Beiträge von chilipaprika

    Ich denke in seiner Logik und die sagt mir, dass ich eine minderwertige, im Grunde unerwünschte Idiotin bin, wenn ich in meinem Alter in den Schuldienst will. Also sollte ich es einfach lassen.

    Wenn ich mich nicht täusche, würde es sogar so sein, dass ein Lehrer auch wieder in Stufe 1 einsteigt, wenn er zb nach 20 Jahren seine Verbeamtung aufgibt, 6 Monate woanders arbeitet und dann doch als Lehrkraft wieder einsteigt. Das ist eben das TV-L. Keine Pflicht zur Anerkennung :(

    Das setzt voraus, dass jemand in deiner Nähe wohnt und ähnliche Zeiten hat.

    Wäre bei mir nicht gegeben.

    ich wurde missverstanden. Ich hatte einen Vorschlag für das "o.Ä." eingebracht.
    Mir ist bewusst, dass es nur Ausnahmekonstruktionen sind.
    Ich hatte noch nie einen Gips, aber schon solche Schmerzen, dass ich kein Auto fahren konnte. Hätte sich das nicht auf einem besseren Niveau eingependelt, hätte mir auch keine Mitfahrgelegenheit was gebracht, OBWOHL ich eh in einer regelmäßigen Mitfahrgelegenheit war.

    Wie kann man denn ein Fach "normal" und "anders" unterrichten?

    Sind die "normale" und "andere" Möglichkeit nicht einfach zwei (von vielen geeigneten) Möglichkeiten?

    Das hab ich mich auch mehrfach gefragt. 😅

    Ausgehend von meinen Fächern:

    Das Fach bilingual oder "normal". Könnte auch dazu passen, dass es keine einzige andere Lehrkraft in der Schule gibt.
    Für diejenigen, die dann denken "eyh, die Reffis bei uns haben ganz normal Englisch/Geschichte gehabt und dann eine angebotene Zusatzquali gemacht". Ja, so geht es auch (habe ich auch im Ref gemacht - und mich unverschämterweise im Englisch-bilingualen Angebot hingesetzt :-D)
    Aber drei Monate vorher hätte ich mein Ref in NRW ausdrücklich mit dem Fach "Sozialwissenschaften bilingual - Fach X" (hätte nicht mal die Sprache sein müssen, auch wenn die Voraussetzung für die Bewerbung für bilingual das 1. Staatsexamen im Sachfach und in der Sprache waren). Meine Zulassung hatte ich schon und tatsächlich an einer Schule mit sehr wenig Stunden im Fach (was ja sehr logisch ist). Ich hab mich aus anderen Gründen dagegen entschieden.

    In Informatik könnte ich mir auch vorstellen, dass es da ein Konstrukt gibt: nur Informatische Grundbildung, kein WP, oder so..

    Laut Auskunft würde ich wohl deutlich über den 1500 Euro liegen, wenn ich eine Vertretungsstelle annehmen würde.

    Naja, es kriegt nicht jede*r eine Vollzeitstelle. Du machst zwar ein absolutes Geheimnis um dein Bundesland, Lehramt und Fächer (und ja, viele Fragen bzw. Tipps sind durchaus nicht allgemeingültig...), aber ich würde als Anfänger*in erst recht keine Vollzeitstelle nehmen, selbst wenn sie angeboten würde. Je nach Lehramt E11 oder E10, 50-70%...

    Zitat

    Ich weiß nicht, wie du auf 1400 Euro kommst, aber ich weiß hier von Vertretungslehrkräften mit meiner Qualifikation, die deutlich mehr bekommen und 300 bis 400 Euro mehr würden für mich schon viel ausmachen.

    Siehe oben.
    Die 1400 Euro habe ich als Massstab genommen, weil es ca. das ist, was du im Ref netto hast, wenn du die Krankenversicherung abgezogen hast. Also richtiges Netto wie bei einer Vertretungsstelle.

    und es hängt immer von den eigenen Ansprüchen ab.
    Als ich vor über 13 Jahren an meiner Schule anfing, hatten von 4 Referendar*innen 2 ein Auto, ich hatte als Vertretungslehrerin auch keins. Im Jahrgang darauf waren auch 1-2 Leute ohne Auto.
    Mitfahrgelegenheiten gab es genug, man hat gegenseitig abgerechnet und ist so günstig zur Schule gekommen, auch wenn man 3 Stunden nach Unterrichtsschluss bleiben musste. ÖPNV ist vorhanden, fährt auch gut, wenn auch langsamer.
    Ich habe das Gefühl, dass einige Referendar*innen (da will ich keine zeitliche Entwicklung sehen, aber tatsächlich glaube ich, dass alle unsere letzten Refis ein Auto hatten oder auch Kandidat*innen für Vertretungen meinen, eins haben zu MÜSSEN, bzw. sonst nicht pendeln zu wollen.
    Während ich durchaus verstehen kann, dass jemand mit Kind zuhause auf zak sein muss: wenn kein Geld da ist, ist die Zeit in der Schule effizient nutzen, besser als Schulden zu machen und ggf. in der WG auf einem Mini-Schreibtisch zu arbeiten. (Ich sage nicht, dass der Platz in der Schule grandios ist, aber zur Unterrichtsvorbereitung im Ref ist ein ruhiger Platz in der Nähe von einem Lehrerzimmer mit anderen Refis und Lehrkräften Gold wert. Wir hatten des Öfteren Jahrgänge, die nach Unterrichtsschluss 2-3 Stunden am großen Referendarentisch, dafür auch perfekt ausgestattet und mit Steckdosen organisiert, gearbeitet haben und es war sehr produktiv.

    ... zumal Vertretungsstellen, die 1300-1400 Euro netto rauswerfen, auch nicht auf einer Pobacke abgesessen werden, erst recht nicht, wenn man vorher nicht unbedingt viel Erfahrung hat (lese ich heraus), keine fertige Ausbildung hat (Fakt) und ggf. auch nicht daran gewöhnt ist (ich frage mich jetzt gerade, was du, liebe*r TE, gerade für einen Nebenjob hast, wenn du ohne Mietkosten und offensichtlich ohne irgendwas zu besitzen? (wenn du davon redest, dass du Möbel kaufen musst), 200 Euro Ersparnisse hast.

    ÖPNV-Kosten: es gibt heutzutage ein 49 Euro-Ticket, aber auch ein Semesterticket bringt einiges mit. Entspricht also so oder so 50 Euro im Monat.
    Auch zu Vertretungsstellen muss man pendeln und hat also diese Kosten.

    Man behält nimmt also Elternzeit, behält seinen Beamtenstatus und arbeitet als Angestellter in Vertretung an einer Schule, die man sich quasi selbst aussuchen kann? Und das zieht man durch, bis die Ursprungsschule einknickt? Können in der Zeit weiterhin versetzungsanträge gestellt werden, ich denke eher nicht?

    Ich glaube sogar hier mehrmals mitgelesen zu haben, dass man als Beamter bezahlt wird. Also nicht als Angestellte*r. Bolzbold war da quasi einer der Expert*innen dazu.

    Zitat

    Oh, dann hab ich dich missverstanden. Das ist tatsächlich eine interessante Idee. Ich bin allerdings erstaunt, dass die Bezreg ein derartiges Vorgehen zulässt? Auf die Art kommt man dann ja, völlig egal wie unterbesetzt die eigene Schule ist, definitiv weg?

    Klappt halt nur, wenn man Kinder zuhause hat, weil man aus familienpolitischen Gründen beurlaubt ist. Eine Vollzeitvertretungsstelle wird es wahrscheinlich dadurch nicht geben können.

    Die Entlastung von (mindestens) 5 Deputatsstunden bei den Koordinatoren fängt doch einige der vielfältigen weiteren Aufgaben ab, ansonsten gilt insbesondere auch hier der o.g. Kommentar. Nicht selten sind die tatsächlich gewährten Entlastungen aber noch ein kleines Stück höher und kommen aus dem jeweiligen SL-Entlastungstopf.

    warnhinweis an die Lesenden:

    Bundeslandabhängig!

    Es ist zumindest in NRW nicht so, dass die Koordinatoren so großzügige garantierte Entlastungen haben. Viele haben sogar gar keine.

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