Das 4jährige Kind meiner besten Freundin hat gestern (30. April 2021!!) gefragt, warum alle Erwachsenen in der Schule und in der Stadt eine Maske tragen.
Es wurde einfach vorher noch nie thematisiert. Mich hatte es im Sommer überrascht, dass meine Freundin es nicht erklärt, aber offensichtlich sind Kinder viel anpassungsfähiger als gedacht.
Beiträge von chilipaprika
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Ich kenne beides: im Ref konnte ich jederzeit in die Schule, ich war oft samstags früh dort zum Arbeiten (und war nicht alleine), oder sonntags zum Kopieren.
An der Schule der Planstelle macht die Schule mit Dienstende des Hausmeisters bzw. wenn das Putzteam einen rausschmeißt (zwischen 17 und 18 Uhr, am Freitag früher). Es wird scharf geschlossen.
Natürlich gibt es aber auch Abendveranstaltungen, da ist aber immer jemand, der entweder DEN Schlüssel hat (Schulleitung) oder für eine besondere Veranstaltung ausgeliehen hat und immer eine Einführung ins Scharfschließen bekommt. Aber nicht für "ich würde mal gerne meine Tafelbilder üben"- -
Danke für diesen Beitrag.
Was ist denn Ihrer Meinung nach der "genau passende" Weg? Kann es gelingen, einen Mittelweg zwischen dem einerseits fachdidaktischen und dem andererseits kompetenzorientierten Vorgehen zu finden?
Ich sehe da keinen Ausschluss, also auch Fachdidaktiker*innen setzen auf Kompetenzen, es ist ja auch nicht per se schlecht oder gut.
Aber: In "meinem" Unterricht soll ich den Lehrplan "abarbeiten", Inhalte und Kompetenzen vermitteln, (fach)didaktische Prinzipien anwenden und dabei immer neue Themen berücksichtigen (also nicht nur als Thema / Einheit im Unterricht, sondern eben immer wieder nicht aus den Augen verlieren):- die Inklusion (Menschen mit Behinderung thematisieren)
- rassismuskritisch sein
- gegen Extremismus kämpfen
- Verschwörungstheorien bekämpfen
- Umweltschutz
- Nachhaltigkeit
- Programmieren
- Sexualerziehung
- Erste Hilfe
- Umgang mit Medien (traditionellen)
- digitale Medien
- Präsentationskompetenzen ...
usw
Wenn man dann noch den Eltern und den Menschen auf der Straße zuhört, gehören auch Fahrrad fahren, die Steuererklärung, Schwimmen, Zeitung lesen können, 10Finger-Tippen, einen Job suchen und finden können, usw...
JEDER Punkt ist wichtig.gar keine Frage.
Aber nebenbei soll ich auch die französische Grammatik beibringen, die Landeskunde frankophoner Länder, Stilmittel und grammatikalische Strukturen, einen gewissen literarischen "Kanon", das politische System, die Menschenrechte, die wirtschaftspolitischen Theorien, binomische Formeln, chemische Reaktionen, Experimente aufbauen, Sicherheit im Labor, ...
Vieles lässt sich kombinieren: eine Internetrecherche thematisiert den Umgang mit Quellen, vermittelt Inhalte und schult im Anschluss die Präsentationskompetenz. Aber es ist nunmal nicht ALLES möglich.
Also wenn ich nur 10 Stunden die Woche unterrichten würde UND die SuS ein paar Verfügungsstunden in der Woche für "Aktuelle Projekte nach Wahl" hätte, könnte ich vielleicht zu aktuellen Themen coole didaktisch aufbereitete Themen entwickeln. Aber mit meinen 25,5 Stunden und nur 2-3 Stunden pro Woche in vielen Fächern, geht das nicht.
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Das "Problem" bei solchen Themen / Anfragen: es handelt sich um Querschnittsthemen / Querschnittsfragestellungen und -kompetenzen: wir sind uns sicher ALLE einig, dass wir Schüler*innen zu selbst aber "wissenschaftlich" denkenden, diskriminierungsfreien und offenen, mündigen (etc...) Menschen erziehen wollen.
Jedes Anliegen ist wichtig.Aber die Lehrpläne voll.
und wir Lehrkräfte nicht speziell dafür ausgebildet oder nicht allwissend. Wenn man Glück hat, baut man es gut ein (Impfrisiken in der Statistik-Einheit), aber eigentlich müssten die SuS durch den Statistikblock im Matheunterricht dazu befähigt worden sein, selbst die Brücke zu machen.
Eigentlich müssten SuS durch den Deutschunterricht dazu befähigt worden sein, Texte in ihrer Sprache, ihrer Struktur, usw.. auseinanderzunehmen und rhetorische Fallstricken zu sehen. Ob ich in der 9. KLasse in der Redeanalyse eine Rede von Putin zur Krim nehme (habe ich, war aktuell), oder eine Rede von Attila Hildmann nehme, ist erstmals nur dem Kontext / Zeitraum geschuldet. (und ob ich Zeit habe, genau zu diesem Zeitpunkt eine neue, aktuelle Rede zu suchen, zu finden und didaktisch aufzubereiten oder gerade die Welt untergeht (bildlich oder nicht) und ich eine alte Rede nehme, die eh allgemein analysiert werden kann.
Eigentlich müssten die SuS den Unterschied zwischen Textsorten kennen und wissen, dass ein Kommentar kein Bericht und auch kein Sachtext ist.
Eigentlich müssten die SuS durch den Geschichts- und SoWi-Unterricht dazu befähigt worden sein, Quellen zu hinterfragen, in ihrem Kontext zu sehen, usw.. Ob ich ein Plakat gegen Juden aus der Zeit des Nationalsozialismus nehme, einen Parteiflyer untersuche, ein Video zu 9/11 oder an der Urteilsfähigkeit durch Debatten zu den Ausgangssperren, Lockdown oder Genderdebatte führe: die Schüler*innen lernen, Quellen zu hinterfagen, zu überprüfen, Bilder zu deuten, usw..Manchmal passt es, dass man es genau passend macht. Und manchmal / oft hat man nicht die Zeit, es perfekt so zu machen, wie sich dies Fachdidaktiker*innen an der Uni vorstellen. Nicht, weil wir faul sind und 20 Jahre alte Arbeitsblätter aufwärmen, sondern weil wir eine Haltung und Kompetenzen fördern wollen und nicht nur Fakten (das wollte doch die bildungswissenschaftliche Fachwelt, oder?) vermitteln. Jetzt müssen wir hoffen, dass die ach so tolle Kompetenzorientierung fruchtet. Es wäre doch doof, wenn die SuS jetzt weder Jahreszahlen, Fakten, Formeln und literarischen Kanon kennen, noch die Kompetenz haben, neue Sachen zu entdecken...
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Alles richtig, aber: trotzdem bitte nicht die ODtD nach 30 Jahren mit dem Vertretungslehrer ohne französisches Examen.
Das Familiensplitting ist ein anderes, interessantes Thema an sich, der frz Lehrer hat aber schon beim 2. Kind nichts davon, es bevorzugt also eher gut verdienende. Bzw. Je höher das Einkommen, desto mehr bringt ein Kind.
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Ach... es geht doch nicht darum, Deutsche einzustellen! es sind einfach bilinguale Klassen. Dass es im Grenzbereich natürlich viel mehr davon gibt, ist klar.
Ich kenne mich nicht sooo gut aus, aber kein Teil von Brandenburg oder Sachsen war jemals in polnischer oder tschechischer Hand? Dafür gibt es Sorbisch-Angebote
Also, dass nicht mehr alle Stellen besetzt werden, bezieht sich auf ganz Frankreich. Also auch Mathe und so.
Aufgrund des Ein-Fach-Systems gibt es auch keine Verschiebungen im System.
Frankreich ist in sehr vielen Regionen bildungspolitisch wie in Berlin: wer sich das vorstellen kann, darf ran
Chili
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Ach so: und die Leute kennen es nunmal nicht anders. Der Mindestlohnsektor ist in Frankreich sehr groß, der soziale Kahlschlag und die "Jugend- bzw. Absolventenarbeitslosigkeit" sind folgenschwer...
Klar, wer sich informiert, oder bei großen sozialen Aktionen wird immer verglichen, dass es woanders besser ist, aber: es gibt keinen vergleichbaren Markt in Frankreich. -
Wenn es aber für französische Verhältnisse so mega schlecht wäre, dann würde dort wohl niemand Lehrer werden - oder warum wird man in Frankreich Lehrer, wenn es sich finanziell so gar nicht lohnt? Das würde mich mal interessieren. Sind die alle Idealisten dort?
dann denk mal kurz nach, wie es dazu kommt, dass soviele Vertretungsstellen ausgeschrieben werden. Also konsequent und nicht nach "Mutterschutzzeiten". und auf Portalen wie "indeed"... Viele Stellen werden gar nicht mehr besetzt.
Französische Lehrer*innen sind quasi mit Bestehen des Examens auf Lebenszeit verbeamtet. Die Bestehensgrenzen wurden nach unten reguliert, die Plätze werden nicht besetzt, meine Bekannten, die Deutschlehrerinnen sind, arbeiten an zwei oder drei (!!) Schulen mit 25-40Km Entfernung zwischen jeder Schule.Es wird tatsächlich kaum noch jemand Lehrer*in, außer die Berufenen. oder die Verzweifelten (aus verschiedenen Gründen: was machst du mit einem Deutschstudium und 10 Jahren im Schuldienst?)
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(ich werde keine Diskussion mit meinen Bekannten und Freunden starten, aber tatsächlich überrascht es mich nicht besonders, dass sie es nicht im offiziellen Rahmen machen.
und wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht sagen, dass ich mich nur am Gesetz halten würde, wenn ich es ähnlich einschätzen würde bzw. die Möglichkeit hätte) -
gut, ich _glaube_ tatsächlich, dass es in RLP ganz normal möglich ist, sich abzumelden, weil ich tatsächlich glaube, dass die Kids meiner Freunde schon abgemeldet wurden, bevor die Tests da waren.
Aber das ist das Problem: jedes Bundesland macht es anders, da muss man sich anpassen.
ICH würde nicht das Kind dafür "bestrafen", dass es nicht da ist, würde aber auch nicht eine Riesen Mehrarbeit auf mich nehmen. Arbeitsblätter, ggf. je nach Alter einen Anruf oder ein kurzes Video drehen, das an mehrere SuS gehen kann, oder eine kurze Videokonferenz zu einem abgesprochenen Zeitpunkt (weil es so viel schneller geht zu erklären, was gemacht werden muss), eine gute Woche wünschen (je nach Zeitrhythmus, Alter und Fach) und gut. -
Vielleicht wäre es hilfreich, nicht alle in den selben Sack zu werfen.
Es gibt Impf-/Test-/Maskenverweigerer*innen auf der einen Seite und auf der anderen Seite auch Menschen, die eben den Maßnahmen nicht vertrauen. Und sorry: hier geht es die ganze Zeit darum, dass wir Lehrer*innen mit den Schutzmaßnahmen nicht zufrieden sind und uns Sorgen machen. Dann können wir doch den Eltern gönnen, die für sie richtige Entscheidung zu treffen, indem sie ihr Kind nicht in die Schule schicken.
Ob sie dann besondere Ansprüche jenseits von Arbeitsblättern stellen dürfen, ist vielleicht eine andere Frage. Aber schließlich geben wir Kindern, die krank sind oder in Quarantäne auch Materialien, oder?
Mein Bekanntenkreis ist anekdotisch, aber studienbedingt noch viel in RLP und dort haben gerade alle Eltern ihre Kinder aus der Schule herausgenommen und die Betreuung anders organisiert, weil sie sich zu viele Sorgen machen. und die paar Lehrer*innen aus RLP, die ich kenne, geben auch nicht das Bild ab, dass sie es nicht nachvollziehen können (die mit Grundschulkindern haben sie auch herausgenommen) -
Die ausgeschriebenen Stellen sind Primarstellen -> 27 Stunden als Vollzeit (und es sind 27 Zeitstunden)
Vertretungslehrkräfte (und sowieso sehr selten in der Primarstufe) bekommen keine Zuschläge.
Zuschläge gibt es für eine Klassenleitung, Brennpunkt, usw... (und die übrigens werden nur in den Monaten bezahlt, wo es Schule gibt... haha)
Wie kommst du denn auf 5000 Euro? Das höchste ohne Zuschläge sind die 3889 ohne Zuschlag. Selbst für fest angestellte KuK sehe ich keinen Weg, wie du an die Summe kommst (die aufgeschriebenen Zuschläge schließen sich aus und der Zuschlag für "Abgeordnet als Oberstudiendirektor im Ministerium ist wohl kein Maß)(und die Zuschläge sind ja Brutto-Jahreszuschläge)
Vertretungslehrkräfte bekommen die Sommerferien nicht bezahlt.
Die Lohnsteuer von ca. 50-60 Euro habe ich oben abgezogen, wäre natürlich bei steigendem Lohn höher, mit einem Kind niedriger (auch auffällig, dass man als Lehrer mit Kind in Frankreich sehr viele Jahre keine Lohnsteuer zahlt, weil man zu arm dafür ist...), also 1500 Eur netto (nach Abzug der Krankenversicherung-Ergänzung) finde ich trotz Ferienregelung echt nicht attraktiv.)
Ich bin wirklich die Erste, die immer dafür argumentiert, solche Erfahrungen mitzunehmen und auch mal im Ausland und so, aber dessen muss man sich bewusst sein. Auf dem Dorf mag man davon leben können, in Straßburg wird es eng. -
2 067 € ist das Bruttogehalt einer Vollzeitstelle im Elementarbereich (27 Zeitstunden). Einige der hier inserierten Stellen sind 50%-Stellen.
https://www.education.gouv.fr/la-remuneratio…nseignants-7565
Brutto 2067 Euro entsprechen laut Rechner 1612 "netto", vor Steuern, ca 50 Euro weniger "nach Steuern", wobei die Krankenkasse noch nicht vollständig abgezogen ist.
Für eine Vollzeitstelle ohne die Sommerferien für die Vertretungslehrer*innen.
Ach und natürlich: im Elsaß kann man zwar besser essen als auf der deutschen Seite der Grenze (mjam mjam, Froschschenkel und Schnecken jeden Mittag..), günstiger leben aber nicht. -
Sei fair und poste auch die Bezahlung dazu.
Danach fragen wir auch immer, wenn jemand aus China für eine Stelle dort Werbung macht :-/ -
und was ist das für ein System, wo man nach JEDER Stunde unanomysiert eine Note gibt? Dass sonst fast nur gute Noten herauskommen, überrascht mich nicht ...
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Ich bin sicher, wenn die Rechtsberatung der GEW (oder VBE) zu dem selben Schluss kommt wie du (könnte wirklich sein): sie freuen sich doch immer über Musterkläger!
Also wirklich ernst gemeint. -
Sorry, es nervt, du hast keine Idee, wer wie womit zufrieden wäre.
Klar würde ich nicht jetzt "einfach so" 400 Euro von meinem Gehalt abgeben. Obwohl ich hier und da so finanziere, dass ich einiges von meinem Gehalt abgebe.
Ich habe in der festen Überzeugung studiert, E13 zu bekommen (und fand es schon viel) und am Tag meines Amtsarztbesuchs erfahren, dass dies womöglich nicht der Fall sein wird.
Ja, ich wäre mit E13 dauerhaft genervt, im Vergleich zu den A13-ler*innen im Kollegium. Aber trotzdem könnten sie nichts dafür.
(und ich wusste: ich werde vermutlich nicht Vollzeit bleiben. Lieber 2/3 von E13 als 6 Korrekturgruppen. Vielleicht ist es auch für dich einen Weg: Erkauf dir Freizeit, die dich glücklich macht.
Oder: beziehe deinen Sonderpädagogikkumpel so ein, wie du der Meinung bist, dass er es sein müsste. Womöglich ist er a)) entweder sehr sehr sehr genervt von dir, b) langweilt sich und fragt sich auch, warum er im Studium Sonderpädagogik hatte, wenn er jetzt Grundschularbeit macht und fühlt sich ob seiner höheren Besoldung schlecht.) -
Bräuchte man aber nicht einen Master in MUSIK (statt Musikwissenschaften)?
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ich habe keine berufliche Fachrichtung (obwohl ich glaube ich ein Fach "fast umwandeln" könnte, aber sonst wenig-stündige Fächer oder Fächer, die nicht unterrichtet werden.) Deswegen kommen für mich alle BKs in der unmittelbaren Nähe (ich wohne neben einem :-D) nicht in Frage, ich will ja nicht in der kaufmännischen Ausbildung landen und nur noch Deutsch unterrichten. Jaja, Ansprüche ich auch
Zum Glücklich sein gehören nicht nur die SuS und die KuK, sondern auch ein bisschen meine Fächer 
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OT: Es wäre schön, wenn "ihr" mal aufhören würdet, Werbung fürs BK zu machen. Ich muss mir immer wieder - zum eigenen Schutz - vor Augen halten, dass es keinen in meiner Nähe gibt, bei dem ich - mit meinen Fächern - glücklich wäre oder eben doch?
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