Beiträge von Luzifara

    Das kenne ich. Von den Elternvertretern kam damals auch nur: "Ihr verdient als Lehrer so viel, da könnt ihr ja wohl für unsere Kinder die paar Cent springen lassen."

    Eine absolute Frechheit diese Aussage, da hätte ich eigene die Frage gestellt, ob sie von einem Arzt im Krankenhaus dann auch erwarten, dass das Verbandsmaterial nach Feierabend selbst in der Apotheke für den nächsten Tag für seine Patiente kauft.

    Braucht man nach meiner Erfahrung nicht mehr. Meine Schule bekommt jede Woche irgendwelche kostenlosen Lehrwerke geschickt, unsere Regale sind
    voll damit.

    Wenn du ein Lehrwerk für eine Klasse brauchst, wird das von der Schule gestellt und der aktuellen Fassung.

    Als Materialfundus gibts ja besseres als irgendwelche Lehrwerke.

    Ja das digitale Arbeiten ist sehr erleichternd, ich könnte mir gar nicht mehr vorstellen meterweise Material einzulagern.

    (Großstadt = Wohnraum = teures Gut)

    Es scheint doch sehr unterschiedlich zu sein, wie Privatschulen Lehrkräfte suchen. Bei uns wird das Referendariat sehr geschätzt, das ist schließlich (in meinen Augen) das wichtigste Teil der Ausbildung, denn dann gehts ja erst richtig in die Praxis. Ich persönlich habe definitiv das Meiste im Ref gelernt und mich dennoch für eine Schule in freier Trägerschaft bewusst entschieden.

    Der Wille etwas mitentwickeln und verändern zu wollen, Schule mal etwas anders zu denken, ist zumindest bei uns am Wichtigsten. Aber ja, gerne Erfahrung und guter Ausbildung.

    Bezüglich Bezahlung: ja ich weiß noch, dass gerade kleine Schulen im Aufbau weit untertariflich zahlen wollten.

    Mein jetziger Arbeitgeber bezahlt mich jedoch noch Tarif, man steigt in den Stufen auch ganz normal auf.

    Wenn man über eine nicht abgeschlossene Ausbildung verfügt, bekommt man dieses Gehalt allerdings in der Regel nicht. Damit möchte ich nur sagen,

    das Ref abzuschließen lohnt sich für egal welche Schulform man sich am Ende entscheidet.

    Je nach Dringlichkeit wird man mit einer guten Ausbildung / Erfahrung bei einigen privaten Schulen auch eine höhere Einstiegsstufe raushandeln können, Fachkräfte werden schließlich überall gesucht.

    Alles Gute für euch, ich hoffe ihr findet passende Kolleg:innen.

    Andererseits habe ich noch nie eine 2. Staatsexamen- Prüfung gesehen, die nicht bestanden war, wo vorher nicht schon klar war, dass das knapp wird.

    Das stimmt, große Überraschungen gibts im Grunde nicht. Wer zumindest in den Monaten davor Leistungen im Mittelfeld gebracht hat, wird auch nicht durchfallen. Stimmt, durch richtiges Reflektieren, kann man viel rausreißen.

    Aber wie immer im Leben: der/diejenige, der/die durchfällt, findet es eben total willkürlich und unfair...

    Ist diese Aussage ernst gemeint? Vermutlich nicht oder?

    Ich bin nicht wirklich sicher, ob das auf viele zutrifft.

    Ich erinnere mich durch eine Klausur im Studium durchgefallen zu sein, das war total berechtigt. Nichts dafür gelernt, bei einer Klausur in der es viel um Jahreszahlen etc. ging, außerdem bestehen nur bei 80%, das war recht vorprogrammiert und auch nicht willkürlich, auch wenn mir die Art der Klausur vermutlich nicht viel für meine jetzige Lehrbefähigung gebracht hat.

    Zum Ref und dem Bestehen: bei mir im Ref war es so, dass auf der Strecke bis zu den Prüfungen doch einige ausgestiegen sind. Oft, weil sie selbst gemerkt haben, dass der Beruf nichts für sie war. Oder sie z.B. in den Praktikas schlechte Rückmeldungen bekommen haben und abgebrochen haben, oder den Stress nicht ausgehalten haben. Also das dezimierte sich ganz schön nach und nach.

    Wer es bis zum Ende geschafft hatte, fiel in den wenigsten Fällen durch die Prüfung. Ich erinnere mich an zwei (das ist jetzt aber keine Statistik sondern nur subjektiv, was ich mitbekommen habe), einen zweiten Anlauf bemacht haben, einer war wohl erfolgreich, ein anderer nicht.

    Es geht ja um wichtige kurzfristige Sachen, das kommt nicht so oft vor. Der Rest kommt ja per Mail.

    ;) Schätze dich glücklich, wenn alle deine Kollegen das unterscheiden können und die Unterhaltung nicht beginnt mit "ich habe dir gerade eine Mail geschrieben, dort..... " oder "ich wollte dir noch eine Mail schreiben mit ....."

    Wenn ein Kollege kurzfristig von mir etwas will, kommt er in den Pausen zu mir.

    Ich schätze schriftlich, da ich in Pausen gerne Pausen habe, z.B. in Ruhe esse. Schriftlich finde ich auch besser, da ich mir sonst zu viel merken müsste oder

    zwischendurch notieren müsste. Was nicht heißt, dass nie persönlich ansprechbar.

    Für vieles brauche ich aber einfach meinen digitalen Kalender, da ist auf dem Flur anquatschen eh immer schlecht, weil ich das nur am Laptop beantworten kann.

    Lehrersprechstd. für Eltern finde ich grundsätzlich auch nicht schlecht, das Termine absprechen entfällt.

    Aber gerne nur mit Themenankündigung, Überfallgespräche machen wir im Team eigentlich gar nicht.

    Dann schaust du dauernd in deine Mails? Ich schaue da morgens zu Schulbeginn rein, danach mache ich meinen Tagesplan, unterrichte und erledige meine Verwaltungsaufgaben. Mehrfach am Tag die Mails zu checken würde mich permanent ablenken, ich bekomme aber auch so 50 am Tag.


    Bei einer Zeitmanagementfortbildung wurde uns das auch empfohlen.

    Heißt aber auch: Am gleichen Tag gibt es keine Antwort.

    Ja ich schaue mehrfach am Tag rein, aber auch nur, wenn ich theoretisch Zeit für eine schnelle Antwort habe, vieles ist ja auch gar nicht von Eltern sondern von Kolleg:innen, ich habe auch Organisationsstd. bei uns, also sozusagen Unterstützung für die SL, da landet auch noch mal mehr als gewöhnlich bei mir.

    Wir führen auch viele Absprachen im Kollegium per Mail, das ist schnell und effektiv.

    Ja, es wird bei uns tägliches Mails lesen erwartet. Tägliches Beantworten von Elternmails, nein das wird nicht erwartet.

    Für ausführlichere Elternmails lasse ich mir auch länger als 1 Tag Zeit, spreche ggf noch mit Kolleg:innen etc.

    Thema Zeitmanagement: ein generelles, es gibt am gleichen Tag keine Antwort, halte ich für wenig erleichernd. Vieles lese ich in 30 Sekunden und habe in weiteren 30 oder weniger drauf geantwortet. Es nur zu lesen, liegen zu lassen, weil man nicht am gleichen Tag antworten soll, wäre kontraproduktiv.

    Einmal am Tag morgens zu checken ist doch aber auch in Ordnung. Da hat jeder seinen Ablauf.

    Dann ist es eher eine dienstliche Besprechung oder eine Konferenz aber keine Dienstbesprechung.

    Alles klar, bei laufen alle Sitzungen so ab. Dann gibt es bei uns keine "Dienstbesprechung".

    Der Unterschied zwischen "dienstlicher Besprechung" und "Dienstbesprechung" geht mir auch nicht auf ;)

    Ist ja aber auch Wurst, an jeder Schule läuft das wohl etwas anders.

    Wir haben keine festen Sprechzeiten (hatte ich früher mal, hatte aber auch Vorteile, da das Termin vereinbaren wegfiel).

    Wir machen Gesprächstermine nach Bedarf aus, manchmal gehen die Anfragen von uns aus, manchmal von den Eltern. Das hält sich eigentlich in einem Maß, womit man gut leben kann.

    Manche Gesprächsanfragen bügele ich auch ab und antworte nur per Mail.

    Ansonsten sind wir per Dienstmail erreichbar und ja auch für kurzfristige, organisatorischen Anfragen, die in der Regel schnell und am gleichen Tag beantwortet werden. So habe ich das schnell vom Tisch und ehrlich gesagt, würde ich mir das als Elternteil in der heutigen Zeit auch so wünschen. Man muss nicht immer einen Roman schreiben, aber eine Antwort hat doch jeder bedient.

    Wir informieren z.B. Eltern auch per, wenn es einen Konflikt unter Schüler:innen gab, mit der Bitte auch zu Hause ins Gespräch zu gehen, wenn wir das bereits in der Schule getan haben. Also natürlich nur bei größeren Sachen, nicht bei "der/die hat mir den Bleistift weggenommen" oder "die/der hat mich geschubst". Für mich gehört das zur Elternarbeit dazu.

    Spannend zu hören, dass es Schulen gibt, die Mails komplett versuchen abzuschaffen.

    Wie informiert ihr denn über Ausflüge, Elternabende z.B.? Bekommen die Schüler:innen da einen Zettel?

    Wir haben diese ganze Sache mit "man muss einen Zettel nach Hause tragen" fast komplett eingestampft, das läuft alles digital. Manche Infos gehen aber auch aus dem Schulbüro raus, Infos über Verkehrsunterricht etc.

    Wir wissen die Termine für das ganze Jahr, sind immer an einem festen Tag zu gleichen Zeit.

    Die Tagesordnung ist online ansehbar, Kolleg:innen können selbst Themen eintragen mit Zeitangabe.

    Es gibt einen SL-Teil und einen Teil für allgemeine Themen aus dem Kollegium. SL strukturiert mit einem Kollegen zusammen vor.

    Ich muss gestehen, dass ich die Frage, was bei Nicht-Erscheinen droht etwas kindisch finde.

    Das ist mein Arbeitsplatz, das sind meine Kolleg:innen, natürlich bin ich da, wenn ich nicht gerade krank bin oder z.B. eine Fortbildung habe.

    Termine wie Fobi oder Arzt sind eben vorher mit der SL abzusprechen und zu genehmigen.

    Bei Arztterminen schaut eben jeder, dass das möglichst außerhalb der Dienstzeit liegt. Ja bei Facharztterminen klappt das vielleicht auch mal nicht, dann holt man sich das Go der SL.

    Bei uns war noch nie jemand einfach nicht da, die Frage stellt sich für uns im Kollegium nicht.

    Warum stellst du die Frage?

    Vermutung:

    Hast du einen wichtigen privaten Termin übersehen, der sich nun mit euer Sitzung überschneidet?

    Dann wirst du handeln müssen, entweder du bist ehrlich und wendest dich mit deinen reelen Anliegen an die SL, du schiebst einen spontanen Arzttermin vor (ob man dafür bei euch einen Nachweis haben muss, weiß ich nicht) oder du verschiebst eben deinen privaten Termin.

    Einfach klar raus sagen, dass es eine Feier ohne Kinder ist.

    Man ehrlich, man tut doch den Kinder auch keinen Gefallen, wenn man sie zu sowas mitschleppt.

    Soetwas wie : Wir freuen uns, wenn trotz der Babysitterabsage einer von euch kommt, gleichzeitig müssen wir euch mitteilen, dass die Feier ohne Kinder stattfindet.....finde ich angemessen.

    Ich mag dieses "durch die Blume" gar nicht. Es ist doch auch unangenehm für das Paar, wenn sie ihre Kinder mitbringen und dann mitbekommen, dass es eigentlich nicht wirklich erwünscht war.

    Klare, freundliche Kommunikation. Auch gerne mit "Tut uns leid, dass wir uns bei der EInladung nicht klar ausgedrückt haben...."

    Dann gäbe es mancherorts keinen evangelischen/katholischen Religionsunterricht, keine Damentoiletten...

    Mein Gott, das ist doch alles völlig aus dem Kontext gerissen. Es ging bei diskutiertem Beispiel worauf sich mein Post bezog doch nur darum, ob Schüler der Pause stets am Lehrerzimmer klopfen dürfen oder nicht. Hier halte ich eine einfache Abstimmung im Kollegium für sinnvoll und ja, wenn ich dann

    eben mit meiner Meinung in der Unterzahl bin, ist es doch nur kollegial und logisch, wenn ich mich der Mehrheit anpasse. Es geht nicht darum, dass Meinungen, die in der Unterzahl stets und immer im Kollegium unterdrückt und nicht gehört und jeder sich bei allen anpassen muss.

Werbung