und es hängt immer von den eigenen Ansprüchen ab.
Als ich vor über 13 Jahren an meiner Schule anfing, hatten von 4 Referendar*innen 2 ein Auto, ich hatte als Vertretungslehrerin auch keins. Im Jahrgang darauf waren auch 1-2 Leute ohne Auto.
Mitfahrgelegenheiten gab es genug, man hat gegenseitig abgerechnet und ist so günstig zur Schule gekommen, auch wenn man 3 Stunden nach Unterrichtsschluss bleiben musste. ÖPNV ist vorhanden, fährt auch gut, wenn auch langsamer.
Ich habe das Gefühl, dass einige Referendar*innen (da will ich keine zeitliche Entwicklung sehen, aber tatsächlich glaube ich, dass alle unsere letzten Refis ein Auto hatten oder auch Kandidat*innen für Vertretungen meinen, eins haben zu MÜSSEN, bzw. sonst nicht pendeln zu wollen.
Während ich durchaus verstehen kann, dass jemand mit Kind zuhause auf zak sein muss: wenn kein Geld da ist, ist die Zeit in der Schule effizient nutzen, besser als Schulden zu machen und ggf. in der WG auf einem Mini-Schreibtisch zu arbeiten. (Ich sage nicht, dass der Platz in der Schule grandios ist, aber zur Unterrichtsvorbereitung im Ref ist ein ruhiger Platz in der Nähe von einem Lehrerzimmer mit anderen Refis und Lehrkräften Gold wert. Wir hatten des Öfteren Jahrgänge, die nach Unterrichtsschluss 2-3 Stunden am großen Referendarentisch, dafür auch perfekt ausgestattet und mit Steckdosen organisiert, gearbeitet haben und es war sehr produktiv.
Beiträge von chilipaprika
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... zumal Vertretungsstellen, die 1300-1400 Euro netto rauswerfen, auch nicht auf einer Pobacke abgesessen werden, erst recht nicht, wenn man vorher nicht unbedingt viel Erfahrung hat (lese ich heraus), keine fertige Ausbildung hat (Fakt) und ggf. auch nicht daran gewöhnt ist (ich frage mich jetzt gerade, was du, liebe*r TE, gerade für einen Nebenjob hast, wenn du ohne Mietkosten und offensichtlich ohne irgendwas zu besitzen? (wenn du davon redest, dass du Möbel kaufen musst), 200 Euro Ersparnisse hast.
ÖPNV-Kosten: es gibt heutzutage ein 49 Euro-Ticket, aber auch ein Semesterticket bringt einiges mit. Entspricht also so oder so 50 Euro im Monat.
Auch zu Vertretungsstellen muss man pendeln und hat also diese Kosten. -
Und wie kamst du zur Schule?
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Man behält nimmt also Elternzeit, behält seinen Beamtenstatus und arbeitet als Angestellter in Vertretung an einer Schule, die man sich quasi selbst aussuchen kann? Und das zieht man durch, bis die Ursprungsschule einknickt? Können in der Zeit weiterhin versetzungsanträge gestellt werden, ich denke eher nicht?
Ich glaube sogar hier mehrmals mitgelesen zu haben, dass man als Beamter bezahlt wird. Also nicht als Angestellte*r. Bolzbold war da quasi einer der Expert*innen dazu.
ZitatOh, dann hab ich dich missverstanden. Das ist tatsächlich eine interessante Idee. Ich bin allerdings erstaunt, dass die Bezreg ein derartiges Vorgehen zulässt? Auf die Art kommt man dann ja, völlig egal wie unterbesetzt die eigene Schule ist, definitiv weg?
Klappt halt nur, wenn man Kinder zuhause hat, weil man aus familienpolitischen Gründen beurlaubt ist. Eine Vollzeitvertretungsstelle wird es wahrscheinlich dadurch nicht geben können.
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Welches Bundesland?
Frage jetzt mal vorher, bevor ich was schreibe. War gerade schon von der ersten Seite sehr irritiert, weil ich das so nicht kenne. Aber das muss nichts heißen.
wird BaWü sein, da Rückgriff auf BaWü-Lehrpläne
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Die Entlastung von (mindestens) 5 Deputatsstunden bei den Koordinatoren fängt doch einige der vielfältigen weiteren Aufgaben ab, ansonsten gilt insbesondere auch hier der o.g. Kommentar. Nicht selten sind die tatsächlich gewährten Entlastungen aber noch ein kleines Stück höher und kommen aus dem jeweiligen SL-Entlastungstopf.
warnhinweis an die Lesenden:
Bundeslandabhängig!
Es ist zumindest in NRW nicht so, dass die Koordinatoren so großzügige garantierte Entlastungen haben. Viele haben sogar gar keine.
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ich befürchte aber, dass ich es eben nicht auflösen kann.
Anscheinend war noch nie jemand in der Situation, die Rechtsberatung schreibt mir (noch?) nicht zurück und konnte mir nur sagen, dass es direkt im Anschluss zu nehmen ist (Danke, das konnte ich schon lesen und habe es selbst ins Gespräch eingebracht). -
Zumindest hat's im Freundeskreis auch niemand, wo ein Gehalt zum "Überleben" in der teuren Gegend reicht. Weil "man" eben den Anspruch hat, in der tollen Stadt mit hohen Preisen und Mieten zu wohnen.
Kurzer Atemaussetzer nach dem ersten Satz.
Ach, zweiter Satz. -
1) da die meisten Männer statistisch noch in besser bezahlten Jobs und Positionen sind, als Frauen, ist die Suche nach einer "interessens- und bildungsnahen" Partnerin bei den Männern auf ähnlichem Niveau und (ggf. leicht) nach unten erfolgsversprechender als "nach oben".
2) Auch bei "gleichgestellten" Bildungs- und Lohnebenen: egal, wie emanzipiert man ist: der Körper der Frau trägt das Kind aus. Es ist ja auch eine besondere Belastung, und klar kann ein Mann die ersten 12 Monate die Flasche geben, aber die Entscheidung zu stillen ist nicht eine reine Kopfsache, sondern auch zumindest zum Teil von der Natur mitgegeben. Wie lange man es macht, hängt von vielen Fakoren ab, die man in der Beziehung abklären sollte, aber man kann nicht abklären, dass der Mann die körperlichen Konsequenzen der Schwangerschaft und nach der Geburt übernimmt, die durchaus dafür sorgen können, dass man weniger Power hat, raus aus Projekten ist, eine gewisse Zeit aussetzen muss, usw...
3) die Gesellschaft bewegt sich, aber langsam. Die Anzahl an "Männern in TZ, weil Kinder" in der freien Wirtschaft wird geringer sein können, als im öffentlichen Dienst, wo ein Anmeldezettel reicht. Da ist das Risiko eines missgünstigen Chefs / Chefin geringer.
Ein Freund, promovierter Pharmazeut / Apotheker durfte sich anhören, dass er wohl keinen Dr Titel gemacht hat, um die "Vatermonate" zu nehmen. Seine Frau, Apothekerin, arbeitet 1-2 Tage die Woche und samstags. Einerseits, weil es zum Familienmodell passt, aber es war auch die implizite Erwartung der Dorfapotheke, dass sie möglichst wenig arbeitet, während die Kinder sonst in eine Betreuung gehen würden. Also quasi eine gesellschaftliche Erwartung, die der Arbeitgeber schön weiter aufgedrückt hat. -
das mag sein (und zitiere bitte nicht so knapp und selektiv), ich habe es auch nicht (an sich) bewertet, sondern dargestellt.
Man wird auf einer Vorgriffsstelle halt nicht an ein anderes Gymnasium abgeordnet, die Darstellung ist also richtig.
Ob man es für problematisch findet oder nicht, stand nicht im Fokus, zumal die TATSACHE, dass es diese Art von Stellen gibt, eben das Novum ist. -
ich frage mich, was passiert, wenn einige Familien ihre Kredite auf diese Zuschläge abstimmen (ich habe gerade überprüft, eine Kollegin von mir ist gerade von der "richtigen" Stadt ins Umland gezogen, mit Immobilienkauf und wechselt dadurch von Mietstufe IV auf Mietstufe II. Die 300 Euro hätte sie in einen Kredit stecken können.
Was passiert, wenn das Ganze bald kassiert wird (was ich hoffe, auf die eine oder die andere Art), nachjustiert wird, und einige das Geld nicht mehr haben, womit sie fest gerechnet haben... -
soweit ich weiß, ist es aber tatsächlich so. Bei unseren Sabbatierenden hatten wir definitiv keine Vertretung, die spezifisch dafür war, und ich glaube schon, dass ich es grob mitgekriegt hätte, wenn in dem Jahr irgendjemand zusätzlich mit 25 Stunden da gewesen wäre.
Die Schule soll durch die Umschichtung eben das alleine klären.
Im Umgekehrten Fall: was wäre denn mit den nicht bezahlten, aber geleisteten Stunden der ersten 6 Jahren? -
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Hallo!
Hat hier jemand schon mal während der Ansparphase eines Sabbatjahres den Dienstort gewechselt (zum Beispiel durch Versetzung, durch Bewerbung auf eine Beförderungsstelle, etc...)? Wie lief es ab?
Der abgebende Dienstort kann ja eine Party machen, man hat ja die Stunden vorgearbeitet. Dann kommt am aber am neuen Dienstort, hat vielleicht noch 2-3 Jahre Ansparphase und nimmt dann ein komplettes Jahr Freistellung, das man 7 Jahre lang angespart hatte. Die Rechnung geht für den neuen Dienstort natürlich nicht auf.
Ich würde mich über Erfahrungen (konkret mit Wechsel oder mit Beratung, dass es nicht geht, Zwang zu Rückabwicklung, usw..) freuen, weil mir gerade keine*r was sagen kann, außer, dass die Freistellungsphase nicht aufgeschoben werden kann (was ich aber alleine schon wusste).
Vielen Dank im Voraus!
Chili
PS: Es sind tatsächlich erstmal nur Gedankengänge. Ein Teil von mir geht davon aus, dass JEDE*R, der einen 7-jährigen solchen Vertrag eingeht, sich auch solche Gedanken macht. Schließlich sind 7-8 Jahre sehr lang, man kann ja nie wissen, wie es geht. [Ein anderer Teil von mir weiß allerdings, dass die meisten Menschen das schöne Glück haben, "gedankenfrei" durch die Welt zu gehen.] -
Sommeruniversität / Erasmus-Seminar? Es gibt die wirklich zu jedem möglichen Thema.
Bei den Betreuersachen: aufpassen und falls es als Nebenjob läuft (und nicht als reines Ehrenamt): auf jeden Fall anzeigen und genehmigen lassen.
Einige im Forum sind auch der Meinung, ein Ehrenamt sei zu genehmigen, das sah der Berufsverband bei mir anders, aber sie sahen einige Sachen auch zum Teil falsch, also wer weiß. -
F84.5 steht aber noch im ICD10, auch wenn der Spektrumgedanke bei den meisten Diagnostiker*innen dominant(er) ist.
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Noch ein Hinweis zur Diagnostik: Soweit ich weiß, muss bis 2024 auf ICD11 umgestellt werden. Ich würde mir die unterschiedlichen Kriterien ansehen und entscheiden, ob ich noch solange abwarten will oder gerade nicht.
neugierige Nachfrage: kann man sich bei dir in der Region den Termin "aussuchen"?
Ohne Quatsch, ich kenne hier vor Ort 3 Fälle von zwei verschiedenen Diagnostikzentren: 2-3,5 Jahre Wartezeit (die 2 Jahre waren für ein Kind, die 3 und 3.5 für Erwachsene), es wurden in KEINEM der Fälle mehrere Termine angeboten, sondern EIN Termin, mit ca. 6-8 Wochen Vorlauf und das war's. (also schon mehrere Termine, aber nicht zur Auswahl sondern für den Prozess).
und zwar ähnlich in beiden Zentren. Ich glaube nicht, dass man da hin und her schieben kann, "nur" um bei einem neuen ICD runterzufallen. -
Eine Zusage zur Diagnostik habe ich bereits und wünsche mir eigentlich, diese in Anspruch zu nehmen.
Mach das. Hier in der Region (ich nehme einen Radius von 250-300km) ist die Wartezeit bei halbwegs guten Diagnostiker*innen 2-3 Jahre, soweit ich weiß, ist es bundesweit nicht viel anders. Lass nicht den Termin aus- bzw. verfallen.
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