Beiträge von chilipaprika

    Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe viel zu viel irgendwo auf der Festplatte abgespeichert, was ich eigentlich immer schon mal machen wollte aber nicht dazu komme, weil zu wenig Zeit. Es gibt in beiden Fächern, die ich unterrichte, natürlich die Grundlagen, die man immer gleich unterrichtet, weil es gar nicht anders geht. In der Chemie habe ich im Praktikum ein paar Versuche, die mir so gut gefallen, dass ich sie auch immer gleich mache. Und dann mache ich eben dies, das und jenes und denke mir am Ende ... Mist ... DAS wäre jetzt aber auch noch toll gewesen und schwupp, ist die Zeit wieder rum. Zudem ergibt sich die Abwechslung für mich aus den unterschiedlichen Kursniveaus, die ich bedienen muss. FMS Berufsfeld Pädagogik ist ne ganz andere Nummer als Schwerpunktfach Chemie Gymnasium.

    Der Unterschied ist glaube ich, dass du in der Schweiz relativ frei mit dem Lehrplan bist UND in der Oberstufe unterrichtest.
    Wenn ich nur Französisch nehme (ich hätte ja Deutsch unterrichtet). Da kann ich mir auch einiges vorstellen, sehr viele verschiedene Reihen zu frankophoner Literatur, zur Identitätssuche, aktualitätsbezogen oder geschichtsträchtig, künstlerische Bezüge, praktische Arbeiten, usw..
    Hilft aber nicht, wenn ich die 4 Jahre der Mittelstufe damit beschäftigt bin "je suis tu es il est" beizubringen. Und zwar mit 2 Parallelklassen pro Jahrgang, da ich nur ein Fach unterrichten würde.
    Selbst mit ein paar anderen Texten / Liedern und eine andere Stadt zu besichtigen... ICH würde sterben. Vor Langeweile und Wiederholung. Wenn ich aber nur in der Oberstufe bin und "nur" kompetenzorientiert Textanalysen, interkulturelle Bezüge usw. unterrichte, dann mache ich eine Party sondergleichen und kann jedes Jahr 1/3 abwechseln, wenn mir danach ist. Noch bin ich aber ziemlich eingeschränkt.

    Wie kann man den ganzen Tag nur 1 bis 2 Fächer unterrichten?

    Das frage ich mich auch bei vielen Kolleg*innen, die das 30-40 Jahre lang machen / machen werden.
    Aber in der Regel werde ich eher umgekehrt komisch angeschaut, dass mir meine Fächer nicht genug (Abwechslung) sind bzw. ich mir mehr vorstellen könnte.
    Wenn ich mir vorstelle, dass mein ursprüngliches Ziel 1 Fach in Frankreich war, wo man immer maximal 3 oder 4 Stufen hat... OH MEIN GOTT!

    Bei uns an der Schule kann man die Lehrkräfte mit GbB an einer Hand abzählen.

    Weil du das weißt (Einblick in Interna) oder weil du es vermutest? Ich kenne einige Menschen mit GdB, da würde man im Alltag und auch nach Jahren gemeinsames Arbeiten nicht darauf kommen.
    Zum Thema: bei GdB 20 würde ICH gar nichts sagen. Kein Vorteil, kein Risiko.

    Edit: Fehler bei der GdB-Schreibweise korrigiert

    Ja. Aber nur so nebenbei, weil es ständig immer wieder "einfach so" als Möglichkeit genannt wird: nicht jede*r strebt eine solche Beförderung direkt an einer neuen Schule UND: es soll auch mal so sein, dass man nicht immer automatisch der/die Beste ist, nur weil man versetzt werden möchte.

    Gibt es jemanden, der mir da etwas Licht ins Dunkle bringen kann? Es scheint allgemein recht schwierig, tiefergreifende Informationen über den Ablauf des Zulassungsverfahrens zu erhalten. Die offiziellen Versionen bleiben da sehr oberflächlich. Auch findet man keinerlei Informationen, um wie weit beispielsweise ein Wartesemester die Grenze absenkt. Angeblich soll die Zuteilung zu den Seminarstandorten gar nicht von der Note abhängig sein und diese lediglich über die Zulassung oder Nichtzulassung entscheiden. Ist dem so, oder sieht das in der Praxis doch anders aus?

    Auf der Seite des Ministeriums steht nach jedem Verfahren ein Dokument mit allen Grenzwerten transparent aufgeschlüsselt.
    Philosophie/Werte und Normen hatte in meinen Semestern das höchste NC, weil sie einfach nicht die Ausbildungskapazität hatten. Wie sich das geändert haben könnte, weiß ich nicht.
    Ja, die Zulassung hängt von der Note und nicht vom Wunschseminar.
    Wartesemester steigt nicht die Note, sondern es ist eine bestimmte Anzahl an Plätzen.
    Vor jedem Verfahren gibt es auch diese Dokumente online, die alles erklären. https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/sch…len-167438.html

    bestätigt mich in meiner Ansicht, dass wir es in NRW bisher (vergleichsweise) gut hatten. Schon alleine die Tatsache, dass die Rückkehr nach der Elternzeit ein Quasi-Joker war, ist für alle Eltern sehr praktisch gewesen.
    (Alles nur aus der Vergleichsperspektive innerhalb des Beamtensystems, nicht als Ideallösung.)

    und in NRW gibt es auch die zwei Typen SL. 5 Jahre wird als angemessene Zeit angesehen, dass eine SL sich um Ersatz kümmern konnte (dass sie in bestimmten Fächern nicht auf Bäumen wachsen, ist auch klar.)

    deswegen überrascht es mich, da CaFrGauss laut einem anderen Thread gerade versucht, versetzt zu werden und schon jetzt Schwierigkeiten hat, freizubekommen. Das wäre schon sehr seltsam von der Schulleitung, den ersten Antrag abzulehnen, dann einen ZK zu genehmigen, in dem Wissen, dass die Person alles tut, um wegzugehen.

    ach so, ja das sowieso.
    Ich wollte nur auf den Teil antworten, dass man nur schwer einen Platz bei der SLQ bekommt (ich kenne zwar eine A14-Person, die das hatte, aber die SL stand dahinter, vll spielt es auch eine Rolle, und sonst kenne ich keine*n :-D).
    Ich weiß auch nicht, ob ich solche Sprungbeförderungen auch im Sinne des Habitualisierungsprozesses der professionellen Führungshaltung gut finde.

    zb. https://phv-nrw.de/produkt/2023-b…sverfahren-efv/

    https://dapf.zhb.tu-dortmund.de/seminare/anerkennung-als-slq-nrw/ (schwierig, weil auch unter der Woche, aber Baukastensystem, das man früh anfangen kann...)

    Studiengänge zum Schulmanagement werden auch als SLQ anerkannt.

    Es gab definitiv auch was bei der GEW NRW, ein zwei Wochenblöcke in den Sommerferien oder zwei Teile in den Herbstferien. Keine Ahnung, ob sie es nicht mehr anbieten oder ich es nicht mehr finde.. Die Dozentin war auch eine, die beim Dapf einige Angebote macht.

    plattyplus

    Anekdotische Evidenz, die ich in diesem Fall nicht verallgemeinern würde. Als A14er kommst Du kaum in die SLQ, die Voraussetzung für die Teilnahme am EFV ist. Und ohne einschlägige Vorerfahrung stelle ich mir das Bestehen des EFV auch eher schwierig vor.

    Der von Dir beschriebene Fall ist damit die absolute Ausnahme.

    Wobei es auch andere Wege als die SLQ an sich gibt (wenn man keinen Platz bekommt oder nicht über die SL gehen möchte)
    Ich stimme zu, dass ich es mir auch schwierig vorstelle, ohne einschlägige Vorerfahrung das EFV zu machen, wobei nicht jede*r Lehrer*in ein ungeschriebenes Blatt ohne jede Führungserfahrung ist.

    zum Quiet quitting.
    Ich weiß nicht, ob ich das hier im Forum geschrieben hatte: zur Zeit gibt es in England eine sehr hohe Welle der Nicht-Zufriedenheit, über alle Branchen hinweg. Sogar die Lehrer streiken. Was sie grundsätzlich dürfen aber aus Gründen der Aufopferung wohl nie tun. Der letzte Lehrerstreik mit mehr einem Tag war 1999 (?) und der letzte Streik mit 1 Tag 2012 (?) (Sorry, meine Notizen sind nicht hier, aber die Größenordnung stimmt.
    Zwischen den Streiktagen machen jetzt die Lehrer*innen (und wahrscheinlich auch ganz viele andere Berufsbranchen) "work to the rules". Also Dienst nach Vorschrift. (was für mich in NRW leider schon eine ziemlich lange Liste wäre, inklusive Klassenfahrten, aber gut).
    Das bedeutet, dass ein Großteil meiner aktuellen Dienstreise ausgefallen ist, weil die Schulkolleg*innen, mit denen ich mich treffen wollte, keine internationalen Projekte starten und keine Streikbrecher sein wollen.
    Ich kenne mich, ich kann das nicht, das erlebe ich leider in meinem aktuellen Job noch mehr als in der Schule, aber ich wünsche mir, ich könnte das und wir könnten das Alle. (als Kollektiv ist es auch einfacher)

Werbung