Beiträge von chilipaprika

    ich hoffe: schnell aber auch richtig, oder?

    Süßigkeiten? Ich hoffe, das gibt es aber wirklich nicht mehr.
    Ich durfte in meiner Schulzeit immer "kopieren" gehen (also: Vorlagen zur Kopierfrau bringen und ggf. auch warten), wenn ich fertig war. und sonst durfte ich einfach lesen. (Differenzierung war kein Ding der 80er, existiert in Frankreich aber immer noch kaum)

    Wer als Erstes mit einer Aufgabe fertig ist, bekommt eine andere Aufgabe und darf nicht einfach am Handy daddeln oder ein bisschen auf dem Pausenhof kicken.

    das mit dem Pausenhof hat mit der Aufsichtspflicht zu tun.
    das mit dem Handy hat pädagogische Gründe.
    Aber lesen, malen, andere Aufgaben machen, das geht... Ich sage oft, das Kind dürfe durch die Luft starren und hübsch aussehen.

    Die Zusage der Betreuung hat ja wenig mit einer Stelle zu tun, und noch weniger mit einer Abordnungsstelle.
    Wenn in Bayern die Stellen nur in etwa wie in NRW vergeben werden, ist die Arbeit dahinter schon sehr hoch (Option 1) oder das Institut muss Glück haben, dass dein Projekt und deine Bewerbung die besten unter allen Kandidat*innen sind (Option 2). (Es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten, ich habe nur die Verfahren von 2-3 Unis mitbekommen).

    das sagen viele, aber ich komme gut im leben zurecht, daher beleidigt mich die neurodivergenz immer etwas (gerade auch, weil damit manche peinlich kokettieren, um sich interessant zu machen).. ich bin im vergleich mit manchen anderen freaks ein ziemlich vernünftiger und verträglicher mensch, pünktlich und so.. nur kann ich mir abläufe aller art schlecht merken.

    schließt sich auch nicht aus.
    Es ist ja ein sehr sehr weites Feld mit vielen Axen und du kannst "nur" auf der Aufmerksamkeitsspanne eine "Störung" haben (Hang zu Gedankensprüngen und Vernetzung), die sich auch nur in gewissen Momenten manifestiert (nicht besonders anspruchsvoller Handlungsstrang eines Films).
    Mich rettet es durchaus zu verstehen, dass es Sachen gibt, für die ich "nichts kann" und die nicht darauf zurückzuführen sind, dass ich einen Mitschauenden verarschen will. Die Tatsache, dass es nicht anders ist, wenn ich (angeblich) 100% konzentriert bin, ist Argument genug, mir ab und zu Fragen zu beantworten. (Alternative ist übrigens, dass ich sowieso Gespräche über Themen anfange, die ich durch drei Gedankensprünge erreicht habe.)
    Dann bin ich lieber ein "quer- statt längstverdrahter Mensch" als ein rücksichtsloser Arsch, hat nicht mit Kokettieren zu tun und mein Beitrag war sogar eher gemeint: "Falls du es für dich nie in Erwägung gezogen hast, lass es checken" (wenn du darunter leidest).

    Prosopagnosie – Wikipedia
    und eine gute Portion Neurodivergenz dazu (Beeinträchtigung bei der Verarbeitung von Reizen).

    Was man dagegen tun kann? einen netten Mitzuschauer haben, der zumindest für die Personenzuordnung unterstützend sein kann (beim Wiederholen hat er aufgegeben, was _vielleicht_ damit zu tun hat, dass ich fast immer was anderes daneben mache (zum Beispiel hier surfen) und er es nicht sooo einsieht...
    also: sich damit abfinden.

    Ich kann das übrigens durchaus nachvollziehen. Hab dieses Jahr das HV im Abitur abgespielt, wollte es eigentlich mal spaßhalber mitmachen und habs nicht hingekriegt - mir fiel irgendwann im Mittelteil auf, dass ich gar nicht mehr zuhöre 🙈

    Bei richtigen (!) Oberstufen-HV in Französisch drifte ich auch ab und schaffe es nicht.
    Ich hatte eine Lernstanderhebung in der 8. Klasse in Deutsch, ich hätte keine 100% im HV gehabt. Es ist eindeutig zuviel Konzentration für mich.
    Auch bei A1/A2 kann es mal sein, dass ich auf Glück setzen müsste.

    (und ja, Filme/Serien mit mir gucken ist der reinste Wahnsinn, ich frage ständig nach, was gesagt wurde. (und zusätzlich kann ich die Personen nicht unterscheiden, also frage ich auch nach, ob es ein Böser ist oder nicht))

    Ich gönne denen die Punkte, aber dieser Kleinviehmist führt zu einer 4-4minus, obwohl sie gerade den Text verstehen konnten.
    Egal, nicht aufregen, ich bereite weiter meine Lyrikreihe vor.

    Gut, bei meiner Klientel ist es interessanterweise so, dass sie eine freie Erörterung zu einem landeskundlichen Thema (AFB III) oft besser hinbekommen als eine poplige Textsummary (AFB I), einfach weil sie den Text nicht (ganz) verstehen, nicht abstrahieren können oder die Paraphrase nicht beherrschen. Wenn ich nur Summaries schreiben lassen würde (mache ich nicht), wären die Noten tendenziell sogar schlechter. Kürzer heißt nicht einfacher.

    Übrigens: Die meisten 5er gibt es bei mir, wenn ich reine Hörverstehensklausuren mache. Das fällt ihnen am schwersten, korrigiert sich aber am schnellsten.

    Ja, das ist sicher in der Fremdsprache so.
    In Deutsch, Päda, SoWi sind es quasi geschenkte Punkte (selbst wenn es nur die Hälfte sind... Kleinvieh macht Mist bei unserem Bewertungsschlüssel)
    Genauso wie diese ständigen Punkte für jede Einleitung und Überleitung. Es sind nicht nur geschenkte Punkte (die die Hälfte nicht einsammelt), aber verlorene Zeit, diese zu formulieren, die man eindeutig lieber für eine Aufgabe freihalten würde).

    Es geht ja nicht um die Handschrift, sondern um sprachliche Richtigkeit. Deswegen kann trotzdem der Inhalt stimmen. Und ich MUSS es getrennt bewerten.

    Also bei mir geht es manchmal auch um die Schrift :D
    Aber spätestens bei der 2. Klausur gibt es zum Teil Wunder. Lieber weniger (aber leserlicher) schreiben, als gar nichts bewertet bekommen.

    Wenn ICH entscheiden dürfte und nur 90 Minuten hätte:
    Aufgabe I ("Textwiedergabe") und Aufgabe II (Wissen vernetzen) wären a. kombiniert und b. knapp, weil ich alles auf Aufgabe III (AFB III) setzen würde, in der man durchaus Punkte auch für die anderen Aufgaben geben kann (ohne sie separat zu haben).

    Also ja, die Zeit ist keine Kategorie, ich bezog mich darauf, dass ich in NRW diese Aufgaben habe.

    Zusatz:
    Ich habe nie lange genug meine Arbeitszeit getrackt, bin aber zuversichtlich, dass ich die 41 Stunden im Jahresdurchschnitt nicht so überschreite, dass es nicht auch mal an mir liegt und dann ist es okay.
    Das Problem sind die mehreren Wochen am Stück mit 50-55 Stunden, die vielleicht nicht sooo eine hohe Arbeitszeit sind, aber aufgrund ihrer totalen Diskontinuität (weil 2 Stunden davon zwischen Unterrichtsschluss und Konferenz waren oder die eine Stunde noch abends nach dem Abendessen am Schreibtisch) und Zeitdruck bzw. zu hoher Häufung an unterschiedlichen Baustellen (Korrigieren, Konferenzen (Fach-, Lehrer-, Vorbereitung-), Tag der offenen Schule, Elternsprechtag, alles innerhalb von 4 Wochen in November... der Stress ist nicht das gesamte Arbeitsvolum, sondern diese sehr unterschiedlichen, gleichzeitig aufkommenden Berge.
    Ich hoffe sehr, dass kein Arbeitgeber jemanden mit 5 verschiedenen Projekten betraut, die alle gleichzeitig einen Höhepunkt haben.

    ... kann man, aber die unterste Länge gibt (zumindest in Französisch, wo ich das noch mitentscheiden durfte und die längere Länge mitbeschlossen habe) manchmal nicht die Möglichkeit, die erforderlichen Kompetenzen abzuprüfen.
    Klar kann ich sagen "dann ist es halt so, das System ist eh nur auf Verarsche aus" (was die angeblich erreichten Kompetenzen angeht), aber am Ende steht auch ein Abitur. Wenn die SuS in der Q1 nie eine richtige Textzusammenfassung und Textanalyse sowie kreative Aufgabe alle zusammen unter Zeitdruck geschrieben haben, sondern aufgrund von Korrekturfreundlichkeit die Analyse nur in Stichpunkten oder nur ohne Textbelegen oder nur zu einem Teil des Textes machen, dann prüft man eigentlich nichts.
    Glaub es mir, in den sprachlichen Fächern (ich meine alle, wo es um Textverständnis und Wiedergabe geht) ist es zwar zum Kotzen, viel lesen zu müssen, aber am Ende Punkte dafür vergeben, dass ein auf wesentliche Aussagen stark gekürzter Text verstanden wurde und quasi nur wiedergegeben wird, bzw. dass der Theoriebezug nur von Blinden nicht entdeckt werden kann, weil aufgrund von Zeitvorgaben die Frage so gestellt wird, ... am Ende leidet IMMER der AFB III und die SuS lernen da nicht daraus.

    Aber: ich hasse Korrigieren, mir macht aber die halbe Stunde Klausurzeit nichts aus. Lieber korrigiere ich 10 Minuten mehr pro Klausur als dass ich falsche (noch falschere) Noten vergebe. Lesen tue ich es seit dem Ref trotzdem nur einmal. Und wer eine Sauklaue hat, hat nur eine Chance. und wer glaubt, mich auf Schnitzeljagd mit Sternchen, Sternchensternchen und was weiß ich auf nicht nummerierte Seiten zu schicken, wundert sich, dass ich die zusätzlich eingefügte Passage nicht gelesen habe.

    Erfrischend, auch mal auf pragmatische Kolleg*innen dieser Fächergruppe zu treffen. Meist werden nur Gründe vorgetragen, wieso es nicht absolut undenkbar ist, die Korrektur zu reduzieren. Ich weiß schon, wer sich auch hier noch dazu melden wird, dass alles völlig unmöglich wäre, vor allem in NRW. Ich sage schonmal präventiv: Lasst es doch einfach mal drauf ankommen.

    bitte vergiss nicht, dass es auch mit diesem pragmatischen Ansatz (den ich auch habe) ewig dauert.
    Zwischen pragmatisch (nicht ALLES positiv korrigieren (obwohl verlangt), z.B.) und komplett an den Regelungen vorbei (kürzere Klausuren, andere, einfach zu korrigierende Aufgaben..) gibt es viele Abstufungen.

    Im Grunde ist das doch alles recht willkürlich verteilt. 22 Stunden am Gymnasium in diesem Bundesland und 28 Stunden an der Grundschule in jenem- das ist am Ende Verhandlungsgeschick von irgendwem gewesen.

    Bitte keine Gerüchte ins Land bringen.
    Kein BL hat regulär 22 Stunden am Gymnasium, das Minimum ist (für einen Teil?!) 23 Stunden in BY und Meck-Pomm, wobei da eine Bandbreite angegeben wird, die meisten werden sie also nicht haben.
    Pflichtstunden_der_LehrerInnen_2024_2025.pdf (KMK-Dokument von diesem Schuljahr)

    ist aber eine Berlin (und Bremen?)-Ausnahme.
    Die Pfarrerin, die bei uns ein paar Stunden macht, kommt auch nur, wenn etwas für sie relevant ist. Aber sonst sind Religionslehrer*innen vollwertig dabei (auch wenn ich deren Job nicht möchte, ist deren Belastung in NRW nicht das, wofür sie Mitleid von mir bekommen).
    (und bevor sich einige aufregen: ich habe das Bundesland nicht aus Jux erwähnt, ich weiß, dass es in anderen BL anders ist)

    der TE gab im Beitrag an, Angewandte Informatik zu studieren, ein Tag vorher, im Masterstudium für Informatik und Philosophie zu sein.
    Ja, es gibt Leute mit einem Doppelstudium, davon habe ich schon gehört, aber dann gäbe es eh keinen Quereinstieg, weil ein reguläres Lehramtsstudium existieren würde.
    Vielleicht ist es ihm aufgefallen, dass man verschiedene erfundene Leben nicht mit dem selben Account posten sollte.

    PS: Natürlich weiß die Schulleitung i.d.R. sehr gut, wann Korrekturzeiträume und viele Sitzungstermine sind. Das oben genannte Beispiel ist insofern natürlich etwas ungünstig gewählt. Aber ihr wisst sicher, was ich meine, außer jemand möchte das wieder bewusst falsch verstehen.

    Wobei ein systematisches Erfassen sicher Sachen offenbart, die eine SL nicht BEWUSST für jeden einzelnen wahrnimmt.
    Wenn ich jetzt an die Sitzungstermine denke: Bei uns gibt es in der Unterstufe nicht wenige Termine. Ist man einmal in der Unterstufe, ist man fast genauso betroffen wie bei 4 mal.
    Als "Kopplungsfachlehrerin" bin ich in jeder Stufe, in der ich bin, in 2-3 Klassen und somit voll betroffen, sobald es um Klassenkonferenzen und co geht. und für die Vorstellung von WP1 und WP2, sowie für die entsprechenden Elternabende zu den "Besonderheiten" des Faches stehe ich auch bereit. und ich könnte auch noch Klassenleitung sein... Der Kollege mit "normalen Fächern" weiß nicht mal, dass es die Termine gibt.
    Ich habe ein paar KuK, die 90% ihrer Stunden in der Unterstufe haben, oder 90-100% in der Oberstufe. Da sind einige Konferenzen für sie nie relevant.

    (Um es klar zu machen: nie im Leben würde ich mich deswegen auf eine Stufe festlegen wollen (außer, es ist die Oberstufe, aber da komme ich nicht "rein"), aber man übersieht sicher, dass "nicht alle Termine betreffen alle" sicher richtig, aber die Bandbreite bei einigen viiiiiiiiiiiiiel gestreuter als bei anderen.

    ja.
    Mein naiver Kopf will jedes Mal nicht daran glauben, dass dahinter wirklich komplette Pläne stehen.

    Mein Mann und ich gucken relativ viele Serien. und auf dem Portal kann man jede Episode / Serie allgemein bewerten. Einige Serien, die eigentlich ganz gut sind, haben durchschnittlich viel weniger Sterne. Mein Mann meinte, es sei, weil ein Polizist schwul ist (es ist nicht mal eine Nebenhandlung, sondern zu Hause hat er halt einen männlichen Partner...) oder in einer anderen Serie auch ein schwules Paar Thema war. Er meinte, es gibt Rechte, die einfach grundsätzlich alles abwerten oder gar komplett auf 0 setzen, wenn Diversität "gezeigt" wird. (Ich rede nicht von Serien von Shonda Rhimes, die voll bewusst alle Diversity-Kategorien im Laufe einer Staffel sichtbar machen oder gar von Serien/Filmen, die es ausdrücklich zum Grundthema haben, sondern Nebennebenthemen.)

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