, dann richtig.
    1) Der deutsche Personalausweis muss NICHT persönlich abgeholt werden (Vollmacht reicht aus.)
    (In Frankreich musste ich meinen Fingerabdruck kontrollieren lassen, um den Ausweis abzuholen, nicht mal Fotoabgleich...)

    2) immer noch nicht.

    Du kannst jetzt aber Trump nicht dafür verantwortlich machen, dass die Wahlhelfer hier in Deutschland nicht "Dienst nach Vorschrift" gemacht haben. Schließlich haben sie eigentlich Deine Identität zu überprüfen.

    hä?
    Ich habe doch Trump für seinen Mist verantwortlich gemacht, auf keinen Fall für irgendetwas in Deutschland.
    Und in Deutschland habe ich auch nicht die Wahlhelfer*innen für irgendetwas verantwortlich gemacht, weil sie eben "Dienst nach Vorschrift" gemacht haben: sie haben eben nicht die Identität überprüft (überprüfen müssen), weil meine Wahlkarte immer vorgelegt wurde.

    Also, 1,15 habe ich noch nie gesehen, 1,80 kann ich mich für komplette Rechnungen nicht unbedingt erinnern (außer vielleicht mein doofer Hausarzt, der wirklich von Luft und Wasser lebt?) und eine kurze Suche bestätigt: für 2,3 braucht man keine Begründung.
    1,8 kenne ich nur für Teilleistungen (Labordinger..), alle Arztsachen mit 2,3 (und leider ab und zu 3,5).

    wie gesagt, mich und meinen Mann kennt definitiv keiner (zumindest in 90% der Wahlen). Ich habe auch noch nie gesehen, dass jemand gefragt wurde. Aber vielleicht habe ich nur immer in trudeligen Orten gelebt (4 BL mit Kommunal- oder Integrationswahlen, ich würde sagen: ich kann mich nicht erinnern und tendiere zu "nie gefragt", es kann Ausnahmen gegeben haben. Gut, bei den Integrationswahlen ist man halt froh, dass Leute vorbeikommen?!)


    Zum Warten: Ich habe EINMAL in meinem Leben fürs Wählen gewartet und es war 2002. Mein Wahllokal war die französische Botschaft in Frankfurt, die Botschaft hat "leicht unterschätzt", wie viele kommen wollen und die Büros in RLP nicht aufgemacht. Ich stand in der Schlange mit Menschen aus Trier (!!). Anderthalb Stunden bei schönem Wetter im schönen Frankfurter Viertel, um einen Wahlzettel in einen Umschlag zu legen, von dem ich nie gedacht hätte, ich würde ihn nutzen (man legt in Frankreich den Zettel mit dem Namen des Kandidaten rein). Es war leider nicht das letzte Mal, dass ich dies tun musste. Damals war es Le Pen Vater. Später wurden aber mehr Wahlbüros geöffnet (Frankreich hat KEINE Briefwahl).

    das bedeutet also: Ich kann in Deutschland definitiv wählen, auch wenn ich meinen Ausweis gerade nicht finde (dann nehme ich eben die Möglichkeit der Briefwahl). Und ich bin ziemlich sicher, dass ich noch nie meinen Ausweis in 14 Jahren (+ 10 Jahre Kommunal-/Integrationswahlen) vorzeigen musste. Nur bei den letzten 2 Wahlen habe ich ganz genau aufgepasst, um sicher zu sein. (Weil es eben so unterschiedlich ist von dem Verfahren, das ich früher kannte und in Französisch unterrichte und wir das Thema in SoWi durchgenommen haben. Kein Kind hat widersprochen, dass die Eltern vorzeigen müssten. Anekdotische Evidenz, aber eine ziemlich große Mehrheit)

    Ich habe SEHR GUT aufgepasst und brauchte bei den letzten zwei Wahlen (4 Wahlgängen) kein einziges Mal meinen Perso, die Wahlkarte-Benachrichtigung reicht aus. (und nur einmal kannte mich eine städtische Angestellte vom Sehen und konnte den Namen halb verbinden. Mein Mann hat ebenfalls nie einen Ausweis vorgelegt.)
    Dir ist sicher auch aufgefallen, dass alles per Post und nur mit Unterschrift geht (dass so ein System 2026 noch geht, unglaublich).

    Ein Großteil der Diskussion geht am eigentlichen Anliegen vorbei.

    Wenn ich mich als Schulleitung nicht komplett vom Kollegium entkopple, bekomme ich eine Menge Dinge mit und kann dann beispielsweise auch KollegInnen mit gesundheitlichen Einschränkungen gezielt ansprechen und fragen, welche Unterstützung sie benötigen oder ggf. direkt konkrete Angebote machen. (Und nein, man fällt selbstredend nicht mit der Tür ins Haus sondern initiiert das Gespräch entsprechend behutsam...)

    ... auch wenn die Mehrheit der gesundheitlichen Einschränkungen nicht sichtbar sind und es also als Kolleg*in wichtig ist, das selbst anzusprechen (WENN man möchte, dass darauf Rücksicht genommen wird).

    Was ich vermisse ist zu fragen, wie es dem betroffenen Kollegen geht.

    Es wird hier zumeist nur gesagt: er muss, er muss…

    Es könnte doch auch sein, dass er zB krank ist, morgens manchmal einfach länger braucht, Schlafstörungen hat oder einfach psychisch nicht gut drauf ist. Offenbar ist das hier nicht erfragt worden.
    Übrigens alles Aspekte, die durch die Schule noch gefördert werden. Wenn dann noch ein Schulleiter um die Ecke kommt und sagt: „Schon wieder 4 Minuten zu spät, jetzt werde ich mal eine Meldung an die Schulbehörde machen.“… wie soll sich der Kollege dann fühlen?

    er soll sich wie jemand im Angestelltenverhältnis außerhalb der Schule fühlen und nach einer Abmahnung sein Verhalten ändern oder das Weite suchen.

    Mein Vater hätte zwar sowieso gerne länger gearbeitet (Er war französischer Eisenbahner und durfte/musste wegen Umstrukturierung) tatsächlich zum gesetzlichen, frühen Alter gehen, ohne Möglichkeit der Verlängerung), bekam dann auch von meiner Mutter sehr viele Aufgaben, auch ohne (offiziellen) Vorgesetztenstatus :D

    oh Danke!

    Ich finde es aber interessant, dass man tatsächlich einen Perso/Pass haben MUSS (und nicht nur sich ausweisen muss).
    Ich hatte über zehn Jahre lang keinen gültigen französischen Ausweis und es war definitiv kein (legales) Problem. Bei der Erneuerung hat keine*r was gesagt (lustigerweise sogar nicht mit dem Wissen, dass ich meinen Wohnsitz in Deutschland habe).
    Aber ein Führerschein reicht in Frankreich auch zum Ausweisen, ein Perso ist nur notwendig, um über die Grenze zu gehen.

    Wie könnte ich denn mit dem Rechner für den öffentlichen Dienst mein Gehalt mit einem TVH Vertrag ausrechnen?

    Öffentlicher-Dienst.Info - TV-H
    Dreisatz von der gearbeiteten Stundenzahl (TV-H-Vertrag) zur Vollzeit der Schulform, um die Prozentzahl zu erhalten.

    Ich erhalte als Beamtin Dienstbezüge mit A13, Stufe 5.

    Das spielt doch gar keine Rolle? Du erhälst das, was du auch als irgendjemand anders bekommen würdest.

    Ernsthafte Off-Topic-Frage: Habe ich die PFLICHT, einen deutschen Ausweis (Perso oder Reisepass) oder habe ich die Pflicht, mich ausweisen zu können?
    (Ich frage mich, inwiefern ich in ein paar Monaten Lust habe, diese 46 Euro zu bezahlen). Mein deutscher Perso wäre zwar abgelaufen, aber naja, so ganz anders sehe ich ja nicht aus. Ich laufe nicht mit Reisepass rum (und er hat nur noch 2 Jahre) und habe einen frischen französischen Ausweis.
    Müsste ich beim Wählen einen GÜLTIGEN deutschen Ausweis vorlegen? (FALLS ich überhaupt danach gefragt werde...)

    Die Ausstellung eines Personalausweises ist auch kostenpflichtig für den Empfänger (m/w/d), obwohl sie eine staatliche Verpflichtung darstellt.

    und es ist übrigens auch eine Schweinerei.
    Durfte ich vor ein paar Monaten feststellen, als mir das bewusst wurde (also bewusst wurde es mir, weil mein Mann neben mir beim französischen Amt saß und irritiert war, dass ich nichts bezahlen muss. (Also doch, eine Verlustgebühr, aber es ist eine andere Geschichte)

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