Das "Problem" bei der ganzen Entscheidung "Springen ja /nein" ist, dass "jeder" von uns vor Augen ein Auge hat, das wegen besonderer Begabung gesprungen ist und dann soziale Probleme in einer Klasse hatte.
Aber ernsthaft: in jeder normalen 5.-7./8. Klasse gibt es Welten zwischen den Entwicklungsständen der SuS. und haben wir auch im Blick, wer eben zum Klassenclown / Underachiever geworden ist, weil er NICHT gesprungen ist?
und wie geht es einem sozial-emotional, wenn man sich eben ständig über Paw Patrol unterhalten muss (bzw. mitbekommt, Pausen und so), in seinem Kopf aber weiter ist.
Da bedarf es vieler Gespräche und "Abkommen" ("ja, ich weiß, vormittags in Latein geht der Unterricht dir viel zu langsam und die Lehrerin lässt dich nicht daneben dein Physikbuch lesen, aber: guck mal, wir kommen dir entgegen und du darfst drei mal die Woche zum Chinesischkurs", so in etwa die Idee einzelner Schulen mit Drehtür- oder Enrichmentmodellen (Drehtür sollte NICHT in die höhere Klasse drehen, sondern zum Beispiel zwei Fremdsprachen gleichzeitig, oder zum Matheprojekt während PK- und Mathe, die man dann selbstständig nachholt.
Viele Fachleute beforzugen das Enrichment oder Akzeleration mit System (also alle SuS in der Gruppe arbeiten schneller, D-Züge, Sonderformen von Klassen oder Schulen..) aber nicht jede Schule bietet es an, da muss viel zu viel in Eigenleistung bringen und hat eben sogar Probleme, wenn der jeweilige Lehrer keine Lust auf sowas hat.
Ich rate den Ganz zu einer Beratungsstelle. NIcht nur das mögliche Testen ist vielleicht hilfreich, sondern sie kennen auch gute Adressen für passende Angebote (gerade schießen weitere Online-Angebte aus dem Boden), aber auch bei Bedarf auch Angebote fürs Sprechen. Sowohl für die Kids als auch für die Eltern.)