Beiträge von chilipaprika

    und ein FSJ/BFD an einer Sek1-Schule wäre nicht sinnvoller, um die pädagogische Arbeit vor Ort kennenzulernen, bevor du eine komplett unbekannte Schulform studierst?

    Das ist natürlich richtig. Die Frage ist ja, was hat man für Alternativen? Politikwissenschaft oder Geschichte studieren? Jobaussichten mau! Besonders wenn man dann in dem Bereich später auch arbeiten möchte. Außerdem kann ich mir gut vorstellen Schüler zu unterrichten. Jetzt irgendwelche Mangelfächer zu nehmen, die mich gar nicht interessieren? Dann vielleicht gerade so irgendwie durchs Studium zu kommen? Wäre das wirklich ein besserer Weg?

    1) das, was Bolzbold sagt.
    2) Am Ende wirst du sicher mehr als diese Fächer unterrichten, vielleicht sogar in einem relativ großen Umfang, halbe Stelle oder so. Dessen solltest du dir bewusst sein. Wenn du dir also NUR vorstellen kannst, diese zwei Fächer zu unterrichten, dann ja, studiere Politikwissenschaft mit Nebenfach Geschichte, geh in die Jugendarbeit, mach Seminare zur politischen Bildung und Demokratieerziehung, usw..

    Also unabhängig von der Schulform, in der Annahme, dass du dir WIRKLICH die Frage stellst, was unterschiedliche Voraussetzungen sein können (Stichwörter: Beziehungsarbeit, "schwierigere" Klientel (vom kognitiven, vom emotionalen und verhaltens-Standpunkt):

    "Studier, was dir Spass macht" hin oder her: Dir ist aber klar, dass es kaum eine blödere Kombi für die Sek1 gibt, oder?
    Dass du am Ende eine Stelle bekommen wirst, liegt nicht daran, dass es so einen großen Bedarf an Geschichte und Politik gibt (die an vielen Sek1-Formen im "Gesellschaftslehre-Format" eh zusammenunterrichtet werden), sondern daran, dass du daneben noch einige andere Fächer unterrichten wirst: Deutsch, Erdkunde, Kunst, usw...

    Und ehrlich gesagt: Geschichte und Politik sind auch Fächer, die "jede*r" unterrichten kann, also im Zweifel kann das der Mathe-Lehrer in seiner eigenen Klasse.
    (Schreibt die Politiklehrerin.)

    Danke.
    Ich vertraue erstmal, mein Gehirn ist - ob Medikamenteneinnahme geschuldet oder weil ich dumm bin :D - nicht in der Lage, den Paragraf zu verstehen (Mit Haupt- und Nebenakte..). Ob es sinnvoll ist, sich Gedanken über hypothetischen zukünftigen Bewerbungen zu machen, sei dahingestellt :D

    MEINE Begründung für die Sek II (außer, dass die Uni, an der ich war, nur Gym-Lehramt anbot und ich es von meinem Heimatland nicht gewohnt war, dass man sich überhaupt festlegt):
    - Alle Schulstufen von 5 bis 13 = Mehr Abwechslung.
    - meine Fächer sind zum Teil eher an der Schulform verankert. Wobei: eins wäre ein Mangelfach in der Sek1, da hatte ich Angebote im Ref zu wechseln, aber wie gesagt: ich will die Bandbreite und sogar eher die Oberstufe unterrichten.

    Danke!
    Aber es ist genau meine naive Verständnisfrage: Ist es die selbe Personalakte, die eben sonst angefragt werden kann?
    Sieht der Schulleiter einer Schule, an die ich mich in 5 Jahre um eine Beförderungsstelle bewerbe, dass ich dieses Schuljahr langzeiterkrankt war und ich mir zur Wiedereingliederung (jetzt aus der Hüfte fabuliert) gewünscht habe, (erstmal) keine Klassenleitung zu haben oder nicht mehr im 2. Stock zu unterrichten?

    Bei der Schul-Personalakte wäre es etwas anderes als 20 Jahre bei der BR.

    Sie sagte, sie könne es, wir sollen es berücksichtigen. Wir haben kein besonderes Passwort für unser Mailprogramm (Schulkonto (Zugang zu schulischem Netz) ist natürlich gesichert. Ich weiß von anderen Arbeitgebern, die es auch können.)

    Ich auch.
    Bei meiner letzten Dienststelle wurde es paranoid vermutet, wegen Ansammlung von kleinen Zufällen, bei meinem Mann ist es aber definitiv so, er hat mir noch vor Kurzem von so einem Fall erzählt, wo aufgrund von Auffälligkeiten der Betriebsrat eingeschaltet wurde "Darf die IT zugreifen und die Mails uns vorlegen?" (Die Polizei wurde danach eingeschaltet, es wurde also nicht geguckt, ob jemand schwanger ist).
    Müsste in jedem Unternehmen ähnlich möglich sein.

    Total off-topic, aber als Spanischlehrer ärgert es mich immer, das zu lesen. Und ich glaube auch, dass unsere spanische Fachdidaktik einen großen Anteil an dem coolen Ruf hat, weil wir immer damit werben, dass Spanisch so einfach ist auszusprechen (ist es nicht!) und man alles so einfach schreibt und das Wetter immer so toll ist, etc.

    Also:
    Ich musste als Kind jedes Jahr (!) die Gründe fürs Deutschlernen auswendig lernen (obwohl ich ja schon in der Deutschklasse saß).
    Neben den 3 deutschsprachigen Ländern, der hohen Wirtschaftskraft (große Autos und starke Deutsche Mark!), der wichtigen Dicht- und philosophische Kultur und der deutsch-französischen Achse gab es noch:
    - Sonne! (Türkei, Spanien)
    - mit Deutsch in Spanien und der Türkei zurecht kommen, ohne Spanisch lernen zu müssen (über Türkisch wurde gar nicht mal gesprochen).

    Und ja, mein Deutschlehrer sprach kein Wort Spanisch, war aber in all seinen Ferien in Spanien. Er trug zwar kein Desigual aber sein Hautteint war überhaupt der eines Deutschlehrers.

    PS: Ich habe Deutsch gelernt, weil ich damals schon einen Knall hatte und der Meinung war, wenn alle Englisch lernen, will ich nicht. Kam meinen Eltern sehr entgegen (ich hätte vermutlich kein Mitspracherecht gehabt), weil Deutsch für die guten SuS war. Ob mit oder ohne Sonne.

    Vermutlich aber sterben die Fremdsprachen abseits des Englischen aus.

    eher das.

    Liebes kundiges Forum,
    Bei mir steht bald das BEM-Gespräch an, das ja protokolliert wird und dessen Protokoll in die Akte geht.
    Welche Akte?
    Ist es die Akte, die auch bei Bewerbung für eine Beförderung oder Abordnung angefordert und angesehen werden kann?
    Und bleibt es dann für immer drin?
    Vielen Dank im Voraus!
    Chili

    Infoveranstaltungen an Unis, die die Leute schon zu Studienbeginn in eine Anwartschaft reinbekommen wollen.

    Und grundsätzlich ist es nicht komplett an den Haaren herbeigezogen. Sowohl der Amtsarzt als auch die PKV fragen nach bestimmten Diagnosen und die Tatsache, dass weder die einen noch die anderen sich meinen Alkohol- oder Tabakkonsum interessieren, sich aber auf bestimmte Diagnosen oder gar Diagnosengruppen stürzen, ist nur traurig, aber real.
    Dass man dann mit Widerspruch und / oder Einsicht des AA weiterkommen kann, ist eine andere Geschichte.

    Wir stimmen gerade zur Erweiterung unseres Katalogs.
    Ob man für das "Rausnehmen" abstimmt, weiß ich zugegeben nicht, ein ehemaliges Wahlpflichtfach ist bei uns einfach abgelaufen.
    Ein neues Fach ist allerdings vielleicht auch die Schwächung meines Faches (Weil zum Beispiel Spanisch viel cooler ist als Französisch, oder weil "Literatur" vermeintlich weniger Aufwand als die reinen naturwissenschaftlichen Angebote ist).

    Ich habe mich just vor Kurzem mit jemandem unterhalten, der sich noch daran erinnerte, wie an meiner Schule noch gekämpft wurde, dass Französisch als 1. Fremdsprache weiter angeboten wird (lange vor meiner Zeit), auch das muss durch die Gremien gegangen sein.

    Eine schlaue SL kann viele Sachen als Fakten hinstellen, aber Konferenzen sind auch der Ort, wo einiges gesprochen wird (wie zum Beispiel Gedankensprung aber hier sehr gut diskutiert: das Fahrtkostenkonzept, die Ausflüge, die "gemeinsame Entscheidung" auf Fahrtkosten zu verzichten... usw. (und selbst wenn es nicht legal ist, ist es noch ein Diskurs, dem man was entgegensetzen möchte).

    das fällt für mich in die Kategorie "2 Stunden Staubsaugen am Tag".
    Ein externer Fensterputzer spart mir keine Zeit, ich putze sie einfach nicht. (Und offensichtlich merkt man das nicht (leise: doch) oder die Vögel der Region sind blind, wir hatten schon mehrere, die da reingeflogen sind, zwei davon sogar mit Schwerverletzung und dann Tod.


    Wenn jemand die Motivationsspritze hat: auch her damit zu mir!
    (Dass ich zur Zeit die Arbeit vermisse, heißt nicht, dass ich mir vorstellen kann, es noch 20 Jahre und mehr zu machen.)

    ich frage mich, welche privaten Informationen in Schulnews "versteckt" sein könnten?

    "Man hört, dass bald ein Babyglück auf dem Flur der zweiten Klassen kommen wird" ?
    "Die Physikkollegin ist in letzter Zeit sehr oft in der Turnhalle. Was wohl die Frau vom Sportlehrer dazu meint?". ?

    Da bin ich zu sehr Laie. Aber wenn da so Dinge wie "Ich bitte um Vergebung" gesagt wird, dann sage ich mal als Laie, dass ich für mich bete.

    Okay "Ich bitte um Vergebung" oder "ich bitte um ein Zeichen von Gott" ausgeklammert.
    Aber "Ich bitte um eine gute Note" oder "Ich bitte um ein Eis nach der Schule" ist halt was Anderes als "ich bitte, dass hungrige Kinder satt werden".

    Die polnischen Skispringer, die sich vor dem Sprung kreuzen, oder meine muslimischen Schüler*innen, die vor der Französisch-Arbeit noch beten und kurz die Hände offen halten (sorry, ich kenne die Bezeichnung nicht, gerne hier nachtragen), das passt für mich wenig. (Höchstens beim Skisprung "am Leben bleiben").
    Und genau deswegen dachte ich als süßes, kleines, katholisches Mädchen, dass die Nonnen und Mönche irgendwo sind und die ganze Zeit dafür beten, dass es UNS gut geht (natürlich nicht die guten Noten, aber allgemein).

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