Beiträge von chilipaprika

    Jenseits von Autos kann man in letzter Zeit diese Masche vermehrt bei Elektronik bei Amazon beobachten. Händler, die um Vorkasse (ganz normal) aber über eine Überweisung und nicht über Amazon bitten, das gekaufte Produkt kommt nie an.
    Ich hatte mir eine ganz tolle Sportuhr gekauft (und war sooo happy, ein tolles Schnäppchen gemacht zu haben, auch wenn es mir unwarscheinlich erschien). Als ich mich weigerte, eine Überweisung zu tätigen, recherchierte ein bisschen und fand solche Berichte. Kurz darauf wurde meine Bestellung storniert :(
    Ich glaube auch: die Autos gibt es einfach gar nicht.

    :(
    chili

    Ich stimme Schantalle voll und ganz zu.
    Ich bin einmal in der Woche in einer Art Teamteaching. Wir wechseln aber jede Woche, wer IM Klassenzimmer ist und wer draußen in einem offenen Bereich ist. Es ist kein Fachunterricht, es gibt also keinen "wichtigeren Lehrer" und keine Noten.
    Jede zweite Woche brenne ich insgeheim, weil mir die Lautstärke im Klassenraum viel zu hoch ist, die Kids - meiner Meinung nach - viel zu unhöfflich sind, usw... Aber da kann ich kaum den SuS sagen, dass sie bitte meine Kollegin anders ansprechen sollen, wenn sie selbst nichts sagt und mit der Unruhe leben kann.

    und am Ende gilt: wir haben andere pädagogische Herangehensweisen (auch weil wir komplett unterschiedliche Fächer haben), aber es ist eine sehr liebe Kollegin, die ich menschlich schätze und ich spiele das nicht für eine Stunde gute Erziehung alle zwei Wochen. In meinem Raum / Abteil ist es einfach ruhig(er) und Punkt.

    Wie man sich in öffentlichen Transportmitteln zu benehmen hat, ist meiner Meinung nach Sache von allen Begleitern, schliesslich bist eben auch für sowas dabei. Aufs Anlächeln und Gruppenbegrüßen "guuuuuuuuuuuuuuuten mooooooooooooooooorgen Herr Soundso" kannst du einmal verzichten ;)

    chili

    Das kann nicht sein, wir haben kaum Vertretungslehrkräfte (ich glaube zur Zeit nicht mal 2 Vollzeitstellen). Bei geschätzt 60 Kollegen und _mindestens_ die Hälfte in Teilzeit ...

    Als ich bei der "Vertrags"unterzeichnung (Planstelle) sagen durfte, wieviele Stunden ich mache, hatte ich den Schulleiter gefragt, was er braucht (war mir selbst unsicher , mit wieviel ich einsteige und mitten im Schuljahr war es mir klar, dass es eventuell keinen Bedarf gibt), hatte er gemeint, natürlich Vollzeit und mir gesagt, dass er sonst keinen Ausgleich bekäme. Das müsste das Kollegium auffangen.
    Bei uns machen zur Zeit seeeehr viele Kollegen "Überstunden", sammeln (schulintern) Überhang, der wann auch immer abgebaut werden darf. Wann ist allerdings eine gute Frage, wenn ich die Tendenz sehe.

    und was hat das dann mit "Familie" zu tun?

    Für einige frei planbare Tage würde ich persönlich aber jederzeit das Doppelte an Ferientagen hergeben...


    Tja, für ein paar planbare Tage müsstest du aber - man muss ja fair sein - ALLE deine Ferientage hergeben und dann ein neues Kontingent bekommen, das du dir zu einem bestimmten Prozentsatz in der Schulzeit legen darfst, den Rest nicht und an den Tagen, die du nicht frei hast, obwohl es Schulferien sind, musst du in die Schule ein gewisse Anzahl an Stunden verbringen und dort Unterricht vorbereiten.
    Man kann nunmal nicht ALLES haben.

    Aber das ist genau der Unterschied zwischen dem Finanzamt und der Schule. Die Steuererklärung von Herrn Meyer kann wann auch immer bearbeitet werden, die 6a hat aber montags um 8 Matheunterricht.
    Wenn man mit sowas anfangn würde, würde jeder mit Urlaubswünschen in der Schulzeit ankommen, denn es gibt schliesslich (jenseits von Sonderfällen mit schulpflichtigen Kindern in einem anderen Bundesland zb) keinen Grund, dass man Sondertage außerhalb der Schulferien bekommt. (und die Gründe wie Krankheit und so weiter sind schon abgedeckt)


    @all: Ist es richtig, dass die Schule für in Teilzeit arbeitende KollegInnen keinen Stundenausgleich erhält, außer während der Elternzeit?

    So wurde mir das auch von der Schulleitung geschildert.
    In Anbetracht der Anzahl an Reduzierungen (ohne Grund bzw. Kleinkinder) in meinem Kollegium frage ich mich, ob es bedeutet, dass wir in zig Fächern kleinere Gruppen haben könnten? Ich meine, es sind echt viele Mütter (sorry, kann nicht gendern, es sind nunmal die Frauen), die 12-14 Stunden unterrichten, obwohl ihre Kinder 6, 8 oder 14 sind. Es sind am Ende eine Menge Vollzeitstellen, die einem Kollegium flöten gehen würden?

    Danke für eure Meinungen und Erfahrungen.
    Die Trennung von Arbeit und Privatleben sehe ich zwar als wichtig an, bis "mich interessiert es nicht wirklich, was sie so außerhalb der Schule machen" würde ich nie gehen. Ich interessiere mich tatsächlich dafür. Nicht bei jedem Schüler, bei weitem nicht bei jedem Kurs. Es ist aber ein kleiner, besonderer Kurs, ich hatte fast alle Schüler schon in den letzten Jahren in unterschiedlichen Fächerkombinationen.
    Unabhängig davon, dass ich dem Kurs absolut vertraue, sich zu benehmen, ist unsere Einrichtung recht simpel, da ist wenig (nichts?), was kapput gehen kann.
    Ich schlafe auf jeden Fall eine Nacht drüber..
    chili

    Huhu!

    SchülerInnen meines Kurses, zu dem ich wirklich ein sehr gutes Verhältnis habe, kamen vor ein paar Wochn auf die Idee eines Kurstreffens, ich habe zugestimmt und finde es auch sehr nett. Soweit aboslut problemlos.
    Heute in einer AG, in der 80% des Kurses ist (plus eine andere Schülerin, die aber gefühlt zum Kurs gehört), sprachen wir über die Weihnachtszeit, Advent und so weiter und von einem Thema zum anderen haben die SchülerInnen vorgeschlagen, das Kurstreffen bei mir zu machen. Gut, ich müsste aufräumen, was auch ein guter Anlass sein kann, ich habe zugestimmt, aber gesagt, dass ich es noch mit meinem Mann absprechen soll. Unser Haus ist so, dass wir uns im Erdgeschoss aufhalten können, ohne woanders zu gehen. Neben einem sehr großen Wohnzimmer befinden sich einfach die Küche, ein Büro (ohne datenschutzrelevante Daten) und eine Gästetoilette.
    Schulsachen und privatere Räume sind alle im ersten Stock.

    Spricht rechtlich was dagegen?
    Ich bin nicht in der Stadt verwurzelt, einige KollegInnen mit eigenen Kindern hatten natürlich schon Mitschüler ihrer Kinder im Haus, die sie dann vielleicht selbst unterrichtet haben. Die Schüler wissen aber, wo ich wohne, meinen Mann haben sie schon mal gesehen, wir gehen zusammen zu Musik- oder Theateraufführungen in die Stadt, wenn auch mal Schüler dabei sind.

    Habt ihr vielleicht sogar Erfahrungen damit?

    Schöne Grüße,
    Chili

    Hallo!
    Hast du eine konkrete Ausschreibung im Blick?
    Sehr viele Schulen 'sperren' mittlerweile Fächer, so 'Bewerber mit folgenden Fächern yxccxx können sich nicht bewerben'.

    Du hast Anspruch auf Vollzeit, dh. du kannst freiwillig reduzieren, aber wenn du auf Vollzeit bestehst, muss die Schule die Stunden finden.
    Und was den 'Tausch' angeht... (man nennt es Versetzung): wenn die Schule das ganz okay findet, dass du 26 Stunden Mathe unterrichtet, wird sie nicht unbedingt zustimmen, dass du rauskommst. Dann bist du erstmals ein paar Jahre an der Schule gebunden. Sprich: auf eine zeitnahe Versetzung sollte man nicht setzen.

    Wie es ist, wenn das Fach GAR NICHT angeboten wird, weiss ich nicht, aber 2 Kolleginnen, die zur Zeit nur eins ihrer Fächer unterrichten (aufgrund von Engpässen bzw. Teilzeit) oder keine Mittelstufe im Fach haben, mussten sich für die Beförderungslehrprobe eine Klasse 'ausleihen' und haben bei einer Kollegin eine Reihe mitunterrichtet.

    DaVinci: bedenke aber, dass das fachfremde Unterrichten an deiner Schulform durchaus häufiger vorkommt als am Gym.
    Bei uns an der Schule unterrichtet keiner fachfremd. Mal gab es bei einem Kunst-Engpass einen fachfremden Einsatz in der 5. Sonst hat jeder mindestens das Fach in einem Zertifikatskurs studiert oder halt einen Abschluss.

    Würde sich eine Schule darauf einlassen, dich überhaupt einzustellen?
    Also: ja, es ist möglich und ja, das hat nichts mit der Verbeamtung zu tun.
    Allerdings würde das eine Schule glaube ich nur im äußersten Notfall machen und ich glaube, dafür hast du nicht die notwendigen Fächer und außerdem würde ich dir komplett davon abraten. (Außer es ist sowas wie: dein Fach wird in 2 Jahren eingeführt, sobald eine 2./3. Lehrkraft dabei ist).
    Wir haben einen Kollegen im Kollegium, die nur eins ihrer Fächer unterrichtet (tja, wir haben halt kein Altgriechisch), er ist nicht besonders glücklich und muss auch ständig irgendwelche Kurse übernehmen, auf die er sicher gerne verzichten würde, aber irgendwo muss man ihn ja einsetzen, es ist schwierig, jemanden 26 Stunden in einem einzigen Fach einzusetzen.
    Ich bin erst ein paar Jahre dabei und unterrichte seitdem mehrheitlich eins meiner Fächer. Glaube mir, ich würde schon jetzt einiges dafür geben, weniger dabei sein zu müssen. Wenn ich aber nur noch dieses Fach machen würde, würde ich durchdrehen. Unterschätz diesen Punkt nicht.

    Ich hatte letztes Jahr 20 von 26 in der Oberstufe unterrichtet, 1 Abikurs gehabt, 1 Zweitkorrektur.

    Eine Kollegin von mir hat - dieses Jahr und fast jedes Jahr - 23 von 26 Stunden in der Oberstufe, mindestens 2, eher 3 Abikurse (1 pro Fach, mindestens einen LK), und mindestens eine, eher zwei Zweitkorrektur in einem Fach. Bei ihr liegt es stark an den Fächern.
    Ein anderer Kollege hat seit ein paar Jahren 22-23 von 25-26 Stunden Deutsch, davon mindestens 12-15 in der Qualifikationsphase. (Teilweise) auf eigenem Wunsch.

    http://www.schure.de/22410/33,83201.htm
    in NDS

    "6.6 Die schriftlichen Lernkontrollen sollen in den Schuljahrgängen 5 und 6 in der Regel nicht länger als eine Unterrichtsstunde, in den übrigen Schuljahrgängen in der Regel nicht länger als zwei Unterrichtsstunden, im Fach Deutsch in den Schuljahrgängen 8 bis 10 in der Regel nicht länger als drei Unterrichtsstunden dauern."


    Ach, wieder gefunden:
    zur Menge und Ersatzleistungen https://riecken.de/index.php/2011…che-schule-nds/


    4 Arbeiten im Jahr ist schon die unterste Grenze, die durch das Schulgesetz in einem 4-stündigen Fach vorgesehen ist...

    Ich habe die NDS-Ordnung nicht mehr im Kopf (inwiefern man problemlos eine andere Leistung nehmen dürfte), aber ich sehe es persönlich als durchaus problematisch an. Trotz (deiner) Fehlzeiten sollten die SchülerInnen die Möglichkeit gehabt haben, irgendeinen Fortschritt zu haben. Das kann man auf irgendeiner Art und Weise überprüfen. Mit nur 3 Arbeiten / Noten im Jahr bedeutet das, dass du in einem Hauptfach im Halbjahr nur eine Arbeit schreiben würdest. Das ist soweit ich weiß nicht vorgesehen.
    Bei uns in NRW darf man eine Arbeit im Jahr (maximal pro Fach) durch was Anderes ersetzen. In einigen Fächern und Jahrgangsstufen ist es zb eine mündliche Prüfung. Von der Fachkonferenz festgelegt. Auf eine mündliche Prüfung muss man aber gesondert vorbereiten. und ein Portfolio wäre für dich viel korrekturintensiver...
    Ich würde eine "Klassenarbeit light" machen. Wo ich besonders darauf arbeite, dann wissen die SuS, dass du sie nicht in die Pfanne hauen willst und fangen nicht an, wegen der Fehlzeiten zu meckern und dass sie nichts lernen konnten.

    Hallo!

    Alles ist relativ. Vielleicht unterrichtest du (Ausbildungsunterricht) einen LK, der donnerstags und freitags ist, dann wird es in dieser Zeit schwer, donnerstags abends frei zu machen. Vielleicht ist der Konferenztag deiner Schule donnerstags und dann hast du ab und zu gesetzte Termine.
    Das Referendariat ist ein Vollzeitjob und so sollte es auch wahrgenommen werden. Ab und zu wirst du auch weit über die 41 Stunden Woche gehen. und mal wird es "lockerer". In den Ferien wirst du vielleicht nicht durcharbeiten... oder doch und dir damit Arbeit in späteren Wochen ersparen.

    ... aaaaaaaaaaaaber:
    sich ein Hobby zu bewahren ist das Wichtigste, was du machen sollst. Du hast als Ref/Lehrer eben eine relativ freie Zeiteinteilung. Wenn du zum Sport unter der Woche willst, musst du dich eben organisieren, dass du zu dieser Zeit frei hast.
    Man kann nicht 3 mal die Woche zum Sport, 1 mal zum Orchester, 1mal zum Stammtisch und am Wochenende die Nacht durchfeiern. Ist klar.
    Aber man kann / sollte auch nicht die komplette Woche bis spät in die Nacht am Schreibtisch sitzen.
    Feierabend ist bei uns ein dehnbarer Begriff. Aber Freiräume sind wichtig!!

    Ich bin jetzt erst ein paar Jahre auf der Planstelle. Habe die ersten Jahre den Fehler gemacht, dass ich komplett in Arbeit eingesunken bin. und das kann man schnell, wenn man immer wieder was verändern will. Es gibt IMMER was zu tun. Seit ca. einem Jahr gehe ich zwei mal die Woche zum Sport mit festen Vereinterminen. Weil die Termine eben fest sind und ich dafür sorge, dass ich bis dahin fertig bin. Es klappt mittlerweile wunderbar. Ich trödele vorher nicht, weil ich eben verabredet bin. und danach setze ich mich zur Not noch ein Stündchen hin. Entspannt und glücklich über meine Freizeit.

    PS: unseren SchülerInnen geht es nicht anders. und da könnte ich schreien, wenn mir Eltern im Elterngespräch erzählen, dass ihr Kind 5mal die Woche Nachhilfe hat und nicht mehr zum Sport geht, weil Mathe wichtiger ist.
    Ein zufriedener/ entspannter Mensch ist viel leistungsfähiger.

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