Der Artikel war von 2017, mittlerweile sind hoffentlich nicht nur ein paar Eltern "irritiert", sondern alle Menschen in und an Schulen sich dessen bewusst, dass man die Geste ganz und gar weglässt und sogar aufklärt und in der Schule nicht duldet.
Immerhin wird die Bewegung in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet (gut, es geht manchmal schnell) und es läuft ein Prüfverfahren auf ein Verbot hin).
Beiträge von chilipaprika
-
-
Back on topic - iIn Ba-Wü (und vermutlich auch in den anderen BL gilt:
Nach dem Referendariat wird man aus dem Beamtenstatus auf Probe entlassen.In den 15 anderen Bundesländern (und BaWü auch) ist es der Beamtenstatus auf Widerruf.
-
Da ich schon vor ein paar Tagen diese Aktion aus NDS/Oldenburg gelesen habe, lese ich es nicht noch mal und beantworte diese blöde verallgemeinernde Gequatsche.
1) "die schlimmste Zeit" muss nicht per se ganz schlimm sein, je nachdem was man erlebt hat.
2) Mein Ref war kein Spaziergang und mein damaliges Seminar war wohl das, was heute Oldenburg ist. diese "die schlimmste Zeit meines Lebens" habe ich auch von mehr als der Hälfte gehört. Da ich PR war, habe ich immer wieder nachgefragt "WAS?". Die meisten Sachen waren - neben der Intransparenz der Rückmeldungen und der Tatsache, dass die Zukunft von einem in den Händen von Leuten liegt, die nicht besonders die Freundlichkeit in Person waren - Kleinigkeiten. Auffällig war, dass diese übertreibenden Formulierungen nur von Leuten kamen, die Schule - Uni - Schule hatten, ohne großen Nebenjob oder weitere Erfahrung (ich war in einer sehr ländlichen Gegend mit der Hälfte an Reffis, die vom Nachbardorf kamen und eben unglücklich waren, dass sie nicht an ihrer Abischule im Dorf waren).
Es war bei mir auch keine schöne Zeit, aber irgendwie konnte ich es auch in einem großen Ganzen einordnen. Auch die eine Mitreffi, die schon eine Ausbildung hatte, fand es nicht prickelnd, aber halt Ausbildungsverhältnis, usw..
Die allgemeine Kritik der Intransparenz ist valid und legitim, aber es ist im Beruf manchmal auch so, und auch wenn es wünschenswert wäre, das anders vorzuleben, ist es trotzdem nicht die Hölle.
Wenn ich jetzt sehe, WIE an der Uni und in Praktika vorgegangen wird, weiß ich, dass viele im Ref wieder heulen werden, selbst an den nettesten Schulen. Lest euch mal einige FB-Gruppen durch "Mein Mentor verlangt von mir, dass ich am Vortrag einen Stundenverlauf abgebe aber er plant nicht mal mit mir, das ist mir zu intensiv, ich kenne Leute, die keinen Verlauf abgeben dürfen, darf ich gegen meinen Mentor vorgehen? Wo steht es, dass er das darf?"PS: ich spreche jetzt nicht von den durchaus existierenden A., die ihre Macht ausnutzen und ganz laut sagen "Sie kriegen eine 3, der andere FL hat eine 1 gegeben, wir einigen uns auf eine 2,5. Entweder das, oder ich gebe eine 4, um 2,5 als Seminarnote durchzudrücken." Erlebt. Aber das sind zum Glück nicht die meisten FL.
Da es aber zum Narrativ passt, sich über das Ref - schon im Vorfeld! - aufzuregen, wird es weiter tradiert. -
Ihre TZ- und Nebenjob-Möglichkeiten
-
Eben. So ein Spruch (die Freundin) kann nur jemand sein, der glaubt, dass man entweder sofort verbeamtet wird oder nie.
Hoffentlich wissen die Leute mit Fächern, die keine 6 im Lotto sind, dass sie jeden Einstellungstermin eine neue Chance erhalten und dass theoretisch jede einzelne Planstelle im Beamtenverhältnis sein kann (und wird, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind)(Chili, mit D (u.a.) sofort verbeamtet, allerdings ein paar Jahre her)
-
Was ist mit Planstelle "hineingestolpert" gemeint? Werde ich da dann fest zugewiesen und komm nicht mehr weg oder ist gemeint, dass es mir dort so gut gefällt und die mich übernehmen wollen und ich dann nicht nicht mr weg möchte?
Eher Zweiteres.
Oder weil alle anderen sich bewerben und einem einreden wollen, dass das richtige Leben die Planstelle sei, usw..
Aber wenn deine Freundin ein fest eingeplantes Sabbat hat, wird es schon kein zu großes Risiko darstellen. -
Eine Freundin meinte letztens, dass es dann Probleme mit der Verbeamtung gibt, wenn man sich nicht direkt auf eine Stelle bewirbt oder übernommen wird an der Schule. Sie meint man wäre dann komplett raus und hättte zur späteren Zeit dann keinen Anspruch auf eine Beamtenstelle und man könnte nur noch als Angestellter arbeiten. Ist das so?
Sowas kann nur von jemandem aus einem Mangellehramt kommen.
Wer Deutsch Gym/Ges studiert hat und keine Stelle direkt nach dem Ref bekommt, bleibt lebenslang auf dem Angestelltenstatus sitzen.
Zur Frage: Sissymaus hat schon geantwortet.
WENN es zeitlich passt, würde ich die Weltreise vor dem Ref machen. Das Risiko, dass man doch in die Bewerbungen und Planstelle "hineinstolpert" ist ja sehr groß und die Gelegenheit zur Reise wird es in den nächsten 40 Jahren nicht wieder geben. -
oder als Fachleiter*in.
Da ist die nachgewiesene fachdidaktische Kompetenz kein zu großer Nachteil.
In der Regel produziert man nicht nur einfach so eine Diss, sondern hat Kontakte, schreibt Artikel, auch für die Fachzeitschriften mit pädagogischen Vorschlägen und so... -
OH MEIN GOTT!!!
ANDERTHALB Jahre! Na dann ... -
Vor ein paar Wochen hatte mir der Personalrat (Gym/Ges) gesagt, dass alles, was nach 2026 wäre (also 3 Jahre mindestens Ansparzeit) durchginge, der Rest nicht.
Aber es hängt sicher von der Schulform und von der Region ab. Frag bei deinem Personalrat (NICHT Lehrerrat!) nach: wurden alle Anträge abgelehnt? Möglichkeit des Widerspruchs? Verschiebung? (falls es für dich auch in Frage kommt) -
Der angedeutete Zusammenhang, dass du es aufgrund der Promotion schaffen müsstest, ist imho aber falsch. Bei deiner Promotion beschäftigst du dich intensiv mit einer sehr spezifischen Fragestellung. In der Nachprüfung für die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst in BW ("Kolloquium") sollte es meines Wissens nach im Allgemeinen mehr um das breite Grundlagenwissen gehen.
und wer nach einer Promotion nicht in der Lage ist, sich noch schnell den Überblick über das Grundlagenwissen zu verschaffen, hat vermutlich nicht real promoviert oder nur eine Medizin-Promotion gemacht.
Es geht nicht um das Spezialwissen, sondern um die Fähigkeit, noch schnell in den Lehrplänen zu gucken, was aktuell ist, sich Kenntnisse in zb. Literaturwissenschaft noch mal kurz anzulesen, auch wenn man in Linguistikdidaktik promoviert hat.
Vielleicht habe ich ein falsches Bild der Promotion, aber diese Fähigkeit traue ich eigentlich jedem Akademiker, dann erst recht einem promovierten. -
-
Ich würde trotzdem davon ausgehen, dass ein solches Kolloquium (das angesetzt werden "kann" (!!!)) mit ein paar Stunden Vorbereitung nach einer Promotion mit Links geschafft wird.
Nicht, weil die Promotion "höherwertiger" wäre, sondern weil man schon gelernt haben müsste, zielstrebig Informationen zu suchen / finden und reaktivieren, falls sie weg sind. -
-
Es steht im vom Platty verlinkten Thread drin.
Ich habe nur geschrieben, dass es sich um BaWü handelt, weil der TE eben von anderen BL wissen will, ob sie auch so eine Regelung haben.
Nein, haben sie nicht. Nur die BaWüler*innen haben die Zeit, ein Gespräch "anzudrohen", in welchem geguckt wird, ob man den Stoff den 10. Klasse nicht vergessen hat. -
wobei es in dem Thread eben wieder um BaWü geht
-
Selbst wenn eine solche Regelung eingeführt würde (von RLP und NRW wüsste ich nichts und das habe ich damals recherchiert, ich wäre fast betroffen gewesen): es geht in dem "Prüfungsgespräch" darum zu zeigen, dass du noch Ahnung von deinen Fächern hast. Es wird wohl mit kurzer Vorbereitung nach einer Promotion möglich sein

-
Ich würde auch mal gucken, wie es mit dem Vermieter ggf. geht, weil: nach dem Ref kommt natürlich die Planstelle und je nach Ort, Fächerkombi, Lehramt... würde ich nicht darauf setzen, dass man auch da unterkommt (und wenn der Name auf wiwi und englisch, Lehramt für berufsbildende Schulen / BK hinweist, ist es glaube ich keine Todes- aber auch keine Mangelfachkombi..)
-
Bei den Fehlquoten müsste ich, wenn ich das wirklich überprüfen wollen würde, zum Halbjahreszeugnis 21 Feststellungsprüfungen (drei Kurse) abhalten. Das schaffe ich zeitlich einfach nicht auch noch neben den normalen Korrekturen etc.
Ich verstehe das, aber ernsthaft: dann kann man sich nicht mehr beschweren. Auch das hatte Bolzbold schon geschrieben: Schüler*innen gehen soweit, wie man sie lässt.
Erkläre zum Halbjahresbeginn die neue geltende Regel und zackbumm sofort eingreifen, wenn es abdriftet. Dann hast du schon den Abschreckungseffekt, weil sich schnell rumspricht, dass du es ernst meinst. Und kein Schüler will eine solche Prüfung haben. -
... und übrigens überrascht es mich ein bisschen, dass diese Feststellungsprüfungen nicht schon von KuK durchgeführt werden. An einer Schule mit solchen Fehlzeiten müssten sich nur ein paar zusammenfinden, die das tun und dann gibt es auch entsprechend Respekt vor der Regel.
War zumindest an meiner damaligen Schule so. Es wurden wohl ab und zu Prüfungen abgehalten und es reichte auch. In den Fremdsprachen hätte kein Schüler seine halb akzeptable SoMi-Note (mitmachen, ein paar Vokabeltests, ..) durch eine mündliche Prüfung gefährden wollen.
Werbung