"In einem Satz gibt es Wörter, vor die man einfach mehr Wörter schreiben kann,
ohne dass der Satz danach falsch ist.
Das Auto fährt.
Das blaue Auto fährt.
Das schnelle, blaue Auto fährt.
Das schnelle, blaue, große Auto fährt.
Diese Wörter schreibt man groß.
Wissenschaftler:innen nennen diese Wörter Nomen.
Wir wollen sie ab jetzt auch Nomen nennen."
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Da fährt ein Auto.
Da vorne fährt ein Auto. Also: fährt ist ein Nomen
Das blaue Auto fährt.
Das schnelle, blaue Auto fährt. Also: blaue ist ein Nomen
Die Regel funktioniert halt auch nur in vorgegebenen "Standartsätzen".
Und bei mir sind es oft gerade die leistungsstarken Kinder, die da zuverlässig immer noch ein Gegenbeispiel finden.
Was ich auch ganz hilfreich finde ist der "Wörterparkplatz" (aus dem RoLeR-Training)
Der ist zwar erstmal nur dazu da, rauszufinden, ob man ein isoliertes Wort groß schreibt, aber wenn man das regelmäßig macht schult es auf jeden Fall auch die Fähigkeit die Wortarten zu unterscheiden.
Sieht so aus:
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Die Idee ist, das Wort in einer festgelegten Reihenfolge zu überprüfen, d.h. ich gucke erst ob es ein Verb ist (indem ich schaue ob ich "wir, ich ich, du, er , sie, es..." davorsetzen kann) und erst wenn das nicht geht, gucke ich ob ein Artikel davor gesetzt werden kann und wenn ja ist es ein Nomen. Damit ungehe ich or allem dass Verben nominalisiert werden.