Beiträge von chilipaprika

    Oder kennt sich hier jemand mit dem OBAS für Sport aus? Mir wurde mal erzählt, dass man mit Trainerlizenz für's Schwimmen, Erste Hilfe und Rettungsschwimmschein schon unterrichten kann (wäre bei mir alles vorhanden).

    Ich bin ziemlich sicher: das ist eine Einzelfallentscheidung (Bedarf in dem Moment der Prüfung und wie sehr die Schule Druck bei der BR machen kann) aber grundsätzlich erscheint es mir schon sehr mau.
    Für Schwimmunterricht bist du dann für die Schule qualifiziert und darfst den übernehmen aber was ist mit allen anderen Sportarten / Bewegungsspielen und deren Einführung?
    Ich weiß nicht, wann die Aufnahmeprüfungen sind und wie das Niveau ist (ob es Unterschiede zwischen den Schulformen gibt), aber Probieren (mit Vortraining...) kannst du es ja.

    Ich bin bei weitem keine Expertin, weil ich wirklich wirklich nicht vor habe, in Frankreich zu leben, aber meine beste Freundin zählt glaube ich als Grenzpendlerin (bin unsicher, weil ihr Arbeitsweg mehrere hundert Kilometer ausmacht) und sie hat ein total bescheuertes Konstrukt mit "das beste aus beiden Welten".
    Also Frankreich würde ein Mischkonstrukt erlauben.

    Was ich mich frage: Du sprichst auch von Pension. Würdest du in Bayern verbeamtet werden wollen? (Bayern schickt hin, wo es Bedarf gibt, nicht unbedingt in pendelbare Richtung des aktuellen Wohnortes) Ich frage mich, ob es als Beamter erlaubt ist, im Ausland zu wohnen (wirklich eine in den Raum geworfene Frage, weil der Mann besagter Freundin französischer Beamte ist und nicht in Kehl wohnen dürfte)

    Was würdest du denn für Fächer im Grundschullehramt nehmen? Sachunterricht? Sport?
    Wie wäre es mit einem Grundschullehramt, daneben einen Nebenjob (oder umfangreicher) im Ganztag der Grundschule und trotzdem in 1-2 Jahren OBAS in der Hinterhand haben.
    Mitte 20 ist nichts, der Grundschulmarkt wird sich nicht sooo schnell erholen, dass du gar keine Chance hättest und eine grundständige Ausbildung ist immer besser. OBAS mit Deutsch/Sachunterricht mag nett sein, aber unterrichten wirst du so oder so auch Mathe, da die Fachinhalte und Didaktik mitzunehmen wäre schon schlau. und sowieso auch für Deutsch und das Drittfach. (Tendenziell würde ich zu Sport raten, für Sachunterricht dürfte die Anerkennung eh minimal sein.)

    überteure Sachen und immer Steigerung im Vergleich zur letzten Feier, usw.. finde ich problematisch.
    Meine Schule ist in einem Schützvereingebiet, natürlich würde "man" nicht dasselbe Kleid als Prinzessin oder Königsbraut tragen, als als Abiturientin. Da frage ich mich, was danach bei der Hochzeit kommt.

    Ich habe mein Abizeugnis in einer Vorhalle abgeholt. Name und Prüflingsnummer gesagt, ein Zettel wurde gezogen, die (mir total unbekannte) Frau hat mir gratuliert, ich war die einzige Schülerin meiner Schule in diesem Prüfungszentrum, also kannt ich jemanden. Ich habe nach dieser Übergabe jenseits von ein paar Freund*innen meine Mitschüler*innen nir wieder gesehen.
    Das Staatsexamenszeugnis musste mit Vollmacht beim Landesprüfungsamt abgeholt werden, die Erweiterungszeugnisse wurden mir per Post geschickt (super duper Ausnahme von Uni 1, normales Verfahren von Uni 2). Auch da gab es gar keine Feier.

    Und ehrlich: Auch wenn ich es als "normal" ansah, den Abschluss zu schaffen, finde ich es okay, den Abschnitt einigermaßen "feierlich" zu beenden (auch wenn ich damit zum Teil nur meine, dass das Zeugnis ausgegeben wird.) Das durfte ich für eine Weiterbildung erfahren, eine Rose, eine Mappe, mein Mann im Publikum, das fand ich nett.
    Deswegen finde ich diese jährliche, feierliche Zeugnisübergabe, die mich persönlich schon nervt (schlechter Zeitpunkt im Jahr), für sehr wichtig für die Schüler*innen.

    Die Fragen sind berechtigt, irritieren aber nach zwei Hospitationen...
    Oder hast du "nur" hinten in der Klasse gesessen und keine*r hat dir kurz was zum Beruf gesagt?

    Vorab: ich bin an einer anderen Schulform.

    Wie läuft das denn mit der Unterrichtsvorbereitung?

    Es ist ein sehr großer Bestandteil des Jobs. Die ersten Jahre können sehr schwierig sein, weil man mangels Erfahrung sehr viel überlegen muss: Wie ticken Kinder in der kognitiven Entwicklungsstufe? Was können sie schon? Welcher Schritt kann ihnen zugemutet werden? Wie lange am Stück? Wie führt man Inhalte und Methoden ein?

    Die Inhalte laufen nach Lehrplan, richtig?

    Nach Landeslehrplan und nach eigener Schulabsprache.
    Einige Schulen haben detailliertere Pläne als andere.
    Manchmal muss man mit der Parallelklasse parallel arbeiten, zum Beispiel.

    Muss man sich das Material alles selbst zusammen suchen?

    Je nach Schule, je nach eingeführtem Material und je nachdem, wie zufrieden man selbst mit den Materialien ist.
    In der Grundschule muss noch sehr viel differenziert werden, sehr individualisiert, da kommt man nicht umhin, viel anzupassen bzw. viele Angebote machen zu sollen /wollen (ich weiß, dass "sollen" hier nicht geht)

    Wie läuft die Stundenplanung? Nach Buch oder alles von Grund auf?

    Idealerweise so:
    1. Stundenziel festlegen (nach der Verteilung der Inhalte vom Lehrplan aufgebröselt)
    2. Weg suchen, wie man das Ziel erreichen kann.
    3. Materialien finden.

    Aber klar, viele Materialien / Lehrwerke geben natürlich schon vorgefertigte Wege, wobei man ausgerechnet am Anfang auch genau den richtigen Weg üben soll.
    Du nimmst ja auch nicht die Backmischung, wenn du Bäcker werden willst.

    Das Ref / OBAS ist nie vergleichbar zu einem Praktikum, aber vor der Klasse stehen ist immer gleich und immer unterschiedlich.
    Wenn es im Praktikum also geklappt hat, kannst du zuversichtlich sein, außer, dass du es demnächst 20 Stunden die Woche machst, daneben ein Seminar hast und auch noch Unterricht für diese 20 Stunden vorbereiten musst ;)
    Viel Erfolg erstmal beim Finden der Schule/Stelle! Erweitere deinen Radius, sei aktiv und spreche Schulen an, deren Suchen traditionell leer laufen (und hospitiere auch DORT! an einer gut behüteten, bildungsnahen Schule wirst du ja ganz sicher keine OBAS machen und auch nicht langfristig landen...)

    Es könnte auch in der Qualifikation der Person liegen (noch im Studium), in der sehr geringen Mehrarbeit (also akut), in der Kürze des bisherigen Vertrags, im Vertretungskonzept ... oder einfach darin, dass es auch ein bisschen übertrieben wäre (überspitztes, erfundenes Beispiel), sich nach zwei Wochen für eine spontane Pausenaufsicht einzuklagen, wenn man parallel noch Leute mit Kettenverträgen seit 10 Jahren vertritt.
    Und ja: was bringt mir der unbefristete Vertrag über 2 Mehrarbeitsstunden / 14 Wochenstunden, der dann nächste Woche in der Probezeit gekündigt würde.

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