Beiträge von chilipaprika

    Ich will mich nicht anmassen, die Breite der Grundschule in meinem Klassenraum zu haben, aber ich sitze gerade am 3. Korrekturstapel (bzw. lenk mich gerade ab) und glaubt mir: nicht nur differenziere ich schon nicht wenig, sondern: ich müsste es noch mehr (meine Grenzen sind die eigenen Ressourcen gerade). Soviele Tipkarten und Förder-/Fordermaterialien (eindeutig mehr Förder als Forder) kann ich kaum basteln. Aber ohne erreichen vielleicht 2-5 von 20-25 das Klassenziel…

    Können denn Schulleitungen keinen Ausfall melden, wenn die Kinder auf dem Schulhof betreut werden/ in andere Klassen aufgeteilt werden oder eine Lehrkraft zwei Klassen gleichzeitig bespaßt?

    Meine Schule hat wochen- /abschmittelang 0,00% Ausfall und ich weiß ganz genau, dass es mit Parall- (ein Lehrer, der da ist, ‚beaufsichtigt‘ den Nebenraum, nur allerletzte Notlösung bei uns) oder Einfach-/Doppelaufsicht lief (Vertretungsbereitschaft ist in der Sek1. Wir haben bis zu 3 Leute pro Stunde, die Bereitschaft stehen, aber im tiefsten Winter hat man trotzdem 2 oder gar 3 ‚unveränderte Lerngruppen‘ in nebeneinander stehenden Räumen, die ihre Vertretungsaufgaben erledigen.

    Jetzt meine Frage:

    Gibt es Möglichkeiten das Studium irgendwie zu umgehen ?

    Empfehlungsschreiben der SL und des ZfsL?

    Einzelne Kurse belegen für 1 Semester ?

    Vielleicht hat ja jemand hier Erfahrungen gesammelt oder hat nähere Informationen für mich.

    Der Abschluss muss ja mindestens 7 Semester umfassen, einzelne Kurse bringen also nichts.
    Mich wundert es überhaupt, dass die PE ging, aber nein, man darf sich über nichts mehr wundern, das Studium wirst du jetzt für OBAS nicht umgehen können.
    Dann dauert es 4-5 Jahre für den Master in Hagen und du kannst danach in OBAS.

    Nee...obwohl ich schon oft in Frankreich war. Ist ja interessant... Mir kam dann gleich die Frage, ob es Menschen gibt, die dann aus Spaß den Häusern außen den Saft abdrehen können, weil sie die Schalter umlegen? Oder kann dann nur der eigene Haushalt mit Schlüssel dran?

    Ich habe es gerade gegoogelt, weil ich es nicht selbst experimentieren wollte: nein, das kann man nicht von außen abschalten.
    Aber jeder mit ein bisschen Zeit kann den Kasten öffnen und ziemlich viele Daten ablesen (nicht: ändern): Gebuchter Tarif, Konsum, usw...

    In BW kenne ich mich nicht aus, aber aus einigen BL kenne ich durchaus Fälle, auch hier aus dem Forum.

    Nachteil kann auch der Verlust der Pension, wobei BaWü Altersgeld hat (aber vermutlich nicht für 3 Monate, was sicher auch irrelevant ist)

    Ich freue mich darüber, dass ich meine Schwester und ihr Sohn sich uns zwei einhalb Tage vor Weihnachten in der Bretagne angeschlossen haben, dass wir ein klein bisschen feierliches Gefühl hatten, aber hauptsächlich: einen Sturm an der Küste mit viel meeresluftigem Wind geniessen konnten.

    Ich freue mich, dass mein Neffe mich doch kennenlernt und zum Abschied sogar einen Abschiedskuss wollte.

    Heute freue ich mich besonders darüber, dass wir Strom haben, nachdem wir gestern plötzlich keinen mehr hatten und die Besitzerin der Airbnb-Wohnung sich außer Stande sah, uns zu helfen (und helfen zu wollen…) Heilig Abend in absoluter Dunkelheit im Regen Stromkästen auf Mästen suchen.. cool… 🤣

    (Wusstet ihr, dass französische Häuser einen Sicherungskasten draußen an der Straße haben und die Sicherungen dann im Hause problemlos stecken bleiben aber draußen ein Knopf gedrückt werden muss?!)

    Ach.. und das heutige Essen verheimliche ich euch lieber, darüber habe ich mich auch sehr gefreut, aber ich kenne nicht alle Namen der Sachen, die wir auf gut Glück beim Fischstand gekauft hatten.

    Wir müssen Woyzeck lesen. Das steht auf dem Plan für die Abschlussprüfung im kommenden Jahr. Aber die Schüler begreifen es einfach nicht. Sie begreifen wirklich gar nichts. Wir haben zuvor Sachtextanalyse gemacht und die Schüler verstehen nicht einmal leichte Zeitungsartikel. Ich habe EINEN deutschen Schüler ohne Migrationshintergrund in der Klasse und der kommt aus der BüA (Hauptschüler, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben). Es gibt alleine so heftige sprachliche Defizite, die wird man in Jahren nicht aufarbeiten können. Dazu kommt noch, dass ich immer in den ersten beiden Stunden unterrichte und meistens 1/3 bis die Hälfte der Klasse fehlt. Sie hatten 4 bis 5 Wochen Zeit für die Stationsarbeit und ich war ja auch immer da, um Fragen zu beantworten. Ich denke, dass es mit etwas Mühe und Hilfeleistung seitens der Lehrkraft - die muss dazu aber natürlich erst einmal in Anspruch genommen werden - schon möglich gewesen wäre, in irgendeiner Art und Weise eine Eigenleistung zu erbringen. Dazu hätten sie das Buch ja noch nicht mal lesen/verstehen müssen, eine Inhaltsangabe hätte ja schon gereicht. Ich möchte da auch wirklich nicht so hohe fachliche Ansprüche stellen, aber alles nur zu kopieren und dann nicht mal die Blätter (richtig) abzuheften finde ich schon ne Sauerei. Es gab ein paar völlig kreative Arbeitsaufträge, zum Beispiel einen inneren Monolog Woyzecks/Maries zu schreiben, in denen ihre Gefühle füreinander deutlich werden. Für sowas sollte man doch wirklich nicht ChatGPT benutzen müssen..


    Ich fasse mein Verständnis zusammen:

    - Du hast eine sehr schwache Lerngruppe, von der du annimmst, dass sie womöglich die 40 Seiten vom Reclam-Heft nicht gelesen haben und diese sowieso nicht verstehen

    - Diese Lerngruppe ist sprachlich sehr schwach (ich weiß zwar nicht, was der Zusammenhang mit "ohne Migrationshintergrund" ist, aber egal... vielleicht konzentrierst du dich in der Zukunft auf den muttersprachlichen, fremdsprachlichen oder zweitsprachlichen Hintergrund...)

    - Du lässt aber diese Lerngruppe mit freien Aufgaben für 4-5 Wochen (!!!) selbstständig arbeiten, behauptest zwar, du warst "immer da", in deinem ersten Beitrag allerdings:

    Zitat

    Ich bin auch in jeder Sitzung mehrmals kurz in die Schulbibliothek, um Präsenz zu zeigen und habe der dort anwesenden Aufsicht jedes Mal erneut gesagt, dass sie die Schüler bitte gut im Auge behalten sollen.

    das klingt anders.

    Du magst dich jetzt weiterhin darüber aufregen, dass dein Plan nicht aufgegangen bist, aber du musst auch reflektieren, und auch ohne große Ahnung von BBS:
    Ich fange gerade mit ebenbesagtem Woyzeck an, in einem Leistungskurs am Gymnasium und käme sowas von nicht auf die Idee, meine Lerngruppe 4 Wochen alleine in der Bib zu lassen und ab und zu vorbeizukommen und Präsenz zu zeigen. Dabei spreche ich nicht mal von ChatGPT, sondern von: Selbst im LK ist die intrinsische Motivation nicht soooo hoch, dass sie durchgehend und ohne festen Rahmen arbeiten würden.
    Ausgerechnet im LK lässt sich in einem textlastigen Fach nicht vermeiden, dass die SuS alleine arbeiten und ja, ich mache währenddessen was Anderes. Ja, ich gehe mir einen Kaffee kochen, eine Abrechnung beim Schulverwaltungsassistenten abgeben, usw.. aber länger als 15 Minuten ist meine Lerngruppe nie alleine und sowieso nicht ohne kompletten Auftrag und mit dem Wissen: in 20 Minuten / am Ende der Stunde wird verglichen.

    Erst recht in einer schwachen Lerngruppe würde ich davon ausgehen, dass mir die Sicherung so wichtig ist, auch in Etappen. Selbst, wenn sie viel frei arbeiten sollen:
    - Rollenbiographien und Figurenkonstellation, vergleichen, abgehakt.
    - historische Zustände, vergleichen, abgehakt.

    - Szenenanalyse, vergleichen, abgehakt.
    - innerer Monolog, usw..
    Wie sollen sonst die schwächeren SuS (selbst in meinem leistungsstarken LK) eine Chance haben, den inneren Monolog gut zu schaffen, wenn ich nicht die Grundlage gesichert habe? Klar, sie sind für ihr Lernen selbst verantwortlich, blabla, aber eyh, wir sind nicht im flipped classroom für Erwachsenenweiterbildung, sondern im Schulsystem, ich werde dafür bezahlt, dass ich nicht 90% auf der Strecke verliere. Und erst recht, wenn du Anweisungen von oben hast.

    Viele Punkte hast du ja auch offen gelassen:
    - Wer hat die Aufsicht bei der Lerngruppe gemacht? (Warum warst DU nicht drin? für so einen langen Zeitraum kann man keine Terminkollisionen haben)
    - Wie hast du gesichert, dass Blätter nicht ausgetauscht werden konnten?

    - Welche digitalen Geräte standen zur Verfügung? (Handys abgegeben, aber warum waren sie eigentlich in der Bibliothek, wenn sie nur auf Papier gearbeitete haben? Und was gibt es in der Bib mehr als im Klassenraum? Schließlich hast du sicher keine Aufgaben mit dem Kindler-Lexikon aufgegeben, oder?)

    Sorry für den Beitrag, aber ich frage mich, ob es eine reale Situation war, mit der wir uns jetzt beschäftigen.

    Sorry.
    Ändert trotzdem nichts für mich.
    Wenn ich nicht davon ausgehe, dass Berufliche Schulen - trotz ihrer Größe - sich jemanden leisten können, der nur Aufsicht führt, gehe ich davon aus, dass die Person in der Zeit nicht Däumchen dreht, sondern (im besten Fall - bibliothekarisch eingesetzt): katalogisiert, sortiert, Bestellungen macht, lesedidaktische Aktivitäten plant, Materialien für Fachkolleg*innen zusammenstellt, oder (wie bei uns eine Zeit lang, da sitzt ein Bufdi, FSJ oder Schulverwaltungsassistent) ganz andere Sachen verwaltungstechnisch zu tun hat.
    Aber vielleicht irre ich mich, und es gibt deutsche Schulen mit Menschen, die nur darauf warten, Aufsicht zu machen. Das wäre in Frankreich manchmal der Fall und sie könnten das nicht gewährleisten, weil sie eben ALLE beaufsichtigen müssen und nicht die Aufsicht einer Lehrkraft gleichkommen können.

    (Ich meine: "Sie saßen vor der Aufsicht", wie groß ist die Klasse?)

    Sehe ich genauso. Wir haben uns schon Mühe gegeben, ChatGPT zu verhindern, wie oben beschrieben. Aber es scheint nicht zu klappen.

    Wirklich?
    Wer war die Aufsicht in der Bibliothek? Eine dafür abgesetzte Lehrkraft oder jemand, der in der Stadtbibliothek auch einen Job hat?
    Wir kriegen nicht jeden Täuschungsversuch in einer Klausur aber eine Beaufsichtigung von Gruppenarbeiten sollte reichen?
    Die Schüler*innen haben kein Zweithandy? Kein Tablet? Sie mussten tatsächlich ausschließlich mit Stift und Papier arbeiten? (Frage ich ja nach, in Zeiten von Digitalisierung, wo viele Schulen solche Geräte im Einsatz haben)

    Die Ordner wurden abgegeben. Hast du sie jedes Mal kontrolliert und abfotografiert, um sie danach zu vergleichen oder war das ein leichtes, einen Murks abzugeben und in der Stunde darauf Zettel zu tauschen?

    Aber schon alleine der erste Punkt ist für mich ausreichend, um zu sagen: Nein, es wurde nicht alles gemacht.

    Hat meine Schule getan. Ich fand es nur lästig.

    ABER: du hast dann die Wahl gehabt, dich dagegen zu entscheiden.
    (Ich bin auch kein großer Fan, ja, auch als Sprachlehrerin, aber ich bin dankbar dafür, dass Schule mir ein paar Fenster geöffnet hat, weil zuhause nichts an Kultur stattgefunden hat.
    (und bitte nicht sowas wie "aber wenigstens kennst du ..XY". Nein. Ich war trotzdem nicht im Wald mit meinen Eltern, mein Vater ist Elektriker und ein bisschen gut in Mechanik, er hat nur irgendwann die Idee gehabt, mich anzuschreien, warum ich dies und das nicht könne - so wie mit dem Fahrradreifen, hätte mir durch eine Gotteseingebung einfallen sollen?) )

    Die Schule und die jeweilige Stadtbibliothek haben mir alles gegeben. Einiges habe ich verworfen, anderes nicht. und das ist für mich das beste an Bildung: es gibt genug davon, dass jede*r sich das aussucht, was gut für ihn/sie ist.)

    1) Du wirst nicht gehen können, weil deine Schule zu 99% bis dahin deine Fächer nicht im Überhang haben wird. Wenn deine SL unterschreibt, dass du weggehen darfst (Freigabe), dann unterschreibt sie, dass sie ohne dich auskommt (es stehen keine dienstliche Gründe dagegen).

    2) Nach Ablauf deiner Probezeit. Also nach drei Jahren.

    Abgeordnet eher nicht.. wie wahrscheinlich ist eine versetzung?

    Eher unwahrscheinlich?

    Wiederholst du dich nicht ein bisschen (Beitrag 1)?
    Du kannst den ersten Antrag auf Versetzung erst nach 3 Jahren überhaupt stellen und dieser kann aus schulischen Gründen (die es bei einem Mangelfach gibt) fünf Jahre lange abgelehnt werden.
    Du bist also die nächsten 7.5 Jahre dort.

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