Sagt ihr hier gerade, dass es manchmal keine Vorgaben für Kompetenzziele oder wenigstens Inhalte einzelner Fächer gibt? Oder zumindest gab?
Doch. Der Lehrplan galt und gilt weiterhin (was viele leider vergessen).
Aber der schuleigene Lehrplan (welche Reihen/Vorhaben, mit welchen Kompetenzen des Lehrplans verknüpft sind, dann ggf. mit welchen Materialien, ggf. welchen Überprüfungen, usw..) waren nicht da. Also nicht eine Stoffverteilung mit kleinschrittiger Planung und Materialien und so, aber jede Schule hat durch das Schulcurriculum die Möglichkeit, eigene Akzentuierungen zu setzen. Zum Beispiel zu entscheiden, welches Lehrwerk benutzt wird. In der Spracherwerbsphase in der Mittelstufe sind also die 6-8 Reihen des Jahres komplett am Lehrwerk orientiert mit ggf. der Entscheidung der Schule, im dritten Jahr eine Vorbereitung auf den möglichen Austausch einzuschieben.
Oder in Politik/Wirtschaft, das seeehr viele Kompentenzen und seeeehr viele Themen hat, die man exemplarisch nehmen kann, steht das Praktikum nicht überall in der selben Stufe, überhaupt haben nicht alle Schulen die Fächer auf den selben Halbjahren&Schuljahren verteilt. Wer im Ruhrgebiet wohnt, wird vielleicht etwas anderes in Politik oder Geografie akzentuieren als im Sauerland.
Die Fachschaft KANN die Entscheidung treffen, dass die Methode Portfolio mit der Einheit Grammatik verknüpft wird, dass ein bestimmtes Drama Pflicht ist (oder zwei drei zur Auswahl in der Stufe lassen..)
In Pädagogik haben wir zum Beispiel EINE reformpädagogische Einheit gehabt. Da steht es einem frei, Reggio oder Montessori zu machen, bei Gewalttheorien ist es ähnlich.. (es sei denn, die Abiturvorgaben des Jahres legen es fest)