Beiträge von chilipaprika

    wird in so einem Fall die (meiner Meinung nach berechtigte) Frage der Trennung von "Arbeitszeit für die Herstellung vom Arbeitsblatt zum Passé composé für Eduki" und "Arbeitszeit für die Herstellung von Unterrichtsmaterialien für die 8c" (inhaltliche behandelte Grammatik: Passé composé)?

    Bei einem Lehrwerk, einem gemalenen Bild, einem geschriebenen Zeitschriftsartikel oder Buch, okay, aber bei Unterrichtsmaterialien finde ich es sehr seltsam...

    Ich steinige niemanden.
    Ich halte dein Argument für verkürzt, wir leben in einer globalen Welt und können nicht nur auf uns schauen.
    Ich halte trotzdem die Missstände für problematisch. Weil sie unsere Gesellschaft gefährden.
    Ob sie allerdings mit den Bauernprotesten (gebrochene Versprechen, Überlebenschancen) zu tun haben?

    Bei uns sollten sich die Bauern um 4 Uhr treffen und eine B blockieren. Haben sie nicht, aber 12 Stunden später stand ich im Stau und ehrlich, ich habe alles Verständnis.

    Ich war heute Morgen vor den Protesten.
    Ich sitze gerade seit einer Stunde in einem nicht/kaum fahrenden Zug, weil die Weiterfahrt sich "auf unbestimmte Zeit" verlängert.
    Personen im Gleis "aber keine Angst, kein Personenschaden, kein Problem".
    Also Trekker.

    Ein bisschen weitergefahren (Bahnhof verlassen) "Falsch informiert, wir können wieder halten. Die Raucher kommen heute auf ihre Kosten"

    Ich habe noch 4 Stunden Akku, eine volle Teetasse, einen Apfel und genug zu tun. Gut, wenn wir weiterfahren, habe ich noch 40 Minuten Zug und 20 Minuten Fußweg.
    So ist halt.

    Und eine gute Erinnerung, häufiger beim Bauer um die Ecke einkaufen zu gehen. Das vergisst man doch zu schnell.

    Platty, du bist ausgerechnet derjenige, der sich einen Weselsky als Gewerkschaftsführer für die Lehrkräfte wünscht.
    Was glaubst du denn, was er ja macht? Auch "Freiheitsberaubung"

    Mein Gott, ein bisschen was aushalten kann man auch. Woher kommt das Essen in deinem Teller?
    Weißt du, wie hoch die Selbstmordquote unter Landwirten ist?

    Das kommt doch auf den Lebensstil an. Wir leben monatlich von einem Einkommen. Das zweite wird zur Seite gelegt, für Urlaube, neues Auto ansparen, Höchstrate Sondertilgung fürs Haus, sparen für die Kinder, ... und trotzdem wird die Summe Jahr für Jahr größer, die übrig bleibt. Und um State den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nein, ich habe nicht nach oben geheiratet.

    Obwohl ich schon durchaus verstehe, was du schreiben möchtest: dann lebt ihr aber eben nicht von einem Einkommen. Urlaube und Transportmittel, sowie Immobilienabbezahlen gehören zu den Ausgaben, die man nicht monatlich hat, aber trotzdem in regelmäßigen Abständen kommen und deswegen im jährlichen Haushalt zu berücksichtigen sind (und ich bin immer wieder erstaunt gewesen, was das jährliche Steuerzahlen bei vielen Bekannten für ein Problem auslöst (in Frankreich wird die Einkommenssteuer jährlich bezahlt, das monatliche Einziehen eines 12-tels der voraussichtlichen Schuld ist nur freiwillig möglich, Grund- und Immobiliensteuer sind auch separat jährlich und ich kenne viele, die quasi jedes Jahr einen neuen Kredit aufnehmen, den sie dann abbezahlen...)

    Ihr könntet euch einschränken, wenn nötig (Arbeitslosigkeit und co), lebt aber auch von mehr als einem Einkommen. Irgendwann gehört euch auch das Haus, das Auto, den Urlaub habt ihr gemacht, usw..

    Mir ist schon ein Missgeschick mit Klassenarbeiten im Ausland passiert.
    Es war eine Klassenfahrt.
    DASS mir ein Missgeschick passiert ist und ich dafür Stress hätte bekommen können / sollen, geschenkt.
    Aber wenn es in der Begründung gestanden hätte, weil es im Ausland war, hätte ich noch weniger Probleme, Klassenfahrten doof zu finden.

    (aber ja, ich habe schon oft in der unterrichtsfreien Zeit im Ausland korrigiert, ich wusste nichts von der Regelung (ja, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht). Nicht am Strand in der Karibik, sondern in der Hütte in den Vogesen, macht es das besser? (Als Mitleidspunkt?) )

    Nö. In der Schulentwickling sind häufig TZ Kollegen. Die VZ Kollegen müssen schauen dass der Laden läuft.

    dann bin ich an einer besonderen Schule.
    Alle Gesichter von SE-aktiven Kolleg*innen, die ich gerade vor meinem inneren Auge sehe, sind von VZ-Kolleg*innen. Eine Ausnahme: eine Person der SL in hoher Teilzeit. Vielleicht auch ein paar TZ-Leuten, aber nicht bei den super Aktiven (Steuergruppe und/oder mehrere Arbeitsgruppen)
    MEIN Bild der TZ-Leute ist eher, dass viele (!!! nicht alle) sich genau auf die TZ berufen, um zu begründen, dass sie "nur" unterrichten.

    es ist auch nicht "über zu wenig Geld jammern" offen zu sagen, dass man den Job für DEUTLICH weniger Geld nicht (mehr) machen würde.

    Ich ging bis zum Amtsarzttermin davon aus, angestellt zu sein. Das Mehrgeld als Beamtin ist mir also JEDEN einzelnen Monat bewusst.
    Ich hätte den Job als Angestellte selbstverständlich gemacht. Vermutlich mit (hoher) Teilzeit.
    Aber realistischerweise weiß ich rückwirkend, dass ich wahrscheinlich spätestens jetzt kündigen würde.
    Ich bin sehr gerne Lehrerin. Aber ich bin auch gerne was Anderes. und irgendwie kann ich nicht nur "Unterrichten" sondern auch andere Sachen. Ich bin immer verwundert, dass viele Lehrkräfte scheinbar glauben, das Unterrichten sei das Einzige, was für sie in Frage komme.

    Und beim Betrachten aller Möglichkeiten: für das Angestelltengeld würde ich den Job nicht machen. Nicht, weil das Angestelltengeld miserabel ist. Aber für das Geld stimmt die Lebensqualität nicht und ICH komme mit 20 Urlaubstagen im Jahr problemlos aus, so dass ich bei gleichem Geld lieber im Büro arbeiten würde. Oder selbstständig. Oder beides.
    Sogar E11 im Büro wäre mir lieber als E13 in der Schule. Zumindest nach ein paar Jahren. Und nach ein paar Jahren würde ich wieder ein paar Jahre in der Schule arbeiten.


    Ach, das Gedankenexperiment mit dem Lottogewinn war mir wesentlich lieber (mit dem Erbe ist nichts zu holen).

    Wie man am Beispiel von Yummi sieht, geht es wohl auch komplett ohne Beteiligung. Dann engaguere ich nich da, was mir am Herzen liegt oder zumindest die Arbeit erleichtert, sie ähe der Beitrag von Wolfgang Autenrieth

    Ja, solche Kolleg*innen liebt man, die der Meinung sind, Schulentwicklung sei nur etwas Zusätzliches, das die Anderen machen dürfen.

    Auch wenn man mir hier immer wieder erklären will, dass ich keinen Plan von Schule habe...weiß ich, dass dem nicht so ist.

    Dann verweise ich auf die Aufgaben von Lehrkräften, schon 2000 von der KMK verabschiedet:

    Erklärung.PDF (kmk.org) (Punkt 7, Schulentwicklung...)

    Für die übernahme der gebundenen Ganztagsklassen durften sich freiwillige LK melden.

    Klar...
    und es wird NUR SO funktionieren.
    und nie wird man mehr Kolleg*innen brauchen (weil es nie mehr Klassen geben wird, weil keine*r der "Freiwilligen" doch keine Lust mehr hat / schwanger oder versetzt wird...)

    Ich habe schon soviele "freiwillige" Sachen gesehen, die schwuptiwups in das Schulprogramm aufgenommen wurden und genau dann verpflichtend sind.
    Und auch deswegen lohnt es sich, die Schulentwicklung nicht komplett an Andere abzugeben, um mitbestimmen zu können.

    Allerdings kann man natürlich auch ein A. sein, an dem alles abperlt, wenn man gar nichts macht und sich auf den Stand zurückzieht, dass es einen nichts angeht (nichts gegen Anwesende, aber die Leute gibt es nunmal auch)

    Bzgl. "Deutlich weniger" ... als ich vor 20 Jahren anfing habe ich (mit A12, als Schulleiter habe ich jetzt A14) netto deutlich weniger bekommen, wenn mich nicht alles täuscht. Ich bin trotzdem Lehrer geworden. Weil es ein schöner Beruf ist.

    Bei aller Liebe und Respekt für die Haltung:
    Vor 20 Jahren war A12 zwar (nominell) weniger als heute A14 und relationell weniger als A13 aber die Frage wäre eher: hättest du es für E12 gemacht bzw. jetzt für E14 und zwar dauerhaft.
    Ich habe enormen Respekt für die E-Leute mit meinen Fächern (klar habe ich auch Respekt für den E-Kollegen mit 2 Nebenfächern ohne Korrektur, aber zumindest konnte er alle seine Wochenenden und unterrichtsfreien Wochen frei von Schule halten.)

    weil ich dann vermutlich wieder exklusiv im Bereich Musik arbeiten wollen würde. (Ggf. eine eigene Musikschule eröffnen oder so etwas...)

    da ist auch Verhandlungsmaße...
    Musikschulen (zumindest bei mir in der Region, es wird aber überall der Fall sein) buhlen um Musiklehrkräfte... Gut nicht mit A13-15, aber krass, was da zum Teil im Hintergrund abgeht.
    Ich klopfe mal viel Holz, dass mir keine Lehrkraft abhanden kommt. Fast alle Dozent*innen bauen Überstunden auf. Ein "Nachbarinstrument" hat mehrere Monate lang keine*n Dozent*in gehabt und ich rede NICHT von Fagott oder irgendeinem exotischen Instrument.

    Ab dem Zeitpunkt, wo ich mich nicht mehr gesehen gefühlt habe bzw. die Anerkennung ausblieb, habe mich aktiv und erfolgreich um eine Veränderung bemüht. Diese mündete in beruflicher Anerkennung sowie einer Beförderung. Und wenn ich wieder an einen Punkt kommen sollte, an dem ich mir sage, so geht es nicht weiter, dann werde ich mich erneut um eine Veränderung bemühen.

    Same here.
    Ohne Beförderung :D

    Aber ja: proaktives Handeln scheint vielen nicht zu liegen.

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