Beiträge von chilipaprika

    Hab gerade nochmal nachgesehen und das ist so nicht korrekt.

    Psychische Erkrankungen müssen laut Fragebogen für die Verbeamtung nur über einen gewissen Zeitraum angegeben werden.

    Du bist in einem BL, wo der Fragebogen einheitlich für das ganze BL ist, und wo du auch darauf vertrauen kannst, dass in einem Jahr alles noch so ist? (trotz sich regelmäßig ändernder Rechtssprechung (zu "unserem" Gunsten)?)

    Der "Fragebogen" (den es nicht gab) bei meinem Amtsarzt war anders als beim Amtsarzt 20km weiter (selbes Bundesland) und lustigerweise wurde ich für ein zweites BL begutachtet, das wiederum auch keine einheitlichen Verfahren hat (wenn man mit Leuten redet, merkt man, dass die einen zb. Blut oder Urin abgeben mussten, andere nicht, einige Fragen gestellt wurden, andere nicht)

    Es ist ein Unterschied ob jemand eine Schizophrenie hat, eine schwere depressive Episode oder eine Anpasssungsstörung auf schwere Lebensumstände. Näheres dazu kann dir auch ein Arzt erklären.

    Danke. Ich habe Ahnung vom Feld und genug "Erfahrung", um die Unterschiede zu kennen und zu wissen, dass es bei der Verbeamtung / PKV kaum einen Unterschied ausmacht, also zumindest nicht in der aktuellen Situation.

    Und wenn ein Hausarzt (!) dir eine Anpassungsstörung bescheinigt, um die Antidepressiva zu verschreiben (die du nie einreichst), dann muss der Arzt trotzdem erklären, warum er abseits seines Feldes sowas verschreibt (es ist so, ein Hausarzt DARF, sollte aber nicht) und DU kommst in Teufels Küche, weil du erklären musst, warum du zwar wusstest, dass du eine Anpassungsstörung hattest, nichts dagegen gemacht hast aber trotzdem glaubst, jetzt geheilt zu sein.

    Also: entweder hast du ein Husten, wenn du zum Arzt kommst, oder du hast das, was du hast: anscheinend eine depressive Phase oder eine Anpassungsstörung, nimmst dagegen Medikamente ein und machst eine unterstützende Therapie, die du dann auch angeben kannst, weil auf den Tod von zwei nahen Verwandten mit Niederschlagenheit und depressiver Verstimmung zu reagieren echt nicht gegen eine Verbeamtung spricht. Du kannst aber keinen Arztbericht dann beim Amtsarzt einreichen, der das bestätigt ("geheilt"), wenn du nie beim Arzt warst.

    Es gibt ja diese Influencerin, die sich danach auf Coaching spezialisiert hat und heute kräftig auf instagram gegen das Schulamt und den Lehrerjob wettert.

    "Influencerin" :D

    Sie ist Coach und lebt davon (sehr gut) und hat eine Internetpräsenz (und wird "leider" auch sehr viel immer wieder angefragt, weil es eben großen Diskussionsbedarf gibt).
    Sie wettert nicht gegen das Schulamt (sowieso nicht) und den Lehrerjob, sondern gegen die systemischen Arbeitsbedingungen.

    Zu deiner Frage:
    "Leitlinien" gibt es natürlich nicht, aber tatsächlich könntest du in einigen ihrer Beiträgen oder Podcastfolgen viele Beispiele hören.
    Ich bezweifle, dass die Mehrheit in Privatschulen unterkommt.
    "Sozialer Bereich" ist ja ein sehr vages Wort, also wahrscheinlich, viele sind einfach "ganz normal" in der Verwaltung, in NGOs, arbeiten analytisch, koordinierend, "wissenschaftlich", ... es hängt auch ein bisschen von der Vorerfahrung und den Fächern ab.
    Eine Freundin von mir hat gekündigt (sich aus dem Dienst entlassen lassen) und innerhalb von ein paar Bewerbungen eine Stelle als Jugendreferentin bekommen.
    Aber ich kenne auch ein paar Leute, die komplett woanders sind: im Baumarkt arbeiten oder Busfahrerin. Ob es nur ein Übergang ist (Hauptsache raus aus dem Ref und eine Krankenversicherung bekommen) oder längerfristig bleibt, wird sich zeigen.

    ja, es sind definitiv unterschiedliche Rollen.
    Ich wüsste nicht mal, wer unser "GEW-Verbindungsmensch" ist. Als ich an die Schule kam, sprach mich ein Kollege an (ich war Mitglied, er war wohl der Ansprechpartner) und es war grenzwertig "geheim", weil die Fronten im Kollegium in der Vergangenheit wohl sehr angespannt gewesen waren. Er ist längst pensioniert, es spielt keine Rolle mehr, wir haben eine Kollegin im Bezirkspersonalrat (PhV), mehr weiß ich nicht.
    Der Lehrerrat wäre meine Anlaufstelle für schulbezogene Punkte.
    Die Gewerkschaft schalte ich ein, wenn ich "rechtliche" Fragen habe (Überstunden, Abordnung, usw..)

    Ich war im Referendariat an einem Seminar, das eine ganz klare politische Richtung hatte und ich kann sagen: ICH finde es nicht in Ordnung, wenn jemand in einer weisungsbefugten Position, womöglich am selben Stuhl sitzend, gewerkschaftliche Informationen gibt (da mein Ref phasenweise eine eindeutige Wahlveranstaltung für PhV und CDU war, habe ich schnell gelernt, meine Klappe zu halten, aber ich möchte mit meiner SL keine bildungspolitischen Diskussionen auf einer Konferenz führen)

    Meine Therapeutin meinte am Telefon man könnte es auch unter Anpassungsstörung laufen lassen. Das ist weniger hart als die klassische Depression. Die Frage ist, kann ich den Arzt überzeugen das so anzugeben.

    Anpassungsstörung ist auch eine "F-Diagnose", es macht also keinen Unterschied: Wenn sie irgendwo auftaucht, musst du sie erklären.
    Und ob du eine Anpassungsstörung oder eine mit einem echt guten Grund* begründeten depressiven Episode hattest: wo ist der Unterschied?

    *und eigentlich ist es doch ziemlich egal, was "gute Gründe" sind. Zum Glück entscheidet der Arzt auch nicht, ob mein Bein es wert ist, eingegipst zu werden und der Amtsarzt auch nicht, ob ich mir das Bein doch nicht durch ein riskantes Leben (also: nicht verbeamtungswürdig) gebrochen habe.

    Du musst nur wissen: wenn du gar keine Spuren hinterlassen willst, dann darfst du NIRGENDWO Spuren haben. Und es geht sehr schnell ins Geld (Untersuchung beim Arzt, Rezept, Medikamente, Therapiestunden) und in die mentale Last, nirgendwo etwas zu erzählen.
    Ob das förderlich für deine mentale Gesundheit ist (und dein Gewissen), das musst du entscheiden.
    Die Tatsache, dass du im Ref in der GKV geblieben bist, lässt vermuten, dass du andere Baustellen hast? (oder keine europäische Staatsbürgerschaft hast und angestellt bist).

    Wenn du ein Rezept nicht einreichst, taucht es nirgendwo auf. Du kriegst aber kein Geld dafür zurück. (Das gilt übrigens für jedes einzelne Medikament)
    Je nachdem, welche Fragen allerdings beim Amtsarzt gestellt werden, musst du es mit dir vereinbaren, was du antwortest (Medikamente kriegt man nicht ohne Diagnose. Auch wenn sie auf Küchenpapier geschrieben wurden und bei der Bekannten bleiben).

    Haben nicht inzwischen sowieso fast alle Bibliotheken und Archive Bücherscanner? Hier haben es inzwischen selbst die lokalen Zweigstellen der Stadtbücherei.

    das betreffende Archiv auf keinen Fall (falls ich da rein darf, es ist eher eine Sammlung), die Unibibliotheken, die ich gerade auf dem Schirm habe: nein, der Scanner ist im Kopierer integriert, braucht ca. 5 Sekunden pro Scan, plus alle anderen Handgriffe, umständlich und zu lange (zumindest, wenn man von 1000 Seiten am Stück ausgeht ;) Bis jetzt komme ich sehr gut damit klar)

    Muss der Scanner den Text so umsetzen können, dass man ihn mit einem Textverarbeitungsprogramm bearbeiten kann?

    Nein, nicht unbedingt.
    Das habe ich auf meiner Suche gefunden und es könnte ggf. doch ein interessanter Punkt sein, weil es manchmal nützlich sein könnte. Da spielt der Preisunterschied eine Rolle ;)

    Ich nutze für solche Zwecke Scanner Lens. Man kann mehrere Seiten scannen (Wölbung Buch nicht ausgleichbar) und z.B. in ein PDF Dokument umsetzen.

    Ich bin alt und das Handy ist nicht mein erster Gedanke, aber ich habe auch "Gemütlichkeitsargumente".
    Wenn das Ding einmal da ist, soll es ggf. Tausende von Seiten einscannen, hunderte von Zeitschriften, die einfach auf einer bestimmten Linie auf einer Vorlage gelegt werden, so dass ich dann immer nur auf einer Maus / einem Knopf / einem Pedal drücke. Mit dem Handy immer wieder die Position suchen und halten, da sehe ich Schmerzen auf mich zukommen.

    Hallo!
    Besitzt hier jemand ein solches Gerät oder kennt sich aus und kann eins empfehlen?

    Anforderungen:

    - schnell, einfache Handhabung, gute Ergebnisse

    - Digitalisierung von vielen Zeitschriften und Büchern (hauptsächlich Text, auch mit Abbildungen, es geht aber nicht um Kunstwerke. Reichen 250 dpi?)

    - Texterkennung wäre super

    - Software, die auch die "Wölbung" des Buches wäre natürlich ein Bonus, ich blicke nicht durch, ob es bei vielen der Fall ist.

    - Tragbar, nicht täglich, aber mitnehmbar, um in Bibliotheken oder Archiv scannen zu können.

    - tja, sollte auch keine Niere kosten.

    Ich freue mich auf Tipps, vielen Dank im Voraus,
    Chili

    Also: da ich die letzten Jahre versucht habe, mit Fachschaften zu arbeiten: auf Mails hat noch keine einzige geantwortet.

    Insta war der einzige Weg (und es ist wahrscheinlich Tendenz sinkend). Insta-Account gegründet, Post, Story mit Markierung von 12 Fachschaften, 3 haben es geteilt und vielleicht geantwortet.

    Zu der Jahreszeit ist es natürlich schwierig, aber: Kontaktiere die Fachschaften einzelner Hochschulen mit einem vorgefertigten Instagram-Post und Bitte um Teilen.
    Die meisten Hochschulen werden Fachschaften / Stellen für Bildungswissenschaften / Erziehungswissenschaften haben, aber sonst halt typische Lehramtsfächer auch anschreiben.

    gleichzeitig habe ich heute Morgen gelesen, dass er seine Kandidatur zurückziehen würde, wenn ihm ein Arzt dies aus medizinischen Gründen empfehlen würde.
    Ehrlich: mein erster Gedanke war: der Mann ist schlau und will genau DIE Karte anbieten, damit keiner sein Gesicht verliert.
    Go, Demokrat*innen, springt!

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