Naja, einen regelmäßigen Teil / Anteil des Jahresurlaubs gezielt irgendwo verbringen "müssen", um aktiv in der Sprache zu bleiben, kann ja auch für die Familie doof sein.
Meine Deutschlehrerin gönnte sich den Skiurlaub in Österreich. Sie machte viele Aktivitäten, die Familie konnte Ski fahren.
Der Besuch von Bayern, Spreewald und Lüneburger Heide ist für Teenies vielleicht nicht der Traum, nur weil Mama Deutschlehrerin geworden ist, ihren Sprachbad möchte und Landeskunde aufsaugt (und glaub mir, ich habe auch schon Kolleg*innen gehabt, die genau das sagen "ach mit Familie, nee, ich war das letzte Mal vor 12 Jahren in XY".... "Ja, das höre ich" würde ich dann antworten. Man darf nicht vergessen, dass die Sprache ein ständiges Medium ist, und eben nicht scheibenweise wiederholen lässt, wie man es schnell vor dem nächsten Kapitel im Geschichts- oder Mathebuch macht, weil man da eine Lücke hat.
und natürlich ist es selbst gewählt, ABER ich habe trotzdem Respekt davor. Genauso (noch mehr!) wie bei den doppelten Fremdsprachler*innen, die bei Aufnahme des Studiums sicher nicht nachgedacht haben, wie anstrengend es im Hirn sein kann, immer wieder zu switschen (ich will gar nicht auf die Korrektur hinaus).