Beiträge von Plattenspieler

    Sie ist katholisch, er evangelisch. Und wenn man nicht kath. Rel. unterrichten will, sprich keine Missio hat, reicht auch nur das Standesamt.

    Wie gesagt: Für Katholiken gilt die Formpflicht, damit es eine sakramentale Ehe ist. Davon kann aber dispensiert werden. Siehe: Formmangel (Kirchenrecht) – Wikipedia

    Ich glaube, nach einer Scheidung wird einem auch die Missio aberkannt.

    Meines Wissens nach einer Wiederheirat (bzw. je nach Bistum evtl., wenn man geschieden mit einem neuen Partner zusammenlebt). Die Scheidung allein sollte eigentlich kein Grund sein.

    dürfte es eigentlich egal sein, wer dem beiwohnt oder assistiert:

    Du hast dein Zitat aus Wikipedia schon ganz gelesen? :_o_)

    Zitat

    Nach der Lehre der katholischen Kirche spenden die Brautleute sich gegenseitig das Sakrament der Ehe und diese kommt nur unter Assistenz eines Klerikers bei der Trauung gültig zustande

    Aber wie gesagt: Davon kann dispensiert werden. Siehe: Formmangel (Kirchenrecht) – Wikipedia

    Es hört sich zwar jetzt etwas unglaublich an, aber wir haben gerade so einen Fall in der Familie und überlegen, ob dieser Priester in der Verwandtschaft trauen darf, also bei einer Freien Trauung, nicht in der Kirche, sondern im Garten der Location. In den Augen Gottes müsste das ja dann sogar eine kath. Trauung sein, wenn auch nicht in den Augen der Kirche.

    Eine freie Trauung ist doch sowieso eher ein symbolischer Akt, oder nicht? Wer sollte vorschreiben, wer da trauen darf und wer nicht?

    Aus katholischer Sicht wäre das mit ziemlicher Sicherheit keine sakramentale Ehe, zumindest sofern mindestens einer der beiden Eheleute katholisch ist. Wenn zwei Protestanten heiraten, dann reicht aus katholischer Sicht schon die standesamtliche Trauung, damit sie es als sakramentale Ehe betreachtet, weil hier nur für Katholiken die Formpflicht besteht.

    Kann man eigentlich entpriestert werden (also wenn man nicht mehr Priester sein möchte oder darf, weil man sich verliebt und eine Familie gegründet hat) oder ist man das für immer? Mit anderen Worten: Gibt es eine Scheidung von...(Gott?)...

    Es gibt die Laisierung. Man wird in den Laienstand zurückversetzt und verliert die priesterlichen Rechte und Pflichten. Dennoch kann dadurch nicht die Weihe rückgängig gemacht werden (da sind wir wieder beim character indelebilis).

    Dass sich ein Großteil der Menschen für religiös hält. Ist einfach eine Feststellung. Psychische Abweichung ist die Abweichung von der Normalität und die wäre hier nicht gegeben.

    Von vielen, aber du wirst wohl nicht behaupten, dass Religionen mit vielen Göttern richtiger sind als die mit einem oder keinem.

    Wikipedia: Derivation steht für:

    Dann nutze bitte ein synonym, ich weiß nicht, wovon du sprichst.

    Ich nehme an, er meint Deviation.

    Spielt aber ehrlich gesagt auch keine Rolle, ob sie Priester oder Pfarrer oder Pastor oder Vorbeter heißen. Es ist die Aufgabe, die zählt.

    Die 'Aufgabe' mag von außen betrachtet ähnlich sein, aber doch besteht ein grundlegender Unterschied zwischen katholischem Priester und evangelischem Pfarrer (genauso wie zwischen katholischer Eucharistie und evangelischem Abendmahl).

    Ich find's zwar unhöflich seinen Gästen, nichts anzubieten, aber um eine trockene Oblate wollte ich auch kein Gewese machen. Um mal den beliebten Vergleich mit dem Sportverein heranzuziehen, ich kenne das so, dass die Partnerinnen, die mit zum Grillfest kommen, auch 'ne Wurscht kriegen, ohne dass sie jemand nach ihrem Mitgliedsstatus fragt.

    Katholiken dürfen mit Protestanten (und auch Agnostikern, Atheisten, ...) gerne Wurst essen, auch gerne Agape miteinander feiern. Aber in der Eucharistie geht es nicht um ein gemeinsames Mahl, sondern um das Heiligste, was wir haben: Christus selbst, seinen Leib und sein Blut. Protestanten lehnen die Vorstellung der Transsubstantiation, des Opfers und der dauerhaften Realpräsenz ja ab und haben sich selbst von der katholischen Kirche abgespaltet, also sich selbst ausgeschlossen - und dann beschweren sie sich, dass sie von Katholiken ausgeschlossen würden ... ?

    Das ist nicht ganz richtig. Das ist nur die Sicht der katholischen Kirche. Wir Evangelischen oder Freikirchen sehen das etwas anders. Luther sprach vom Priestertum aller Gläubigen. Jeder Gläubige ist somit Priester und im direkten Austausch mit Gott und braucht keinen Mittler dazwischen.

    Auch in der katholischen Kirche gibt es das gemeinsame Priestertum aller Getauften. Das schließt aber das von Jesus gestiftete Weihepriestertum nicht aus.

    Wie so häufig gilt hier für den Katholizismus nicht das protestantische "Solum" ("sola scriptura", "sola fide" etc.), sondern das "Et ... et ...".

    was ja zumindest geht: katholische Priester können verheiratet sein und Kinder haben.

    Als kath. Priester darf man zwar nicht heiraten, aber wenn man evangelischer Priester und verheiratet ist (und Kinder hat) und dann konvertiert, kann man weiterhin als Priester in der katholischen Kirche tätig sein UND weiterhin verheiratet sein.

    Wobei man sagen muss, dass das kein Automatismus ist, sondern jeweils eine Einzelfallentscheidung des Vatikan.

    Aber klar, vom Zölibat kann dispensiert werden.

    Priester der katholischen Ostkirchen können grundsätzlich verheiratet sein.

    Der Zölibat ist ja kein Dogma.

    OT: Es gibt keine evangelischen Priester. Wenn ev. Geistliche konvertieren und eine Dispens erhalten, können sie deshalb nicht "weiterhin als Priester tätig sein", sondern sie können geweiht werden und von da an als Priester tätig sein.

    Jesus hat Frauen geliebt, er hat sie geheilt, er hat sie mit einbezogen, er hat allen gepredigt und die Rechtfertigung allen geschenkt, er hat Frauen in seinem engsten Kreis von Unterstützenden gehabt, Frauen waren an seinem Kreuz,

    Gott hat Frauen als erste an das geöffnete Grab geschickt und als erste mit dem Auferstandenen sprechen lassen und sie dies in die Welt tragen lassen.

    Richtig, allein das zeigt die zentrale Rollen von Frauen, die absolut gleichwertig waren und sind.

    Warum sollten er sie danach von Lehre und Amt ausschließen, wo sie doch eine derart wichtige Position innehatten.

    Da musst du Jesus fragen, warum beim letzten Abendmahl keine Frauen dabei waren.

    Das ist der Zeitpunkt, an dem Jesus nach katholischer Überzeugung das Priestertum einsetzte.

    Tja dann...

    ... könnte man die Frauen ja auch prüfen und ihnen den "langen Weg" eröffnen.

    Dann kann man feststellen, dass sie sich würdig erweisen und ihnen das Amt übertragen.

    Ich glaube, hier lockt so ein bisschen der Knackpunkt in der ganzen Diskussion, weswegen wir auch keine gemeinsame Basis finden.

    Es geht nicht darum, dass Frauen weniger würdig wären, dass Frauen sich weniger gut auskennen würden, schlechter predigen würden, schlechter in der Seelsorge wären o. Ä. Wirklich nicht.

    Es geht darum, dass Priester sein nicht einfach ein Beruf ist, in dem man besser oder schlechter sein kann.

    Dass Männer keine Kinder bekommen können, leuchtet mir ein. Das ist biologisch begründet.

    Warum man Frauen nicht weihen kann, leuchtet mir nicht ein. Wo ist da die biologische Begründung?

    Da gibt es keine biologische Begründung, sondern eine theologische und ontologische.

    Worauf begründet sich denn, dass Frauen angeblich etwas nicht könnten, was Männer qua Geschlecht schaffen?

    Männer werden doch nicht "qua Geschlecht" zum Priester geweiht. Das ist ein langer Weg und jeder Kandidat wird gut geprüft. Generell gibt es kein "Recht" auf die Weihe zum Priester, das man einklagen könnte, auch für Männer nicht.

    Das mit den 'medizinischen' Masken ist auch so eine Sache. Jetzt haben wir uns alle schöne Stoffmasken genäht, gekauft, gebastelt, waschbar, zur Wiederverwendung, ökologisch sinnvoll und in schicken Farben mit schicken Motiven. Monatelang wurde gesagt, wie wichtig es sei, dass wir diese "Community-Masken" (Söder) verwenden. Jetzt heißt es plötzlich, sie seien nicht mehr gut genug und wir sollen lieber Einmalmasken tragen und dadurch einen Haufen Müll produzieren (selbst wenn man sie zwei- oder dreimal trägt). Mal ganz ehrlich: Bringt eine OP-Maske so viel mehr als eine ordentliche Alltagsmaske?

    Richtig: Sie können das nicht. Das gleiche Prinzip. Es ist nicht so, dass Frauen nicht zum Priester geweiht werden dürfen, sondern dass sie nicht zum Priester geweiht werden können. Die Weihezeremonie wäre nur ein Nachspielen, es käme kein Sakrament zustande. Deshalb bringt eine Beschwerde darüber bei Papst oder Bischof nichts, sondern man müsste sich an den Herrn selbst wenden. Der hl. JP II schrieb, dass die Kirche "keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden" (Ordinatio Sacerdotalis).

    Frauen, die die Kirche verändern möchten, wollen also nur Aufmerksamkeit? Entspricht das deinem Frauenbild?

    Mitnichten. Es gibt großartige Frauen, die die Kirche verändert haben. Die hl. Katharina v. Siena z. B., die hl. Hildegard v. Bingen, die hl. Edith Stein, die hl. Mutter Teresa usw. Ganz abgesehen von der Gottesmutter, die das Urbild der Kirche ist. Denen ging es allen um die Sache und nicht um persönliche Vorteile und Macht.

    Das Frauen immer noch in der katholischen Kirche unterdrückt werden, muss abgeschafft werden

    Wo werden Frauen in der Kirche unterdrückt?

    Wenn man in einer Gemeinschaft aufwächst, ist der Schritt schwieriger, als wenn man x-mal umzieht und sich an neuen Wohnorten dann z.B. eine alt-katholische Kirche sucht. Die müssten sehr viel mehr Zulauf haben, aber bisher versuchen die Mitglieder der römisch-katholischen noch Wege in der Kirche zu finden, siehe Maria 2.0 oder Dialogprozess oder Synodaler Weg.

    Dass die Damen von WiSiKi, Maria 2.0 u. ä. nicht evangelisch werden (oder altkatholisch oder quäkerisch oder was auch immer), liegt wohl eher daran, dass sich dann ja niemand mehr für sie interessieren würde. Da könnten sie sich nicht als "Rebellen" in den Vordergrund drängen, denn ihre Forderungen sind dort erfüllt.

    Aber diese Initiativen sind ja von ihrer Altersstruktur her auch nicht die Zukunft. Die Jugend der Kirche ist überwiegend bewusst katholisch und steht auch dort zum Glauben der Kirche, wo das gesellschaftlich nicht mehr zeitgemäß erscheinen mag.

    Ist ein Kombinationsfach. Ist ja eigentlich nur der deutsche Terminus für "Sozialkunde".

    Der Bildungsplan kennt für die Sek. 1 (wird ab Klasse 7 unterrichtet) die Kompetenzbereiche:

    - Gesellschaft

    - Recht

    - Politisches System

    - Internationale Beziehungen

    Wirtschaft gibt es als freiwilliges Fach in der Sek. II.

    In der Sek. I gibt es allerdings neben Gemeinschaftskunde auch noch Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung (auch ab Klasse 7). In welchem Rahmen das unterrichtet wird und warum Studienorientierung nur in der Sek. I stattfindet ...

    ... keine Ahnung.

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