Beiträge von Plattenspieler

    In BW ist ja tatsächlich das Abitur zweigeteilt in einen Übersetzungsteil und einen Interpretationsteil, die sich auf verschiedene Texte beziehen, auch durch eine Pause getrennt sind und jeweils 50 % in die Gesamtnote einfließen. (So war es jedenfalls zu meiner Zeit.)

    Soweit ich weiß, ist aber in den meisten anderen Ländern doch die Übersetzung der wesentliche Aspekt, und zusätzliche Aufgaben, die sich i. d. R. auf den übersetzten Text beziehen, haben weniger Einfluss auf die Gesamtnote.

    Oder wie ist das in Thüringen?

    Ich bekomme bei der HA zur Übersetzung von Originaltexten immer derart gruselige oder aber ausgefeilte Internet Varianten vorgesetzt, dass ich solche HA nicht mehr gebe. Außer, wenn man einen Übersetzungsvergleich anstellen will. Dann lese ich lieber etwas weniger Autorentext, dafür aber brainmade

    Ernsthaftes Interesse: Wie bekommen die SuS dann genug Übung in der Übersetzung von Originalliteratur? Ich erinnere mich an Schuljahre, in denen wir nur drei Wochenstunden Latein hatten, und auch (oder gerade) da sind ja auch noch andere Dinge wichtig als das reine Übersetzen.

    Es geht doch gerade um den nicht-reflexiven Gebrauch.

    Ach so. Wirklich?

    Ich habe das Original-Zitat von @Lindbergh ehrlich gesagt gar nicht nachgelesen, sondern nur auf der Grundlage der Kritik von O. Meier geschlossen, es ginge um das "ich entschuldige" (mit oder ohne "mich") anstelle von "ich bitte um Entschuldigung" ...

    Wenn wir also die drei Varianten haben:

    1: "Ich entschuldige den Fauxpas." (i. S. v. Variante 2 und 3, also nicht als Akzeptanz oder Gewährung der Entschuldigung)

    2: "Ich entschuldige mich für den Fauxpas."

    3: "Ich bitte um Entschuldigung für den Fauxpas."

    Wie seht ihr, besonders O. Meier , das? Welche würdet ihr "akzeptieren" oder für "richtig" im Sinne des aktuellen Sprachgebrauchs halten?

    Du entschuldigst das? Das du einen Fehler gemacht haben könntest, für den du um Entschuldigung bitten könntest, fällt dir wohl nicht ein? Du entschuldigst es? Du sagst dir selbst, dass es nicht so schlimm war?

    Lieber O. Meier ,

    Sprache verändert sich.

    "sich entschuldigen" für etwas ist (sprachlich) absolut in Ordnung.

    Siehe die Beispiele:

    entschuldigen – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS

    Duden | entschuldigen | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft

    entschuldigen – Wiktionary

    Wir leben im 21. Jahrhundert.

    Da werden eben Menschen evakuiert und man entschuldigt sich (selbst) für ein Versehen, auch wenn es aus etymologischer Perspektive keinen Sinn macht. Und auch wenn selbsternannte Sprachretter wie Bastian Sick sich darüber echauffieren.

    Weil vielen Eltern ihre Kinder einfach mal so etwas von sch****egal sind, dass das einfach scheinbar für andere gar nicht nachvollziehbar ist.

    Ja, das ist schlimm, das kenne ich natürlich auch und das ist tragisch. Aber für Kinder, die vernachlässigt und verwahrlost werden, ist eine Corona-Infektion noch das geringste Problem.

    Zitat von CDL

    gesamtgesellschaftlich mitbestraft [...] strafrechtlich gilt [...] Kollektivstrafen [...]

    Wo geht es bei dem Thema resp. in meinen Beiträgen denn um eine Strafe?

    Zitat von icke

    Weil du damit sagst, dass Kinder nur Eigentum ihrer Eltern sind.

    Nein, das sage ich nicht.

    Zitat von icke

    Wenn ein ungeimpftes Kind Schaden nimmt, ist aber das Kind der Leidtragende. Ist das egal?

    Da ist (siehe oben) doch die Gefahr deutlich größer, dass ein Kind aufgrund von Verwahrlosung und Vernachlässigung langfristig Leid tragen muss als durch eine fehlende Coronaimpfung. Ist das egal?

    sondern sich auch weiterhin daran hält, was kundige Wissenschaftler wie ein Herr Drosten über die möglichen Risiken einer Omikron-Infektion für Ungeimpfte äußern

    Wer ungeimpft ist, ist freiwillig ungeimpft. Sollen wir das Leben aufgrund derer dauerhaft einschränken? Zumal sie selbst sich großteils ja nicht einschränken, sondern montags "spazieren" gehen ...

    Klingt logisch, wenn es im Lehrplan steht, macht man es natürlich trotzdem.

    Im Lehrplan stehen aber sicher auch die halbschriftlichen Rechenverfahren?

    Bzw. falls der Lehrplan für den Förderschwerpunkt Lernen maßgeblich ist: Da ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, wie konkret die Inhalte und Kompetenzen benannt werden.

    bei den ganz schwachen Rechnern werden manche Inhalte tatsächlich nie verstanden. Da müsste ich schon einzeln oder in Minigruppen mehrmals in der Woche mit ihnen arbeiten können.

    Ich weiß, das ist nicht deine Entscheidung, aber trotzdem und bei allen positiven Aspekten, die Inklusion auch hat: Wäre für solche SuS dann nicht eine Förderschule die bessere Wahl, wenn die Bedingungen an der Regelschule eine durchgängig sinnvolle Förderung nicht erlauben?

    (Ich gehe einmal davon aus, du sprichst von SuS mit dem FSP Lernen, und nicht von SuS mit einer ausgeprägten Matheschwäche, aber sonst durchschnittlichen Fähigkeiten und Leistungen.)

    Auf halbschriftliches Rechnen verzichte ich bei den ganz schwachen Kindern komplett. Das Zerlegen in die verschiedenen Stellenwerte verstehen sie leider nicht wirklich. [...]

    Wäre es nicht sinniger, dann das halbschriftliche Rechnen und das Zahlverständnis zu üben und dafür auf die schriftlichen Rechenverfahren komplett zu verzichten?

    Denn letztere brauchen sie im Alltag tatsächlich nicht in Zeiten von Smartphone etc. Und was bringt es dann, einen Algorithmus einzuüben, den sie nicht durchschauen, sondern rein mechanisch abarbeiten?

    Eine gewisse Zahlvorstellung und Überschlagsrechnungen im Kopf dagegen sind tatsächlich alltags- und lebensrelevant.

    Aber klar, wenn mir die Arbeit irgendwann zu viel werden sollte, werde ich das tun; meine Gesundheit ist mir ziemlich wichtig.

    Ich habe natürlich wenig bis keinen Einblick in den (bayerischen) Gymnasialunterricht der Sek. I und II, aber ich wüsste nicht, inwiefern Lese- und Schreibanlässe innerhalb des Unterrichts weniger Arbeit für die Lehrkraft bedeuten sollen. Auch da muss man doch die SuS anleiten, beobachten, unterstützen etc.? Insbesondere erlangt man Einblick in den Lese- und Schreibprozess und nicht nur in das Resultat dessen, was auch diagnostisch imho ein wichtiger Aspekt ist. Oder nicht?

    Weil in der BaySchO steht, dass es Hausaufgaben gibt und ich mir sonst etwas anderes einfallen lassen oder gegen Dienstpflicht verstoßen müsste

    Natürlich. Ich meinte nicht, dass die SuS gar keine Hausaufgaben mehr bekommen sollten. Aber immer die gleichen Aspekte (oder Modalitäten) im Unterricht und die gleichen als Hausaufgabe finde ich merkwürdig. Aus meiner Perspektive (anderes Bundesland, andere Schulform, andere Schulstufe, (teilweise) andere Fächer) wohlgemerkt - deshalb bin ich ja gerade interessiert an deiner Sichtweise.

    Was ist mit den anderen als den von dir selektiv hervorgehobenen Punkten, sind wir uns über die einig?

    Aus Art. 1 (und 2) des zitierten Gesetzes, meinst du? Auf jeden Fall.

    So haben sich Hausaufgaben auch immer für mich angefühlt. Entweder waren die total langweilig oder ich hatte es gar nicht verstanden und kam nicht zu Rande.

    Ist das ein Argument gegen Hausaufgaben oder nicht eher für individualisierte Hausaufgaben?

    Schreiben die ihre Übungsaufsätze dann im Unterricht? Lesen die ihre Lektüren im Unterricht? Wenn ich das dann auch könnte, dann...

    Warum kannst du das nicht?

    Wer bei was noch eine Vertiefung oder Festigung braucht, kann ich doch gar nicht individuell beurteilen.

    Ist das nicht genau deine Aufgabe als Lehrer, das zu beurteilen?

    Das deckt sich nicht mit dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, an das ich gebunden bin. (Und dessen Ansicht dazu ich teile.)

    Du nimmst also das (neben anderen) "oberste Bildungsziel" der "Ehrfurcht vor Gott" ernst. Das finde ich gut. Und die "Liebe zur bayerischen Heimat".

    BayEUG: Art. 1 Bildungs- und Erziehungsauftrag - Bürgerservice (gesetze-bayern.de)

    Bei der Förderschule müsste ich eigentlich noch einmal GE ausklammern

    Neben GE und Lernen gibt es auch eine große Anzahl an Förderschülern unterschiedlicher Förderschwerpunkte, die nach den Bildungsgängen/Lehrplänen der allgemeinen Schule unterrichtet werden.

    Zum Thema der Relevanz der verschiedenen Rechenmethoden (Kopfrechnen, (halb)schriftlich, Taschenrechner) habe ich gerade in dem anderen Thread zur Subtraktionen einen Artikel verlinkt, der auch hier für den ein oder anderen interessant sein könnte: JMD 14 (1993), H. 3/4 (uni-paderborn.de)

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