Beiträge von chilipaprika

    Egal welches BL (um belastbare, hilfreiche Antworten zu haben, ist es fast das einzige, was man hier braucht. Vertretungsregelungen sind AUCH eine Ländersache), ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Behörde jetzt eine Party macht, wenn sie sieht "große Gruppen" aber dafür "viele Freistunden".
    Weil ganz ernsthaft: es wird genauso umgekehrt sein: es ist kein Schutz vor möglichen Abordnungen, sondern der Nachweis, dass ihr zu wenig zu tun habt. Wenn man alle zusätzliche Stunden nimmt, lassen sich ein paar Kolleg*innen abordnen.

    allerdings bringt es nicht, wenn dadurch mehr SuS pro Lerngruppe sind. Offensichtlich haben die KuK vorher nicht Däumchen gedrückt.
    Ist vielleicht der Schulleitung eine besonders hohe Zahl an Schwangerschaften / Elternzeiten / planbaren Ausfällen, die dadurch schnell aufgefangen werden, ohne dass man es vorher offiziell sagt (weil dann die "Vertretungsstunden" ein normaler Kurs werden)

    In die PKV würde ich nur über die Öffnungsklausel kommen. Hier hatte ich mich jetzt auch für eine Versicherung entschieden. Diese hat mir jetzt die Rückmeldung gegeben, dass sie mich zwar mit der Öffnungsklausel nehmen würden, ich aber keinen vergünstigten Tarif als Beamtin auf Widerruf abschließen kann.

    Hast du bei der Hotline angefragt oder einen (Probe)Antrag gestellt?
    War dieser Probeantrag ganz eindeutig als PROBEantrag gekennzeichnet? (und eigentlich anonymisert)?

    Wenn nicht: du hast eh keine andere Wahl. Die erste PKV, bei der du einen Antrag gestellt hast (und die Öffnungsaktion anbietet), ist die einzige, die dich nehmen muss. Das heißt: die nächsten PKVen werden dich nicht mehr nehmen.

    Zu meiner Zeit galt die Öffnungsaktion erst nach dem Ref, ich war im Ref in der GKV und es hat damals knapp über 200 Euro gekostet, müsste heute bei 250 Euro oder so sein (?). Lieber das als die vollen Beiträge, die vermutlich - ich nehme mal an, du scheiterst an einer Altersgrenze - ziemlich hoch sind.

    Naja, man kann für beide Seiten Mitgefühl haben.
    Ich habe / hatte durchaus Mitgefühl für Aviator, weil es nunmal Mist ist, aus seiner Perspektive. Aber die weitere Entwicklung des Fadens zeigt: ich habe noch mehr Mitgefühl für alle Kolleg*innen und Schüler*innen.

    Ich habe das Beispiel so verstanden, dass die erkrankte Person bei einem 25h Deputat (BW, Gym) 24 Stunden in der Woche unterrichtet und eine Zusatzaufgabe mit zwei Entlastungsstunden pro Woche erledigt hat. Damit arbeitet sie 26/25 und macht Überstunden im Rahmen einer Deputatsstunde.

    Aber im Fall der Kollegin ist es eben so gewesen, dass sie nur 23 Stunden Unterricht hatte, weil sie ja die Anrechnung von 25 Stunden hatte.

    Und jetzt möchte die Schulleitung wegen der Krankheitszeit eben nur 1 Stunde Entlastung anrechnen (statt 2 Stunden). Dann würde sie doch Minus machen? Oder sehe ich das falsch?

    Es waren 23+2 bei einem Volldeputat von 25 (korrigiert mich). Ob die Aufgabe der Entlastungen weitergereicht wird oder nicht, macht für mich keinen Unterschied, schließlich wird auch der normale Unterricht weitergeleitet.

    WENN ich das Bawü-System und Wortschatz richtig verstehe: damit ist keine Bugwelle im Spiel (25/25)

    Ihr habt tatsächlich noch reine Sek. I--Stellen an Gymnasien, die tatsächlich dann auch nur mit E12 besoldet werden? :staun:

    das sogenannte Stufenlehramt ist gar nicht soooo lange her.
    An meiner Schule gibt es sowohl solche Leute als auch Seiteneinsteiger*innen mit nur Sek1, die entsprechend einzusortieren wären.

    Okay, an den Spruch ggü Nicht-Lehrer*innen, die mich um meine Ferien und freien Nachmittag beneiden, habe ich nicht gedacht.
    Sondern tatsächlich hauptsächlich an den Spruch gegenüber dem Polizisten und den Krankenpfleger, die "doch wissen", dass der Job im Schichtdienst ist, anstrengend ist, usw..


    Der Fächervergleich war nur eine Unterstützung. Ich habe NICHT mein Studium gewählt, um mir ein schönes Leben zu machen (auch wenn ich 1) dessen bewusst war und ist, dass mein Studium weniger Fleiß und kognitive Härte bedarf als bei Mathematiker*innen (zumindest, um durchschnittliche Noten zu erzielen) aber auch 2) mir wünschen würde, das Studium "meiner" Fächer wäre viel stringenter in einer gewissen Erwartung. Wie mein Lieblingskollege sagte und ich übernommen habe "Ich will eine andere Antwort hören/lesen, als wenn ich jemanden auf dem Marktplatz fragen würde".
    Und ja, genauso "wenig/sehr", wie man Analysis III oder Theoretische Physik II für den Gymnasialunterricht braucht, genauso ist es mit Althochdeutsch, Latein und sozialwissenschaftliche Theorien, die man auch sehr kleinlich abfragen kann und nicht nur "Hauptsache grob verstanden, worum es geht)


    Ich bin schon der leicht dramatisierende und pessimistische Typ, aber ich wundere mich ehrlich gesagt, dass wir keine "Revolution des Proletariats" erleben, wenn sich viele hart schufftende Arbeiter*innen sowas anhören dürfen.
    (und meine Berufswahl berührt leider auch auf sowas. Meine Eltern haben mir seit der ersten Klasse erzählt "wenn du keine guten Noten in der Schule hast, wirst du Kassiererin / endest du wie uns". Also gleichzeitig die ständige Abwertung der armen Kassiererin (das ist ein fester Spruch im Französischen (gewesen?), aber auch das Selbstschlechtstellen. Ich hab die Sprüche nicht gebraucht, aber wer weiß, ob ich doch Bock gehabt hätte, Mechanikerin zu werden.

    Es muss sich etwas an unserer Gesellschaft ändern. Und wenn ich auch noch sehe, dass wir ausgerechnet für die Berufe, die keine*r machen will, oder "wo man schon doof wäre, den zu machen", dann Ausländer*innen holt, dann zimentiert es noch mehr die rassistischen Strukturen.
    Okay, ich höre auf, ich schreibe mich sonst in Rage.

    Aus erneutem Anlass (Lesen, nicht ich selbst) möchte ich gerade meinen Frust abladen.

    Den Satz habe ich so oft im Bezug auf meine Fächer (Korrektur) gehört, im Bezug auf belastete Kolleg*innen, aber auch - und es ärgert mich noch mehr - im Bezug auf andere Berufe, die eben hart oder unangenehm sein können.
    Pflegeleute hätten eben lieber einen Bürojob ergriffen, die Englischlehrerin hätte lieber Sport gewählt, der Bauarbeiter und der Bäcker hätten lieber Einzelhandel lernen sollen.

    Abgesehen davon, dass es oft ziemlich arrogante Sätze von Menschen, die glauben, dass man deren Situation beneidet (Nein, lieber Chemie/Bio-Kollege, ich beneide nicht deinen Alltag fast ohne Korrekturen, ich stelle nur die Ungerechtigkeit der Belastungsverteilungen fest und/oder klage darüber, dass meine Arbeitszeit auf der selben Art und Weise kalkuliert wird), ich bin sicher, der 50jährige rückengeschädtigte Bäcker mag seinen Job, die 60jährige ausgelaugte Krankenschwester auch. Sie wollen nur eine menschlichere Ausgestaltung des Berufs.
    Und: die Jobs braucht man in der Gesellschaft.

    SELBST wenn jetzt alle Chemie und Sport studieren würden: den Deutsch- und Englischlehrer braucht man trotzdem.
    Selbst wenn wir alle im Büro arbeiten würden, die Innenstädte aussterben lassen und bei Amazon bestellen: das Brot macht sich nicht von alleine und Straßen und Häuser müssen auch hergezaubert werden.

    WAS denken also Menschen, wenn sie zu /über einem solchen Menschen "Augen auf bei der Berufswahl!" sagen? Was denkt ihr, wenn ihr es sagt? (also falls ihr es sagt)

    Der Aufstieg die Karriereleiter wird nach oben hin immer steiler, was sicherlich nachvollziehbar ist, wenn man vergleicht, wie viele regulär ausgebildete A13-Lehrer es an einer Sekundarstufenschule gibt, wie sich die Anzahl bereits reduziert, sobald es um Fachbereichsleitungen und insbesondere um Schulleitung geht.

    Noch steiler nach oben wird es dann, wenn man noch die Schulaufsichtsbehörden bzw. final das Kultusministerium hinzunimmt.

    Eine Lehrerin aus meiner eigenen Schulzeit wurde im Laufe der Jahre Schulleiterin und ist inzwischen Leitung eines staatlichen Schulamtes.

    Wie hier in vielen Threads bereits immer mal wieder thematisiert wurde, steigen die meisten Lehrer beim Erklimmen der Karriereleiter irgendwann freiwillig aus, weil man sich natürlich immer weiter vom eigentlichen Unterrichten entfernt und gleichzeitig auch Anforderungen und Verantwortung steigen. Die ganz, ganz hohen Stellen werden zumeist von Gymnasiallehrern (Sek I/II) besetzt, aber es wäre durchaus interessant, zu wissen, wie weit jemand auf einer Sek I-Stelle kommen könnte, wenn derjenige (m/w/d) wirklich primär das Ziel "Karriere" verfolgt und bereit ist, das Maximalmögliche aus seinen formalen Voraussetzungen herauszuholen.

    Ach, hast du deswegen von Grundschule auf weiterführende Schule gewechselt?
    Wenn ich an "meine" Bezirksgregierung denke, ist die Übermacht der Gymleute nicht unbedingt das erste, was mir einfällt. Komischerweise kommen die Dezernent*innen aus ihrem jeweiligen Lehramt, zb. (Krass oder, dass kein Gym-Mensch den Grundschulleuten sagt, wie sich die Welt dreht?)

    Ich vermute, dass Friesin sich auf das jeweilige Objekt bezieht.
    Wer an seinem Arbeitsplatz einen besonders edlen Tischset haben möchte, obwohl die Schule vom Kooperationsunternehmen der beruflichen Orientierung kostenlose geschenkt bekommen hat, wird es sich selbst kaufen. Es gehört nicht zur notwendigen Anschaffung.
    Wenn eine Schule jedem Kollegen einen arbeitsfähigen Laptop / Computer zur Verfügung stellt, kann keine*r vorbei kommen und erklären, dass er stattdessen einen Mac Pro haben möchte.

    Ich finde, es schließt sich nicht aus. Und auch wenn ich ein Fan von Home Office und flexiblen Arbeitszeiten bin, weiß ich, dass es MIR besser gelingt, Arbeit sein zu lassen, wenn ich auch eine zeitliche und räumliche Trennung gestalte. Es ist keine Erwartung an Kolleg*innen, dies wie ich zu machen, ich würde mich aber freuen, wenn meine Schule den passenden Platz anbieten würde.

Werbung