Beiträge von Plattenspieler

    ich würde auch davon ausgehen, dass ein straffreier Abbruch (also ohne als misslungener Erstversuch zu zählen) und Neubeginn in einem Bundesland generell (in BW auf jeden Fall) nur möglich ist, wenn man noch nicht in die Prüfungsphase eingetreten ist

    Würde ich auch davon ausgehen. Allerdings ist ja in BW - zumindest bei Sopäd., aber ich denke, bei den anderen Lehrämtern auch? - die Prüfung in Schul- und Beamtenrecht relativ früh im zweiten Ausbildungshalbjahr. Die zählt zwar nicht viel, ist aber Teil des zweiten Staatsexamens - insofern dürfte der Zeitraum für einen "staffreien" Abbruch in BW relativ kurz sein?

    Ich an deiner Stelle würde aber noch den Abschluss zu Ende machen.

    Der TE ist, wenn ich es richtig verstehe, im zweiten Semester. Das heißt, er hat noch acht Semester Regelstudienzeit vor sich bis zum Staatsexamen oder Master.

    Das ist nicht mal schnell "noch zu Ende machen". Zumal wenn man eine konkrete Alternative hat.

    Keine Ahnung, eigentlich wollte ich in der Sek 2 unterrichten, aber sicherlich eine Überlegung Wert.

    Falls es doch bei Lehramt bleiben soll, könnte man dann auch Lehramt für berufliche Schulen oder Förderschulen (Sonderpädagogik) in Betracht ziehen bzw. sich informieren. Bei ersterem hätte man auch Sek. II; bei beidem hat man weitgehend sehr gute Einstellungschancen (bei beruflichen Schulen ggf. auch wieder fächerabhängig).

    ich glaube, der Grundschubereich ist der schwierigste (die Fächerkombis sind recht unterschiedlich: 3 oder 4 Fächer, Mathe/Deutsch Pflicht oder eben nicht, usw..)

    Sopäd. ist auch sehr unterschiedlich. Schon im Studium (Anzahl und Auswahl der Fächer und Förderschwerpunkte), dann im Ref.: Ausbildung in einem oder zwei Förderschwerpunkten, nur in den Förderschwerpunkten oder auch Fächern, an Förderschulen und/oder inklusiv, auch in außerunterrichtlichen Handlungsfeldern etc.

    ich kann mir vorstellen, dass bspw. im Grundschulbereich - der sich in den meisten Bundesländern ähneln dürfte [...] - ein Wechsel einfacher sein könnte als an den weiterführenden Schulen.

    Ich kann auch nicht mit Erfahrungen weiterhelfen, aber das würde ich bezweifeln. Der Grundschulbereich als Schulform/-stufe mag sich ähneln, das Studium und Referendariat sind jedoch auch hier sehr unterschiedlich. Bzgl. möglicher Fächerkombinationen etc. z. B. deutlich unterschiedlicher als in der Sek. I/II.

    Irgendwo habe ich gelesen, nach dem Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes von Lauterbach und Buschmann solle nach dem 20.03. weiterhin eine Testpflicht in Schulen möglich sein, allerdings keine Maskenpflicht mehr.

    Das würde ich sehr begrüßen.

    Allein ich traue dem noch nicht ganz.

    Erstens ist es ja bislang nur ein Entwurf. Zweitens ist es dann womöglich im Kontext der "Hotspot"-Regelung doch möglich, und bei den aktuellen Inzidenzen kann man ja einfach ganz Deutschland zum Hotspot erklären. Drittens machen ggf. die einzelnen Länder doch wieder eigene Regelungen trotz den Vorgaben des Bundes; wäre ja nicht das erste Mal.

    State: ich sag nur "spanische Grippe" -die hat sich auch ungefährlich mutiert.

    Die Spanische Grippe hatte 20 bis 100 Millionen Tote zur Folge (Wikipedia). Bei einer deutlich geringeren Weltbevölkerung (ca. ein Fünftel der heutigen). Damit kann man Corona wirklich nicht vergleichen. Zumal Corona - für die meisten sowieso nicht allzu gefährlich, wie es scheint - ja auch bereits ungefährlich mutiert ist (Omikron).

    Ich verstehe auch nicht, was der TE inhaltlich nicht am "Stoff" der Schule weiß oder kann. Weiß er nicht, wie die deutsche Rechtschreibung funktioniert oder was eine adverbiale Bestimmung ist? Wer den Faust geschrieben hat oder was Merkmale der Neuen Sachlichkeit sind? Wie man eine Erörterung schreibt oder eine Gedichtinterpretation?

    In den von dir, Theatralica , genannten Bücher geht es um Didaktik und Methodik. Dafür sind sie sicherlich gut geeignet, aber dem TE ging es ja um ein fachliches "Nachholen" des schulischen "Stoffes" ... ?

    Ein Großteil der aktuellen Lehrkräfte hatte noch nie eine Waffe in der Hand, da gibt es im Kriegsfall auf deutschem Boden echt andere Aufgaben, die man ausüben kann.

    Der Großteil der aktuellen männlichen Lehrkräfte hat entweder Grundwehrdienst oder Zivildienst geleistet und könnte damit im Verteidigungsfall für den militärischen oder zivilen Einsatz herangezogen werden. Ich glaube jedoch nicht, dass das Kriterium der Verbeamtung da eine Rolle spielt; das trifft ja für alle Wehrpflichtigen zu.

    Die Studienordnungen, Studienverlaufspläne und Modulhandbücher wirst du ja selbst gefunden haben? Tatsächlich sieht es danach auch, dass man einen allgemeinen / übergreifenden Sonderpädagogik-Bereich wohl insgesamt mit recht hohen Anteilen studiert (höher als der Förderschwerpunkt).

    Was ich dabei nicht ganz verstehe: Da wird mehrmals differenziert zwischen "1. Förderschwerpunkt" und "Förderschwerpunkt (Wahl)". Ich dachte, bei Sopäd. innerhalb von BK-/GymGes-Lehramt hätte man nur einen Förderschwerpunkt?

    Wie das in der Praxis aussieht, werden dir, wenn überhaupt, nur Kolleg:innen aus NRW sagen können.

    Gerade Sehen und körperlich-motorische Entwicklung sind ja aber eher kleine Förderschwerpunkte mit geringer Schüler:innenzahl. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit seinen Stunden am allgemeinen BK nur für diese SuS zuständig ist, selbst wenn diese an einzelnen Schulen gebündelt würden.

    [...] dass man sich dort primär mit ESE, Lernen und Sprache (ungefähr in dieser Reihenfolge) auskennen muss.

    Ich nehme mal an am BK wird es ähnlich sein.

    Es mag in anderen Ländern anders gehandhabt werden (wobei ich mir das nicht vorstellen kann), aber hier gibt es nur noch sehr wenige SuS mit Schwerpunkt Sprache in der Sek. I. In der Sek. II erst recht. Die Sprachheilschule ist ja die klassische "Durchgangsschule"; das sollte auch für Kinder mit dem Förderbedarf in der Inklusion gelten ...

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