Beiträge von chilipaprika

    28*40*0,75=840

    Du hast dann nochmal 1000 Stunden Verwaltung und Korrektur einer Arbeit ohne jegliche Vorbereitung?

    Ich empfehle Dir dringend wirklich mal ein Jahr die Arbeitszeit zu erfassen und nicht nur „retrospektiv“ eine Woche zu durchdenken und dann hochzurechnen.

    Aufsichten sind schon fast eine volle Schulstunde, bzw. die vielen 5- oder 15-minuten Pausen abzuziehen, ist sicher eine Ministerkrankheit. Bin ich ansprechbar (werde ich da ständig angesprochen) für berufliche Absprachen? (Es geht nicht um konkrete Freistunden, wo ich über die Hochzeit der Kollegin spreche statt zu korrigieren).

    Auch die Vertretungsbereitschaft bzw. Vertretungen sowie je nach Schule quadi wöchentlichen Konferenzen gehören nicht zur Vorbereitung, sind aber zu erledigen.

    (Und ja, ich bin auch für Aufzeichnungen, aber gegen dieses ‚mal 45 Minuten und der Rest ist privat‘

    Korrekturen sind mit dem Job mitgekauft. Für extra Aufgaben, sollte es imho einen Spielraum geben. Aufgaben wie die Schülerbücherei betreuen oder an einem Konzept mitarbeiten oder doch lieber die Turnhalle samt Gerätschaften in Schuss halten sollten auch nach Interessen und Fähigkeiten vergeben werden.

    Nee, Schulentwicklung gehört zu unseren Aufgaben "genauso" wie Beraten und Unterrichten.
    Es sind eben keine Extra-Aufgaben.

    ach, und zur Fähigkeit:
    Eine Liste führen, welche Bücher bestellt werden müssen, fällt nicht unter den Aufgaben, für die ein BWL-Abschluss notwendig sein muss (falls man sich rausreden will.)
    Natürlich wären mehr Professionen in deutschen Schulen wünschenswert, aber...

    Ich weiß das, aber dennoch gibt es an unserer Schule gar keine Möglichkeit, dass alle KuK etwas extra machen.

    Wie?
    Weil es an eurer Schule nicht genug zu tun gibt?

    Dazu kommt noch, dass man eigentlich Aufgaben machen sollte, die einen interessieren.

    Hö? Es ist ein Job. Natürlich ist es schön, wenn es mir Spaß macht, aber Korrigieren finde ich auch öde. Und soooo scharf Betreuung der Lehrerbibliothek und Sculbücherausleihe ist vielleicht der/die Kolleg*in auch nicht, aber das muss ja gemacht werden. (unter der Voraussetzung, dass das System uns eben nicht die Ressourcen und Mitteln in Form von Personal gibt, das solche Aufgaben übernehmen würde)

    Es zeigt sich immer mal wieder, dass Beschlüsse von entsprechenden Gremien nicht immer rechtskonform sind. Die Arbeitszeit von Lehrkräften auf Sonntage auszudehnen ist mit Sicherheit keine Festlegung, die durch Mehrheitsbeschluss innerhalb einer Schule getroffen werden kann.

    nur, damit kein falscher (noch "fälscherer") Eindruck entsteht: die Lehrerkonferenz sagt nicht "es wird über Feiertag gefahren", aber die Fahrtenwoche ist zufällig über den 3. Oktober oder nimmt praktischerweise einen Teil von Pfingsten ein. Unterrichtsausfall und so.
    Da MÜSSTE man geschlossen sagen "nein". Aber im Prinzip schaut die Konferenz wie bei einem Unfall zu, wie die betroffenen Kolleg*innen es zur Kenntnis nehmen und sich ärgern und keine*r wirft sich in die Löwenhölle, um zur Hilfe zu eilen.
    (und ich bin ehrlich: ein paar Male habe ich meinen Mund zu sehr geöffnet und ich HOFFE (hahaha), dass mein Ausflug außerhalb der Schule mir vielleicht die Ruhe gegeben hat, das Ganze gelassen zu nehmen (hahaha, weil: mein aktueller Chef könnte ein Lied davon singen. Er ist auch kein Fan dieser Eigenschaft, weiß es aber auch zu schätzen, weil es ganz oft wichtig war und doch vor Problemen gerettet hat)

    Ich weiss...

    Wie immer gilt: Wenn die Leute endlich verstehen, dass sie nur zusammen stark sind, klappt es.
    Die meisten Einzelnen regen sich auf, es wird auf der Konferenz abgewiegelt, viele sind nicht betroffen, einzelnen ist es egal, und so kommt es.

    Ich kann nur von einer meiner persönlichen Erfahrungen: kleine Fachschaft beschließt einen Austausch (auf Druck der SL, einen solchen wieder ins Leben zu rufen). Lange Suche (durch mich, die Kolleginnen fragen aber immer nach, wann es endlich so weit ist).
    Austausch wird geplant, Kollegin 2 zieht aus "ich hab zuviel um die Ohren" 2-3 Monate vor der Fahrt ihre "Begleitung" zurück ("Begleitung" ist gut, beide fahrenden Lehrkräfte waren Fachkräfte), andere Fachlehrkräfte haben Kinder und keine Zeit, es fährt eine Studentin als Begleitung mit.
    Rückbesuch: kein weiterer Mensch der Fachschaft hat Zeit und Platz, und es wäre echt viel Stress, ich nehme also zwei Lehrkräfte auf (ich habe Platz, andere Kolleginnen hätten aber auch ein Gastzimmer gehabt). Unterstützung / Beitrag der Fachkollegin in der Woche: Treffen auf ein Kaffee, während die Schüler*innen eine Stadtrallye in Kleingruppen machen..

    ich würde nie wieder eine Fahrt mit dieser Fachschaft planen, aber im Prinzip ist es solchen Einzelnen egal, wenn sie die Gremien wählen oder Konzepte verabschieden: sie werden nicht betroffen sein.

    Wer ordnet denn an? Das wird in der Regel doch durch die betreuende Lehrkraft festgelegt - und die mitfahrenden KollegInnen wissen im Voraus, worauf sie sich einlassen. Zum Thema Mindestruhezeiten gibt es ja bereits einen Thread.

    Die Fahrtenwoche wird bei uns nicht von den Kolleg*innen beschlossen/gelegt, die durchzuführenden Fahrten stehen im Fahrtenkonzept (ja ich weiß, von der Lehrer- und Schulkonferenz verabredet, da stimmen aber wohl Leute ab, die nie im Leben betroffen sein werden), die Klassenleitungen sind nicht unbedingt freiwillig, genauso wenig wie die Begleitung (rein theoretisch kann ja jede*r verpflichtet werden).

    Wow… ich bin baff… das heisst, eure Fahrten sind sonst immer nur montags-freitags? *neid*

    Fremdsprachenaustausche gehen bei uns über mindestens ein Wochenende (logisch), Klassenfahrten bzw. die Fahrzenwoche wird gerne über einen Feiertag gelegt (so fällt weniger Unterricht aus).

    Sorry @WillG , es ist ein hysterisches Lachen bei der Vorstellung des Gesprächs diesbezüglich

    Eine Frage in die Runde:

    Was passiert wenn man eine Vorgriffsstelle annimmt und während der Zeit der Abordnung schwanger wird bzw. in Mutterschutz usw geht? Muss die versäumte Zeit dann drangehangen werden? Finde leider keine Quelle dazu ..

    Mutterschutz wird selbst bei der Probezeit nicht berücksichtigt. Elternzeit würde bei der Probezeit rangehangen werden, ich vermute (!) aber, dass die Probezeit sich verlängert, die Abordnung nicht. In der Theorie braucht man ja die Person an der einen Stelle ab einem bestimmten Datum. Dadurch geht einfach die Abordnungsschule leer aus, wie das jede Schule tun würde, wenn jemand in einem bestimmten Zeitraum ausfällt.

    Als unwissendes Nordlicht darf ich vielleicht rein interessehalber mal fragen: was ist wohl eine Vorgriffsstelle? 🤔

    Eine Erfindung von NRW, so zu tun, als würde man den Gymnasien eine Stelle geben, die sie aber erst in 3 oder 5 Jahren nutzen dürfen.
    Sie stellen also eine Person ein und ... in der Zwischenzeit (zb. 3 oder 5 Jahre) darf die Person erstmal in der Grundschule / in der Hauptschule / in der Gesamtschule unterrichten.
    Um das noch komplizierter zu machen, gibt es auch solche Vorgriffsstellen, wo die Person 50/50 macht. Es erleichtert die Probezeit enorm, die Schulen haben gar keinen Orga-Aufwand...

    Die Idee dahinter (vermutlich): die ganzen Gym-Absolvent*innen ruhig stellen, die man nicht gebrauchen kann aber im Ref ausgebildet hat, und sie für ein paar Jahre woanders parken, weil man sie angeblich in 3-5 Jahren am Gym real braucht.
    Faktisch: Verschiebung des Problems durch Verbrennung von Personal.

    man kann mit anekdotischen und gefühlten Evidenzen kommen, es gibt genug Studien dazu: Lehrämtler*innen sind (im Durchschnitt) überdurchschnittlich sesshaft und immobil. Grundschulleute noch weniger als Sek2-Leute.
    Fremdsprachenstudierende heben den Schnitt aber auch nicht so, dass die feierlich 5 mal umziehen.

    Aber es ist auch besser so. Ich finde es zwar süss aber auch ganz traurig, dass ich regelmäßig Studis erklären soll, dass sie mit ihrem Englisch/Spanisch-Studium nicht unbedingt auf eine berufliche Zukunft in Spanien vorbereitet sind (dass es am Ende vielleicht klappt, ist okay und Realität, aber das Lehramtsstudium ist ein national ausgerichtetes Studium, viele Studiengänge sogar bundeslandeingschränkt (Grundschule, einige Fächerkombis, einige berufliche Fachrichtungen, usw..) aber im Endeffekt stört es die Wenigsten.

    Sag mal, bist du /ist Kollege A schon jetzt krankgeschrieben und dies so lange, dass eine Wiedereingliederung geplant ist?
    In deinem Versetzungsthread sprichst du nicht davon.
    Du planst doch nicht etwa, eine mögliche Krankheit (ich spreche nicht ab, dass es dir nicht gut geht, aber ist sogar eine langfristige Krankschreibung erfolgt?) so lange hinzuziehen, um über die Wiedereingliederung etwas zu erwirken? (So quasi als Deutung aus Chemikus' Beitrag (im anderen Thread)?

    interessant.
    Die einzige "relevante" (in Bezug auf Unterrichtserlaubnis) Fortbildung ist bei uns ein Zertifikatskurs und den darf man nur machen, wenn die SL zustimmt und uns die entsprechende, eingetragene Stundenermäßigung gibt (4-5 Schulstunden) (und man eine Planstelle hat). Dafür bekommt die SL eine ausgebildete Lehrkraft.
    (Klar, das Nebenher Nachstudieren wäre auch möglich.)

    Das Lehrerfortbildungssystem ist aber im Allgemeinen in NRW erst im Aufbau. Wurde auch von einer Expertengruppe angemahnt (und deswegen langsam im Aufbau), viele andere Bundesländer haben da viel besser ausgebaute Systeme, aber auch NRW wird irgendwann dahinkommen (lasst mich nur daran glauben).

    da man aber fachfremd unterrichten DARF, investieren einige Schulen nicht unbedingt in jede Fortbildung (kostet ja die Schule viele Ressourcen). Wenn man von mir als Schule (durch Deputatsverteilung) erwartet, dass ich mich in etwas einarbeite und Fächer unterrichte, die ich nicht studiert habe, dies ggf. über Jahre, halte ich es für nicht wertschätzend (egal, wie die Regeln sind), wenn ich dann durch jemanden "ersetzt" würde, der/die direkt von der Uni kommt.
    Klar mag man seine Fächer, aber der systemisch nicht wertschätzender Umgang mit Lehrkräften ist trotzdem ein starkes Problem.

    Kurze Frage des Interesse halber:

    Was passiert denn, wenn eine Wiedereingliederung als gescheitert angesehen wird? Also was sind Konsequenzen?

    Das habe ich auch gestern den Personaler meines Vertrauens gefragt.
    Für Angestellte (!) gilt: Tja, dann ist man halt weiter krankgeschrieben. Man kann es später wieder versuchen, genauso wie der Arzt aber auch von einem Tag auf den anderen einen gesund schreiben könnte.
    Es ist aber halt Privatwirtschaft mit Angestelltenverhältnis.

    Du tust aber so, als ob irgendjemand (ob TE oder Beitragschreibende) dieses "Motto" "man sagt ALLES" jemals in Frage gestellt hätte.
    Dein Beitrag steht nun mal im Zusammenhang eines Gesprächsfadens. Klar verheimlicht man nichts. Aber so ein Beitrag passt in einem Faden, wo jemand überlegt, seine als Coaching getarnte, selbst bezahlte Therapie zu verschweigen, nicht da, wo jemand erzählt, schon immer alles offengelegt zu haben.

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