Beiträge von chilipaprika

    mmm...
    Das Ganze sieht ein bisschen dahingeklatscht aus, wenn ich so ehrlich bin.
    Die ersten Fragen sind mit eigener Eingabe, am Ende hast du es doch hinkriegt, eine Skala zu basteln.
    Zum Teil sind die Titel nicht an der richtigen Stelle.

    Und jetzt inhaltlich:
    Nur zwei Geschlechter und Antwortspflicht?
    Es kommen gleich die ersten Beiträge zu den Schulformen, da sollte man sich als Fachfremde*r ein bisschen informieren.
    Vielleicht unterschätze ich hier viele Lehrkräfte, aber ein kleiner Satz darüber, was eine Organisation ist, wäre hilfreich gewesen. Insbesondere, wenn es am Ende auch um den "besten Arbeitgeber" geht, ist es halt schwierig, weil wir Lehrkräfte unsere Organisation (einzelne Schule) anders als die Institution eben wenig beeinflussen können. Die Rahmenbedingungen hängen aber sowohl von der Organisation als auch von der Institution ab.
    Ich vermute, es wurde ein standardisierter Fragebogen benutzt (logisch und selbstverständlich), aber ein paar sprachliche Anpassungen (und Erklärungen) wären sicher hilfreich gewesen.

    bist du jetzt gerade agressiv?
    Es war eine Frage. und ja, ich weiß ,dass Grundschullehrkräfte alles unterrichten und trotzdem weiß ich, dass es 1) auch Lehrkräfte gibt, die nur ein spezielles Fach unterrichten, 2) dies besonders auf abgeordnete Lehrkräfte zutreffen mag.
    Wir haben auch noch genug Leute, denen das im Vorfeld einer PE zum Beispiel zuggeriert wird, also gibt es ganz sicher mehr solche Schulen.

    Ich bin nur schockiert!
    Ich hoffe, wir lesen irgendwann deinen Fall in der Presse als Erfolg gegen die Willkür vom Dienstherr, der seiner Fürsorgepflicht nicht nachkommt. (Natürlich hoffe ich, dass es für dich auch auf diplomatischem Wege gut ausgeht).

    Aber eyh, ich frage mich, ob die Mail (schriftlich!) nicht für dich sehr hilfreich sein kann (wird).

    die Frage ist aber, WAS die Erwartungen sind.
    Gutes Beispiel mit dem Heft-/Mappeneinsammeln.

    Ehrlich: mache ich nicht. Es ist mir sowas von egal. (bin aber nur einmal unter der 9. Klasse im "Nebenfach" gewesen.)
    und ich habe mehr als genug zu tun. Für die Zeit mache ich lieber einen Kurztest über die letzten Stunden zur Validierung bzw. Unterstützung der SoMi-Noten.
    Ich habe glaube ich nie mehr als eine Lerngruppe "Nebenfach Sek1" gehabt. Das heißt: sie leiden unter meinem Workload der "Hauptfächer".

    Mein Fachkollege mit nur "Nebenfächern" (und auch in der Oberstufe wenn überhaupt nur 2-5 Klausuren pro Lernguppe) könnte ruhig Zeit für Mappen nutzen (ich habe keine Ahnung, wie er das macht), das wäre aber nicht einheitlich.
    Und wenn wir in der Fachschaft sagen würden: "machen wir geschlossen nicht", dann hat besagter Kollege echt ein schönes Leben. (unterstelle ich ihm nur halb, und das sagt er in einer kleinen Runde auch selbst, dass er weiß, dass er unsere Alltage nicht vergleichen kann. Dafür kann er zeitaufwändige Projekte machen oder kriegt dann andere Aufgaben, die jetzt durchaus Zeit nehmen, aber eine Schnellspur zur Beförderungsstelle sind..)

    Das Fach ist Politik / Sozialwissenschaft / Sozialkunde (RLP) / Politik&Wirtschaft ...
    Ich hoffe SEHR, bei dem absolut nicht existierenden SoWi-Lehrkräfte-Mangel, dass man nicht einem BWLer SoWi anerkennt. Der "BWL-Anteil" (also das nächstmögliche) ist zum Glück in der Regel sehr gering (Praktikumsvorbereitung, Unternehmensformen), aus Wirtschaft ist eher VWL was drin. Wirtschaftspolitik & co.
    Ich meine, das Fach kann ja eh jede*r unterrichten, man muss nicht auch noch die Voraussetzungen auf den Seiteneinstieg übertragen.


    @TE: Viel Erfolg.
    Lässt sich eventuell Mathe im Bachelor ableiten?

    Ich weiß nicht, ob eine Versetzung nicht möglich sei, aber auf den BEM-Dokumenten ist es doch ausdrücklich formuliert, dass eine Versetzung die Lösung sein könnte.
    Und ich kenne zwei Leute, die ihre Wiedereingliederung an einer anderen Schule machen, bzw. beide für die Wiedereingliederung abgeordnet sind, mit dem Ziel der möglichen Versetzung am Ende.
    Ist es vielleicht ein möglicher Weg?

    Es ist zwar von der Zeit der ‚alten‘ Dienstbeurteilung und die KuK waren definitiv kein Reinfall aber ein damaliger Schulleiter nutzte mal die Spitzenbewerbung, um zwei KuK die Versetzung zu ermöglichen (die das wollten!!), denen er es nicht auf normalen Weg zustimmen konnte, weil benötigtes Fach.

    Die Leute waren definitiv kein Reinfall, aber vll keine 1.0 und das Nachhelfen war sachfremd. und offen zugegeben.

    All das muss aber nicht zwanghaft in der Schule passieren. Dafür gibts zig andere soziale Kontexte, in denen sich Jugendliche bewegen und ausprobieren können - tun sie in anderen Ländern ja auch, oder würdest du deren Entwicklung aufgrund der schulischen Kleidungsrestriktionen pauschal als gestört bezeichnen?

    Nein, natürlich muss es nicht in der Schule passieren, und nein, die Entwicklung der Kids in Ländern mit Schuluniform ist nicht pauschal gestört, aber..
    Hier erinnern wir uns alle an die verschiedenen Funktionen von Schule (Fend) und Schule ist halt ein Sozialisationsfeld.

    (und da ist eben der schwierige Spagat der Erziehung in der Jugendphase: Jugendlichen das Ausprobieren lassen und gleichzeitig die gesellschaftlichen Regeln einführen.
    Also: Ja, ich will, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren, die Regeln zu missachten, und ich muss dann gucken, wie ich damit umgehe. Und wer glaubt, dass in Ländern mit Uniform nicht genau das an anderer Stelle passiert (Rock 1 cm höher, dunkelblaue Socken statt schwarze, getönte Haarsträhne, die man versucht zu verstecken, usw..), ist naiv.
    Das ist der Spagat, in welchem sich Individuen entwickeln. Die allerwenigsten Menschen kleiden sich als Erwachsene noch wie in der Jugend und die meisten von uns blicken sicher nicht mit großem Stolz auf die Jugendgarderobe (inklusive Stil und so). (und ich sage es als eine, die ihre Kleidung erst nach ihrem Auszug selbst kaufen durfte und davor in einem durchaus seltsamen Rahmen lebte. MEINE Rebellion war, dass ich in der Schule meine Haare offen trug, was meine Mutter sonst nie erlaubt hätte (man bekommt davon schlechte Noten. Was ich widerlegt habe :D )
    Und zur kommenden Nachfrage: Ja, ich HABE eine gestörte Entwicklung hinter mir, weil ich mich eben als Jugendliche nie ausprobieren konnte.

    Ich habe gerade "Kanak Kids" (Anna Dimitrova, 2024) angefangen, habe aber sonst "Tayo bleibt" (Irene Margil, Andreas Schlüter, 2016) auf dem Schreibtisch.
    Bei Kanak Kids geht es um den Spagat zwischen zwei Kulturen, 2. Generation, bei Tayo bleibt um einen aus Nigeria angekommenen Jugendlichen.
    Aus der Stadtbibliothek habe ich noch weitere fotografiert, ich hoffe, mein Lesesommer wird erfolgreich.
    Mal sehen, was sich als "überpädagogisiert" und was nicht ergibt, ich fand auf jeden Fall, dass viele Jugendbücher auf dem Regal "Erzählungen" echt spannend klangen (also auch mit Themen von Jugendlichen wie Mobbing, Mentalen Problemen, usw..)
    Ich ergänze gerne hier die Liste, wenn ich mehr lese und gerne hier auch ergänzen, wenn ihr euch an eure Jugendliteratur erinnert (nicht, dass ihr alt seid, natürlich ;) ).

    Ich strebe zwar eine "Zweitverwertung" in meinem Deutschunterricht ("Wer bin ich? Identität in literarischen Texten, in der Sprache und in sozialen Medien") an, aber grundsätzlich suche ich nach dem Potenzial einer literatursoziologischen Analyse von Machtverhältnissen in Kontext von Migration (grob), aber halt nicht nur heute sondern auch älter. Ich habe jetzt Reich-Ranicki und Elias Canetti (wenn auch nicht deutsch, ich fand es nebenbei interessant).
    Deswegen fände ich es aber auch spannend, "deutsche" Sichtweisen zu lesen.
    Und hinter diesem Überbau: Ich fange wieder an, mehr zu lesen, habe gerade einiges an interessanter Jugendliteratur entdeckt und das tut meinem Kopf gut.

    Also ein Dreifachprojekt, erstmal der Spass und die Gehirnaktivität. (Okay, ist dasselbe.)

    Oder, unpopuläre Meinung, wir verstehen Schule als Ort, an dem sich die Jugendlichen entwickeln und auch ausprobieren können, und zwar einerseits im direkten Kontakt mit ihren Peers und mit Erwachsenen, andererseits aber auch geborgen durch den "Schutzraum Schule", wo ein fashion fail vielleicht nicht die gleichen Konsequenzen hat wie im richtigen Leben.
    Und vielleicht, nur so als Idee, finden dann Schülerinnen und Schüler zu einem Stil, in dem sie sich wohl fühlen und der Ausdruck ihrer eigenen Persönlichkeit ist, statt diesen Prozess durch solche Vorgaben zu ersticken und in ungeschütztere Bereiche zu verlagern.

    Danke!
    Ich verweise da auf die Modelle der Entwicklung in der Phase Jugend (Hurrelmann, Bauer/Hurrelmann) und es ist genau das: es gibt auch in der Jugendphase dieses Moratorium, die Möglichkeit, sich ohne zu viele Konsequenzen auszuprobieren.
    Aber auch zur Jugend gehört das Austesten von Beziehungen, das "Provozieren" von anderen Kulturen und das Losbinden von Beziehungen (durch den eigenen Ausdruck). Mein letzter Pädakurs (in welchem das Thema war) sowie meine letzten Oberstufenkurse mit realer Beziehungsarbeit sind prä-Corona, aber da fand ich zum Teil die Entwicklung zur Angepasstheit und "meine Mama ist die beste Freundin" ein bisschen bedenklich. Ich finde jeden Jugendlichen, der ein bisschen rebelliert, gut und meiner Meinung nach gesünder. (Natürlich ist es okay, wenn man sich mit seinen Eltern und den Erwachsenen gut versteht)

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