Beiträge von chilipaprika

    Am Gymnasium könnte man z.B. diese Leute, soweit irgendwie möglich, aus der Zweitkorrektur des Abis, Aufsichten bei Abiturklausuren oder auch Mitgliedschaft in Prüfungsausschüssen des mündlichen Abiturs heraushalten bzw. nachrangig berücksichtigen.

    An anderen Schulformen kenne ich mich nicht genug aus, um konkrete Vorschläge zu machen; denkbar wäre vllt auch bei Veranstaltungen wie einem Sportfest solche Personen aus der Betreuung herauszunehmen. Dann wird eine Klasse halt mal nicht vom Klassenlehrer, sondern wem anders begleitet.

    Grundsätzlich fände ich es gar nicht sooo schlecht.
    Aber ich habe mittlerweile aufgehört, an gutes Kharma zu glauben.
    Einige (mehrere!) Fachschaften meiner Schule haben nur 3 Lehrkräfte, damit ist die Mitgliedschaft in Prüfungsausschüssen des Abiturs dahin. Ich bin in der Erstkorrektur, bin ich auch raus aus der Betreuung? Da wird aber unser Pool an verfügbaren Kolleg*innen schnell raus, wenn ich es überblicke. Ich glaube, es sind fast alles nur Leute, die eh dieses Jahr im Abi sind oder zwanghaft in der Zweitkorrektur.
    Irgendwie scheint es vielleicht eine Korrelation zu geben?

    Es ist nunmal unser Job und wir können nur meckern, dass Andere ihn nicht vollständig ausführen müssen, aber nicht, dass wir es müssen :-/

    Grundsätzlich verstehe ich (und teile) den Gedanken, sehe aber auch zum Beispiel die Firma meines Mannes: kein Home-Office, Abbau von Überstunden und Urlaub, bis hin zu Zwangsurlaub in den Osterferien.

    Wenn ich (Zb Krankenschwester) also in einem systemrelevanten Beruf arbeite, muss mein Mann entweder eine Notbetreuung für die Kinder haben oder (ggf unbezahlten) Urlaub (weil aufgebraucht) nehmen. Wenn ich in meinem systermrelevanten Beruf nicht gerade die Millionen mache, wird es schwer, Nudeln und Klopapier zu kaufen.

    Meine liebe Susannea,
    Du kannst nicht auf einen Beitrag eingehen, in welchem es ausdrücklich auf "bei uns NRW" geht und mit einer anderen Regelung von einem anderen Bundesland argumentieren.
    Mir ist klar, dass nicht alle Bundesländer eine Notbetreuung für Lehrerkinder anbieten, ebenfalls bieten nicht alle Bundesländer eine Ferienbetreuung an.

    Bei mir (NRW (!)) an der Schule (und ziemlich sicher überall, wo der Menschenverstand noch da ist) werden Kolleg*innen mit kleinen Kindern nicht in der Notbetreuung eingesetzt (vorausgesetzt, es gibt genug Menschen an der Schule. Also: nicht als erste)
    Bei mir in NRW (!!!) gehören Lehrkräfte zu den systemrelevanten Berufen. Wenn beide Eltern einen systemrelevanten Beruf ausüben (und es gehören eine Menge Berufe dazu (in NRW (!!)), dann hat das Kind Anspruch auf die Notbetreuung.
    Demnächst hat man sogar in NRW (immer noch: Achtung: NRW!) Anspruch auf die Notbetreuung und ebenfalls Ferienbetreuung, wenn auch nur EIN Elternteil einen systemrelevanten Beruf ausübt.

    Ja. Ich habe es auch irgendwo oben geschrieben. Ich bin freiwillig. Aber nicht, weil ich sooooo freiwillig bin, sondern, weil ich der Meinung bin, dass man sowas macht, wenn man keinen schlechten Grund dagegen hat.
    Kurz gesagt: ich bin kein so guter Mensch wie Kiggie. Ich will aber kein schlechter Mensch sein, wie soviele Kolleg*innen, die ohne Grund (um die geht es!) einfach nur abwarten, dass die Anderen sich melden.
    und wenn meine Schulleitung am Ende nur die Rückmeldung der "Freiwilligen" berücksichtigt, habe ich die A-Karte, weil ich eben kein A... bin.
    Ich bin für eine gerechte Verteilung der Aufgaben. Wer kann, macht mit. Punkt. Nicht "mmm, wäre es Ihnen genehm zu unterstützen oder wollen Sie lieber weiter Ihre Serie gucken?"

    Ich würde mich melden. Ganz ohne Dienstanweisung. Gerade jetzt ist das Land so aufgestellt, dass am Besten doch jeder seinen Teil beiträgt. Und wenn ich beitragen könnte, dass Pfleger/Ärzte/Erzieher/Einzelhandelskaufleute etc. ihrer Arbeit nachgehen können dann entlaste ich sie gerne, denn die machen einen verdammt wichtigen Job für jeden von uns.

    Allerdings hätte ich nun auch keine Lust 10 Tage da aufzukreuzen, während andere nichts tun. Also Gleichverteilung das Stichwort.

    manchmal kann man auch der Gesellschaft was geben! Man bekommt genug zurück, häufig so dass man es nicht unbedingt wahrnimmt.

    Bin da aber auch sehr solidarisch eingestellt.

    (Ich schaue auch gerade, wie ich Kinos, Gastro und andere betroffene Betriebe unterstützen kann).

    Genauso formuliert hätte ich es gerne. Habe es nur nicht so schön geschafft.

    Ich kann auch schon die Wochen davor nicht, denn ich habe drei Kinder zuhause, die betreut werden müssen und eine Wegstrecke von einer Stunde einfach, womit dann auch schnell die 4h Betreuung zu 6h unbetreuten Kindern führt.

    Denn mein Mann muss im Homeoffice arbeiten und sein Chef hält nicht viel von freier Zeiteinteilung (und ist mächtig sauer, dass mein Mann sie trotzdem teilweise einfach macht und nachts arbeitet oder am Wochenende)

    Dann les richtig.
    Das kleine Wörtchen "WENN" ist eben relevant.
    Wer vorher kann, kann weiter. Wer vorher nicht kann, kann vermutlich nicht weiter.
    Wer vorher kann, aber später Probleme hat, soll sich meiner Meinung nach melden und nicht umgekehrt nur nach Freiwilligen gesucht werden.

    Ich bin mir dessen bewusst, aber: es ist auch mein Job. Und genau deswegen wäre es mir lieb, wenn sich alle die Risiken teilen, und nicht nur "Freiwillige". Also ich finde, Schulleitungen müssen auch einsetzen. Dann weiß man, woran man ist. weil eben: ich will meinen Teil dazu beitragen, aber nicht am Ende alleine sein. und so jung bin ich ja auch nicht.

    Oh interessant.
    Anderes Bundesland, aber ähnliche Regelung. Ich gehöre allerdings zum Fussvolk, das die Mail bekommen hat. Irgendwie finde ich es ehrlich gesagt a..., sich bei sowas nicht zu melden (schliesslich gibt es keinen Grund, in den Ferien nicht zu können, wenn man eine Woche vorher konnte (die Risikogruppen und so wurden schon vorher ermittelt), ich habe aber keine Lust, dass man Ende nur die Freiwilligen da sitzen, weil ich mir dann die Ferien vermutlich zu zweit mit der Schulleitung teilen würde, wenn ich als alleinige Doofe auf die Mail antworte.

    Vielleicht warte ich doch noch zwei Tage, bevor ich antworte?

    Mir ist das Problem nicht klar.

    Die Schüler sind auf das Abi vorbereitet, die Lehrer sind es.

    Die einzige Änderung die, dass ggf. in kleineren Gruppen geschrieben wird, und die Tische etwas weiter auseinanderstehen.

    Das bedingt dann evtl. noch die ein oder andere Aufsicht mehr.

    Warum also die Abi-Prüfungen nicht durchführen?

    weil ..

    1) es ein Virus gibt, wegen dem man _eigentlich_ das Haus nicht verlassen darf und ich davon ausgehe, dass es keine Putzkolonnen gibt, die alle Türklinken reinigen und so weiter

    2) man davon ausgehen kann, dass die meisten Schüler*innen sich nicht an Regeln halten und sich selbst gefährden

    3) die Kids doch sicher was Anderes im Kopf, wenn sie die Tragweite der Situation verstanden haben.

    ICH möchte nicht eine Revision oder eine Prüfung ablegen, wenn ich eigentlich zur Zeit das Haus nur in Notfällen verlassen dürfte.

    Ich weiß mittlerweile nicht mal mehr, was ich mir "wünschen" würde. (außer, dass wir es alle mit möglichst wenig Problemen überstehen, aber mit welchem Weg halt).
    Wir sind absolut machtlos und es wird sicher am Ende nur das kleinere Übel rausgesucht.

    In NRW sollen - soweit die Abiprüfungen nach den Osterferien beginnen, die Schulen aber noch geschlossen sind, die Abiturienten weit auseinander gesetzt werden (offenbar zur Not über zig Räume verteilt).

    Hast du eine QUelle oder eher sowas wie planerisches Hilfskonstrukt?

    Quatsch... Es geht nur darum, dass Q1-Schüler*innen innerhalb von 3 Wochen ein Buch (Roman) oder 5 Seiten Text (in meinem Fall) lesen. Man schreibt nicht eine Klausur bei der Rückkehr, sondern man bespricht es, als wenn man selbst Vertretungsaufgaben bei Krankheit / kurzer Elternzeit gegeben hätte.
    Irgendeine sinnvolle Beschäftigung muss es ja geben.
    Meine Q2-ler*innen sind in der Wiederholung, die werden es ja eh nicht in Frage stellen, aus der Q1 kam noch keine Meldung in der Richtung, nur die Frage nach dem, welche Seiten sie im Buch lesen sollen. Da unsere Platteforme erst morgen vollständig genutzt werden kann, wird es eh noch dauern, ich gehe aber nicht davon aus, dass Wiederholung und eigene Beschäftigung mit 5 Seiten Text sie überfordern wird.

    Das mit dem Abitur ist keine Drohung. Unser Lehrplan ist so voll, es wäre zu ihren Lasten, wenn sie nächstes Jahr >3 Wochen Unterricht nachholen müssen. Zum Glück ist gut 2/3 der Unterrichtszeit einsparbar, wenn man alleine zuhause arbeitet, sich einen Text oder ein Lernvideo der Lehrkraft anguckt.

    also: Offizielle Ansagen hier oder her... Weh es kommt auch nur ein Q1-Schüler zurück und sagt mir, er habe nichts getan, weil es freiwillig sei. Dann kann er zuschauen, wie sein Abitur nächstes Jahr freiwillig ist.
    Klar gebe ich nicht Aufgaben in Höhe von 3*45Minuten auf, zumal man zuhause oder alleine durchaus schneller und effizienter arbeitet. Aber sie müssen schon einen Themenblock alleine erarbeiten (und es geht in meinem Fach absolut problemlos). Sollte die Sperrung länger andauern (wovon ich mittlerweile stark ausgehe): dann arbeiten sie eben 2 Blöcke alleine.

    Meine Sek1-Klasse wird es überleben, keine Konjunktiv-Formen zu lernen. Ich wäre aber schon froh, wenn sie in 5 Wochen (oder wann auch immer) Verben im Präsens noch konjugieren können und mich halb verstehen, wenn ich mit ihnen spreche. Also wie in der Ansage: projektartige Aufgaben ...

    Ich bin "vor Ort", da ich ja doch sehr schulnah wohne... die Situation erinnert ein wenig an den Sturm, auch wenn der Grund ein anderer ist.

    Einerseits bin ich froh,, dass ich im Abijahrgang keinen LK habe.

    Und andererseits versuche ich gerade mit ein paar SuS Möglicheiten zu finden, weiter zu unterrichten... ist bei meinen Fächern nun nicht ganz so einfach ohne Präsenz... SL hat schon signalisiert, dass wir - in Absprache - Schulräume nutzen dürfen, wenn das Sinn macht, auch wenn die Schule an sich geschlossen ist... ich glaub "Unkompliziertheit" ist grad praktisch.

    Meinst du für heute / morgen?
    Ab Mittwoch darfst du doch gar nicht mehr mit SuS in der Schule sein?
    (Du schon, und die Kids der Notbetreuung...)

    @Lehramtsstudent : warum bist du eigentlich Lehrer geworden? Ich meine, du bist doch höchstens 12 oder 18 Monate auf einer Planstelle

    An die BK-Leute mit Erziehern: Habt ihr schon eine Info, wie ihr mit den Externenprüfungen umgeht? Bei uns wäre es nächste Woche mit den praktischen Prüfungen losgegangen.

    ich bin auch gespannt, wie es mit den Examensprüfungen der Refis aussieht. Bei uns hätten alle Refs nächste Woche Examen gehabt... :(

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