Beiträge von chilipaprika

    Ich kenne das auch sowohl vom Ref (NDS) als auch meiner Berufstätigkeit (NRW, eine Handvoll verschiedene Schulleitungen), dass die Schulleitung sich immer einem existierenden UB (ob groß oder klein) dazugesellt hat.
    Keine der Schulleitungen war darauf hinaus, die Reffis zu verhätscheln und vorm Seminar zu "schützen", aber keine hatte daran Interesse, dem/der Reffi mehr Stress und Arbeit aufzudrücken.

    natürlich spielt es eine Rolle (weswegen man zumindest das BEM-Gespräch auch ablehnen kann), aber das kann die Schulleitung offiziell nicht wissen. Du meldest dich krank und nennst ja keinen Krankheitsgrund (und hoffentlich wird auch keiner in Nebennotizen festgehalten à la "Magendarm genannt", "Attest vom Orthopäden"..).
    Und auch mit 10 Wochen Krankheit wegen Beinbruch hast du Anspruch auf eine Wiedereingliederung, um den Wiedereinstieg zu erleichtern.

    Das Problem ist, dass die meisten Menschen / Lehrkräfte / Mitarbeiter*innen (?) sicher Angst und Respekt vor solchen Gesprächen haben und keine Fürsorge empfinden, sondern ggf. Kritik und Kontrolle sehen.
    Ich bin voll bei dir, dass 15 Tagen im Schuldienst ausreichen sollten, weil es aufgrund der unterrichtsfreien Tage echt einen Unterschied zu anderen Arbeitsverhältnissen ausmacht.
    15 Tage sind aber mit einem Kita-Kind (Ansteckung! Nicht die Kind-Krank-Tage) und einer eigenen Grippe schnell erreicht. Bei einer solchen schulinternen Regel musst du aber einheitlich vorgehen (vgl. Angst vor Kontrolle und Maßregelung der Kolleg*innen) und kannst dann nicht den Kitavater vom Fürsorge-Gespräch ausklammern und die Kollegin, die regelmäßig 3 Tage krank ist (ohne dass man eine sofortige Einsicht in die möglichen Gründe hat) einbestellen.
    Mittlerweile frage ich mich, ob nicht 50% des Kollegiums die 15 Tage im Schuljahr übertrifft. oder vielleicht nur 10-12, aber von Leuten, die nur 3-4 Schultagen die Woche haben.
    Da ist die SL voll mit Gesprächen. und ändern tut es nichts.
    Ich wurde zum Beispiel im BEM-Gespräch gefragt, ob eine Entlastung bei Korrekturen gut wäre. Dies habe ich verneint, es war nie mein Problem, auch wenn ich sie hasse. Wenn jetzt aber zwei Drittel im Fürsorge-Gespräch das bejahen würden, dann haben wir aber echt einen Personalsalat. Denn ehrlicherweise: WAS kann die einzelne Schule überhaupt tun, dass es einem besser geht (jenseits von krassen Sachen wie Hörschaden und Raum mit besserer Akustik, Gehschwierigkeiten und kein zweiter Stock, usw..)

    hat man schnell zusammen, es sind aber schon 400 Euro Rechnungsbetrag und zum Glück gibt es noch Ärzte, die nicht sofort die 300 Euro alleine knacken.
    Mich ärgert(e) es schon alleine, weil ich will, dass alles abgearbeitet wird.
    Aber mein persönlicher Assistent (Kostenpunkt: ein Abendessen im Jahr :D ) übernimmt es und ich versuche, es zu verdrängen. Bei den Rechnungshöhen und ständigen Nachfragereien, Ablehnungen oder doch nicht, usw dieses Jahr war das deutlich schwieriger als sonst.

    Ich hatte Latein-LK (schriftlich im Abitur, gar nicht so schlecht abgeschlossen) und ein Studienjahr in Frankreich (wobei Latein kein eigenständiges Fach ist, sondern als Teil von "Französisch", entweder vertieft oder für Neu-Anfänger).
    Aber 1. in Frankreich übersetzt man mit Wörterbuch (klar, man hat keine Zeit, alles zu gucken, aber ein Teil - dafür übrigens in beide Richtungen, schon auch in der Schule), und: 2. Ich bin Nicht-Muttersprachlerin. es handelte sich nicht unbedingt um Wortschatz, den ich auf Deutsch aktiv hatte.
    Da ich im ersten Studienjahr in Deutschland sowieso schon noch Russisch belegen musste (lange Geschichte, hat mit meinem deutsch-französischen Studium zu tun und den Belegungspflichten in Frankreich zu tun), war es einfach zu viel für mein Hirn (Mittelhochdeutsch-Deutsch und Altfranzösisch-Deutsch hatte ich auch im selben Stundenplan).

    Das Thema hatten wir schon, da haben schon mehrere Französischkolleg*innen dazu geschrieben.
    So einfach ist es nicht. Meinetwegen wäre es super, wenn keiner mehr das Fach wählen würde, aber das tun eben viele. am ehesten die Schwachen (Konkurrenz ist ja Latein).
    Ich lebe damit.
    und es ist okay, dass es so ist. Nur: ich sehe es nicht mehr ein, 4 Lerngruppen zu haben, wenn andere nur 1-2 haben, damit sie ihr Zweitfach unterrichten. und das habe ich stark kommuniziert.

    (Ich habe übrigens vor ein paar Jahren / zu Beginn sehr gerne Französisch unterrichtet. Die Menge macht den Spass. und da wurde es übertrieben.)


    Stellt euch mal vor, ihr habt einen muslimischen Kollegen, der Mathe/Info studiert und dann noch am Ende die Idschaza macht, weil es doch gut wäre, ab und zu ein Nebenfach zu unterrichten und er in seiner Gemeinde engagiert ist. und in der Schule unterrichtet er alle Religruppen, soll bitte das Fastenbrechen organisieren, einen neuen Lehrplan entwickeln und alle Kontakte zur Gemeinde der Schule haben.
    Ich habe zum Fach eine furchtbare Beziehung AUCH entwickelt, weil ich essenzialisiert werde und damit große Schwierigkeiten habe.

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