Gut, das ist ja ähnlich wie bei Kindern.
Keiner kann / will einem verbieten, X Kinder zu haben, man plant aber seinen Hauptberuf entsprechend. (Jetzt bitte kein Shitstorm, aber kein vernünftiger Mensch hat 3 Kinder, arbeitet Vollzeit UND hat keine gesicherte Kinderbetreuung - und der Fokus liegt auf den letzten Teil des Satzes!).
Die meisten Menschen mit Pferd werden entweder eine Reitbeteiligung oder einen gut funktionierenden Stall haben, der eben einspringt, wenn Termine wie Konferenz außerhalb der Reihe sind. Dass ein Tier krank ist, kommt ja nicht jede Woche vor.
Wenn ein Tier so krank ist, dass man keine 6 Stunden zum Tierarzt abwarten kann, ist halt so.
ABER: ich eröffne auch keine Kita neben meinem Lehrerjob, nur weil Kinder haben nicht verboten ist (bzw. gesellschaftlich angesehen/akzeptiert ist).
Genauso wie die meisten Menschen mit vielen Kindern an einem Punkt die Entscheidung treffen (müssen), ihre Arbeitszeit zu reduzieren, muss man es auch als mehrfacher Tierhalter von Tieren mit viel Bedarf vermutlich auch.
Sobald aber Geld im Spiel ist (und das ist es, weil es nicht deine Tiere sind), muss dein Dienstherr mitspielen. Schließlich kommst du eben in einen Gewissenskonflikt, wenn du dich mal für den Job "Pferdehalter Herr Müller begrüßen" statt "Elternsprechtag" entscheidest. Der "Nebenjob" kann nur genehmigt werden, wenn er den "Hauptjob" nicht gefährdet (selbst und gerade wenn der Hauptjob in Teilzeit ist. Die Teilzeit wird nicht genehmigt, damit man einem Nebenjob nachgeht)
Beiträge von chilipaprika
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Bekommt man im Seiteneinstieg in BaWü das 2. Staatexamen? Also wegen Wechsel nach dem Ref, ohne über eine Planstelle in BaWü zu gehen?
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Ich finde es legitim, dass man in der Sek II eine Fremdsprache bei uns abwählen kann. Mit der einen Stunde mehr Literaturunterricht bin ich bei dir. Grammatik und Rechtschreibung sind zwar auch wichtig, aber es gibt so viele schöne Kinderbücher, denen man aufgrund Zeitmangels gar nicht richtig Tribut zollen kann - vor allem, da "richtige" KJL eigentlich erst ab Klasse 3 möglich ist.
okay, ich brauche mein Ironieschild...

Ich würde zwar eine Menge an der Stundentafel rumdoktoren, aber es ist am Ende NIE möglich, alles zu berücksichtigen, was man bräuchte. -
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Ich habe keine Kinder, verstehe aber nicht, wieso die Hemmschwelle so hoch ist die Kinderkrankentage zu nehmen. Die sind doch genau für diese Zeit da. Es ist dann Aufgabe der Schule zu überlegen, ob und wie dein Ausfall vertreten wird.
Einerseits verstehe ich deinen Einwand, könnte mir aber auch vorstellen (außer, dass ich (auch kinderlos) meine SuS eben nicht "alleine" lassen möchte, schwierige Zeit für uns alle), dass ICH in der Situation denken würde: es ist erst Januar und wir sind wenigstens zu Hause. Wenn es in Februar / März zu Lockdownphasen mit offenen Schulen kommt, dann brauche ich noch die Tage.
Aber ich bin eh der "Sammeltyp für schlechte Tage" (und Überraschung: am Ende habe ich nichts benutzt, bin komplett am Ende und keinem ist geholfen. Folgt NICHT meinem Beispiel
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der Kern der Diskussion ist aber auch tatsächlich der Name.
@cocobygym : "Sozialkunde" gibt es in NRW nicht noch dazu.
Es sind die selben Fächer. Es gibt auch eine KMK-Regelung (2013?), dass genau all diese Fächer gegenseitig anerkennungsfähig /-pflichtig sind (ich bin mir fast sicher: Bayern hat einen Trick gefunden, aber egal).
Ich habe Sozialkunde (RLP) studiert und sofort (!) die Anerkennung in Hessen, NRW und NDS bekommen. Habe mein Ref in NDS gemacht, unter dem Namen "Politik/Wirtschaft". und dann sofort im Anschluss nach NRW eine weitere neue Bezeichnung.
Es sind dieselben Inhalte, und dann in NRW um Soziologie erweitert.
In NRW sind es (bisher, mit dem neuen Plan kenne ich mich nicht aus) 3 Jahre Politik/Wirtschaft in der Sek1 gewesen (à 2 Stunden). In NDS nur zwei. Ich glaube, Bayern hat insgesamt auch nicht mehr als 3 Jahre in der Kombi Sozialkunde und Wirtschaft/Recht oder?
Wir zaubern keine ideologische Inhalte zur Vorbereitung der nächsten Demo hervor, sondern erschließen einige Inhalte mit einer weiteren (!) Brille auf. -
Die gab es schon, siehe Beitrag von Palim.
Leistung ist nicht gleich Potenzial und umgekehrt.
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Daher auch meine Erläuterungen zu den damaligen Unterrichtsthemen des Faches "Wirtschaft und Recht" zu meiner Schulzeit vor über 20 Jahren am damaligen G9 in Bayern. "Uns" wurden im Fach Wirtschaft und Recht Grundlagen wirtschaftlichen Handelns beigebracht: Was ist überhaupt Bedarf? Was sind Bedürfnisse? Welche Güterarten gibt es? Welche Ziele verfolgen Unternehmer (und dabei durchaus eine kritische Auseinandersetzung mit Dingen wie Gewinnmaximierung), welche Zahlungsarten gibt es? Ökonomische Zielgrößen wie Gewinn, Kosten, Rentabilität, Wirtschaftlichkeit. Betriebliche Grundfunktionen, Rechtsformen.
Einen großen Anteil hatte Recht, also wie bereits erwähnt: Kaufvertragsrecht, Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Arbeitsrecht, Jugendarbeitsschutzbestimmungen, Jugendschutz. Alles Dinge, die meines Erachtens nach unbedingt an jeder Schulform und in jedem Bundesland verpflichtend behandelt werden sollten.
Wie sollen wir denn mündige, kritische Verbraucher und Bürger werden, wenn wir nicht einmal wissen, wie man einen Kaufvertrag abschließt und welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben? Nur ein Beispiel.
Das sind alles (!) Themen, die ich in NRW in der Sek1 (Gym) schon behandelt habe. Vielleicht nicht in der Tiefe von ‚Recht‘ (recht amüsant übrigens, das Konstrukt SoWi zu ‚kritisieren‘ (die Kritik nachvollziehen), vom ‚Fach‘ Wirtschaft und Recht zu sprechen. Die zwei Fächer haben doch noch weniger miteinander zu tun? (Natürlich hängt alles zusammen, aber eben: es hängt alles zusammen)
Ich sehe es wie ElCaputo: mir unterstellen, dass ich mein studiertes Fach nicht mehr unterrichten kann, hat irgendwie (überspitzt gesagt) den Beigeschmack von Berufsverbot aus ideologischen Gründen. Nur wenn ich wieder durchveinen neuen Lehrgang gehe, bin ich gut genug? Ein Lehrgang, der Geld (Moderation, also dem Land) und Zeit / Deputatsstunden für die Schulen, der eh ohne Prüfung abschließt und den ich nur absitzen müsste?! Wo ist die Logik dahinter, ausser wem auch immer eins auszuwischen?!
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Das mit dem angepasst und fleißig (Mädchen) oder Underachiever (Jungs) ist nachgewiesenermaßen falsch und ist ein lange widerlegtes Vorurteil, hochbegabte Schüler unterscheiden sich im Grunde durch nichts sozial oder von der psychischen Gesundheit von ihren Mitschülern. Bei Interesse: Marburger Hochbegabtenprojekt.
Was ist an meinem Satz falsch? Ich habe geschrieben, dass viele nicht erkannt werden. Weil sie zb angepasst sind (die Mehrheit der Angepassten sind eher vom weiblichen Geschlecht), weil sie gar nicht dem klischee des Superschlau entsprechen (hier die Mehrheit: Jungs) oder weil sie eben komplett unauffällig sind. Das hat aber nicht mit dem Geschlecht zu tun, sondern dass bestimmte Verhaltensweisen generell in unserer Gesellschaft / unseren Schulen besser akzeptiert / anders interpretiert werden.
Bei Interesse: ICBF Münster (irgendwie scheint es hier wichtig zu sein, wichtige Quellen anzugeben, damit es nicht sofort zerrissen wird)
Ich bin nicht sicher, ob mein sprachlicher Ausdruck falsch ist, aber ich meine nicht, dass es an JEDER Schule / Schulform immer 2% Hochbegabte gibt. Trotzdem gibt es sie _auch_ an Haupt- und Realschulen.
Ein paar Spezialklassen und Spezialschulen gibt es (ich weiss nicht, wie oft es sowas in der DDR gab?), aber wirklich zu wenig, was (für mich) ziemlich verwunderlich ist. Irgendwie hat die Gesellschaft (die Politik, eine gewisse Mehrheit) kein Problem damit zu sagen „unterschiedliche (kognitive) Begabung -> unterschiedliche Schulform“, „Lernbehinderung -> besondere Schulform“, dies auch am IQ festzumachen, aber sehr begabten oder Hochbegabten ist sofort der Aufschrei, man müsse sich um die Schwächeren kümmern und keine Elite fördern.
Dass die psychischen Folgen (!) ähnlich sein können (können! Folgen! Ich habe nicht gesagt, dass HB eine Störung haben), scheint nicht viel zu wiegen..
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Das ist der Punkt.
2% ist nicht viel, es sind aber trotzdem 2-3 Schüler*innen pro Jahrgang an jeder 3-4 zügigen Schule. Schulformübergreifend. Weil es auch hochbegabte SuS an der Hauptschule gibt.
Trotzdem werden diese 2-3 SuS oft nicht erkannt. Sie sind angepasst und „fleissig“ (oft Mädchen), komplette Underadchiever (oft Jungs). Und viele, die vielleicht ein bisschen durchrutschen, sich in dem Fach langweilen, woanders glänzen und der Familienhintergrund entscheidend wird, ob das Kind Schule nach und nach meidet oder als okay akzeptiert.
Natürlich gibt es auch emotional überforderte Kids (aber die gibt es auch unter den ‚Normalen‘ und unter denjenigen hochbegabten, die man nicht akzelerieren lässt), da ist das Lernen lernen entscheidend, Frustrationsfähigkeit und so weiter..., aber vielleicht gibt es auch einfach schlaue Kids, die sich nicht für ihre Mitschüler*innen interessieren, weil sie nunmal (für sie) nicht interessant sind und dann als ‚sozial inkompetent‘ wahrgenommen werden.
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Miss Jones , weißt du, wie hoch dein IQ ist?
Sowas fragt man doch eine Dame nicht

Das Witzige ist, dass dieser Umstand unterschiedlich ausgelegt wird: Die eine Seite befürwortet gerade deswegen das mehrgliedrige Schulsystem, die andere Seite ist genau deswegen dagegen.
Hochbegabte betreffen definitionsgemäß 2% der Schülerschaft, das ist ein komplexeres Ding als ‚nur‘ Dreigliedrigkeit oder nicht... (wenn auch eben eine tatsächlich sehr spannende Debatte mit keiner verallgemeinbaren Lösung
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Julia, ich weiß, wir sind in einem Forum und es gehört zum guten Ton, sich eher zu beschweren, als sich fürs Leben zu bedanken, aber: wie wär's, wenn du dir vornehmen würdest, auch mal in den Thread "worüber ich mich heute gefreut habe" oder so ähnlich zu gehen und uns an schöne Erlebnisse teilhaben zu lassen? Es liest sich so an, als wärst du grundsätzlich unzufrieden.
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Muss ich wohl in den letzten Monaten immer falsch verstanden haben.
Mach dir nichts daraus ,du warst nicht der Einzige

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Das "Problem" bei der ganzen Entscheidung "Springen ja /nein" ist, dass "jeder" von uns vor Augen ein Auge hat, das wegen besonderer Begabung gesprungen ist und dann soziale Probleme in einer Klasse hatte.
Aber ernsthaft: in jeder normalen 5.-7./8. Klasse gibt es Welten zwischen den Entwicklungsständen der SuS. und haben wir auch im Blick, wer eben zum Klassenclown / Underachiever geworden ist, weil er NICHT gesprungen ist?und wie geht es einem sozial-emotional, wenn man sich eben ständig über Paw Patrol unterhalten muss (bzw. mitbekommt, Pausen und so), in seinem Kopf aber weiter ist.
Da bedarf es vieler Gespräche und "Abkommen" ("ja, ich weiß, vormittags in Latein geht der Unterricht dir viel zu langsam und die Lehrerin lässt dich nicht daneben dein Physikbuch lesen, aber: guck mal, wir kommen dir entgegen und du darfst drei mal die Woche zum Chinesischkurs", so in etwa die Idee einzelner Schulen mit Drehtür- oder Enrichmentmodellen (Drehtür sollte NICHT in die höhere Klasse drehen, sondern zum Beispiel zwei Fremdsprachen gleichzeitig, oder zum Matheprojekt während PK- und Mathe, die man dann selbstständig nachholt.
Viele Fachleute beforzugen das Enrichment oder Akzeleration mit System (also alle SuS in der Gruppe arbeiten schneller, D-Züge, Sonderformen von Klassen oder Schulen..) aber nicht jede Schule bietet es an, da muss viel zu viel in Eigenleistung bringen und hat eben sogar Probleme, wenn der jeweilige Lehrer keine Lust auf sowas hat.
Ich rate den Ganz zu einer Beratungsstelle. NIcht nur das mögliche Testen ist vielleicht hilfreich, sondern sie kennen auch gute Adressen für passende Angebote (gerade schießen weitere Online-Angebte aus dem Boden), aber auch bei Bedarf auch Angebote fürs Sprechen. Sowohl für die Kids als auch für die Eltern.) -
ja, genau deswegen ist es immer müssig zu glauben, der Stundenplaner würde es "extra" machen.
Abgesehen davon, dass er wirklich etwas Anderes zu tun hat, als sich fiese Pläne zu basteln (gute Pläne basteln ist schon schwierig genug), hilft Kommunikation mal. Mein Stundenplaner wollte mal total nett sein (also allgemein zu allen) und legte unsere Vertretungsbereitschaft, wenn es ging, in unsere Freistunde. Aber dann immer einzeln (bei einem Doppelstundenmodell), damit man immer eine Freistunde auf jeden Fall hat. Für mich total doof. Lieber 2 Stunden Vertretung (die 2. Vertretungsbereitschaft wäre ja ähnlich gelegen zu einem anderen Zeitpunkt der Woche) oder zwei Stunden komplett frei. Woher soll aber der liebe Mann wissen, dass ich zu den Menschen gehöre, die lieber 2-4 Freistunden am Stück haben? Sogar mit 6 Freistunden war ich total glücklich. In diesen Freistunden hatte ich eine perfekte Organisation, es war für mich wie zwei kleine Arbeitstage.
Dass jemand mit Kind und/oder 50 Kilometer Anreise und/oder anderem Biorhythmus und/oder anderen Hobbies usw.. das anders sieht, ist logisch.
Aufgrund meiner Fächer und meiner Schulform (mit extrem vielen Kopplungen) kann ich aber nicht mal einfach so mit KuK Stunden tauschen, um meine schrägen Vorlieben auszuleben (und denen was Nettes zu geben). und nunja, am Ende müssen ja die 25-26 Stunden irgendwo im Plan liegen
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