Beiträge von chilipaprika

    Das wiederum gilt in SN nicht. Man kommt in dem Fall einfach wieder.

    Bist du ganz sicher? Also steht es irgendwo geschrieben oder haben die Beteiligten an deiner Schule einfach keine Ahnung und haben das nicht umgesetzt?
    Die Arbeitgeberin hat von dir eine Meldung, dass du bis XY.YY krank bist. Wenn du vorher arbeitest, lässt er wissentlich eine*n kranke*n Mitarbeiter*in arbeiten. Ohne Gesundmeldung nimmt er also ein Risiko auf sich. Wenn du an dem Tag fiebrig umkippst: wer haftet?

    Mich wies vor Jahren der Sekretär darauf, dass es nicht geht und eigentlich leuchtet es mir ein. In der Welt außerhalb der Schule müsse man "auf eigenes Risiko" kommen und etwas unterschreiben, wobei für den/die Arbeitgeber*in immer noch das Risiko besteht, dass im Falle der Fälle ein Arbeitsgericht unterstellt, die "auf eigenes Risiko"-Unterschrift als erzwungen ansieht.

    Wie das genau ist, weiß ich nicht (und bezweifle es, oft ist es alleine bei den richtigen Klausuren zweifelhaft, ob eine Beschwerde / Klage dagegen durchkäme...), aber: wenn der Test eh nur da ist, die mündliche Note aufzubessern, wo ist das Problem? Die Schülerin hatte ja keinen Vorteil, dem Test fernzubleiben, weil es schließlich keinen Einfluss hätte, wenn sie eine 6 hätte, oder? Oder war es eine Lehrerlüge und doch ein ganz normaler Test? (Sorry, ich hasse diese Formulierung von "zum Aufbessern", oft von SuS gefordert, weil KuK das auch machen. Eigentlich mit Referaten, aber auch mal mit was auch immer. Meine Korrektur- und Arbeitszeit sind wertvoll. Ich korrigiere nicht, damit sich die SuS dann heraussuchen, ob sie lernen oder nicht. (und natürlich gibt es viele unbenotete, angstfreie Lernprozessmöglichkeiten in meinem Unterricht. Aber WENN ich einen Test schreibe, dann weil ich mir etwas dabei gedacht habe. Eine Note von 10 zu streichen, das mache ich gerne, aber einen "wenn ihr wollt, kommt und schreibt" ist absolut unfair, wenn man sich dann wundert, dass einige nicht gelernt haben. (und sie dann bestraft werden)

    Naja, natürlich hätte ich korrigieren müssen. Aber (und da sorry, ist es objektiv betrachtet so) nunmal viel weniger als bei Oberstufengruppen. Und das fanden beide Schulleitungen erwähnenswert.
    Und ja, die Schulen hatten die Möglichkeit, mir aufgrund meines besonderen Mangelfachs A13 anzubieten, obwohl alle anderen Lehrkräfte A12 bekommen. (Das Mangelfach ist in NDS nur in der Sek1 ein Mangelfach (gewesen?) ).

    Aber eyh, eine Musikkollegin von mir hat auch mit der einstellenden Schulleitung verhandelt: Ja, sie kommt, aber nur, wenn sie die Musikklasse bekommt, den Oberstufenkurs und eine Teilzeitbeschäftigung mit Nebenbeschäftigungserlaubnis. Hat sie bekommen. Ist manchmal so, wenn man etwas hat, was andere haben wollen.

    Aber ob ein Gym/Sek1/2-Mensch an der Grundschule glücklich wird? Mich zieht dort kein A14 oder A15. und ich wäre unglücklich gewesen, nur Sek1 zu haben.

    Dennoch sind es nunmal genau die Lehrkräfte, die für ihre Arbeit an der GS besser bezahlt werden, ohne es studiert zu haben

    Ja, und das ist eine Unverschämtheit. Da bin ich absolut d'accord. Wer bereit ist, an der Grundschule zu bleiben, naja, egal, ich weiß es nicht, aber diese 3-6jährigen Abordnungen sind eine Zumutung für alle, am meisten für die SuS und Kolleg*innen der Grundschule, die auch noch Mentoring machen dürfen.
    Trotzdem hilft es nicht deinem Anliegen (grundsätzliches A13 für Grundschullehrkräfte), das ich nebenbei vollumfänglich unterstütze, wenn du "überspitzte" Bemerkungen schreibst, die einen anderen Anschein erwecken. Wir leben im Föderalismus, viele Leute wissen nicht mal, was in ihrem eigenen Bundesland passiert (insbesondere bei solchen Themen), dann lesen NRW-fremde sowas und nehmen an, dass man in NRW A13 für eine feste Stelle an der Grundschule bekommen kann.
    Nebenbei eine der wenigen Fälle, wo NRW nicht eingeknickt ist, soweit ich weiß gibt es nämlich durchaus Bundesländer, wo sowas im Sek1-Bereich passiert. Für die Grundschule weiß ich es nicht, in NDS wurde mir aber (mehrmals!!) eine reine Sek1-Stelle für A13 angeboten (Oberschule = Hauptschule, Gesamtschule ohne Oberstufe), weil sie mein Fach dringend brauchten. Und sogar damit schmackhaft gemacht "A13 und keine Korrekturen". und stell dir vor: ich hab keine dieser Stellen angenommen, im ländlichen Paradies 5km von zuhause, sondern bin 100km weiter gezogen. Weil ich Korrigieren liebe (und einen Knall habe).

    Tja, wie sich alle über die anderen Schularten täuschen.
    [Ironie an]
    Aber du hast schon Recht... Ich bin so froh, dass mene Gymkids einfach nur wissbegierig sind, morgens die Tür einrennen und nach neuen Grammatikkniffeln fragen. Aber mir fehlt schon ein bisschen die Herausforderung, weißt du. Sie sind alle so brav, die Pubertät hinter sich und quasi erwachsen.
    Du hast schon wenigstens Glück, bei dir, nur diese knuffligen, lächelnden Kinder, die immer glücklich sind und lernen wollen. Noch naiv und spielerisch, ihr könnt den ganzen Tag singen und gemeinsam spielen und lernen :)
    Was für ein Glück, dass wir beide nicht an der Hauptschule sind, wo nur Verbrecher*innen ohne Deutschkenntnisse sind. Oder sind es halt nur die handwerklich Begabte? Ach, es ist schon komplex, in einer so einfachen Welt zu leben.

    Wow... Da kennt sich aber jemand echt gut aus.
    Eine Abordnung!

    Die Person ist NICHT glücklich darüber und sie ist nur 3 Jahre an der Schule. Also warum sollte eine Person mit Interesse an Grundschule Gym/Ges studieren (dein Vorschlag), um dann an der Grundschule nur drei Jahre zu arbeiten? und sie setzt noch darauf, dass es in dem von ihr nicht studierten Lehramt ein Mangel gibt... was ihr also die Möglichkeit gäbe, sich mit dem richtigen Abschluss die Stelle auszusuchen, stattdessen setzt sie darauf, an eine Schule zu kommen, die eben NICHT in der Lage war, ihren Bedarf zu decken.

    Tommi: WO in NRW bekommen Gym-Lehrkräfte bei Einstellung an der Grundschule A13?

    Bei den Ausschreibungen steht, dass sie ein einjähriges, verlängerbares Beschäftigungsverhältnis auf E11 vorgesehen ist. Also im Prinzip eine Vertretungstätigkeit mit Parkmöglichkeit an einer anderen Schulform.

    Und ich bezweifle, dass jemand mit Grundschulinteresse das Referendariat am Gym glücklich hinter sich bringt.

    Der Anspruch auf Urlaub ist durch die Schulferien abgedeckt. Wenn du allerdings aufgrund von vielen Krankzeiten in den Schulferien nicht mehr auf deine 30 Tage Erholung im Jahr kommst, dürftest du deinen Weg finden, den Urlaub während der Schulzeit zu nehmen. Es handelt sich allerdings eher um ein theoretisches Konstrukt, als ein regelmäßiges, erprobtes Mittel.

    Ich bezweifle immer noch, dass ein nennenswerter Anteil der Mädchen sich ausschließlich aufgrund gesellschaftlicher Ansichten gegen eine naturwissenschaftlich geprägte Ausbildung entscheidet.

    Und immer wieder wundere ich mich, wo du deine Kurse in der Soziologie oder den Bildungswissenschaften belegt hast...

    WIE die Welt funktioniert, scheint komplett an dir vorbeigegangen zu sein..

    Alle aktuellen Serien (die ich gucke) thematisieren es genau aktuell:
    - Greys Anatomy

    - Parallelserie Seatle Firefighters

    - Bull
    - the good doctor

    Bei allen diesen Serien wurde auch ein Zeitmarker gesetzt mit März 2020... Alle drei spielen weiterhin realistisch mit Maske und bauen es vollständig (Tod von Personen, Arbeitslosigkeit, Maske tragen, Unmöglichkeit, andere Behandlungen vorzunehmen..), bei the good doctor haben sie nach 1-2 Folgen einen Hinweis gehabt mit "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir spielen in einer pandemiefreien Welt" oder so.
    Ich bin eher davon ausgegangen, dass es überall thematisiert wird, nur bei anderen Serien sind wir 2-10 Jahren im Rückstand :D

    yestoerty: aber durch Mathe hast du nicht plötzlich mehr Englisch, sondern einfach die Korrekturlast neu verteilt?

    Ich habe die ersten 2 Jahre nach dem Ref eins meiner Fächer mit mehreren Lerngruppen unterrichtet, seitdem (es waren dann 5 aktive Jahre in der Schule) wurde ich nicht mehr in der Unterrichtsverteilung berücksichtigt. Es führt dazu, dass die neueren Kolleg*innen, inklusive SL nicht mal wissen, dass ich das Fach unterrichte (für die Überarbeitung des Hauscurriculums wissen aber schon einige, dass ich einen Teil übernehmen könnte). Und da verstehe ich, was du meinst, mit "raus sein". Auch wenn es nicht unbedingt an bösem Willen hängen muss (bin mir bei mir unsicher, aber andere Sache), es ist schwer, dann wieder einzusteigen.

    Meiner Meinung nach gehört es zu einer guten Führungskompetenz der Schulleitung auch sowas im Blick zu haben. Dass kein*e Kolleg*in in die Falle tappt, ein Fach nicht mehr zu "können", oder gar Bedenken / Berührungsängste zu haben, weil man seit Jahren nicht mehr in einigen Stufen oder gar gar nicht dabei war. Gegebenenfalls auch "gegen" den Willen von KuK, die total gerne eine Nische haben. Wenn sich die Personalverteilung ändert, muss jede*r innerhalb seiner/ihrer Kompetenzen (Fakultas) agil reagieren können.

    jaohaaaa...
    Ich weiß nicht, ob ich mein Seminar zu den Guten zählen würde :D
    Aber tatsächlich haben sie da gut aufgepasst, dass wir uns ausschließlich auf den Unterricht konzentrieren (Schulen wurden auf Pausenaufsichten angesprochen, usw..), was ich persönlich doch problematisch finde, weil eben alle anderen Kompetenzen für die meisten meiner unerfahrenen Mitreferendar*innen als Überraschung nach dem Ref kamen (Aufsichten, Projekte, usw..). Aber gut, Backen und Schnittchen schmieren gehört selten zu unserem Alltag :)

    Im Endeffekt sind wir aber auch Teil des Systems. Wenn "wir" bei der Nachbesprechung eines UBs zur auf dem Tisch liegenden, offenen Kekspackung greifen, dann unterstützen wir das. Und zugegeben: auch wenn ich mir immer wieder vornehme, das ausdrücklich nicht zu tun, ich hab schon mal gegriffen und nie dem Refi einen Euro hinterlegt. Ich hab es nicht als selbstverständlich angesehen, eine Gegenleistung habe ich aber nicht gelassen (wenn man von den Stunden Betreuung im Vorfeld absieht...).

    Unser ehemaliger SL (der nebenbei auch diversen Seminaristen Hausverbot erteilt hat) hat diesen Unsinn dann bei sich im Haud schlicht und einfach untersagt. Der neue hat's übernommen. Wenn die nen Kaffee wollen, können Sie ihn kriegen, das war's.

    Ausnahme: Am Examenstag, der WIRKLICH sehr lang und praktisch pausenlos ist, gibt's catering vom Schulbäcker. Das organisiert die Sekretärin und zählt der Freundeskreis der Schule.

    war bei meinem Ref (NDS) ähnlich. Nur dass die Seminarleitung dies ausdrücklich verboten hatte ("Man hört von solchen Sachen, insbesondere NRW, bei uns will ich es nicht). Bei 35 Unterrichtsbesuchen wäre es echt hecktisch gewesen.
    Meine Fachleitungen hatten ja auch oft 2 oder gar 3 Besuche an einem Tag, Zeit und Lust auf einen Kaffee war oft nicht vorhanden.

    Beim Examenstag war das anders, aber das ganze wurde von irgendeinem Topf der SL übernommen (Jahrgänge bis vor mir mussten bei großen Unterrichtsbesuchen / Lehrproben eine große Kaffeepackung zu den Sekretärinnen bringen (klar, soviel trinken 2 Seminarmitglieder und Schulleitung in 2 Stunden..), die neue Schulleitung hat es untersagt).

    Aus NRW-Sicht: Denkt bitte an die armen Fachleiter*innen! Sie verbringen schon was weiß ich wieviele Stunden im Auto und dann wird denen ständig weiteres ungesundes Futter vor die Nase serviert...


    Was ich aber wirklich sehr gerne gemacht habe, waren ein paar Mal Kuchen in einzelnen Lerngruppen. Aber wer mich 3 Monate am Stück hatte, 3 UBs und 1 Lehrprobe in dem Zeitraum mitgemacht hat, durfte schon einen Muffin von mir bekommen, fand ich. Und es war auch entspannend, nach der LP zu backen. und es war für Menschen, die es auch verdient hatten: Fachlehrkraft, Schüler*innen und den Rest an die Tischkolleg*innen..

    Herr Rau Ich gucke mal, ob ich den Artikel finde / irgendeine Quelle finde, aber vor ca. anderthalb Jahren (?) war ein Artikel in der Süddeutschen, dass es eigentlich umgekehrt sei: die Bevölkerung (ich weiß nicht mehr, ob es auf Deutschland bezogen war, glaube ich aber nicht) würde dümmer, die IQ-Tests müssten angepasst werden.
    Das verwirrt mich jetzt (und ist grandios OT, sorry, ich MUSS es aber nachschauen, poste es hier, wenn ich es doch finde. Oder Valerianus weiß da was. )

    an den Hochschulen, in denen die Abiturnote eines bestimmten Faches besonders gewichtet wird oder zum Erlass einzelner Eingangstests führt, ist es schon bedeutsamer als der mögliche Zehntel der Abiturnote.

    Ich weiß. Aber wie ergeht es eben denjenigen, die NICHT ins Ausland gefahren sind und fast nie Oberstufe (oder gar das Fach) haben.

    Ausgerechnet mit Frankreich gibt es viele Möglichkeiten des Austauschs und Hospitationen. Aber gut, das geht mit Familie auch nur bedingt, sich 3 Wochen oder 3 Monate in die Provence abzusetzen und Scaffolding bei einem französischen Kollegen zu machen :D

    Erläuterung zum Smilie:
    Es macht mich traurig, DASS es so ist. Also für dich, weil ich sicher bin, dass du damit nicht zufrieden / glücklich bist.
    Und du hast zwei Fremdsprachen. Damit gilt dir meine höchste Bewunderung.
    Ich sage ganz ehrlich, dass MEIN Französisch echt leidet und ich wirklich merke, wenn ich ein paar Jahre keine Oberstufe habe, dass ich echt Schwächen habe. Und genau deswegen halte ich es für gefährlich, wenn einige NICHT ins Ausland gehen. Es fehlt dann das gute Fundament, an dem man schnell anknüpfen kann, wenn man es reaktiviert. Und viele Abiturient*innen / Studierende überschätzen ihr Niveau und die Nachhaltigkeit, wenn man dann jeden Tag "nur noch " "Good morning boys and girls, sit down, open the book, page 25" sagt. Die Fähigkeit, sich über Gott und die Welt, die Weltrevolution, politisches Alltagsgeschehen (WG-Leben?) oder Erziehung (AuPair?), über alles, bringt viel mehr als nur den betroffenen Wortschatz.

    Und ich meine es oben wirklich ernst: diese Leistung, die Zwei- und Dreifremdsprachenlehrer*innen jeden Tag erbringen, wäre für mich in der Form nicht machbar (und ich arbeite jeden Tag dreisprachig, aber eben ohne den Druck, "fehlerfrei" zu sein)

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