Das ist zweischneidig.
Und genau das ist der Punkt: Akademikerkindern wurde schon immer "etwas abgenommen". Nicht der Hintern hinterhergetragen, "man" hat sich schon korrekt beworben, aber die Eltern haben (noch mal) erklärt, wie man das Schreiben verfasst, der Freund bei der passenden Firma / Praxis wurde im Vorfeld informiert, usw..
Immer mehr Eltern bekommen schon mit, wie wichtig es ist, dass sie mit dabei sind, kennen aber immer weniger Grenzen.
(Ja, ich hatte an der Uni (!) regelmäßig Anrufe von Eltern, die den Auslandsaufenthalt des Kindes im 5. Semester planen wollten. Schon seltsam, wenn es um Unibewerber*innen geht, dass jede*r zweite in die Studienberatung mit Mama kommt, aber bei aktiv Studierenden musste ich mehrmals sagen "Ihre Tochter kann mich selbst anschreiben" "Ja, aber ich will es auch wissen, sie erzählt nicht alles und versteht einige Sachen nicht"...)
Und: "Ich musste früher auch alles alleine machen", aber ... ich bin neidisch darauf und durchaus neugierig, was aus mir in einem Paralleluniversum geworden wäre, wo ich an der richtigen Stelle die Stupser gehabt hätte. (Sei schon gesagt, ziemlich sicher nicht Lehrerin, da das nur wegen der guten Bezahlung, Ferien und sozialem Aufstieg aktiv forciert wurde)