Beiträge von chilipaprika

    ... es ist soweit, ich hatte heute Morgen die Einladung bzw. das Angebot eines BEM-Gesprächs in der Post.
    Ich bin zur Zeit noch krankgeschrieben und akzeptiere langsam, dass ich nicht "morgen" wieder in die Schule gehe, sondern peile eher Juni, oder gar das neue Schuljahr an.
    Auch wenn die Gründe meines Ausfalls nicht (primär) in der Schule bzw. im Schuldienst liegen, möchte ich vermutlich das Angebot annehmen, frage mich allerdings, ob es nicht Sinn ergeben würde, das erst kurz vor der Wiedereingliederung zu machen.
    Natürlich werde ich bei der BR anrufen, aber meine Sachbearbeiterin ist erst dienstags wieder erreichbar.
    Wenn also Bescheid weiß, freue ich mich über Einschätzungen.

    Es kann sogar folgendes passieren:

    Du arbeitest Vollzeit als Grundschullehrerin und wirst an vier Tagen im Ganztag eingesetzt. Hierbei musst du u.a. vier Schulstunden das Mittagessen beaufsichtigen und vier Schulstunden eine Spielepause nach dem Mittagessen. Von den 8 Schulstunden pro Woche werden dir aber nur vier bezahlt!

    Wir haben zum Glück keine Mittagsaufsicht (es sind Mitarbeiter*innen des Trägers), aber die "Lernzeiten" (Hausaufgabenzeit im Ganztag) werden auch nur zur Hälfte angerechnet und liegen bei uns oft nach der Mittagspause. So dass man zwei Stunden länger bleibt für eine halbe Stunde Anrechnung.
    Da war ich diesbezüglich auch ganz happy.

    spontan:

    - höheres Brutto für ähnliches aktuelles Beamtennetto
    - arbeitsrechtliche Regelungen zur Arbeitszeit und Mehrarbeit durch besondere Projekte (Klassenfahrten, Projekttage, usw..)
    - angemessene Bereitstellung von Arbeitsmaterialien
    nur als erste spontane Ideen ...

    Wisst ihr was? Ich freue mich, dass hier "alle" (naja, die Schreibenden) entsetzt sind.
    Natürlich sind auch 30 Jahre seit meiner eigenen Schulzeit vergangen, aber ich habe auch schon Schulaustausche in den letzten Jahren gemacht und hatte genau das Thema dort mit-aufgeschnappt, weil es einen konkreten Fall gab und einen Fortschritt seit den 90ern konnte ich kaum sehen, die Deutschlehrerin (in Deutschland sozialisiert) war außer sich.

    Ich kann also zum Teil (kaum an den hiesigen Fall angepassten) O-Töne wiedergeben:
    "das Mädel soll sich nicht aufregen, war nur blödes Rumalbern".
    "wenigstens hat ihr jemand Zuneigung gezeigt".

    "war auf den Klamotten, ist doch alles in Ordnung".
    die viel schlimmeren Antworten der Schulerzieher*innen der 90er gebe ich lieber nicht wieder.

    Selbst, wenn Schulregelungen einem nicht viel Freiheit lassen, müssen wir immer zeigen, dass sowas nie geduldet wird. NIE. und da kann / soll man eben alle Bandbreiten besagter Regelungen ausnutzen.

    Auch eine geringe Nebentätigkeit muss angemeldet und genehmigt werden.

    @WillG tatsächlich ist mein Ärger nicht auf die Beurlaubung bezogen, ich bekäme sie nie, sondern auf Teilzeit und/oder Nebentätigkeit-Regelungen.

    Und ja, ich verstehe deren Absichten und meine Benefits, ich halte aber das System für veraltet.

    Nur weil ich von etwas profitiere, heißt es nicht, dass ich es gut finden muss.

    Und eyh… ich habe brav so lange Vollzeit gearbeitet, bis ich einen anerkannten Grund hatte. Zuerst Leute brechen, dann mal gucken.

    Daher der momentane Sarkasmus. Mein Vertrauen, dass der Staat das ganze Bild von glücklichen Lehrer*innen hat, ist gebrochen.

    PS: 3 verbeamtete Freunde in Frankreich sind zur Zeit tatsächlich beurlaubt und arbeiten woanders (In- und Ausland.) Ergibt für mich auch keinen Sinn aber sie haben wohl noch 1% Hoffnung, dass sie zurückkehren.

    Ja, aber gegenüber US-amerikanischen Präsidenten hat ein deutscher Staatsbürger ein soziales Netz und eine Rente / Pension (haha. Als ob Trump ja arbeiten müsste :D )

    Ja, wäre durchaus in Ordnung, wenn besagter Bundeskanzler Platz für die jungen Arbeitskräfte machen würde, es hilft nicht der Arbeitslosigkeitsquote, wenn die Alten noch an ihren Plätzen kleben.

    Das hat nichts mit räumlichen Kapazitäten zu tun.

    Wenn eine Klasse die Höchstgrenze erreicht hat, kann sie kein zusätzliches Kind aufnehmen, weil man dann für EIN Kind vll eine neue Klasse aufmachen müsste, was in Lehrerstunden zuviel bedeutet und das System durcheinander bringt.

    Sie haben auch ihre eigenen Wiederholer.

    und bei uns (Gym) können die Kids eben gar nicht weg, weil Realschulen und Gesamtschulen voll sind, es gäbe also nur noch eine Hauptschule weit und breit (die übrigens einen sehr guten Ruf hat). Sie wiederholen also bei uns, rutschen dann wieder hoch und so weiter.
    Dieses "Durchrutschen" ist in NRW allerdings viel einfacher als in BaWü und Bayern, mir tun die Kids leid, weil ich weiß, dass sie heillos überfordert sind und mich nur wie Brot angucken, egal in welchem Fach. Aber eyh, den Hauptschul- oder Realschulabschluss kriegt man schließlich auch am Gym.

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