Beiträge von chilipaprika
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Hallo,
ich habe diesmal eine Frage bzgl. der Zurruhesetzung aufgrund eines Amtsarztgutachtens, das so gar nicht das widerspiegelt, was dem Gesundheitszustand entspricht. Hier wird weder eine Wiedereingliederung noch eine anderweitige Verwendung erwähnt, obwohl das von der Psychotherapeutin so vorgeschlagen wird in ihrem Gutachten. Letzteres lag dem Amtsarzt vor, dennoch hat er sich dazu entschieden die Lehrkraft für ein Jahr aus dem Dienst zu nehmen mit erneuter Prüfung in einem Jahr. Hier war auch Mobbing und Diskriminierung im Spiel, was der Amtsarzt ebenso außer Acht ließ. Nun droht der Lehrkraft die Zwangszurruhesetzung, die sich zwar den Schuldienst gerade an der aktuellen Schule nicht mehr vorstellen kann, mit einer anderweitigen Verwendung aber zeitnah einverstanden wäre. Sie hätte das der Sachbearbeiterin im KM wohl schon gemeldet, die sich wiederum über die Außerachtlassung der Wiedereingliederung bzw. Möglichkeit der anderweitigen Verwendung im Gutachten gewundert hatte. Kurzum: Lehrkraft ist seit Frühjahr erkrankt, Untersuchung war im Juli. BL Bayern. Verbeamtung auf Lebenszeit. Die Lehrkraft ist noch Anfang 40 und möchte schon gerne wieder tätig werden, aber weniger im Schuldienst. Widerspruch (via Anwalt) wurde fristgerecht eingelegt, Einwendungen müssen noch vorgetragen werden.
Wer hat hier Erfahrungen/Tipps? Wie gut stehen die Chancen, dass das amtsärztliche Gutachten angefochten werden kann? Droht ihr bereits in den nächsten Monaten der Erhalt des Ruhegehalts? Das würde sie noch zusätzlich in Stress versetzen, da das ja mit finanziellen Einbußen einhergeht.
Vielen Dank vorab!Wird die Wiedereingliederung bei Beendigung der Krankschreibung nicht automatisch angeboten? Oder kommt es gar nicht in Frage? (Ich kann aus dem Beitrag nicht sehen, ob die Situation an der Schule der Ursprung der Krankheit ist oder "nur" verstärkend). In dem Fall wäre es vielleicht, die WE anzufangen und um eine parallele, möglichst schnelle Versetzung zu bitten.
Gibt es in den Arztberichten ganz konkrete, medizinisch begründete Verwendungsmöglichkeiten? (also für den Amtsarzt komplett ersichtlich) -
ist es dann nicht egal, ob man - aufgrund von "bewirbt sich eh keiner, soll dir egal sein" - trotzdem noch Restchancen hat? 20 Punkte weniger als in einer früheren Beurteilung zu haben, obwohl das komplette Kollegium - so lese ich das raus - in einer Bandbreite von +- 5 Punkten liegt, ist etwas, was mich sauer machen würde.
In meinem BL gibt es nur Anlassbeurteilungen, es scheint beim TE anders zu sein, es liegen frühere Beurteilungen vor, vom selben Beurteilenden, da kann man nicht plötzlich grundlos 20 Punkte weniger haben. -
klar kann man so suchen.
Es war nur ein Gedankengang zur Absicherung, auch kombiniert mit der Möglichkeit, aus der PKV noch rechtzeitig auszusteigen.
Ich weiß, dass es nicht geht und ich hatte letztes Jahr ein paar Bewerbungsverfahren am Laufen, dann wurde ich krank und ich bin SEHR dankbar dafür, dass das weder zum Start einer neuen Tätigkeit geschah, noch im Angestelltenverhältnis. und über meine sündhaft teure, ständig teurer werdende Debeka habe ich dieses Jahr wesentlich weniger geflucht als sonst... auch da weiß ich es durchaus, die Vorteile zu schätzen. Für mich ist zwar klar, dass ich nicht bis 67 verbeamtete Lehrerin bleibe, aber auch, dass ich nicht kündige, bis ich gesundheitlich vollkommen stabil bin. -
Natürlich im Schulsystem - hier geht es im Ausgangsposting ja um einen Wechsel vom Beamten-ins TB-System an derselben Schule.
Ich hab mal von so einem Fall in der Zeitung gelesen....so etwas ist also ein Fall mit Nachrichtenwert...
Die einzige Konstellation, die mir einfiel, warum man INNERHALB des Lehrerverhältnisses den Status wechselt (und ich glaube, hier im Forum hatte man mir eh gesagt, es gehe eh auf der selben Planstelle nicht), war mein Gedanke: Statuswechsel, um nach einem Jahr Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben und mit Risikonetz die neue Jobsuche zu starten.
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Du kennst keine Lehrkraft, die sich hat entlassen lassen und jetzt woanders arbeitet?
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LegoHeld ist vermutlich nicht in NRW (er schreibt BBS und nicht BK), in allen anderen BL ist der PR an der Schule, also sollte er die Situation vor Ort und die Kollegin kennen.
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joa. Das wird leider nicht passieren.
Aber ich hatte einen Nachbar, der mehrere Jahre zu Hause war, er war davor bei der Post oder Telekom. Nach 5 oder 6 Jahren haben sie dann wieder Verwendung für ihn gehabt, es war ein bisschen doof (für ihn)
(Er hatte sich ein echt schönes Leben, voll mit Ehrenamt und Gartenarbeit, aufgebaut.) -
Adipositas ist auch so komplex, und stark stigmatisiert, wie man bei den Bemerkungen zu den Abnehmspritzen merkt. Da schwingt gerne Verachtung mit.
Weil ich mitgemeint bin:
1. Ozempic ist eine Marketingsache, die jedem Diabetiker lebensnotwendige Mittel wegnimmt.
2. im Krankenhausbereich erwarte ich schon die Einsicht (und den VERSUCH!), dass man ein Stück Brot mit Käse isst, statt Nutella mit dem Hinweis, dass man eh zur Zeit Ozempic spritzt.
3. JEDES Hilfsmittel (sei es Ozempic, Magenbeipass, weitere OP) ist mir "recht" (wer bin ich zum Urteilen) und sollte auch gesellschaftlich (krankenkassenmäßig) getragen werden, nur ein Minimum an Commitment sollte existieren und damit meine ich zu mindestens 50% auch die Ärzte und Pfleger*innen, die in einer solchen Gruppe eine Art Aufpasserrolle haben. Ich gebe auch keinem trockenen Alkoholiker freien Zugang zu Alkohol, der sich dann denkt "Gönne ich mir jetzt, ich gehe nächste Woche wieder in den Entzug".
Und ich habe genug Einsicht in verschiedene Suchtproblematiken, um das so sagen zu wollen. Das Thema ist komplex, aber bestimmte Mittel als Lösungen anzupreisen (und anzunehmen), die eigentlich nur HILFsmittel sind, ist ein Fehler. -
wow, mutig.
Hast du aber vorher transparent dargelegt, was die Konditionen deiner PKV und der Beihilfe sind? -
und genau diese Info hätte im Eingangsbeitrag sein müssen.
Ich war mir zu 90% sicher, dass es darum ging (also, dass die Regel entsprechend geändert wurde), war zu faul zu googlen und der Meinung, wer was von uns will, kann sich die Mühe machen.)
Ich finde diese Regelung super, habe sie auch gefeiert, als ich davon erfuhr.
Bei mir gibt es keine Änderung, da ich sie immer gesetzt habe (dieses "im Sinne des Leseverständnisses" war für mich immer notwendig). Das Gute ist: Wenn ich jetzt Texte Korrektur lese, brauche ich mich nicht mehr darüber zu streiten, ob das Komma sinngebend bzw. das Nicht-Komma sinnstörend ist. Und es ist eine Vereinfachung für den Unterricht. Da gibt es einfach nicht zu überlegen, Nebensätze werden im Deutschen durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt. -
Die Gedanken hatte ich schon mal, zum Teil mit zusätzlichen anderen Argumenten (und mein Beitrag ist jetzt bei 500 Euro, von knapp 320 in 2018 glaube ich)
1. 99%ige Wahrscheinlichkeit, dass die BR dir nicht deine ganze Erfahrung anerkennt und du mehr Stufen verlierst.
2. Nachversicherung in die Rente, Rente niedriger. Der Gedankengang macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man ehr sicher ist, nicht bis zum Ende Lehrer zu bleiben (und man also so oder so den Beamtenstatus kündigen wird. Dann eben vor der Altersgrenze schaffen)
3. Ich würde an deiner Stelle daran arbeiten, dass die Ärzte keine 3,8-Sätze abrechnen.
- Ist es gerechtfertigt? (Du bist ein besonders komplexer Fall? Dann sofort eine Notiz anlegen lassen, dass es auf der Rechnung sofort begründet wird).
- Ist es nicht? Dem jeweiligen Arzt erklären, was NICHT bezahlt wird und entsprechend würdest du die Rechnung nicht bezahlen (Ich schreibe auf allen Formularen, dass ich KEINEN 3,5fachen Satz habe (Fehler von mir, mir war nicht bewusst, dass die Beihilfe es auch bezahlt, aber egal) und ich im Vorfeld informiert werden muss.
- Ist es etwas, was du in Kauf nimmst? (Bei einigen Ärzten nehme ich einfach die Nicht-Abrechenbarkeit in Kauf, weil ich eben nicht wechseln will, dann versuche ich, mich nicht mehr darüber aufzuregen, ich habe schließlich selbst beschlossen, zu bleiben. Ich habe aber schon mehrmals gewechselt, wenn ein Arzt sich weigert, eine Rechnung anzupassen (zum Teil mit falschen Begründungen) -
Da fällt mir mein Bettnachbar im Krankenhaus, dem sein Raucherbein abgenommen wurde. Ratet, was das erste war, was er gemacht hat, als er aufstehen durfte.
Ich wünschte, das wäre ein Witz.
Uns fehlt in der Gesellschaft ein Verständnis für Sucht, nicht empathisches, behätschelndes Verständnis, sondern Verständnis darüber, dass nur "ein bisschen Willenskraft" nicht reicht. und dass "Mein Onkel konnte ja auch aufhören zu rauchen" oder "ich habe es ja geschafft abzunehmen" keine Aussagekraft für alle anderen Erkrankten hat.
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Gymshark wenn es schon eine Antwort darauf gibt (jnd die hattest du gelesen, da du ein Smilie gesetzt hast), dann schreib einen neuen Beitrag mit ‚ich hab jetzt gelesen‘, wäre ja vollkommen in Ordnung gewesen.
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Ich möchte festhalten, dass der Beitrag, auf den sich mein Kommentar bezieht, überarbeitet wurde, und Gymshark genau das GEGENTEIL vorher schrieb "ich habe keine Ahnung, wünsche dir aber XY".
Jetzt sieht es natürlich so aus, als sei ich voll zickig, aber kennt man ja, Frauen. -
Bitte sag entweder nichts oder google 2 Sekunden.
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Es tut mir sooo leid, dass meine Willenskraft meine Endometriose nicht wegzaubert, was ein Jammer.
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nachgeguckt: 25,83 Euro die Stunde. (brutto, versteht sich)
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ja, und das finde ich total doof. Da würde ich (in meinem BL an meiner Schule) darauf hinarbeiten, dass diese 4 Stunden als Anteil des Jahres angerechnet werden. Damit auch der Ausfall vom Feiertag, die Schulferien, oder was auch imer drin sind, aber weil es eben alles normaler Unterricht war.) Dann hast du im Jahr darauf 1,5 Stunden weniger zum Beispiel.
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Ähnliche Erfahrungen in meinem stationären Aufenthalt gemacht, CDL.
Mir wurde ein "problematisches Essverhalten" angekreidet, weil ich abends (da gab es nur Abendbrot angeboten) oft nur Joghurt/Skyr mit Obst (also schon eine große Schüssel) und/oder Erdnussbutter gegessen habe. Immer viele verschiedene Obstsorten, aber halt immer eine Skyr-Schüssel.
Toll. ALLE anderen haben jeden Abend nur Brot mit was darauf gegessen und ALLE anderen haben jeden Abend auch dasselbe gegessen. (also zum Thema "immer dasselbe"). und 50% hat dabei nur Nutella und Marmelade gegessen. Von Leuten, die zum Frühstück dasselbe gegessen haben und mittags das Gemüse wegließen.
Man kann es sich schön reden, Ozempic rettet es. (also: Es waren zum Teil Leute, die Ozempic schon gespritzt hatten, oder vorhatten.)
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