Ich verstehe dein Vorgehen nicht. Wenn er/sie für das Korrigieren länger braucht als andere? Soll er/sie dann zum Schulleiter gehen und die Liste mit den korrigierten Stunden vorzeigen mit dem Hinweis, nicht am Sommerfest teilzunehmen?
Warum eigentlich nicht?
Wenn man nicht das Dreifache vom Kollegen für die Klausuren aufschreibt..
Die eine Klasse hat 30 SuS, die andere 27, Mathe geht schneller als
Englisch zu korrigieren, 3 SuS mit LRS bekommen eine besondere
Rückmeldung, die DaF-SuS eine ausführlichere Korrektur, usw...
Zitat
Im Grunde müsste es doch umgekehrt sein: Für das Korrigieren von Klausuren je Fach und Jahrgang wird eine bestimmte Zeit veranschlagt. Dasselbe gilt für Elternabende, Förderpläne usw. Daraus lässt sich festlegen, was an Aufgaben machbar ist. Wir arbeiten nun mal nicht in einer Behörde, in der man täglich dieselben Anträge bearbeitet, die genau 7 min. pro Zeile benötigen, um dann nach 8 Stunden zuzuschließen. Schon allein deswegen nicht, weil wir kein Büro haben.
Weil mein Leben zur Zeit gerade genau das ist: Wir haben - soweit ich weiß - keine "Richtwerte", aber die Erfahrung und jede*r Kollege/Kollegin bzw. Führungskraft hat eine gewisse Vorstellungskraft.
Ich schreibe jede Woche bzw. jeden Monat auf, was ich gemacht habe, wieviele Gespräche welcher Art ich geführt habe, welche Anträge ich bearbeitet habe, wieviele Mails waren. In zwei Jahren in einer "Behörde" konnte ich gewisse Entwicklungen sehen, einige Bereiche wurden neustrukturiert, weil die Abläufe sich entwickeln (ganz typisches Beispiel: oh Wunder, die "Kunden" haben Post-Pandemie ein ganz anderes Verhalten als vorher, die offenen Sprechstunden wurden um das Medium "Zoom-Sprechstunde" erweitert, die Präsenz-Zeiten des Sekretariats gekürzt, weil viel jetzt per Mail eingereicht wird, was vorher in persona abgegeben werden musste...)
Stellenbeschreibungen werden angepasst, wenn bestimmte Anteile sich entwickeln und ja, (ich gehe von der Sondersituation mit Korrektur- und Nicht-Korrekturgruppen in NRW aus), wenn ich dieses Jahr 6 Korrekturgruppen bekomme, dann KANN ich NICHT die selben "Nebenaufgaben" wie letztes Jahre übernehmen, als ich nur 3 Korrekturen hatte. Dann muss umverteilt werden.
und nein, ich schließe mein Zoom-Fenster nicht nach 30 Minuten, wenn das Beratungsgespräch ausufert, weil es im Durchschnitt noch passt, trotzdem wurden jetzt Gruppenveranstaltungen eingerichtet, weil die Arbeitslast nicht mehr zu stemmen war. (Parallel in der Schule: irgendjemand hat schon wieder noch mehr Dokumentation und Rückmeldebögen erfunden: entweder wird es mit Kreuzen standardisiert oder ich kann nur noch oberflächlich arbeiten.)