Der Sprung zwischen Schule und Uni ist riesengroß, auch im LK.
... und so ist es in den Geistes-/Sozialwissenschaften eben nicht.
Ich hatte keins meiner Fächer in der Schule (mit der Ausnahme des "downgrads Muttersprachlicher Literaturunterricht > Fremdsprachenunterricht" und hatte nie Probleme. Nebenbei war ich in Politikkursen mündlich definitiv unter den Aktivsten (also auch mit den richtigen Beiträgen, nicht nur mit sinnlosen Fragen), was einige Dozent*innen als "peinlich für die Deutschen" bezeichnete (was ich widerum peinlich für deren Verständnis ihres Faches, von Offenheit für migrationsbedingtes Zusammenleben ganz zu schweigen).
Diese Fächer basieren aber viel mehr auf Kompetenzen, Allgemeinwissen und Wille. und ob ich in Soziologie das _Gefühl_ habe, mitzukommen, oder in Physik, das sind Welten. Ob alle Soziologie-Absolvent*innen gute Soziolog*innen sind, ist eine andere Frage, aber die Frustration der Statistikvorlesung habe ich im Studium nur sonst bei Mittelhochdeutsch und französischer Phonetik erlebt (und beide Frustrationen basieren darauf, dass ich "schlecht" höre und deswegen lange Vokale nicht von kurzen unterscheide, die Betonung nicht höre, usw.. also mit einem echten Handicap startete, nichts mit Kognition)