Beiträge von chilipaprika

    Vielen Dank für eure ermutigenden Worte. Ich erhalte viel Druck von Außen wegen des Alters. Wann soll ich Eigentum kaufen? Wann soll ich eine Familie gründen und ernähren können? Wann soll ich reisen? Aber anscheinend ist eine PE sowieso nicht möglich. Dann muss ich eben die 4 Jahre noch machen.

    Ich bin eigentlich eine Gegnerin des Diskurses, dass Beamte es so schlecht haben und alle Anderen sowieso noch mehr, aber: WENN du Eigentum kaufen willst (und du damit nicht eine Gartenhütte im tiefsten Sauerland meinst), darin auch eine Familie behausen und ernähren willst, ist eine Verbeamtungsurkunde (die du mit Mathe/Deutsch Sek1 relativ schnell erhalten wirst ;) ) eine nettere Hilfe als ein Lohnzettel nach einer PE (und die Höhe des Geldeingangs auch)

    und du hast sogar ein Lehramtsbachelor, das wird sehr schwierig mit der Argumentation.
    In welche Schulart willst du? Es gibt da irgendwas mit dem berufsbegleitenden Master für die Grundschule, einfach googeln, was alles notwendig wäre, immerhin hast du Mathe und mit SoWi irgendwas für Sachunterricht.
    Ob man allerdings jemanden aus Sek1 dafür nimmt (der eben in der Sek1 gebraucht wird), weiß ich nicht.

    Ich wäre eher dafür, dass die Abrechnung mit der GKV zumindest ÜBER die Patient*innen gelaufen wäre.
    Wenn ich sehe, was einige Ärzte auf ihren (PKV)-Rechnungen schreiben und viele Patient*innen Kund*innen dann denken "ach, ist nicht soooo schlimm" oder einfach realistisch nicht mehr durchblicken, was alles abgerechnet wird (wurden wirklich 3 Organe beim Ultraschall beschallt? oder nur zwei?), aber wenn ich sehe, was ich alles im Nachhinein bei der GKV erfahren habe, was Ärzte der Krankenkasse gemeldet hatten, puh...

    Auf Nachfrage meinte der Arzt, er hätte damit nichts zu tun, er würde was reinkritzeln, seine Helferin würde es in den Computer eintragen und warum es überhaupt relevant sei? Oh, Sie wollen verbeamtet werden? Es ist jetzt natürlich schlecht, oh tut mir leid, sowas komme ja quasi nie vor.

    Vermutlich sieht jede*r das, was er/sie sehen will.
    Trotzdem: in Frankreich konnte man kaum Tests einzeln kaufen, Masken waren seltener und teurer zu kaufen, es ist nationalkulturell wirklich ganz anders als in Deutschland.
    In Deutschland sehe ich tatsächlich immer wieder (mehr) Masken im ÖPNV, aber noch als Einzelfälle.

    Ach, meine Mutter hat mir noch vor zwei Wochen ihr Leid geklagt, dass sie im Krankenhaus, wo sie ihren Mann begleitet, der unter Immunsuppressiva ist, eine Maske tragen musste. Überhaupt kein Bewusstsein dafür, warum.

    Ich war vor 6 Wochen eine Woche in Paris, vermutlich keine einzige Maske gesehen (oder vielleicht 1-2?). Ich bin jetzt seit fast einer Woche in der Bretagne: keine einzige Maske gesehen.
    Gut, sowohl in Paris als auch hier nehme ich kein ÖPNV und laufe ausschließlich. Trotzdem: Nirgendwo in Läden oder anderen Orten habe ich was gesehen. Mein Mann korrigiert mich gerade: er hat eine ältere Dame beim Einkaufen gesehen.

    Meine beste Freundin wohnt in Strasbourg, sie trägt keine Maske, ihr Mann (Lehrer) und ihre Tochter (Schülerin) auch quasi seit Jahren nicht. Ja, ewig. Sie schon, weil sie in Deutschland arbeitet und deswegen im letzten Jahr die eine oder andere Gelegenheit hatte ;)

    Es mag natürlich egal sein, ich persönlich mag ehrliche Menschen. (Bzw. Nein, anders. Ich mag unehrliche Menschen nicht. Und lebe nach dem Motto ‚man sieht sich zwei Mal im Leben‘ und Karma war besonders oft auf meiner Seite in den letzten Jahren, wenn Lügen entlarvt wurden. Ich würde also lieber schweigen, als irgendwas zu schreiben, was nicht 100% stimmt (oder du nicht weiter durchziehst)

    Die Regelung gilt doch nur für Beamte ?! Also die fixe Grenze?

    Ich habe definitiv Kolleg*innen, sowohl im Schulalltag als auch im restlichen TV-L, die mehr als einen Fünftel der vertraglichen Arbeitszeit arbeiten (ich spreche nicht von den Landwirten). Und von einigen, die eben aus genau dem Grund befristete Stellen haben: Sie kombinieren es mit einer anderen halben Stelle woanders, wenn es passt (also je nach Schuljahr und Vertretung unterschiedlich).

    Unter der Prämisse, dass mir das Gehalt nicht einfach so überwiesen wird, mache ich meinen Job gern.

    Aber käme das Geld auch so, wäre ich sofort weg. Du nicht?

    Ich schon.
    Egal bei welchem Job.
    Wahrscheinlich würde ich mich nicht lösen können und trotzdem viel arbeiten, aber könnte immer wieder aussuchen was. (Unter Respekt der gegebenen Versprechen und eingegangenen Verpflichtungen, natürlich)

    Vielleicht stehe ich ein bisschen so auf die Schlümpfe.

    Du meinst du familiäre Notlage vom 13. August, dass du dich unwohl fühlst und dein Fahrtweg zu lang ist?
    Die Kündigung ist dem Arbeitgeber auf dem Dienstweg einzureichen, also dem Land in Person des Mitarbeiters der Bezirksregierung über deine Schulleitung (Dienstweg).
    Am besten rufst du einfach deinen Sachbearbeiter an, er kann es dir am einfachsten sagen.

    Davor habe ich tatsächlich auch ein wenig angst.

    1) Ich würde eher davor Angst haben, was es mit einem Kind machen kann (ich sage nicht, dass es die einzige Alternative oder dein Weg wäre), wenn man es mit seinen Fragen alleine lässt, weil "es noch nicht soweit ist".

    2) Ich würde auf die Differenzierungsfähigkeit von Grundschullehrkräften setzen, deine Tochter ist sicherlich nicht die erste Erstklässlerin, die schon einiges an Vorsprung hat.

    3) Lesen ist sooo vielfältig, dass man im Zweifel auch neben Erstleser*innen ein viel komplexeres Sachbuch lesen kann, ohne dass es total auffällt, weil viele eh unterschiedliche Sachen lesen lässt.

    Ich habe keinen Erstspracherwerb studiert, kann also nicht richtig antworten sondern kann nur sagen: sowohl bei Kids auf Deutsch als auch auf Französisch habe ich die Erfahrung gemacht: wenn das Kind will und die Eltern immer wieder selbst vorlesen (bzw. das Lesen und "lesen lassen" als ganz normal vorlesen, klappt es mit Silbenlesen immer nach und nach, bis es komplette Sätze sind.

    Vielleicht Fortbildungen, die man für seine eigene persönliche (professionelle) Entwicklung macht, aber nicht zum aktuellen Schulentwicklungsplan inklusive Fortbildungskonzept passt.

    Natürlich ist es nicht schädlich, wenn Frau Müller sich über BNE im Geografieunterricht der Oberstufe fortbildet. Wenn der aktuelle Plan aber ist, -passend zu den Rückmeldungen der letzten Schulevaluation - sich in durchgängiger Sprachbildung und Differenzierung fortzubilden, dann ist es nett, dafür freigestellt zu werden, es ist aber nicht im primären Interesse der Schule.

    tja, aber Gott /Allah / wer auch immer hat ja sein Okay gegeben.
    Und ganz offensichtlich - sorry für den Unterton - ist das wissenschaftliche Studium irrelevant, weil auch dessen Abschluss ermächtigt nicht zum Unterrichten, sondern einzig und alleine das Stück Papier der jeweiligen Konfessionsgemeinschaft.
    Ich bin froh, dass meine Fächer nicht der zweiten Überprüfung durch eine fremde Institution bedürfen. So sehr ich mich über das unglaublich schlechte Sprachniveau einzelner (!) Referendar*innen aufregen könnte, so froh bin ich, dass Frankreich nicht auch noch sein Okay geben muss / irgendeine Zentrale für politische Bildung / Erzieher*innenvereinigung überprüfen würde, ob ich trotz abgeschlossenem Studium nicht das kann, was mir schon bescheinigt wurde.

    Doch, darf man, mit abgeschlossenem Missio- oder Vocatio- Kurs. Ich habe im Ref kurz überlegt, ob ich den Vocatio- Kurs abschließen möchte, da ich die Voraussetzungen dafür erfülle, habe mich aber letztlich- wie schon als Schülerin ^^- für Ethik entschieden.

    Sorry, aber es ist für mich nicht fachfremd.
    Jede*r, der eine Weiterbildung (zum Beispiel Nachqualifikation, Zertifikatskurse...) macht, ist ja nicht mehr fachfremd, egal wie groß das Gefälle zum abgeschlossenen Studium ist.
    Und die Vocatio / Missio / Idschaza werden ja nicht "einfach so" vergeben, sondern sie prüfen ja, dass die Qualifikation vorliegt. Dass es der jeweiligen Kirche egal ist, wie gut man im Hebraisch oder Hocharabisch ist (ich habe keine Ahnung), ein Graecum nicht mehr vorgelegt werden muss, sondern nur Grundkenntnisse für den Reliunterricht geprüft werden, mag sein, aber immerhin gibt es diese Art der Qualifikation(süberprüfung).

    OHNE die Vocatio / Missio / Idschaza darf man nicht unterrichten.

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