Beiträge von Ilse2

    Ich arbeite in der Inklusion an der Grundschule, das ist wahrscheinlich nochmal etwas anders. Wir haben eine LAA für Sopäd, die aber nur 1 mal die Woche bei uns ist und die anderen Tage an der Förderschule. Ich weiß aber auch, dass es das umgekehrt gibt. Bei uns arbeiten die weiterführenden Schulen im Bereich Inklusion ziemlich unterschiedlich. Ich weiß von einer Gesamtschule, an der ziemlich viele Sonderpädagogen und MPTs arbeiten. Die haben sich so aufgeteilt, dass je eine Person für eine Jahrgangsstufe zuständig ist. In so einem System könnte ich mir ein Referendariat vorstellen. An einer anderen Gesamtschule im Ort ist ein Sonderpädagoge für die ganze Schule zuständig, da denke ich, würde das Referendariat mit seinen Voraussetzungen wirklich schwierig werden.

    Jede Schule macht das alles aber anders, die Bedingungen sind sehr unterschiedlich.. Du musst im Grunde abwarten, wie es an deiner zukünftigen Schule ist. Wenn die Bedingungen so sind, dass du die Anforderungen des Seminars nicht oder nur sehr schwer erfüllen kannst, wende dich schnell an Mentoren, Ausbildungsbeauftragte an der Schule und an das Seminar!

    Aber schon alleine, dass einige 100%, andere nur 50, 60 oder 70% arbeiten oder noch Seminartage haben usw. sind diese Zeiten dann trotzdem selten gleichzeitig.

    Ich hatte dieses Schuljahr Kollegen, die habe ich eigentlich nur mit direkter Verabredung gesehen, weil einer dann außerhalb seiner normalen Zeiten kommen musste, weil wir immer gegengleich Unterricht hatten. Das wäre ja bei Präsenzzeiten dann nicht wirklich anders.

    Teilzeit wäre mit Präsenzzeiten sehr viel leichter umzusetzen. Ich glaube schon, dass Teamzeiten dann leichter zu organisieren wären. Aber wird nicht kommen, von daher🤷‍♀️

    Nochmal, wenn nicht feste Treffpunkte gegeben sind, wird man sich bei sovielen verschiedenen Arbeitszeiten auch dann nicht persönlich in der Schule treffen. Da habe ich schneller eine Antwort über einen Messenger als ich einen persönlichen Treffpunkt gefunden habe. Oder man trifft sich online.


    Naja, das widerspricht sich ja nicht, denn wenn es vernünftige Arbeitsplätze geben soll und die Räumlichkeiten ja jetzt schon oft nicht mal für einen Stuhl für jeden reichen, kann es nur zu wenige Arbeitsplätze geben!

    In MEINER Wunschvorstellung gäbe es aber eine derart vernünftige Arbeitsausstattung, dass eben persönliche Treffen möglich macht. Ich fände tatsächlich einen gewissen Anteil an Präsenzarbeitszeit in der Schule tatsächlich gut. Ich weiß aber auch, dass viele das anders sehen. Ich arbeite ja als Sonderpädagogin an einer Regelschule und bin aktuell in 6 Klassen eingesetzt und finde die Zusammenarbeit mit einigen Kollegen wahnsinnig schwierig, weil diese Kollegen einfach oft außerhalb des Unterrichts nicht da sind. Aber, wie gesagt, ich weiß, dass die meisten das Thema anders sehen. Und mal realistisch betrachtet, das wird nicht passieren, also muss man sich auch keine Gedanken dazu machen.

    Warum ist das einfacher, wenn jeder vor Ort sein kann, wie er will aber an viel zu wenig Arbeitsplätzen, als wenn man das über Cloud oder so klärt?

    Ich habe von vernünftigen Arbeitsplätzen geschrieben, nicht von zu wenigen. Ich finde (nur meine Meinung) persönliche Treffen meist deutlich effektiver als über irgendwelche Messenger.

    Ich bin zwar wahrscheinlich mit dieser Ansicht hier ein Einhorn, aber ich fände vernünftige Arbeitsplätze in der Schule großartig, mit der Möglichkeit sich ein- und auszustempeln, wenn man halt arbeitet und eine Art Gleitzeit dann eben außerhalb des Unterrichts. Ich weiß aber, mit der Idee mache ich mir keine Freunde.

    Wenn man aber in multiprofessionellen Teams arbeitet und sich absprechen muss, wäre es auf diese Art sehr viel einfacher. Kommt aber eh nicht🙃

    Luxus ist für mich, dass ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt habe und mir ein Pferd gekauft habe. Die Zeit, die ich dort verbringen darf ist für mich Luxus pur, wobei das Pferd in einem kleinen Selbstversorgerstall ohne großen Schnickschnack steht und relativ viel Arbeit durch die Stallgemeinschaft abgedeckt werden muss. Lange Ausritte sind für mich unbezahlbarer Luxus und gleichzeitig die Möglichkeit, mehrmals wöchentlich den Kopf frei zu bekommen und absolut im hier und jetzt zu sein (auch Luxus!).

    An meiner Schule hat man als Vollzeitkraft (Grundschule, NRW) 3 Aufsichten plus zwei Vertretungen, sowie die Aufsicht in der Frühstückspause, wenn man die jeweilige Klasse in der 2. Stunde unterrichtet.

    Ich glaube, das hängt aber alles immer davon ab, wie groß die Schule ist, wie gut oder auch schlecht einsehbar ist der Schulhof, gibt es Busaufsichten, wie ist die Schülerschaft zusammengesetzt, gibt es evtl. Teilstandorte usw.

    Und trotzdem ist der Unterschied zwischen Beamten und Angestellten schon groß.

    Wie gesagt bisher war es bei mir E13/5, jetzt wohl A13/5, das sind bei mir 1000 Euro nach Abzug der KK an Unterschied netto, allerdings 3 Kinder, aber Steuerklasse 5

    Das stimmt. Aber es ging ja hier um die Welt außerhalb des ŌD, von der manche wissen oder glauben, dass es den dort Beschäftigten viel besser geht als den Lehrern.

    Mein Lebensgefährte ist ebenfalls staatlich geprüfter Techniker Maschinenbau, Arbeitet in einem Ingenieurbüro als Projektleiter z.B. für den technischen Ausbau in Krankenhäusern. Also schon mit Verantwortung. Er hat netto ca. 1000 € weniger(!) als ich raus. Ok, er hat noch einen Firmenwagen, den er auch privat nutzen darf. Ich bin unbefristet angestellt. TV-L 13 Stufe 6. Wollte ich nur mal anmerken. In meiner Bubble jedenfalls verdienen Lehrer ziemlich gut. Auch als Angestellte.

    Schulleitungen sind schon sehr unterschiedlich. Ich arbeite seit fast 20 Jahren in der Grundschule und habe durch Abordnungen schon so einige Schulen kennengelernt. An einigen Schulen hatten die Schulleitungen eigene Klassen, die Konrektoren sowieso, Aufsichten waren selbstverständlich. An meiner aktuellen Schule ( wohl gemerkt, eine Grundschule) unterrichtet die Schulleitung gar nicht. Ich bin seit 8 Jahren da, die Kollegin hat eine volle Stelle. Nicht eine einzige Vertretungsstunde hat die Schulleitung seitdem unterrichtet. Aufsichten werden selbstverständlich auch nicht gemacht. Der Konrektor unterrichtet ebenfalls mit voller Stelle offiziell 5 Stunden, inoffiziell werden die aber ständig vertreten. Auch keine Aufsicht.

    Jeder geht ja hier von sich aus, ich würde meinen, die hier aktiven Schulleitungen und Stellvertreter sind in der Tendenz eher besonders motiviert. Aber es gibt leider auch die anderen. An meiner Schule ist es tatsächlich extrem, es gibt einen tiefen Graben zwischen Schulleitung und Kollegium. Der Konrektor ist relativ neu und steht dazwischen.

    Das Problem am Teamteaching, vor allem in der Inklusion zwischen Regel- und Förderschullehrer ist, dass es viel zu wenig Stunden pro Klasse gibt. Als Förderschullehrer läuft man von Klasse zu Klasse, wenn es blöd läuft auch noch von Schule zu Schule und hat eigentlich kaum Möglichkeiten, Teamteaching zu leben. Also so, wie es im Idealfall sein könnte, mit gemeinsamer Planung und Umsetzung.

    Zudem vermute ich, dass die meisten Arztpraxen durch Privatpatienten am Leben gehalten werden und wir tragen im Endeffekt die Gesundheitskosten der Allgemeinheit mit durch unsere teuren Privatversicherungen. :flieh:

    Ich will nichts sagen, aber als Angestellte ist der Teil den ich für die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen habe mit 17.4% deutlich höher, als das, was die meisten Lehrer mit Beihilfeanspruch zu zahlen haben. Wenn das auch Beamte müssten, wäre dem Gesundheitssystem auch geholfen!

    Hallo zusammen, eine Frage vor allem an die NRWler an inklusiven Grundschulen. Welche Aufgaben genau haben beieuch Sonderpädagogen, SoFas in der Schuleingangsphase und MPT in Klasse 3/4? Wir sind auf der Suche nach Möglichkeiten, alle Ressourcen so sinnvoll wie möglich einzusetzen und ich hätte gerne ein paar Anregungen. Vielen lieben Dank!

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