Beiträge von Flipper79

    Meine Nichte mit GK Mathe in Sachsen, sagte mir gerade am Telefon:

    "Ich habe als Vorbereitung 32 Prüfungen der letzten Jahre, auch aus anderen Bundesländern, gerechnet. So etwas war da nicht dabei."

    Ich habe jetzt auch die GK Matheaufgaben (noch schlimmer) und fasse zusammen: In Sachsen haben sie eine Vollmeise.

    So extrem schwer und viel?

    Ich habe eine Frage zu

    Zitat

    § 46 Leistungsnachweise und Leistungsbewertung, Nachprüfung bei Minderleistungen

    Absatz (5)

    Schülerinnen und Schülern, die aufgrund der Fortschreibung der Kursabschlussnoten (Absatz 4) im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase in
    einem oder mehreren belegten Leistungs- oder Grundkursen vier oder weniger Punkte der einfachen Wertung erreicht haben, erhalten in analoger Anwendung von § 10 die Möglichkeit zur Nachprüfung in diesen Fächern. Eine Zulassung zur
    Nachprüfung erfolgt abweichend von § 10 Absatz 1 auch, wenn die Verbesserung einer Minderleistung in mehr als einem Fach erforderlich ist. Es finden dann mehrere Prüfungen statt. Die Prüfungsaufgaben sind dem Unterricht des ersten Halbjahres zu entnehmen. Eine Nachprüfung ist nicht möglich in Fächern, die mit null Punkten abgeschlossen wurden.

    In (4) wird erwähnt, dass

    Zitat

    (4) Für Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr der Einführungsphase und im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase, bei denen eine Leistungsbewertung unter Berücksichtigung von Zeiten des Ruhens des Unterrichts, individueller Quarantänemaßnahmen und Erkrankung nicht möglich ist und aus organisatorischen Gründen nicht herbeigeführt werden kann, ist auf die Benotung des
    vorangegangenen Halbjahres zurückzugreifen. Dann gelten die Kursabschlussnoten im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase auch als Kursabschlussnoten für das zweite Halbjahr der Qualifikationsphase.

    Verstehe ich das richtig?

    Fall 1: Eine Schülerin / ein Schüler gehört einer Risikogruppe an, muss in Quarantäne etc. Ich habe keinerlei Möglichkeit eine "ordentliche" Note für das 2. Halbjahr zu machen. Die Schülerin / der Schüler bekommt also die Kursabschlussnote des 1. Halbjahres. (nach (4)) Hier hatte sie / er nur 2 Punkte. Sie / Er darf nach (5) eine Nachprüfung machen, damit sie / er von diesen 2 Punkten weg kommt.

    Falls 2: Eine andere Schülerin / ein anderer Schüler ist in einem beliebigen Fach überfordert und bekommt seine "Standard 5" (also wieder 2 Punkte). Bei ihr/ihm habe ich aber im 2. HJ die Möglichkeit aufgrund der Klausur (1 Klausur) und der mündlichen Leistung eine "ordentliche" Kursabschlussnote fürs 2. HJ zu bilden.

    Diese Schülerin / dieser Schüler erhält NICHT die Möglichkeit zur Nachprüfung.

    Nein, auf keinen Fall! Meine Schulleiterin macht so einen Murks nicht mit!

    Gerade kam eine Schulmail, dass in dieser Woche an den weiterführenden Schulen nicht mehr als bisher unterrichtet wird. Um 11 Uhr! Am Dienstag! Für die aktuelle Woche :lach:

    Ist doch sehr beruhigend zu wissen.:)

    Immerhin wissen wir jetzt, dass nicht folgendes Szenario kommt:

    Mittwoch, 06.05.2020, 22 Uhr: Hr. Richter teilt mit, dass die Schulen für die Q1 am Donnerstag, 7.5. um 8 Uhr starten und der arme Schulleiter abends noch hektisch alle Kolleginnen und Kollegen anrufen muss und die Jahrgangsleiter all ihre SuS, die in der Q1 so sitzen ^^

    Donnerstag 07.05, 6 Uhr: Der SL sitzt mit geränderten Augen in der Schule, hat er doch einen Raumplan erstellt.

    Die ersten Kollegen trudeln ein und stellen ebenfalls sichtlich genervt die Tische in den Kursräumen, die noch nicht vorbereitet sind, korrekt.

    8 Uhr: Die Schüler kommen ...

    Wir lassen die Tische auch nicht von SuS (wir sprechen derzeit von Q2'lern (!)) desinfizieren!

    Das richtige Desinfizieren steht Fachpersonal bereit. Selbst uns ist es untersagt mit bestimmten Mitteln selbst die Desinfektion zu übernehmen! Wir haben da sehr konkrete Aufforderungen bekommen wie wir vorgehen sollen bzw. eben nicht!

    Wurde der Schichtbetrieb in NRW nicht auch ausgeschlossen? Ich meine in der 17.Schulmail stand sowas.

    Lt. korrigierter 17. Schulmail, die nur für die Grund- und Förderschulen gilt, steht:

    Zitat

    Wenn Lerngruppen in der Regel zumindest halbiert werden müssen und nicht alle Lehrkräfte für Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, dann wird ein solcher Unterricht nur jeweils an einem einzelnen Tag möglich sein. Im Laufe einer Woche ergibt sich daraus ein „rollierendes“ System mit tageweisem Unterricht für nur einzelne Jahrgangsstufen. Dies bedeutet eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz.Ein „Schichtbetrieb“, bei dem an einem Tag unterschiedliche Schülergruppen verschiedener Jahrgänge zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Schule kommen, ist ausgeschlossen.

    Theoretisch könnte man z.B. die Klasse 4a dritteln.4a.1 kommt von 8 Uhr bis 10 Uhr4a.2 kommt von 11 Uhr bis 13 Uhr4a.3 kommt von 14 Uhr bis 16 Uhr Oder so ... Wie gesagt rein theoretisch.Es gibt mal wieder einen neuen Presstext:Presstext vom 01.05.2020Ich hab mal das Datum in den Linknamen geschrieben (von wegen Halbwertszeit und so)

    Fr. Gebauer hätte aber auch in irgendeiner Form verlauten lassen können, dass die Schulleitungen in der letzten Zeit viel geleistet hat. Wie auch immer ... und sie hätte den Satz, dass die SL wieder im Hause einfach rauslassen können.

    Habe ich diese Beschlussvorlage bzgl. den Defiziten in der Q1 so verstanden, dass die Schülerin/ der Schüler, der in einem beliebigen Fach 4 oder weniger Punkte hat, eine Nachprüfung machen kann? Das gilt pro defizitärem Kurs?

    @ Kiray: Du könntest du das, was im homeschooling gelaufen ist, im Unterricht aufgreifen. Dann ist es auch Gegenstand im Unterricht gewesen und diese Regelung, die du ansprichst, wird ausgehebelt.

    Wie ich allerdings die ganze Zeit seit dem 18.3. dann aufgreifen kann im Unterricht, gleichzeitig aber im Unterricht forfahren muss, ist und bleibt mir ein Rätsel.

    Hier schließt sich für mich eine neue Frage an: Was passiert mit dem Abiturjahrgang 2021? Es besteht doch die große Gefahr, dass wir mit dem Stoff nicht durchkommen ...

    Ja, das läuft wirklich nicht so toll. Die Presse weiß immer eher bescheid als diejenigen, die es dann am Ende umsetzen sollen. Frau Gebauer stellt sich vor die Presse, gleichzeitig kommt ein Schreiben von der Bezirksregierung, dass doch die Aussagen von der Presse bitte nicht als Handlungsgrundlage gelten sollen. Was denn nun?

    So weit ich weiß gibt es aber noch keine neue Schulmail. Also mal bis heute Nachmittag abwarten....

    Ich finde unsere Landesregierung im Moment sehr ungeschickt.

    Nicht nur die Landesregierung! Mir blieb heute morgen beim Frühstück der Bissen im Halse stecken und gerade weiß ich nicht, ob ich einfach nur lachen oder schreien soll.

    Fr. Karliczek, so der Nachrichtensprecher heute morgen, meinte, dass diese Einschränkungen bis weit ins nächste SJ bestehen blieben (bundesweit). Great! Sie schlug freiwillige Sommercamps vor, in dem verpasster Unterrichtsstoff nachgeholt werden kann.

    Dem Ganzen wurde die Krone durch den folgenden Artikel aufgesetzt:

    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/1246…unterricht-2021

    Engagierte Bürger (!) könnten am Samstag Vormittag, wenn kein Unterricht liefe, eine begleitende Unterstützung anbieten.

    Ist heute der 1. April?

    :autsch:

    "Das scheint das einzige zu sein, was derzeit bekannt ist

    https://www.swr.de/swraktuell/rhe…ffnung-100.html"


    Bekannt ist gar nichts. Mein Schulleiter schickte heute noch eine Mail rum, in der es sinngemäß hieß,

    dass zum jetzigen Zeitpunkt es noch keine verlässlichen Hinweise darauf gäbe, dass ob kommender Woche weitere Schulklassen beschult werden würden. Dies würde noch zwischen Bund und Länder besprochen werden. Auch solle man auf die nächste Schulmail auf weitere Informationen warten und darauf achten, dass Medenberichterstattungen nicht maßgeblich seien.

    Great!

    Wenn am Donnerstag zwischen Bund und Ländern Details besprochen werden und auf die nächste Schulmail am Donnerstag abend gewartet wird, dann am Montag direk Unterrichtsstart?!

    Ach, und eines noch: "lächerlich" finde ich es eher, wenn man bei schriftlichen Prüfungen die Türen der Prüfungsräume offen lassen muss! Während einer Prüfung gehen ja wohl weniger Schüler*innen nach draußen, als während der normalen Unterrichtszeit.

    Ich finde es problematisch, da auf unseren Fluren auch immer andere Oberstufenkurse verkehren und unsere Abiturienten dann nur gestört werden würden ... es sei denn man riegelt die Flure, wo die Q2'ler schreiben vehement ab ...

    ...wobei wir auch nicht wissen, auf wen sich die Kultusminister*innen bei ihren Entscheidungen berufen.

    Kann ich dir sagen:

    Die Kultusminster werden einen sehr offenen Zeitplan festlegen, der genug Spielraum für die einzelnen BL zulässt.

    Laschet beruft sich auf den lasche(s)ten Virologen (der bei schnellen Schulöffnungen kein Problem sieht).

    Söder beruft sich auf Drosten.

    Andere Kultusminister auf den Virologen, der ihnen genehm ist.

    In der Überschrift steht die entscheidende Frage: Was kann man aus dieser Krise positiv für die Schulentwicklung nutzen?

    Die Ideen können (derzeit) durchaus noch utopisch sein. Aber vll. bewegt sich die Politik ja (falls nötig) oder es führt zu einem Umdenken in den Schulen selbst

    1) Ich empfinde es nach den ersten Erfahrungen in der Q2 sehr entspannend nur mit meinen Abiturienten, die das entsprechende Fach als (3. oder 4.) AF gewählt haben zu sitzen. Die Vorbereitung kann so deutlich effektiver sein als wenn noch SuS in dem Kurs sitzen, die innerlich schon abgeschaltet haben.

    Für die Zukunft könnte ich mir gut eine solche Abiintensivwoche vorstellen, in der ich nur meine Abiturienten beschule.

    2) Ich habe bisher nur die Q2, aber vll. wären auf Dauer auch kleinere Klassen effektiver (bessere individuelle Förderung möglich u.a.)

    Ja ich weiß, die Frage ist, woher die Lehrer kommen sollen und die Räume, aber man wird ja träumen dürfen.

    3) Die Digitalisierung sollte weiter voran getrieben werden.

    Cool wäre es schon, wenn jede Schülerin / jeder Schüler ein eigenes Tablet / Laptop (vom Schulträger bekommt) und auch jede Kollegin / jeder Kollege sein Dienstgerät zur Verfügung gestellt bekommt.

    Was könnte man Kopierkosten sparen? Vll. könnte man auch verstärkt digitale Schulbücher nutzen. Die SuS müssen dann nur noch ihr Tablet / ihren Laptop mitschleppen.

    Vorne in den Raum kommt dann z.B. ein Whiteboard, ein Apple TV oder ähnliches!

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