Ein Lehrerzitat, das ich vor Jahren irgendwo mal gelesen hatte:
"Ihr sagt mir, welche mündlichen Noten ihr erwartet, dann lachen wir gemeinsam darüber und ich sage euch, welche Noten ihr bekommt."
Ich habe in jeder Stunde den Sitzplan vor mir auf dem Pult und markiere mir darauf für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen vier bis fünf Schüler, die ich gezielter aufrufe (auch wenn sie sich nicht melden, da ich die Leistung von ihnen einfordern muss) und mache mir je nach Qualität der Antwort ein +\0\- auf dem Sitzplan und bilde daraus nach dem Zeitraum eine Note. Am besten mit Bleistift, dann kann man es danach wieder wegradieren und die nächsten Schüler markieren.
Das funktioniert recht gut und es kommen nur selten Klagen oder Beschwerden. Auf Feilschereien lasse ich mich dabei nicht ein. Ich ziehe bei der Erklärung dem Schüler gegenüber auch gerne die Wortbedeutung heran, im Sinne von: Ja, deine Beiträge waren immer ganz okay. Okay bedeutet zufriedenstellend, daher die 3. Referate am Schuljahresende lehne ich prinzipiell ab und mache dem Schüler auch klar, dass er vorher fast ein ganzes Jahr lang zur Notenverbesserung Zeit hatte.
Einmal vergab ich auf ein Referat in der Oberstufe 11 Punkte. Da kamen die Mitschülerinnen mit dem Argument: "Wieso denn nur 11 Punkte? Das Referat war doch gut." Eben, es war gut, und das ist Note 2, also 11 Punkte.
Sarek