Beiträge von Luzifara

    Woher kommt die Idee, dass man nur als Vollzeit Arbeitskraft ein produktives Mitglied der Gesellschaft ist? Warum soll es normal sein, 40+ Stunden seiner Lebenszeit pro Woche mit Arbeit zu verbringen plus in den meisten Fällen 5+ Stunden für den Fahrtweg? Und was ist schlimm daran, ein schönes Leben haben zu wollen?

    Finde ich auch! Im Grunde ist mir überhaupt nicht verständlich, warum ich egal bei welchem Arbeitgeber auch nur rechtfertigen soll, warum ich Teilzeit arbeiten möchte. Man schreibt eine Stelle eben auf Teilzeit oder Vollzeit aus, auf eine passende kann ich mich bewerben, auch eine unpassende nicht.

    Wenn ich z.B. dem Arbeitsmarkt 30h die Woche zur Verfügung stellen will, dann ist das so. Ein anderer gibt vielleicht 40h.

    Ich finde die Vorstellung, dass Teilzeitverträge erschwert werden sollen, sehr gruselig und geht für mich komplett gegen die Selbstbestimmung wie viel ich arbeiten möchte. Im Leben gibt es eben nicht nur Arbeit. Mit welchem Recht sollte jemand bestimmen, wie viel Zeit ich für Lohnarbeit aufwende. Es gibt genug Menschen, die von 50% ihres Gehalts leben können und das auch möchten, sowie dementsprechend die andere Zeit mit anderen Dingen des Lebens füllen. Ich arbeite zur Zeit Vollzeit, mich betrifft es noch nicht akut. Allerdings habe ich gar nicht vor, dass ich das mit zum Rentenalter so durchziehe. Ich bin allerdings auch keine Beamtin und auch nicht beim Staat angestellt. Die Staatsstellen werden für mich mit diesen Überlegungen also auf keinen Fall attraktiver.

    Größere Klassen, ah ja, prima, es ist doch jetzt schon so, dass viele Lehrer:innen den unterschiedlich Vorraussetzungen der Schüler:innen nicht mehr gerecht werden können. Da sitzen dann eben Kinder auch mal 1-2 Std. ohne wirkliche individuelle Hilfe da und kommen eben nicht weiter, weil die Zeit fehlt ihnen zu helfen.

    ch zähle mit 25 von 28 Stunden auch noch als TZ - Lehrkraft - und ich komme in normalen Wochen, in denen keine gehäuften Extratermine anstehen, auf etwa 50 Stunden Arbeitszeit. In Stoßzeiten sind es aber auch mal 60. Wenn man mich zwingt, auf Vollzeit zu gehen, würde ich das machen, aber ich würde nicht mehr arbeiten, sondern dann eben Dinge liegen lassen…

    Moin, meinst du mit 28Std , 28Std Unterrichtsstd. a 45min oder 28 Zeitstd Unterricht. Ich frage nur, weil bei uns eine Vollzeitstelle 23 Zeitstd. Unterricht sind. (bis Jg 6) .

    Mein vollstes Verständnis für das "Dinge liegen lassen hast du". Wobei du ja jetzt schon mehr als die vorschriebenen Std. für eine Vollzeit arbeitest, aber noch nicht mal Vollzeit bezahlt wirst.

    Die Handysucht ist schon sehr ausgeprägt bei meinen SuS.

    Da stimme ich dir zu. Aus meiner Erfahrung geht das schon in Jg 5 los. Ich hatte zumindest schon Schüler, die das sogar selbst gesagt haben und auch jemand, der ernsthaft überlegte eine Klassenfahrt zu verweigern, weil er sein Handy nicht nutzen kann.

    Handysucht (es ist ja eher Informationssucht oder wie man das auch immer nennen möchte) gibt es natürlich quer durch die Gesellschaft. Schaut man sich z.B. in enem Restaurant um, wie viele Erwachsene checken währen einer Unterhaltung am Tisch ständig das Handy.

    Dass man das nicht alles durch ein Verbot umgehen kann, ist mir naürlich bewusst.

    Und ich war in den 90ern in dem Alter ständig am Super Nintendo. Hätte dich auch betroffen gemacht, ich Nerd. Was aus mir geworden ist trotzdem.

    Ich sage auch nicht, dass aus den "ich bin den ganzen Tag am Handy Kindern" nichts wird. Aber ja, es sind auch recht häufig Kids darunter, die außerhalb vom digitalen Kontak und dem Kontakt in der Schule wenig echte soziale Kontakte haben. Da kann ich weder als Lehrerin noch als Alltags-Mensch behaupten, dass ich diese Entwicklung als positiv empfinde.

    Das große Problem dabei ist, dass nicht wenige Erwachsene selbst einen bedenklichen Umgang mit dem Smartphone haben, sich dessen jedoch selbst nicht bewusst sind.

    Absolut richtig! Es tut uns Erwachsenen ja zum Teil auch nicht gut, ständige Erreichbarkeit, das Erhalten von Infos, die gar nicht wirklich wichtig sind (Beispiel Whats Ap Gruppen), Googlen ist manchmal wichtiger als selbst nachdenken, das Erzeugen von einer sehr hohen Datenmenge, die z.T. völlig belanglos ist oder auch die Persönlichkeitsrechte von anderen verletzt (z.B. das Fotografieren / Filmen bei Unfällen etc.) . Die Liste kann endlich weitergeführt werden und am Ende betrifft uns doch mindestens ein Teil davon selbst.

    Jugendliche können ganz schön viel Mist mit Handys anstellen, siehe der Vorfall zuletzt in Rastatt. Auch wenn das Handy inzwischen zu unserem Alltag gehört, sollten junge Menschen nicht alleine mit einem solchen Medium gelassen werden, sondern höchstens eng begleitet durch Erwachsene. Kleine Kinder, die den ganzen Vormittag über vor allem sitzen und dabei lernen, sehe ich ehrlich gesagt lieber Fangen spielen und ins Pausenbrot beißen als am Daddeln.

    Richtig! Natürlich gehört das Handy zum Alltag dazu und hat auch seine Berechtigung. Gleichzeitig erleben wir doch alle, dass die Medienerziehung in den Elternhäusern doch auch sehr unterschiedlich läuft oder zum Teil gar nicht vorhanden ist. Da ist von, das Kind hat im Jg 5-6 noch kein Handy oder nur ein Handy zum Telefonieren über die uneingeschränkte Nutzung zu jeder Zeit doch alles dabei. Medienpädgogik sollte natürlich auch immer ein Bestandteil des schulischen Lernens sein, um zumindest allen die Basics nahezubringen.

    Wenn man im Gespräch mit manchen Kids (also 11-12 Jahre ) ist, die einem erzählen, dass sie teilweise den ganzen Nachmittag und Abend am Handy sind, wenn sie nach Hause kommen, macht mich das schon betroffen. Und nein, ich bin gar keine Handygegnerin.

    Zumal die Handynutzung auf dem Hof keinerlei pädagogischen, didaktischen oder erzieherische Vorteile bietet.

    Das sehe ich auch so und meine Kolleg:innen auch. Zumal wir ja auch bedenken müssen, am Beispiel unserer Schule treffen auf Schulhof, Toiletten und überall im ganzen Gebäude auch ältere Schüler:innen (also bei uns im Gebäude 1 - Jg 6) auf junge Schüler ab Jg 1 plus auch teilweise Kita-Kinder von der angeschlossenen Kita. Da sind die Medienkompetenzen nun mal auch sehr unterschiedlich.

    An unserer Schule konnten aufsichtführende Lehrkräfte schon mehrmals ihr Smartphone gut gebrauchen, z. B. um Hilfe "anzufordern" bei Prügeleien, für verunfallte SuS den Rettungsdienst und in mind. einem Fall auch, um die Polizei zu rufen. Klar hätten sie dafür auch ins Sekretariat oder ins nächstgelegene Lehrerzimmer laufen oder jemanden schicken können; aber so ging es eben schneller.

    Klar, für eine große Schule mit weiten Wegen durchaus sinnvoll.

    a, nutzen wir.

    Wir haben zwar auch Dienst-Notebooks bekommen, aber die sind fürs Klassenbuch absolut unpraktisch. Wenn man in der 1. Stunde mit dem Notebook den Beamer betreibt und alle paar Minuten ein verspäteter Schüler eintrudelt, willst du dann alle 3 Minuten aus der Präsentation raus, um die Anwesenheit der Nachzügler zu erfassen, oder legst du dein privates Smartphone daneben, läßt die Präsentation laufen und machst damit die Erfassung?

    Ja klingt logisch. Ich bin allerdings auch nicht in der Pflicht sowas zu dokumentieren. Wir haben kein Klassenbuch, sondern nur eine Anwesenheitsliste, die ist tatsächlich altmodisch auf Papier ;) und wird im Schulbüro zu Fuß eingereicht. Kleine Schule, ich muss dafür nicht weit laufen, bzw. kann ja auch Schüler:innen schicken.

    Es wird ihr schon keiner das Handy aus der Hand schlagen. Aber wenn man Aufsicht hat, passt man auf die Anwesenden auf und wischt nicht auf seinem Smartphone rum.

    Ich bin auch nicht unglücklicher darüber in der Pausen einfach ein bisschen durch den Garten zu gehen, die Schüler:innen zu beobachten, mich mit manchen zu unterhalten etc. wir sind doch alle genug am Handy, da brauche ich nun wirklich kein What App checken oder gucken ob der Zahnarzt anrufen hat. Es gibt in meinen Augen auch ein ganz unterschiedliches Bild ab, Lehrkräfte am Handy auf dem Pausenhof, oder Lehrkräfte, die sich mit Schüler:innen unterhalten. Mir ist bewusst, dass das eine das andere auch nicht kategorisch ausschließt. Nichts desto trotz, wir wissen es doch alle, das ständige Checken des Handys betrifft nicht nur junge Menschen, sondern auch Erwachsene. Es ist eine andere Atmosphäre, wenn z.B. auch Eltern beim Abholen ihrer Kids sich mit anderen Eltern unterhalten oder eben alle alleine am Handy stehen und Einkaufslisten, Messanger, was auch immer checken. Viele Eltern spiegeln uns auch zurück, dass sie das gut finden.

    Bitteschön.


    Ziemlich lächerlich, in so einem Klima wollte ich nicht arbeiten und würde mir das auch nicht vorschreiben lassen, wann ich als Lehrer mein Handy verwende.

    Das ist doch in Ordnung. Vermutlich arbeiten wir in völlig "verschiedenen Welten". Ich würde allerdings im Gegenzug tatsächlich die Vorgehen an anderen Schulen nicht pauschal als "lächerlich" bezeichnen. Die Handynutzung bei den Lehrer:innen ist tatsächlich bei uns auch eher eine Übereinkunft oder logische Konsequenz als eine wirkliche Vorschrift, die irgendwo steht. Es wird niemand etwas sagen, wenn du mal kurz dein Handy nutzt. Es gibt aber im Grunde ja auch wenig Anlass dafür, die wir eine digitale Vernetzung über Dienstgeräte (jeder einen hat einen Laptop) haben. Ich wüsste gar nicht, was ich dienstliches unbedingt in meiner Draußenaufsicht nachschauen muss. In allen Pausen, in denen ich keine Schüler:innen beaufsichtige, das sind alle Pausen bis auf 30Min die Woche, kann ich mein Handy im Lehrerzimmer nutzen, privat telefonieren oder was auch immer. Es geht einfach nur darum den Kids ein gutes Vorbild zu sein, es sind auch kleine Schüler:innen, also Jg 1-6. Das ist ein bisschen was anderes als Berufsschule.

    Mit welcher Begründung/Rechtfertigung/Berechtigung wird Eltern die Handynutzung untersagt, mit welcher den Lehrkräften?


    Bei uns werden regelmäßig aktuelle Informationen des SL-Teams über Teams an alle Lehrkräfte geschickt. Diese müssen wir ggf. auch in der Pause einsehen können, falls das unseren nachfolgenden Unterricht betrifft. Auch den eigenen Stundenplan sehe ich über Untis ein und muss insofern darauf zugreifen können für den Fall kurzfristiger Änderungen, die schnelles Umplanen erfordern. Könnte man natürlich umplanen/anders regeln. Das würde aber bei dem großen Kollegium manchen Informationsfluss ins Stocken bringen.

    Wir wollen einfach eine handyfreie Schule sein. Wir sind eine kleine Schule, Jg 1-6 alle zusammen 120 Schüler:innen. Wir haben alle einen Arbeitslaptop. Wir lesen unsere Mails mindestens 1x täglich. Das funktioniert gut. Wir versuchen einfach gemeinsam den Schüler:innen ein Vorbild zu sein, wenn jemand aber z.B. kleine Kinder hat und evtl. die Kita anrufen können, ist es kein Problem, wenn man das Handy eben im Unterricht in der Tasche hat und auch bei Anruf drangeht oder zurückruft. Da wir einen Laptop als Arbeitsgerät haben, gehen dienstliche Infos auch darüber und nicht übers private Handy. Wir haben auch alle eine Dienstmail und eine digitale Plattform, auf der wir zusammenarbeiten.

    Bei uns Jg 1-6 ist Handynutzung auf dem gesamten Gelände nicht erlaubt, auch nicht für Eltern.

    Einfach handyfrei, klappt bis auf wenige Ausnahmen (bezieht sich aber eher auf Eltern) gut.

    Für Lehrer:innen gilt das auch, kein Handy bei Draußenaufsicht etc.

    Im Lehrerzimmer okay natürlich.

    Ab Jg 7, ist ein anderes Gebäude können sie die Handys in den Pausen nutzen.

    Wlanpasswort bekommt keiner.

    Na mal schauen, wie viele irritierte Smiley ich bekomme dafür :D

    Jawoll. Sachsen abschieben, sofort!

    Vor dir hat sich jemand Mühe gegeben mit einem detaillierten, konstruktiven Beitrag und deine Anwtort ist DAS.

    Ich bin echt ein humorvoller Mensch, aber das finde ich weder witzig, noch angemessen und in irgendeiner Art und Weise zielführend.

    Das ist für mich wie in einer Klasse, in der jemand "überflüssiges Zeug" reinruft.

    Seitdem wir bei uns an der Schule wiederholt das Problem hatten, daß einige Schüler die Radbolzen an den PKWs der Kollegen gelockert haben, mache ich mir schon Sorgen und gehe in eine grundlegende Abwehrhaltung. :rotwerd:

    Ich muss sagen, wenn ich an so einer Schule arbeiten würde, würde ich doch sehr stark darüber, ob das für mich persönlich das richtige Umfeld ist. Man mag meine Einstellung finden, wie man möchte, aber bei "es werden Kollegen ernsthaft bedroht oder ihnen wird Schaden zugefügt" hört ehrlich gesagt meine Berufsehere auf. Deswegen meine Frage: Gab es an der betreffender Schule Kündigungen oder Versetzungen deswegen?

    Ich muss ein bisschen Grinsen, wenn die Diskussion vom "Verbotenem Feuerwerk im Wald vor Silvester" zum Thema "Nicht weggeräumte Hundehaufen" führt. :D:D

    Unterm Strich können wir doch sicherlich sagen: ja, wir finden beides nicht "kacke".

    Riesen Problem an Silvester selbst ist ja leider, dass privates Feuerwerk mehrheitlich von Betrunkenen gezündet wird und teilweise dementsprechenden Folgen. Auch in diesem Jahr wird die Feuerwerk und die Krankenhäuser wieder viel zu tun haben. In diesem Sinne wünsche ich besonders dort allen starke Nerven und einen hoffentlich guten Feiertagszuchlag (falls als das überhaupt an SIlvester gibt).

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