Beiträge von chilipaprika

    Verstehe deine Aufregung nicht, chilipaprika. Du weißt doch gar nicht, wie mariechen ihr irh Referat aufbauen will/wird. Und natürlich sind Referate in der Uni in der Regel wie Vorträge aufgebaut (zumindest war es bei mir so).
    Und was ist denn an Mariechens Fragen so schlimm? Meine Güte, es ist ein Referat im 1. Semester und keine Doktorarbeit... :autsch:

    Irgendwie habe ich mich nicht aufgeregt, sondern versucht, darauf hinzuweisen, dass meiner Meinung nach keine Methode bzw. kein Ziel in den Fragen ist.
    Wenn ich in Sport ein Referat über Weitsprung machen würde, würde ich (ich...) nicht 3 Menschen fragen, wie weit sie springen, sondern anders vorgehen.

    Meiner Meinung nach ist es auch einer der Gründe, warum die Bildungswissenschaften so sehr im Verruf sind. In sehr vielen Lehramtsseminaren wird ohne Methodik gearbeitet (wofür die Studierenden nichts können) bzw. keiner gibt sich Mühe ("Ist ja nur BiWi, da kann man labern.."), wofür wir widerum alle was können.
    und wenn die TE jetzt einen theoretischen Teil in ihrem Referat hat, glaube ich nicht, dass diese Umfrage sinnvoll ist. Aber meiner Meinung nach ist es eh ein Problem der Fragestellung. Was ist denn das für ein Seminar bzw. einen Dozenten, der seinen ErstsemesterInnen die Aufgabe nach der Sinnhaftigkeit ihres Pflichtstudienfachs gibt.

    Chili

    Ist dein Referat (ich hoffe, es ist nicht _wirklich_ ein Vortrag) tatsächlich so angelegt, dass du Menschen in dieser Form befragst?
    Da du im ersten Semester studierst, hast du vermutlich noch nie wirklich gelernt, das zu machen, aber was wirst du denn von diesen Antworten für Schlüsse ziehen?

    Ich halte die Fragestellung für absolut verkehrt und hoffe, du hast sie nur falsch verstanden und sie wurde nicht einfach so von einem Dozenten vergeben, das würde echt nicht mein derzeitiges Bild der Uni verbessern.

    1: Daten: Name, Schule, Fächer (optional, oder per PN wäre super!)

    Gymnasiallehramt, Geistes- und Sozialwissenschaften

    2: An welcher Uni wurde das Studium absolviert?

    Rheinland-Pfalz, altes System mit Staatsexamen ohne modularisierten Bildungswissenschaften

    3: Wie lange bist du schon im Referendariat?

    3 Monate

    4: Wie hast du das Fach BiWi/ Erziehungswissenschaften im Studium erlebt? (herausfordernd? Viel oder wenig gelernt?)

    Anders als 90% der Mitstudierende habe ich nicht die ganze Zeit rumgejammert, wie sinnlos das Ganze sei, habe aber versucht, möglichst viel von der Wissenschaft mitzunehmen und oft erst Semester danach im Praktikum oder in einem anderen Seminar AhAh-Verknüpfungseffekte gehabt. Gemerkt, wie alles einen Sinn ergibt.
    Dieser Effekt ist meiner Meinung nach nie im 1. Semester zu haben. Auch nicht in den "Fachwissenschaften". (Auch Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie... sind Fachwissenschaften)

    Hattest du damals das Gefühl gut auf den Beruf vorbereitet worden zu sein?

    Ja, weil ich Wissen erwarb.
    Wenn ich Kochrezepte à la "Wenn das Kind dir "Du Schl%&§ zuruft, antwortest du xy" oder "die Lektion 8a wirst du immer mit stummem Impuls anfangen" erwartet hätte, hätte ich eine Erzieherinausbildung gemacht, wo ich eine praktische Ausbildung bekommen hätte und keine wissenschaftliche.

    5: Wie hast du den Übergang vom Studium zur Praxis erlebt?

    problemlos, habe aber auch etwas anderes gemacht, und dann Vertretungsverträge angenommen, bevor ich jetzt ins Ref kam.

    Entspricht das Referendariat bisher den Erwartungen des Studiums?

    Das Referendariat ist ein Teil der Ausbildung, also eine verschärfte intensive Version der Schule. Ja, es ist in etwa meinen Erwartungen und Befürchtungen entsprechend.

    Würdest du aus heutiger Sicht sagen, dass du gut auf den Beruf vorbereitet worden bist, oder war das Ref. ein "Sprung ins kalte Wasser"?

    Ja, "trotz" altem Studium mit pädagogischem Begleitstudium und keinen Bildungswissenschaften weiß ich, dass ich so gut vorbereitet wurde, wie eine _wissenschaftliche_ Ausbildung vorbereiten konnte. Allerdings habe ich in dem Fach auch links und rechts geguckt, viel gelesen und nicht die Scheine schnell abgesessen, indem ich auch noch jammerte, wie sehr mir die [lexicon='Pädagogik',''][/lexicon] von meinen "richtigen" Fächern abhielt.

    6: Wenn ja, wie hast du den Praxisschock bewältigt?

    ich habe Freunde.

    7: Haben deine Kollegen ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Erste Lektion des Refs: untereinander spricht man nicht über Probleme.

    8: Wie bewertest du dieses Zitat? "Teachers teach as they were taught, not as they were taught to teach"

    unprofessionelle LehrerInnen tun das vielleicht.
    oder glaubst du: "Bäcker backen Brot wie Mama es in der Küche gemacht hat und nicht, wie sie es in der Ausbildung gelernt haben"?
    Wenn es so wäre, würden wir ganz anders unterrichten...

    Chili

    PS: Such dir aber einen anderen Zugang zur Thematik.
    Ideen: Welche Kompetenzen sollen LehrerInnen im Alltag haben (Schulgesetz, Ausbildungsverordnung vom Vorbereitungsdienst)? Welche werden im Studium ausgebildet? (Ausbildungsverordnung des Studiums, Modulhandbuch)
    Unterschied Theorie / Praxis (Bsp. Ärtze sind nicht im ersten Semester am Patientenschnibbeln... Sie lernen erstmal, wie der Körper aufgebaut ist, bevor sie mich stechen dürfen...

    Dieses "kannst du mal bitte heute einspringen" hängt sehr stark von der Schule ab. Ich habe in NRW an 3 Schulen sehr unterschiedliche Konzepte gesehen (alle Schulen vom selben Studienseminar, selbe Schulform)
    a) Refs machen Aufsichten (Schulhof, ...) wie Halbzeitkräfte, können also 2 Aufsichten in der Woche sein. sehr oft "kannst du mal bitte", insbesondere so, dass alle Minusstunden des Monats wieder drin sind.
    b) Refs machen Aufsichten, werden aber nur in allerletztem Notfall gefragt, ob sie eine Vertretung machen. Sonst nur Vertretung anstelle einer anderen Stunde (also selbe Stunde)
    c) Refs haben Aufsichten noch Vertretung. keine einzige in 2 Jahren. und dabei fielen auch viele Stunden ohne Vertretung aus (Oberstufenschwerpunkt, also keine Vertretung von kranken KollegInnen in den Oberstufenkursen)

    Eine "Aufsicht" wird übrigens nicht bezahlt, wenn man "nur" eine Klausurfaufsicht macht. Ist da keine Vertretung. Feiner Unterschied, auch wenn man in der Stunde trotzdem keine Zeitung lesen kann...

    Ja, wenn eine Stunde bei dir ausgefallen ist, hast du keinen Anspruch auf Bezahlung einer anderen.
    Minusstunden werden aber in NRW am Ende des Kalendermonats gelöscht.


    NDS: mein Studienseminar würde meiner Schule die Hölle machen, wenn sie wüssten, dass sie mich einfach so für Vertretung einsetzen.
    Meine Schule ist ein Traum, ich habe keine Aufsichten und werde immer gefragt, wenn meine Stunden getauscht werden (passiert sehr oft). Es versteht sich von selbst, dass man trotzdem immer ja sagt. Mein "freier" Tag ist also in den letzten 3 Wochen nie frei gewesen. Tja, Schule ist schön. Der Stundenplaner weiß aber auch, dass es für mich okay ist und ich in der Nähe wohne. Dafür ist er ein Engel und tauscht widerum auch meine Stunden, wenn ich einen Unterrichtsbesuch an einem Tag legen will.

    Mein Rat im Ref: nicht nur die Sekretärinnen sind sehr wichtig, der Stundenplaner ist das Ein- und Alles. Wenn er seinen Job nicht macht, ist es die Hölle. Wenn er seinen Job macht, kann es gehen. Wenn er seinen Job (sehr) gut und engagiert macht (wie bei mir), ist schon ein Großteil der guten Stimmung drin.

    Chili

    PS: freiwillig darfst du viel mehr Stunden machen, aber dein UieV steigt nicht. Mir wurde letztens empfohlen, von 12 auf 10 Stunden wieder runterzugehen. Mag aber studienseminarabhängig sein.

    Das sind aber keine Nebeneinkünfte, mit denen du planen kannst. In einem Halbjahr kannst du vielleicht 2 Stunden abrechnen, wenn es hoch kommt. Wie gesagt, es fallen in einem Monat IMMER Stunden aus...
    Dass du sie vorbereitet hast und trotzdem in der Schule warst, interessiert keinen.

    und bei der Mehrarbeit würde ich es mir echt überlegen. Eine zusätzliche Klasse für knappe 200 Euro brutto (!!!) in der Woche übernehmen....

    Chili

    Moin,

    wie hoch ist denn die Vergütung für eine Stunde Mehrarbeit/ Vertretung am Gymnasium? Wenn man da wöchentlich sich bereit erklärt eine Stunde zu übernehmen, wäre das ja nochmal ein netter Nebenverdienst!

    du sagst, 14 Stunden aus dem Stand zu unterrichten, ist echt viel, und dann denkst du über einen Nebenverdienst durch Zusatzstunden nach??

    Chili

    PS: ja, die 28 Euro stimmen in etwa.

    spontane Vertretungsstunden sind nicht wirklich zulässig, an einigen Schulen allerdings "normal", in einem bestimmten Rahmen. und was soll man gegen eine Schulleitung machen, die soviel Gewicht in der Endnote hat, wenn es sich noch im Rahmen hält?
    Eine Zusatzstunde (die man bezahlen würde) ist es aber erst, wenn KEINE andere Stunde im Monat ausgefallen ist (Verschiebung, Klassenausflug, Praktikum, ...) Plus- und Minusstunden werden in NRW (!) innerhalb eines Kalendermonats verrechnet.

    Ja, das System ist bescheuert und man kann mir vorwerfen, dass ich zu naiv an die Sache gegangen bin. Aber im Seminar wurden wir in der Einführungswoche als verschiedene Info-Veranstaltungen stattfanden, mitnichten darüber informiert, dass es keinen direkten Weg zurück in die GKV gibt. Auch der Debeka-Vertreter sagte mir, dass das alles kein Problem sei (heute bin ich schlauer, klar, der hat an seine Provision gedacht). Aber dann muss das rechtlich vorgegeben werden, dass die Referendare darüber korrekt informiert werden. Wozu findet sonst eine Info-Veranstaltung statt?


    wobei ich eher bescheuert finde, dass es 1) eine GKV und PKV gibt, 2) Beamte automatisch PKV-berechtigt sind.
    Nicht, dass man nicht zurück kann.

    Chili

    Wenn du ALG 1 beziehst, darfst du dich in der GKV versichern, bzw. es wird übernommen.
    Wenn du ALG 2 beziehst, nein. Es ist eben die Änderung.

    Da du in ALG 1 nicht eingezahlt hast und keine Rechte vor dem Ref eröffnet hast, kannst du nur ALG 2 erhalten. Musst also in der PKV bleiben.
    Du bekämst einen Zuschuss, wenn du ALG 2 bekommst.

    Chili

    Die Quelle ist veraltet.
    Wer in der PKV ist, kommt nur noch über Familienversicherung (Heirat) oder versicherungspflichtige Beschäftigung raus.

    und so leid es mir für die Einzelperson auch tut (wirklich!, denn es ist ja das System, das ich bescheuert finde), finde ich diese Neuerung gut und notwendig. Jetzt nur noch die Änderung, dass der Staat mir die Hälfte meiner GKV als Ref'in übernimmt, und alles ist konsequent.

    Chili

    aber WAS interessiert dich?

    Ich hab in RLP studiert, kenne mich aber mit dem Ref nur in NRW und NDS, kann dir also nur bedingt helfen.

    Allerdings könnte ich ohne konkrete Frage nicht sagen, wo ich glaube, dass es besser ist.

    - Notenbildung des 2. Staatsexamens / EInstellungsnote (RLP hat einen Bonus für eigene 2.-Stex-AbsolventInnen !!)
    - Stundenanzahl eigenständiger Unterricht
    - Seminarveranstaltungen?
    - Flächenseminare?
    - Interesse an bilingualer Qualifikation?
    - vorausgesetzte Erfahrungen? (Das Ref baut auf das Studium im eigenen Bundesland auf. Was bringen also die AbsolventInnen mit?)
    - Anzahl an Besuchen? Abhängigkeit des Schulleiters / Fachleiters. ....

    sind nur ein paar Fragen, die mir einfallen. Irgendwo habe ich ziemlich ausführlich zum Ablauf vom Referendariat in NRW (und NDS) geschrieben. Vielleicht hilft es dir bei der Entscheidungsfindung.

    Chili

    Stimmt, Nachreichsfrist.
    Ich hatte mein Zeugnis direkt bei der ersten Frist zugeschickt (erster Teil) und den zweiten Teil gar nicht erst zugeschickt, weil ich den Platz nicht angenommen habe und also die Erweiterungsprüfung nicht einreichen musste.

    Ich weiß nicht, ob so Andrangszeiten gibt, die meisten BewerberInnen kommen doch aus NRW. Ich habe zwei mal nach einer Anerkennung gefragt (1. Examen und dann die Erweiterung) und es hat das erste Mal genau 7 Tage (war in September), das andere mal 8 oder 10 Tage (absolut maximal) gedauert. Ich weiß nicht mehr, wann es war.

    Chili

    Du schickst das Zeugnis an die zuständige Behörde in NRW, hast im Normalfall innerhalb von 7-10 Tagen den Brief zurück, und dann musst du das Zeugnis selbst mit deiner Bewerbung zusenden. Ein Austausch zwischen den Behörden ist nicht vorgesehen. (und wird meiner Meinung nach nie stattfinden. Beispiel: ich war schon Angestellte des Landes, Vertretungslehrerin und die Bezirksregierung hatte schon alle Zeugnisse, Anerkennungen und so weiter und ich musste bei der selben Bezirksregierung alles neu einreichen.)

    Chili

Werbung