Ob das in Bawü zulässig ist (ich wüsste auf Anhieb nicht, ob es in NRW zulässig ist), weiß ich nicht, aber ich finde das Verfahren sehr fragwürdig.
Und erst recht, wenn du sagst, dass die SuS zwar kein System durchschauen sollen, es fair von der Anzahl ist, aber du nach einem schlechten Test den guten bewerten würdest, wenn es einen gibt.
Ich schreibe bei den Kleinen auch jede Woche einen Test. Dann aber eben stumpf 10 Wörter, 10 ausfüllen. Keine große Kompetenzsache, ich will erstmal, dass sie LERNEN.
Von der Korrektur geht es relativ schnell (klar: noch schneller wäre es wie meine Kollegin: ein Test alle 6-8 Wochen...)
Man darf aber bei aller Unlust auf Korrigieren nicht vergessen, dass ein Test für viele SuS Stress bedeutet. Man kann es auch in positiven Stress umwandeln, wenn das Kind jede Woche eine gute Note einfährt, für alle kleinen gelernten Päckchen.
Wenn es einmal daneben geht, ist es abgesichert durch die anderen Noten.
Bei einem solchen Lottospiel haben sie Bauchschmerzen, geben einen Test ab und warten die nächste Stunde ab, um herauszufinden, dass die Lehrkraft ihn nicht bewertet hat (auch nicht korrigiert?)
und:
Wie bitte willst du nachweisen / glaubhaft machen, dass du Maximilians Test heute NICHT bewertet hast, obwohl er so gut war und vor zwei Wochen aber, nur weil er schlecht war. Darauf würde ich mich nicht mal eine Sekunde einlassen wollen. Anders als bei der mündlichen Abfrage, die vielleicht fair sein kann (du kannst nicht in die Köpfe der verunsicherten SuS schauen), hast du jetzt alles auf deinem Schreibtisch vorliegen, wenn du dich entscheidest, welche Tests du korrigierst.