Vorweg: Ich sehe schulische Inklusion recht differenziert und bin kein bedingungsloser Befürworter, arbeite ja auch selbst aus Überzeugung an einer Förderschule.
Aber:
In der ersten Stunde ging es immer darum, dass alle sich ein Mittagessen aussuchen, was die Lehrerin dann ankreuzte. Das dauerte dann bei 10 Kindern tatsächlich 60 Minuten.
Da würde ich auch verrückt werden und sehe das als wenig zielführend und Zeitverschwendung.
FS verfolgen ja eher das Ziel, dass die Kinder möglichst selbstständig leben können. Viele der Kids die ich kennengelernt habe, werden das aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigung aber niemals können
Sie werden was niemals können? Völlig selbstständig leben: Kann gut sein. Möglichst selbstständig, wie du es selbst als Ziel formulierst, im Rahmen ihrer Möglichkeiten: Warum nicht?
Was ist das? Adjektiv zu Katze?
Durch die Inklusion bremsen wir die "normalen" Schüler aus, diese erwirtschaften dann in Zukunft weniger Steuern
Wie kommst du darauf? Die Studienlage ist meines Wissens doch, dass Inklusion leistungsstarken und durchschnittlichen SuS in ihrer Entwicklung nicht schadet?
LE= zieldifferent also gar keine Noten, nur Wortgutachten.
Das ist bundeslandabhängig. Dazu gibt es aktuell auch einen anderen Thread.
und darum bringt es nichts sie durch den normalen Unterricht zu quälen
Wenn der Unterricht für die SuS mit Förderbedarf eine Qual ist und ihnen nichts bringt, sollte dann nicht die erste Maßnahme sein, den Unterricht entsprechend anzupassen, dass er allen SuS etwas bringt und keine Qual darstellt?
An welchen Stellen im Leben gibt es denn streng genommen regelmäßig Berührungspunkte zwischen Menschen unterschiedlicher kognitiver Voraussetzungen?
Ist das nicht eigentlich ein Argument für schulische Inklusion? Damit Kinder von klein auf (am besten schon Kiga oder davor) lernen, dass es normal ist, verschieden zu sein, und langfristig dann vielleicht gesamtgesellschaftlich mehr Berürungspunkte entstehen? Teilhabe im normalen Leben sollte doch das Ziel sein?
Zitat von aviator
Von der Förderschule GE, zu der ein weiterer Kollege ich sollen, weiß ich, dass die selbst im letzten Jahr Personal an eine Grundschule abgeben mussten.
Aber im Rahmen von sonderpädagogischen Tätigkeiten an der Grundschule, nehme ich an?
Eine "normale" Abordnung oder Versetzung mit Tätigkeit als GS-Lehrkraft wäre, solange die Besoldungsdifferenz besteht, doch nicht amtsangemessen, wenn ich das in diesem Thread richtig verstanden habe?