Ist das so? Glaub ich auch nicht. Ich habe mehr als genug Party gemacht. Ich erzähle meinen SuS gerne die Geschichte von der Multiple-Choice-Klausur "Sicherheit in der Chemie" die ich nach 20 min abgegeben habe um mich mit Restalkohol zu übergeben. Ich hab die bestanden, andere nicht 
1) nicht jede*r ist ein Überflieger, ich glaube, wir sind uns einig, dass du über bestimmte Fähigkeiten verfügst, die dir einiges ermöglichen, die die Allgemeinheit nicht hat 
An meiner Uni hatten von allen anerkannt, die Chemiker die besten Partys.
2) die besten Partys, aber vielleicht nicht unbedingt 3 Tage in der Woche in der Kneipe abends, nachdem der Nachmittag auf der Wiese war. Irgendwann müssen die Laborpraktika gemacht werden (während der Semesterferien, während der Germanist gefühlt um 11 aufsteht und ein bisschen an einer Arbeit rumkritzelt), die Mathezettel gerechnet werden (jede Woche, während die NIcht-NaWis alles bis Ende des Semesters schieben...)
Es ist vermutlich verallgemeinernd, aber ich habe im Studium viel Hochschulpolitik gemacht und die sehr wenigen NaWis waren in dem aktivsten Jahr raus (aus dem Studium), weil man nicht unbedingt "nebenbei" zwischen Theo1 und Algebra 3 ein Finanzreferat schmeißt. Und da muss ich sagen, es ging bei mir problemlos, mich wellenartig einzustellen.
Und die zweite Verallgemeinerung ist die Beobachtung eines Familienmitglieds, das 5 Jahre lang nur Chemie studieren wollte, im ersten Semester sich aber nicht genug auf dem Popo gesetzt hat, viel mit "das werde ich nie können" (aber vll gibt es ein Wunder) ausgeharrt hat, immer genervt war, dass Übungszettel gerechnet werden müssen, während andere aus dem Zweitfach (es ist bei Lehramt nunmal sehr bitter) einfach irgendwelche Spiele machten. Und wenn sie doch zu diesen Aktivitäten gegangen ist ("man will ja ein Studileben!"), dann nicht nachgeholt hat und Probleme bekommen hat.
Aus der Startklique von ca. 8-10 Menschen studieren noch 2 Chemie. Der Rest hat zwischen dem 1. und 3. Semester aufgegeben. Wahlweise nach der ersten vermasselten Klausur, beim ersten Laborpraktikum oder zwischendurch.
Aus der Beratung sehe ich viele "Fachwechsler*innen" und unglaublich viele Germanisten, Erziehungswissenschaftler oder Anglisten sind "ehemalige" Naturwissenschaftler nach 2 Semestern. Das wird wohl nicht bei Allen an "nur" einer Liebe für das neue Fach liegen.