Beiträge von chilipaprika

    Zwei der größten Mangelfächer an meiner Schule dieses Jahr: Deutsch und Englisch.
    Und nein, die Leute sind nicht mehr bereit, die Arbeitsbedingungen hinzunehmen, aber auch nicht mit Bio/Sport (was ein Witz ist, aber tja, ich darf es nicht beurteilen). Sie kehren dem Job, nicht der Fächerkombi den Rücken zu.
    Und was hilft es uns, wenn wir viele Musiker und Physiker haben, wenn es keinen Deutschunterricht mehr gibt?

    Uns fehlen noch mehr Krankenpfleger als Ärzte. Sollen wir also eine 30-Stunden-Woche für Krankenpfleger beim Arzt-Lohn einführen? Selber schuld, hätten sie doch kein Medizinstudium anhängen müssen?
    Ja, der Vergleich und die Argumentation ist Murks. Genau wie deine.

    Die korrekturintensiven Fächer (vorneweg die Sprachfächer) sind aber auch gleichzeitig die Fächer mit moderatem bis geringem Bedarf - von kurzen Schwankungen bedingt durch Wechsel von G8 auf G9 mal abgesehen. Daher trägt der erhöhte Korrekturaufwand zumindest anteilig dazu bei, die Anmeldungszahlen für Lehramtsstudiengänge mit entsprechenden Fächern nicht komplett in die Höhe schießen zu lassen. Zumindest mit der Perspektive wäre weitere Korrekturentlastung (und sei sie auch für die einzelne betroffene Lehrkraft noch so nachvollziehbar) eher kontraproduktiv. Hier im Forum melden sich ja öfter angehende Lehrkräfte mit Sprachfachkombinationen und erklären, dass ihnen der erhöhte Korrekturaufwand bewusst sei und ihnen nichts ausmache. Dann muss man das auch als Teil des "Deals" akzeptieren.

    Eher sollten weitere Anreize geschaffen werden, um die traditionellen Mangelfächer (MINT-Fächer, künstlerische Fächer, technische Fachrichtungen an den beruflichen Schulen) leichter personell besetzen zu können - auch wenn das bedeuten könnte, dass Kollegen (m/w/d) mit von Natur aus korrekturarme Fächern zusätzlich auch noch weniger Deputatsstunden für eine Vollzeitstelle leisten müssen.

    Was ist das denn für einen Murks?
    Nur weil es draußen auf der Straße genug Deutschlehrer*innen gibt, müssen sie mehr Stunden arbeiten als die Mathe-Lehrkräfte? Aushebelung des Arbeitsrechts und Arbeitsschutzes (wir tun so, als würde das für Lehrkräfte gelten), weil es Teil des "Deals" war?!

    Schreiben am WBK die Studierenden in ALLEN Fächern eine Klausur?
    Oder schreibt jeder im Deutsch- oder Mathekurs, aber nur ein Teil in Physik, Religion oder Geschichte?

    (Mir ist allerdings klar, dass eure Kurse so klein sind, dass es ein Witz ist, zwischen "voll" und "ein Teil" zu differenzieren, deswegen nur aus Neugier, ob die APO-GOSt nicht bei euch gilt (was ich dachte) )

    Eben, aber auch Menschen wie @BaldPension sind zufrieden, es kann doch nicht sein, dass die PKV eine Haushaltshilfe zahlt. Dass dies sehr kurzsichtig ist, verstehen sie in ihrem Neid nicht.

    Ich kämpfe gerade um die Genehmigung einer Behandlung mit der Beihilfe. Auf der Verordnung steht dick und fett angekreuzt, dass es zur Vermeidung weiterer härterer (deutlich kostenintensiverer) Behandlungen inklusive Krankenhausaufenthalt geht.
    Nö.

    Physio vermeiden, OP bewilligen.
    etc...

    Ich empfinde "Lifestyle-Fasten" als sehr passenden Begriff für die ganzen Verzichtsaktionen, die mit richtigem Fasten eigentlich nichts zu tun haben. Selbst wenn kirchennahe Initiatoren dahinter stehen, ist es doch eher ein Versuch, einen zunehmend irrelevanten Randgruppenbrauch durch sehr weit hergeholte Adaptionen doch noch irgendwie einer breiteren Bevölkerungsgruppe zugänglich zu machen. Was nicht heißt, dass die Ansätze an sich schlecht sind, aber sie sind halt schon primär im Lifestyle verortet.

    man will die Leute "mitnehmen".
    Und das ist ja nicht sooo neu.
    Ich kann mich an eine meiner ersten "bewussten" Fastenzeiten (weil mit Reliunterricht bzw. Katechismus).
    Die "Katechismus-Mama" (die die Gruppe leitete) empfahl uns, auf das Schokocroissant vom Bäcker nach der Schule (Schulschluss in Frankreich: halb 5, da ist IMMER ein Snack geplant). Stattdessen irgendwas von zuhause (oder nichts) und das Geld für den anstehenden Bau einer Kathedrale zu spenden.
    Ich war ca. 10, wir gingen nie zum Bäcker, ich hatte kein Taschengeld und meine Oma hatte mir erklärt, dass Fasten was komplett Anderes war und ich konnte nicht verstehen, warum mein "Verzicht" etwas vom Bäcker sein sollte und warum ich keine gute Katholikin war, weil ich kein Geld spenden konnte. ("Zum Glück" gab es noch genug Aktionen, um an Geld zu kommen. Ich habe mindestens einen ganzen Stein dieser Kirche gespendet ;)

    Ich wollte mal fragen, ob eure Beiträge in diesem Jahr stabil geblieben sind, oder ob es wieder so drastische Erhöhungen gab wie im Jahr davor.

    Wie hoch waren die Steigerungen prozentual und in absoluten Zahlen? Ich selber bin nicht privat versichert, aber bei einer Bekannten ging es hoch von 412,28 € auf 462,37 €, obwohl sie erst 33 Jahre alt ist. Einen Risikozuschlag hat sie meines Wissens auch nicht. Sie hat keine Kinder, müssten also 50 % Beihilfe sein. Sie ist mit 27 Jahren zum Ref in die PKV gewechselt. Ist das mittlerweile echt so teuer?

    Entschuldige die Nachfrage, aber was ist die Absicht deiner Frage? Möchtest du dich selbst privat versichern? Möchtest du herausfinden, ob sie vielleicht doch Kinder hat? Einen Risikozuschlag? Zahlen erfunden hat?

    Ich hatte dieses Jahr keine Erhöhung, Sonst: ca. 50% Erhöhung in 12 Jahren, mit Mitte 30 eingestiegen..

    ... die Genehmigung / Kostenübernahme-Zusage von der Beihilfe. Hat nur anderthalb Monate gedauert.
    Obwohl: ICH weiß es immer noch nicht offiziell, sondern meine Ärztin hat die Zusage erhalten (schon vor fast einer Woche...). Ich bin gespannt, ob ich auch mal nebenbei Post erhalte.

    Nur noch ein (weiterer) Antrag ausstehend, mal sehen, ob es schneller geht und wie hoch der Bearbeitungsdauerunterschied zwischen Beihilfe und Debeka diesmal ist :)

    Die Kollegen (m/w/d), die für die Praktikumsbetreuung/Berufsorientierung zuständig sind, sollten sich dessen auf jeden Fall bewusst sein und es nicht für selbstverständlich nehmen, dass jemand so leicht einen Praktikumsplatz findet - gerade in der momentanen Wirtschaftskrise.

    ... und deswegen ist eine gute lokale Vernetzung wichtig.
    Dafür ist auch eine gute Vorbereitung der SuS wichtig, damit sie sich benehmen und die Betriebe nächstes Jahr nicht abwinken.
    Schulen (insbesondere Gymnasien!) sollen aufhören, autark zu leben. Wir sind Teile einer Stadt und auch wenn viele Lehrkräfte pendeln, es ist wichtig, sich auszukennen (und manchmal auch gewisse Befindlichkeiten zu kennen). (Deswegen ist die KAoA-Nachfolge der lokal wohnenden, jetzt pensionierten Lehrkraft an zwei Lehrkräfte gegeben worden, die 40 km weit weg wohnen, vermute ich. Viele wissen nicht, wieviel Netzwerkarbeit (sei es: ab und zu selbst beim Bäcker eingekauft haben...) hinter Kooperationen stehen und halten es für einfach Gott gegeben.).

    Betriebe werden für das Durchspielen eines nicht benötigten Bewerbungsprozederes schlicht keine Zeit und Nerven haben. Nutzen haben sie von 1-Tages-Praktikanten sowieso kaum und man sollte sich lieber über jeden freuen, der sich überhaupt dazu bereit erklärt😊

    Ich bezog mich dabei eher auf Klasse 10 (2 Wochen). Und klar.
    Aber wenn die Betriebe das nicht "ernst" nehmen (da beziehe ich mich eher auf die Aufgaben in der Praktikumszeit), später einbestellen, früher nach Hause entlassen, mehr Entertainment als normalen Alltag anbieten, dann brauchen sie sich nicht wundern, was die falschen Vorstellungen von zukünftigen Bewerber*innen sind.
    Ja, Teufelskreis.

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