Beiträge von chilipaprika

    so gerne ich immergut zustimmen würde: das kann man nicht so sagen.
    insbesondere die erste diagnose (zur vorläufigen abrechnung) ist oft eine verlegenheitsdiagnose (wie soll man sonst nach 50 minuten eine ziffer nennen), deswegen ist es für dich wichtig zu wissen, was drin stand (du hast anrecht darauf) und dass du eben mit dem arzt besprichst, was er eventuell aussagen würde, wenn er danach gefragt wird (wahrscheinlichkeit gen 0 aber gegeben, insbesondere, wenn er etwas "schlimmes" diagnostiziert hatte).

    chili

    das offizielle Vorgehen:
    du musst den damaligen Arzt / Therapeuten anfragen / anrufen und ihn nach der Diagnose fragen, die er damals gestellt hat. Ja, direkt nach der ersten Stunde hat er dir eine Ziffer verpasst, damit er die Stunde bezahlt bekommt. Womöglich hätte er nach der 5. Stunde eine andere Ziffer gesagt, aber eine Diagnose ist nunmal schon ermittelt worden.
    Diese Diagnose musst du auf Nachfrage (PKV) sagen können, eventuell auch mit einem Brief des Arztes, dass es sich nicht bestätigt hat oder so (was nach 2 Stunden eh so eine Sache ist).

    Chili


    Achja, noch eine persönliche Erfahrung: Ich bin ja Lehrerin für Französisch und habe immer mal wieder Versuche gestartet, Spanisch nachzulernen. Bisher hatte ich keine Zeit für einen Kurs, aber was ich mir selbst beigebracht habe, kann sich durchaus sehen lassen. Ich weiß nicht, ob das andersrum auch so leicht geht, sprich, ob man von Spanischkenntnissen aus auch Französisch ableiten könnte.
    Liebe Grüße,
    Hermine


    Hallo!

    Das ist glaube ich schwieriger, weil das Spanische eine einfachere "Laut-Schrift-Beziehung" hat.
    Aber wer Imparfait - Passé composé verstanden hat, wird kein Problem mit Imperfecto - Indefinido haben, und das auch umgekehrt.

    Wenn dein Kind wirklich keine Ahnung / Vorliebe hat und er sprachlich gut ist, würde ich, als Französischlehrerin, immer dazu raten, die "schwierigere" Sprache als erste zu nehmen. Spanisch kann er danach ziemlich schnell lernen. Ich behaupte mal, ein Auslandssemester reicht mit Französischkenntnissen aus, um Spanisch zu beherrschen (wenn er Wirtschaft oder Technik oder so studiert, nicht wenn er Spanische Literatur studiert ;) )
    Ich bin kein Fan von "schwierige Sprache", "einfache Sprache", aber aufgrund der, sagen wir es so, nicht besonders einfachen Rechtschreibung wird ein Kind gefordert. Ich halte es dann für einfacher, die dritte Fremdsprache zu lernen, wenn man auch diese Kompetenz bei der zweiten Sprache geschult hat. und ein guter Schüler wird es auch nicht als unbewältigbare Aufgabe sehen, sich das Schriftbild von Wörtern zu merken.

    Ein weiterer Impuls:
    Wie sieht die Drittfremdsprachelage bei euch aus? Gäbe es überhaupt die Möglichkeit und eröffnen beide Fremdsprachen dieselben Möglichkeiten? Ich kenne es so, dass man oft nach Französisch die Möglichkeit auf Spanisch hat, aber weniger umgekehrt (wenn Spanisch als 2. Fremdsprache angeboten wird). Dabei würde ich (wenn es eine Rolle spielt) nicht auf das "theoretische" Angebot der Schule achten, sondern auch auf das in den letzten Jahren tatsächlich zustandegekommene Angebot (Gibt es zum Beispiel für eine Sprache eine Garantie seitens der Schule, für die andere nicht).
    Falls der Sohnemann ein Sprachkünstler ist und eine dritte Sprache lernen will...


    Chili

    Es sind aber nicht Veranstaltungen mit dem Namen "Junge NPD bietet Kinderbetreuung an", sondern sie unterwandern gezielt existierende Strukturen und indoktrinieren dort. Es ist etwas anderes.
    und selbst mir nah stehende Parteien möchte ich nicht meinen Sportverein unterwandern sehen.

    Chili

    Hallo!

    + Andere Sprache, andere Kultur
    + hilft vielleicht (?) beim Spracherwerb, beim Wortschatz und Grammatik
    + soziales Milieu (da oft Gebühren höher)

    - Immersion nicht ausreichend
    - soziales Milieu ziemlich geschlossen.

    Da wo ich wohne, gibt es solche Angebote nicht, so dass die Frage sich mehr oder weniger erübrigt. Wenn ich aber darüber nachdenke, weiß ich, dass ich davor doch wohl mehr darüber nachgedacht habe, als ich es zugegeben hätte, da ich es jetzt "vermisse" (Kinder sind nicht mal in Planung.)
    Ich bin selbst keine Deutsch-Muttersprachlerin und es böten sich also 2 (bzw. 3) Möglichkeiten für mich an:
    - Angebote in meiner Muttersprache. Das würde ich aber nicht als Vollzeitangebot nutzen wollen, sondern als Kinderspielgruppe, wo man gezielt mit anderen Kindern und MuttersprachlerInnen die Sprache der Mama spricht.
    - Angebote in einer anderen Sprache. Ich bin sprachaffin und bin der Meinung, dass man "nicht genug" Sprachen sprechen kann. Englisch war nie wirklich meins und wenn es keinen KiGa direkt vor der Tür gibt, der auf Englisch ist, würde ich nicht unbedingt drüber nachdenken (naja, Papa darf vielleicht mitentscheiden). Ich bin eher der Meinung "eine einfache Sprache wie Englisch lässt sich von einem durchschnittlich intelligenten, durchschnittlich bis gut geförderten Kind einfach lernen". Da lieber davor Türkisch oder Russisch oder so lernen. (ich verfolge übrigens die selbe Meinung, was den schulischen Spracherwerb am Gymnasium angeht.)
    - deutschsprachig

    Ich glaube, das Ganze hängt von den Zielen (und vom Kind...) ab. und natürlich vom Angebot. Wenn 20 deutschsprachige Kinder angeblich auf Englisch den Kita-Tag verbringen, bringt es nichts. Ein paar englische Lieder mit meinem Kinder hören und singen, kann ich auch alleine.
    Wenn 10 deutschsprachige und 10 türkischsprachige Kinder jeden Tag in beiden Sprachen gefördert werden, ist es was anderes.

    Chili


    1. Der Schulbezirk
    Ich kann beim Seminar Wünsche bezüglich der Ausbildungsschule einreichen. Kann jemand sagen, wie groß die Chance ist, dass die Wünsche Berücksichtigung finden? Und natürlich ganz wichtig, welche Bezirke sind empfehlenswert? Ich möchte natürlich gern in die Nähe der Schule ziehen. Daher ist der Bezirk an sich auch wichtig. Im Moment bin ich auf dem Stand, dass im Norden Dortmunds sehr viele Ausländer leben. Sollte ich Bezirk Mitte/Nord also besser nicht wählen oder gibt's da Erfahrungsberichte von Reffis im Norden? Wie sieht's denn mit Bezirk Ost und West aus? Gibt's da Unterschiede? Wie sieht's mit Schwerte und Holzwickede aus? Der Süden soll ja generell schöner sein.
    .


    Ich kenne mich in Dortmund nicht aus und beziehe mich nur darauf. Ich suche jetzt nicht deine ganzen Beiträge durch, aber warst du nicht diejenige, deren Mann einen sichtbaren Migrationshintergrund hat und deswegen wolltest du eher in einer Großstadt sein als auf dem Land, wegen Toleranz und so?
    aber selbst keine "Ausländer" unterrichten wollen?

    Chili

    Was sind die RegelschullehrerInnen, auf die du dich beziehst?
    GrundschullehrerInnen (weil sie durch Inklusion mehr mit den SonderschullehrerInnen arbeiten)? Auch RegelschullehrerInnen (zum Beispiel Gym), die gar nichts mit dem Ganzen zu tun haben?

    Ich bin für das Gymnasiallehramt ausgebildet, an einer Uni, die einzig und alleine das Gymnasiallehramt ausbildet (und ein paar WirtschaftspädagogInnen...). In meiner Studienordnung war die Anzahl an Päda-Scheinen "sehr überschaubar" und ich war das Gegenbeispiel der erwünschten Studentin, weil ich alle SWS (und weit darüber hinaus) eingelöst habe, obwohl es mehr als die Scheine waren. Unerwünscht, weil keine Kapazitäten und "Lehrämtler wollen doch eh nur absitzen, machen Sie es auch so.."
    Ich habe in meinen Lehramtsseminaren zwar einiges gelernt, aber im Prinzip nichts, was ich mittelbar in der Schule hätte gebrauchen können, wenn ich nicht soviele Seminare gemacht hätte (die dann in der Kombination doch einen Ah-Ah-Effekt brachten).
    Meine Uni bildete auch Sonderpädagogen aus (also Dipl-Päd), mit denen wir selbstverständlich nichts zu tun hatten. Da ich eine Zeit land ein Doppelstudium mit Dipl.-Pädagogik hatte, durfte ich dort Seminare besuchen. Da habe ich auch Sachen gelernt, die ich eventuell nie in der Schule brauchen könnte, die mir aber viel weiter gebracht haben: ein Seminar zu Dyslexie und Dyskalkulie zum Beispiel. Die Verfahren und Art und Weise zu denken und sich dem "Problem" anzunehmen, hat mir viel gebracht.

    Vielleicht kannst du in den Studienordnungen der "Aufbaustudiengänge" gucken, was man als RegelschullehrerIn nachmachen muss, um das Sonderpädagogik-Examen zu absolvieren. In Köln gibt es zum Beispiel Gym-Lehramt mit sonderpädagogischer Fachrichtung, in Heidelberg ein Aufbaustudium.

    Meinem Empfinden nach wird in der Sonderpädagogik viel mehr vermittelt, wie ich dem Kind näher komme und ihm auf seinem Lebensweg weiterhelfe. Damit will ich nicht sagen, dass ich es als Gymnasiallehrerin nicht mache / nicht machen soll, aber in meiner Ausbildung (Uni) kam es zu kurz.

    Chili

    Nein, es war überhaupt nicht als "ich weiß es besser und nörgle" gedacht. Wahrscheinlich bin ich zu sehr von SchülerInnen genervt, die als Quelle in einer ppt angeben "http://www.wikipedia.de" oder mir sogar komplette Wikipedia-Abschnitte als Facharbeit abgeliefert haben.
    Viel Oberstufen-Erfahrung habe ich nicht, wo ich viele Zusatztexte zur Verfügung gestellt hätte, weswegen ich nicht auf die Idee kam, was du mit der Funktion anstellen wolltest :-/

    Chili

    Hallo!

    Natürlich ist wikipedia ein sinnvolles Arbeitsmittel. Nicht desto trotz halte ich es für wichtig, den SchülerInnen klar zu machen, dass die Sicherheit der Artikel nunmal nie garantiert ist, da 10 Minuten vorher jemand etwas hat ändern können, ohne dass es einem auffällt. Dass dies später wieder gereinigt wird, ist aber irrelevant, da die Information nunmal aufgenommen wurde.
    Den richtigen Umgang mit Medien beibringen, sehe ich durchaus als meine Aufgabe, aber dann würde ich (persönliche Meinung) es nicht mit kompletten Artikeln machen, sondern eher anhand von Zitaten, die man dann auch nachrecherchieren soll, um sich an der Quellenarbeit zu machen.

    chili

    Der Ansatz "mit Grammatik quälen" ist schon ein ganz schlechter.

    Was ist das für ein Seminar? Uni? Studienseminar?
    In der Oberstufe gibt es festgelegte Themen, da solltest du im KC gucken, ob es überhaupt Sinn macht, bzw. welche Kompetenzen du überprüfen möchtest.
    Im Deutsch-KC habe ich noch nicht geguckt (ich mache gerade mein Ref in anderen Fächern) aber in den Fremdsprachen hat die Grammatik nur eine der Kommunikation dienende Funktion. Also wird es schwierig mit der "Grammatik pur".

    Aver "Reflexion über Sprache" ist zumindest ein geläufiges Thema in einigen Bundesländern.

    Chili

    Wie ist das mit der Hospitation? Sollte ich da einfach die Schulleiterin fragen ob ich mal zugucken darf?

    Du könntest tatsächlich versuchen, ein Praktikum in einer Schule zu machen, um dich dem Berufsfeld zu nähern, in dem du arbeiten möchtest. Während des Praktikums würdest du vermutlich hauptsächlich hospitieren, könntest aber auch vielleicht angeleitet ein paar Stundenabschnitte oder eine Stunde halten, um zu sehen, ob es dir liegt / passt / gefällt.

    Zitat


    chili

    Tut mir Leid, dass ich etwas nicht wusste.
    Beantwortest du die Fragen deiner SchülerInnen auch alle ironisch?

    Ja, das tue ich. Wenn ein Schüler ab einer bestimmten Jahrgangsstufe eine Frage stellt, die meinem Empfinden nach entweder zeigt, dass er seit geräumter Zeit im Unterricht träumt und gar nicht aufgepasst hat, oder gar nicht überlegt ist, nutze ich durchaus das Mittel der Ironie, um einen Denkanstoss zu provozieren.
    Es tut mir leid, wenn du dich womöglich angegriffen fühlst, aber versuche jetzt, eine solche Frage selbst zu beantworten:
    Es gibt ein Sek-I-Lehramt und eine Sek-I-Schule. Warum sollte es (für einen Anfänger!) die Möglichkeit geben, nur 3 von den 6 Jahrgangsstufen zu unterrichten?

    Physik ist in der Regel ein 2-stündiges Fach. Du musst also 14 Klassen unterrichten, um dein Deputat zu erfüllen. Wenn du auch noch weniger Stufen haben möchtest, musst du an einer mindestens 4-zügigen-Schule landen, und kein anderer Lehrer Lust haben, in diesen Stufen auch zu unterrichten.
    Ich kenne mich mit Haupt- und Realschule nicht aus, aber noch dazu die Frage: wird Physik durchgehend unterrichtet? Also in allen Jahrgängen? Vermutlich hättest du auch andere NaWi- oder Technikfächer..

    Chili

    das war selbstverständlich ironisch.

    Entweder war die Anfrage "kann ich auch sagen, ich will 8-10" ironisch oder so schul-/weltfremd, dass ich nur ironisch antworten konnte.
    Ich habe als Vertretungslehrkraft immer die Klassen bekommen, die bei der vorherigen Verteilung aus guten Gründen leer blieben. So ging es auch immer den neuen KollegInnen (weshalb unbeliebte schwierige Klassen lustigerweise ganz viele junge unerfahrene KollegInnen "anziehen". Selbst als Referendarin habe ich dieses Jahr die eine Klasse, um die kein Kollege sich wirklich prügeln wollte.

    Chili

    Nee, es ist sogar noch besser, du darfst sagen "ich hätte gerne bitte nur die 8e und die 9b, die anderen Klassen sind zu anstrengend, und die 10 traue ich mir doch nicht zu.

    Da ich übrigens davon ausgehe, dass keine Schule soviel Bedarf hat, dass sie 28 Stunden Physik braucht (falls sie auch nur einen anderen Lehrer dabei hat), wirst auch du fachfremd unterrichten müssen.

    Chili

    Ich habe ehrlich kein großes Problem mit den "richtigen" SeiteneinsteigerInnen. Also mit 40-jährigen Menschen, die sich umorientieren. Irgendwie muss das Land etwas tun, um sie zu locken, also ist die Festeinstellung womöglich gerechtfertigt. Ich verlange nicht von einem 40-jährigen, 2fachen Familienvater, dass er wieder studieren geht, obwohl er seit 10-15 Jahren im Beruf stand.
    Ich hab ein (riesen) Problem mit Leuten wie dir, die NOCH im Studium sind und überlegen, wie sie - obwohl sie die Möglichkeit hätten, noch das Lehramtsstudium problemlos zu erledigen - alles tun, um ohne vorherige (reale) Berufserfahrung, an eine feste Stelle zu kommen.

    Das Land braucht dich? Dann mache eine Vertretungsstelle. Befristet. Mach dein Studium daneben. und wenn nicht, dann nimmt das Land eben in ein paar Jahren die Leuten, die dann mit dem Studium fertig sind.

    Ja, das System ist schuld und nicht die SeiteneinsteigerInnen. Aber genau das meinte ich mit Überhand nehmen. Wenn meine Schule in einem absolut nicht Mangelfach eine Seiteneinsteigerin einstellt und mich nächstes Jahr nicht übernehmen kann, dann frage ich mich, warum sie nicht für nur ein Jahr eine Vertretungsstelle nimmt. Aber nein, das Land sagt, es muss eine feste Stelle sein, also ist die Schule gezwungen, jemanden aus dem Seiteneinstieg zu nehmen, weil andere LehrämtlerInnen in dem Durchgang so dämlich waren, sich nicht zu bewerben.

    Chili

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